Literaturhinweis: B. Fleermann/G.Genger/H. Jakobs/I. Schatzschneider: „Die Toten des Pogroms 1938“

264 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-7700-6037-5

„Hervorgegangen aus einem landesweiten Forschungsprojekt der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf im Jahre 2018, wird nun erstmalig ein Gedenkbuch vorgelegt, das dem Andenken aller 131 Menschen gewidmet ist, die auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen aufgrund der Novemberpogrome vom Herbst 1938 ihr Leben verloren haben.“

Für das Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein sind bekannt:
Waldemar Elsoffer, Julius Gonsenhäuser, Frieda Löwenstein, Siegfried Löwenstein, Betty Windecker .

„Über die Autoren: Weiterlesen →

Ausstellung: „Otto Piene. Werke aus der Sammlung Kemp“

Museum Kunstpalast Düsseldorf, bis zum 5. Januar 2020

„Ein immer wiederkehrender Impuls für die Arbeiten Otto Pienes (1928-2014) geht vom Licht und dessen Möglichkeiten als künstlerischem Medium aus: „Nicht ich male, sondern das Licht.“ In der Sammlung Kemp ist Piene mit 13 teils großformatigen Gemälden, einer Lichtplastik und zahlreichen Arbeiten auf Papier aus 50 Jahren künstlerischem Schaffen vertreten. Die Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf die Rauch- und Feuerbilder des Künstlers. Sie zeigen die technische und farbliche Breite seiner langjährigen Experimente mit den Spuren des Feuers als bildgebendem Stoff.“
Quelle: Museum Kunstpalast, Presse

Link zu siwiarchiv-Einträgen über Otto Piene

Ausstellung: „Bernd & Hilla Becher: Coal Mine Tipples – Pennsylvanische Kleinbergwerke“

Die Ausstellung von Max Becher in Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur findet bis zum 16. Februar 2020 im Kunstarchiv Kaiserswerth Suitbertus-Stiftsplatz 1 (Eingang Stiftsgasse 2), zu sehen. statt. Öffnungszeiten: Samstag/Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

Photographien hölzerner Fördertürme, die das Künstlerpaar Bernd und Hilla Becher (1931–2007; 1934–2015) in den 1970er-Jahren in den pennsylvanischen Appalachen, USA, photographiert hat, sind ab Samstag, 28. September, in der Werkschau „Bernd & Hilla Becher: Coal Mine Tipples – Pensylvanische Kleinbergwerke“ im Kunstarchiv Kaiserswerth, Suitbertus-Stiftsplatz 1, zu sehen. Die Ausstellung wird von Max Becher in Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln realisiert und läuft bis zum 16. Februar 2020.

Die Aufnahmen zeigen hölzerne Fördertürme, die von den Betreibern der Kleinbergwerke in Eigenarbeit erstellt wurden. Es sind erstaunliche Konstruktionen, die – wüsste man nicht um ihre Zweckmäßigkeit und Funktionalität – an übergroße Skulpturen und vielleicht auch an Phantasiegestalten erinnern, die auf einem alternativen Abenteuerspielplatz zusammengehämmert wurden. Heute existieren die Anlagen nicht mehr und allein in den Photographien der Bechers erfahren die Konstruktionen Bildwürdigkeit und Dokumentation. Weiterlesen →

Wer schuf diese Mädchen-Skulptur im Umfeld des Landhauses „Ilse“ in Burbach?

Privatleute aus Burbach fragten im vergangenen Jahr die Vorsitzende des Heimat-und Verkehrsverein Hüttental e.V., ob das Mädchen von Hermann Kuhmichel sei. Nach deren Kenntnis hat er eine solch grazile Figur nicht gemacht. Die Privatleute haben die Figur, die verborgen im Gesträuch des Landhauses Ilse stand, an sich genommen, damit sie nicht gestohlen werden könne. Bis heute ist unklar, wer der Erschaffer ist.

Weitere Bilder: Weiterlesen →

Porträt: Ludwig Burwitz, Siegens Stadtarchivar von 1992 – 2019

Im Heft 3 (2019) der Zeitschrift  „Durchblick“ (S. 34) porträtiert Tessie Reeh den in diesem Frühjahr in den wohlverdienten Ruhestand gegangenen Kollegen Ludwig Burwitz.
Als Ergänzung emfiehlt sich ein Interview, dass die Westfälische Rundschau Ende Februar mit Burwitz führte.

Geschichtswerkstatt „Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte „

Rückblick und nächste Sitzung

Foto v.l.n.r.: M. Molkentin-Syring, Rosemarie Weickenmeier, Heike Siebel und Ria Siewert

Die Kreuztaler Stadtbibliothek gab den schönen Rahmen zur Gründung der Geschichtswerkstatt rund um die Geschichte der Frauen in Kreuztal.

Die Einführung in das breitgefächerte Thema erfolgte anhand einiger Beispiele. So wurde z.B. mit „100 Gramm Gänseblümchen“ die selbstgeschriebene Lebensgeschichte einer jugendlichen Kredenbacherin zu Zeiten des 2. Weltkrieges vorgestellt. Außerdem rückten die mit Verdienstorden geehrten, aber nicht mehr sichtbaren Frauen in den Mittelpunkt des Interesses. Dazu kam der Blick auf erste erinnerbare Kreuztaler Ärztinnen, Lehrerinnen, Künstlerinnen sowie das Leben und Sterben der Jüdinnen. Der Blick auf die „Jungen Wilden“ wie z.B. Tine Nell als erfolgreiche Autorin und Poetry Slammerin erfolgte ebenso wie der Blick auf die Kreuztalerinnen mit ausländischen Wurzeln. Weiterlesen →

Vortrag: Dr. Jürgen Nelles, Bonn: „Der „weibliche“ Blick auf das Dritte Reich“

Die Autorin Erika Mann um 1938 (Vorlage: Dr. Jürgen Nelles)

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ geht es am Donnerstag, den 19. September 2019, um die literarischen Werke deutscher Exil-Autorinnen zwischen 1933 und 1945.

Der bebilderte Vortrag rückte christliche und jüdische Autorinnen in den Mittelpunkt, die bereits vor 1933, in der Weimarer Zeit, schriftstellerische Erfolge feiern konnten, darunter Irmgard Keun („Das kunstseidene Mädchen“), Else Lasker-Schüler („Theben“), Nelly Sachs („Legenden und Erzählungen“), Anna Seghers („Aufstand der Fischer“) oder auch Erika Mann, die Gründerin des berühmten Kabaretts „Die Pfeffermühle“. Die genannten, aber auch einige hier ungenannte, Autorinnen haben zudem nach ihrer Flucht oder Vertreibung aus Nazi-Deutschland in ihrem Exil wichtige lyrische und erzählerische Texte über ihr verlorenes Heimatland geschrieben: Keun („Nach Mitternacht“) ebenso wie Lasker-Schüler („Das blaue Klavier“), Erika Mann („Zehn Millionen Kinder“) oder Anna Seghers („Das siebte Kreuz“). Der „weibliche“ Blick auf das Dritte Reich fördert Erkenntnisse zutage, die im Rahmen der heute (mehr denn je) notwendigen Erinnerungskultur von geradezu aktueller Brisanz und akuter Relevanz zu sein scheinen. Weiterlesen →

Internationale Tagung zum Altarbild “Kreuzabnahme” von Peter Paul Rubens

Siegerlandmuseum, 16. September um 8:00 – 17. September um 17:00
Die-kreuzabnahme-rubens
via WikimediaCommons

Teilnehmer:
Prof. Dr. Arnout Balis, Antwerpen
Prof. Dr. Ulrich Heinen, Wuppertal
Prof. Dr. Joseph Imorde, Siegen
David Jaffè`, London
Dr. Joost vander Auwera, Brüssel

„…. Das Symposium sucht Antworten u. a. auf diese Fragen: Welche Rolle spielt das Gemälde in der Entwicklung der Kunst des frühen Rubens? Wie sehen mögliche Vorbilder aus? Handelt es sich um das Original des Altarbildes aus der Privatkapelle der Gonzaga in Mantua? Prof. Dr. Ursula Blanchebarbe, Leiterin des Siegerlandmuseums, wird zudem im Rahmen der Tagung die Geschichte der Rubens-Sammlung in Rubens’ Geburtsstadt nachzeichnen. Aus organisatorischen Gründen bittet das Museum für beide Tage um Anmeldung. ….“

Quelle: Siegener Zeitung, 19.7.2019

Link zum Tagungsprogramm

s.a. siwiarchiv v. 6.3.2018

Ausstellung: „Reinhold Koehler. Eine Retrospektive“

Siegerlandmuseum, ab dem 15. September 2019

Decollage Imprime in Orange (1966, 104 x 78 cm), Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Bilderkammer Nr. 194

„Sir Anthony Thwaites schrieb 1964: „Koehler ist besonders für eine Erfindung bekannt: die Décollage oder das Abreiß-Bild. Mit dieser Erfindung, mit ihren Möglichkeiten und verschiedenen Formen, befasst er sich seit 1948. Hinzukommt jetzt eine weitere Erfindung: die Contre-Collage oder das Bild aus zerschmettertem Glas. (…) Auf solche neuen Techniken gibt es meistens zwei Reaktionen. Entweder man lässt sich von der Technik fangen und behauptet, sie sei die eigentliche Bedeutung, oder man erklärt, mit einer solchen hemmenden Technik könne man zu keinem Resultat kommen. Man vergisst eins: jeder bedeutende Künstler erfindet die Technik von neuem…“

Die Ausstellung wird sich auf Konservendrucke, zerschlagene Teller und Flaschen sowie Contratexte konzentrieren. Die Arbeiten kommen schwerpunktmäßig aus dem Nachlass des Künstlers und werden durch Leihgaben aus Privatbesitz ergänzt.“