Ausstellung: 25 Jahre Kreuztaler Stadtbibliothek – Ein Blick auf die Macherinnen und Macher

Mit Bibliotheksleitung Kirstin Krässel eröffnete am 20.05.1997 die Stadtbibliothek Kreuztal mit rund 10 000 Medien in der Gelben Villa in Dreslers Park ihre Türen. Seit 2019 koordiniert Linda Donalies zusammen mit ihrem Team die ca. 40.000 Medien in der Bibliothek am neuen Standort im Zentrum.

Pünktlich zum anstehenden 25-jährigen Jubiläum der Kreuztaler Stadtbibliothek befasst sich auch die neueste Ausstellung im Kreuztaler Rathausfoyer mit der Erfolgsgeschichte der Bibliothek und rückt die Macherinnen und Macher in den Fokus.

Dazu sind (ehemalige) Mitarbeitende sowie andere bedeutende Wegbegleiter der vergangenen 25 Jahre jeweils mit Portrait und Zitat über die jeweilige persönliche Beziehung zur Bibliothek festgehalten. Die Stammkundinnen und Stammkunden der Bibliothek werden dabei einige wohlbekannte Gesichter wiedererkennen; denn viele Mitarbeiter/innen sind über viele Jahre, teils Jahrzehnte dabei gewesen und zwei Mitarbeiterinnen sogar seit der Eröffnung am 20.05.1997 bis heute. „Das Team ist ein zentraler Faktor für den Erfolg der Kreuztaler Stadtbibliothek. Deswegen war es mir wichtig, im Zuge der Jubiläumsfeierlichkeiten auch die Mitwirkenden der letzten 25 Jahre in den Blick zu rücken“, erläutert Bibliotheksleiterin Linda Donalies den Kern der Ausstellung. „Gemeinsam halten wir den Bestand von knapp 40.000 Medien aktuell, managen über 142 000 Ausleihen sowie rund 250 Veranstaltungen im Jahr und geben alles dafür, dass sich alle in der Bibliothek willkommen fühlen und immer wieder Neues entdecken können. Weiterlesen

Stilles Gedenken an Fred Meier und die Kreuztaler Opfer des Nationalsozialismus

Melvin Busch (links), Jugendtreffleiter, und der 14jährige Mika Neuhaus haben die Littfelder Stolpersteine wieder auf Hochglanz poliert und in Gedenken an die Opfer eine Rose niedergelegt.

Am 27. Januar wurde international der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. In Kreuztal findet an diesem Tag seit vielen Jahren traditionell eine Gedenkstunde am Littfelder Fred-Meier-Platz statt, die von der Stadt Kreuztal und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland organisiert wird. Um mit Blick auf die aktuelle Infektionslage größere Ansammlungen zu vermeiden, wurde bewusst auf eine feierliche Gedenkstunde mit Redebeiträgen und Musikstücken verzichtet. Damit dennoch gemeinsam die Erinnerung an das Schicksal der 10 Kreuztaler Jüdinnen und Juden aufrechterhalten werden kann und um zusammen dafür einzustehen, dass die Geschichte sich nicht wiederholt, hatten die Kreuztaler Ratsfraktionen, die Littfelder Dorfgemeinschaft, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und Bürgermeister Walter Kiß vereinbart, am internationalen Holocaust-Gedenktag in aller Stille Blumen am Gedenkstein Fred Meiers in Littfeld niederzulegen. Weiterlesen

vertiefend ●neu ●interaktiv: Teil III der Ausstellungsreihe Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte


Vom 17. Januar bis 25. Februar wird die Ausstellungsreihe „Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte“ im Foyer des Kreuztaler Rathauses fortgesetzt. Bereits gezeigte Geschichte wird dann in anderer Räumlichkeit präsentiert und durch neu Hinzugekommenes erweitert. Bisher nicht zu Ende Geführtes hofft auf Ergänzungen durch die Interessierten: Erzählen Sie Ihre Geschichte!

Die Geschichtswerkstatt Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte befasst sich mit bisher unsichtbarer oder ungeschriebener Geschichte der Frauen in der städtischen Historie und Gegenwart. Die Rechercheergebnisse werden in ein gleichnamiges Buchprojekt einfließen.

Vertiefend

  • Bauhaus Designerin Alma Siedhoff-Buscher
  • Autorin Tine Nell
  • Augenärztin Dr. med. Ursula Stoewer
  • Künstlerin Magdalene Stähler
  • Mutter der Waldwesen Lina Dolge
  • Speziallehrerin, Graphikerin und Schriftstellerin Maria Anders
  • Tabakwarengroßhändlerin aus Buschhütten-Langenau Erna Steffen
  • Tabakarbeiterin Lieselotte Mollenhauer

Neu

  • Jüdische Geschäftsfrau Johanna Rosenhelm und Schwestern
  • Sozialraumexpertin Hanife Bilge
  • Mobile Pflege Ilona Münker

Interaktiv

    • Hebammen:

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II. Teil der Ausstellungsreihe Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte


Der Raum für ein etwas anderes Innehalten, nämlich ein gesellschaftlich-kulturelles Erinnern, ist nun noch ein weiteres Mal mit Unterstützung des Kreuztaler Kulturamtes im Foyer der Bibliothek möglich.
Die Geschichtswerkstatt Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte befasst sich mit bisher unsichtbarer oder ungeschriebener Geschichte der Frauen in der städtischen Gegenwart und Geschichte. Sie gibt ihnen Zeit, Raum, Stimme und Sichtbarkeit – auch und gerade in der Adventszeit, die auch mit Besinnung auf gesellschaftliche Werte, verkrustete Rollenbilder und mit kleineren Auszeiten in einer Ausstellung einhergehen kann.

Nach der mehrwöchigen Ausstellung zum Leben und Wirken der 1899 in Kreuztal geborenen Bauhaus-Handwerkerin/Designerin Alma Siedhoff-Buscher sowie des berührenden Vortrags über „Das gebrochene Versprechen der Gleichheit am Bauhaus“ von Dr. Marlies Obier, sind nun in dem zweiten Teil der Ausstellungsreihe Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte ausgearbeitete und bildreiche Rechercheergebnisse, die in ein gleichnamiges Buchprojekt einfließen werden, zu sehen. Folgende Persönlichkeiten werden vorgestellt: Weiterlesen

siwiarchiv-Adventskalender 2021/1

Der diesjährige Adventskalenders auf siwiarchiv widmet sich dem Thema „Türen in Archiven“. Zudem wird sicher das ein oder andere Rätsel dabei sein. Den Anfang macht ein Rätsel. Es gilt die Initialen, die in den Gittern zu erkennen sind, aufzulösen. Ein kleiner Buchpreis winkt der ersten hier als Kommentar geposteten richtigen Lösung.

Vortrag „Das gebrochene Versprechen der Gleichheit“ – Die Bauhaus-Künstlerin Alma Siedhoff-Buscher

Ein Vortrag von Dr. Marlies Obier.
Sonntag, 31.10.2021, 15:00 Uhr, Foyer der Stadtbibliothek Kreuztal

Alma Siedhoff-Buscher ist mit ihrem Entwurf des Kinderzimmers im Haus am Horn in Weimar 1923 und mit ihrem „Schiffbauspiel“ weltbekannt geworden. Sie verkörpert den Aufbruch der Frauen des Bauhauses, in der neuen, geöffneten Gesellschaft der Weimarer Republik und im jungen Staatlichen Bauhaus zu arbeiten und zu wirken. Ihre Geschichte mit ihrem Erfolg prägender Bauhaus-Arbeiten und ihrer Verdrängung als Frau aus den Bauhaus-Werkstätten offenbart die Schattenseite des Bauhauses: Das große Flaggschiff der Moderne überwand die Grenzen von Vorurteil und Herrschaft nicht.

Marlies Obier wurde 1960 in Siegen geboren, Studium der Germanistik und Geschichte in Siegen und Salzburg, Magistra Artium, Promotion in der deutschen Philologie.
Ihre Ausstellungen über „Marie Juchacz“, Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, „für eine bessere Welt!“ über die ersten Frauen in der Sozialdemokratie und „Die Waffen nieder!“ über Bertha von Suttner“ reisten bundesweit.
Dr. Marlies Obier ist in zahlreichen Veröffentlichungen über den frauenpolitischen Aufbruch Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts und zur Entwicklung unserer modernen Demokratie vertreten.
Sie arbeitete über die Geschichte des „Staatlichen Bauhauses“, die mit der Gründung der ersten deutschen Republik begann und mit dem Scheitern der Republik endete. Marlies Obiers Veröffentlichungen stellten dabei die „Bauhäuslerinnen“ und Alma Buscher-Siedhoff ins Licht.
Quelle: Stadt Kreuztal, Aktuelle Nachricht v. 6.10.2021

Ausstellung: „Alma Siedhoff-Buscher – Tochter dieser Stadt“

Kunsthandwerkerin und Designerin am Bauhaus in Weimar und Dessau
Stadtbibliothek Kreuztal am Roten Platz
Di & Fr 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr Do 9.00 Uhr bis 18.30 Uhr Sa 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Quelle: Bauhaus-Archiv Berlin, F 9277

Ein Bruch mit tradierten Vorstellungen und alten Lebenswelten, ein Neudenken in Kunst und Architektur, in Design und Pädagogik: Mit dem Bauhaus begründete Walter Gropius 1919 eine der bedeutendsten Schulen für Gestaltung, die bis heute Impulse in alle Welt streut. Die in Kreuztal geborene Alma Buscher gestaltete erfolgreich mit. Bestens ausgebildet, handwerklich sehr begabt, voller Talente und Ideen, so beginnt Alma Buscher in den 1920er-Jahren ihre Ausbildung am Staatlichen Bauhaus in Weimar. Sie wird zur bekanntesten Gestalterin zweckmäßiger Möbel und reformpädagogischen Spielzeugs. Ihre Produkte entsprechen der Forderung Walter Gropius nach attraktiven und gleichzeitig industriell herstellbaren Produkten. Sie entwickelt für Jungen und Mädchen gleichermaßen kindgerechtes Spielzeug, das sowohl die Möglichkeit der Nachahmung als auch der freien kreativen Entfaltung bietet. Die Wurfpuppen aus Bast werden zum Patent angemeldet. Malfibeln und ihr „Kleines Schiffbauspiel“ werden bis heute produziert und vertrieben. Alma Buschers Möbel sind ein Verkaufsschlager. Die Stadt Kreuztal stellt mit dieser am 29.09.2021 beginnenden „Hommage“ erstmals das Leben und Wirken von Alma Buscher, geboren am 04. Januar 1899 in Kreuztal, 1926 verh. Siedhoff, in das Zentrum einer kommunalen Ausstellung und damit in die geneigte Öffentlichkeit. 122 Jahre nach ihrer Geburt, 102 Jahre nach Gründung des Bauhauses. Das Stadtarchiv hat aus seinen Beständen die Kopie der Geburtsurkunde von Alma Siedhoff-Buscher aus dem Jahr 1899 zur Ausstellung beigesteuert. Die 12 großformatigen Fotografien zur Person und den Werken der Künstlerin wurden dem Stadtarchiv durch das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin zur Verfügung gestellt.
Quelle: siwikultur, Termine

Broschüre zu den Stolpersteinen in Littfeld und Krombach online


Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus haben die Jugendlichen des Jugendtreffs Glonk die 2013 erstmals erschienene Broschüre zu den Stolpersteinen in Littfeld und Krombach erneuert und sich so noch einmal vertiefend mit den Schicksalen der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus ihrer Heimat auseinandergesetzt.

Link zur PDF: 20596-stolpersteine-broschre-2021

Quelle: Stadt Kreuztal, 27.1.2021