Hilchenbach: Sanierung des Hammergewerkehauses abgeschlossen

Zum Gesamtprojekt zur Neugestaltung der Ginsburg als barrierefreie Höhenburg kann man durchaus auch einzelne andere Maßnahmen des Vereins zur Erhaltung der Ginsburg zählen.

Gruppenfoto mit Markus Völkel, Volkmar Klein und Dieter Viehöfer vor dem sanierten Gewerkenhaus bei der Ginsburg © Verein zur Erhaltung der Ginsburg e. V.

So hat der Verein am 23. Juli 2021 mitgeteilt, dass die Sanierungsmaßnahmen am Gewerkenhaus neben der Ginsburg nun erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Ende 2019 hatte der Verein zur Erhaltung der Ginsburg eine Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm in Höhe von 70.750 Euro erhalten. Diese Möglichkeit zur Finanzierung hatte das einheimische Mitglied des Bundestages Volkmar Klein vermittelt. Weiterlesen

Burbach: Historische Ortsmitte im Wohnzimmerformat

Heimatverein „Alte Vogtei“ bringt vier dorfbildprägende Gebäude als Karton-Modelle zum Selberbauen heraus

Der Heimatverein bringt vier Karton-Modelle von historischen Burbacher Gebäuden wie etwa das Haus Herbig heraus. © Gemeinde Burbach

Selbst die ehrwürdige Ev. Kirche auf dem Römerberg ist nicht aus jedem Küchenfenster oder von jedem Balkon des Dorfs aus zu sehen, von den Ortsteilen ganz zu schweigen. Jetzt aber können sich die Burbacherinnen und Burbacher das älteste Gebäude der Gemeinde sowie die Alte Vogtei, Haus Herbig und Haus Dilthey nach Hause in die eigenen vier Wände holen. Live und in Farbe – und sogar in 3D! Denn ab sofort bietet der Heimatverein „Alte Vogtei“ Burbach diese historischen Bauwerke als Karton-Modelle im Bastelsatz an. Weiterlesen

Bürgerhaus Siegen-Seelbach: Außensanierung ist in vollem Gange

Neuer Naturschiefer für Dach, Gauben und Glockenturm: Bürgermeister Steffen Mues und Bauleiterin Marion Busch (Technische Gebäudewirtschaft) schauten sich jetzt die Sanierungsarbeiten am Seelbacher Bürgerhaus aus der Nähe an. (Foto: Stadt Siegen)

Am denkmalgeschützten Bürgerhaus in Seelbach laufen die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren: Im Außenbereich werden Dach, Fenster und Fassade instand gesetzt, ebenso wie der alte Glockenturm auf der Dachmitte. Bürgermeister Steffen Mues verschaffte sich jetzt vor Ort einen Eindruck vom Fortschritt der Arbeiten.
Dieser war sogar schon deutlich sichtbar, denn Dach, Gauben und Glockenturm-Haube wurden bereits mit neuem Naturschiefer eingedeckt.

Zuvor mussten allerdings mehrere Holzelemente in der Unterkonstruktion ausgetauscht werden: „Als die alten Dachschiefern abgenommen wurden, kamen viele kleine Mängel in der sogenannten Dachschalung zum Vorschein“, erläuterte die zuständige Bauleiterin Marion Busch von der Technischen Gebäudewirtschaft der Stadt Siegen. Gleiches galt für die Tragkonstruktion der Glockenturm-Haube und die Schallamellen, die um die Glocke herum angebracht waren – auch hier musste eine Tischlerei ans Werk. Weiterlesen

Siegen: Führungen in der Bunkeranlage Burgstraße starten wieder

Die Führungen in der Bunkeranlage in der Burgstraße in Siegen starten wieder ab Sonntag, 18. Juli 2021. Die Stahlbetonkomplexe unterhalb des Oberen Schlosses, die wie die anderen Hochbunker das Stadtbild prägen, sollen der Erweiterung des Siegerlandmuseums dienen und zu Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen umfunktioniert werden.

Wer die Hochbunker im Jetzt-Zustand besichtigen möchte, kann sich für eine Führung in kleinen Gruppen um 14.00 Uhr, 14.45 Uhr oder 15.15 Uhr anmelden.

Für eine Teilnahme (Maskenpflicht) ist eine verbindliche Anmeldung per E-Mail an siegerlandmuseum(at)siegen.de oder telefonisch unter (0271) 23041 13 nötig. Die Kosten von 3 Euro können nur vorab an der Kasse des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss gezahlt werden.

Der Kassenbeleg ist Voraussetzung für die Teilnahme an einer Führung ebenso wie ein ausgefüllter Rückverfolgungsbogen (das Formular ist ebenfalls im Oberen Schloss erhältlich). Da die Führungen zeitlich eng getaktet sind, beginnen sie pünktlich direkt vor den Bunkern in der Burgstraße.

Quelle: Stadt Siegen, Aktuelles, 12.7.2021

1,78 Millionen Euro für weitere Schlossmauer-Sanierung in Siegen

Der Siegener Stadtbaurat Henrik Schumann (l.), Bürgermeister Steffen Mues (m.) und Regierungspräsident Hans-Josef Vogel (r.) bei der Bescheid-Übergabe vor der bereits sanierten Stadt- und Schlossmauer im Bereich „Hasengarten“ (Foto: Stadt Siegen)

Für die Sanierung der maroden Stadt- und Schlossmauer erhält die Stadt Siegen weitere Fördergelder aus dem Programm „Lebendige Zentren“. Regierungspräsident Hans-Josef Vogel übergab in Siegen einen Förderbescheid in Höhe von 1.780.100 Euro an Bürgermeister Steffen Mues.

Die etwa 1,6 Kilometer lange Mauer wird in insgesamt acht Bauabschnitten saniert und partiell rekonstruiert. Nach den Arbeiten in den ersten vier Abschnitten sind die jetzt bewilligten Gelder für die Fortführung der Maßnahme in den Bauabschnitten 5 und 6 bestimmt. Die Instandsetzung der Stadt- und Schlossmauer ist Teil des Gesamtprojekts „Rund um den Siegberg“.

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Berleburg: Ministerin Scharrenbach überreicht Förderbescheid für die Ludwigsburg

Freude auf Abstand (v.l.): Anke Althaus, Bürgermeister Bernd Fuhrmann, Ministerin Ina Scharrenbach, Heiner Althaus, Volkmar Klein (MdB) und Anke Fuchs-Dreisbach (MdL) freuten sich gemeinsam über die Förderbescheidübergabe für die Ludwigsburg.© Stadt Bad Berleburg

Die alten Mauern haben nichts von ihrem Charme verloren. Und doch sieht man ihnen an, dass sie in die Jahre gekommen sind. Dies soll sich nun ändern. Die Ludwigsburg in Bad Berleburg liefert Zeugnis über viele Jahrhunderte und soll nun zurück zu altem Glanz finden. Zwischen 1704 und 1706 erbaut, war das mit zahlreichen kunstvollen Schnitzereien versehene Fachwerk-Gebäude ehemaliger Stammsitz des Bad Berleburger Grafen Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Nur einer der Gründe, aus denen das Bad Berleburger Ehepaar Heiner und Anke Althaus das Gebäude mit besonderer Geschichte aufwendig sanieren, restaurieren und erhalten will. Und auch für die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Scharrenbach, nur einer der Gründe, die Förderbescheidübergabe für die Ludwigsburg im Rahmen der Denkmalförderung NRW persönlich und vor Ort vorzunehmen. Allen Beteiligten ist daran gelegen, das Gebäude dauerhaft für nachfolgende Generationen zu erhalten. „Mit der Fördersumme ist der Grundstein gelegt, um das Gebäude mit enormer Strahlkraft nachhaltig und denkmalgerecht zu sanieren. Wir freuen uns mit Familie Althaus, dass die Bewilligung der Fördermittel derart reibungslos geklappt hat“, erklärte Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Weiterlesen

Petition: „Gegen das neue Denkmal-NICHT-Schutzgesetz in NRW:

Damit Denkmalschutz nicht ausgehebelt wird!“ Link zur Petition.

 

 

 

 

 

 

 

„Ministerin Ina Scharrenbach des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) beabsichtigt der Landesregierung NRW noch vor dem 05. Juli ein neues Denkmalschutzgesetz vorzulegen, welches Schwerpunkte zu Lasten der bestmöglichen Denkmalbewahrung verändert, und die Wirksamkeit und Befugnisse von übergeordneten Denkmalfachbehörden weitgehend aushebelt. Wir wollen verhindern, dass das Gesetz in dieser Form dem Landtag vorgelegt wird, denn es weist erhebliche Mängel auf:

Der Schutz einzigartiger historischer Bauwerke unserer Heimat wird durch die Gesetzesnovelle zum politischen Spielball – denn zukünftig soll eine mögliche Nutzung über Denkmalwert und -erhalt bestimmen, sachfremde Aspekte sollen den Schutz der Denkmale aufweichen. Denkmaleigentümer sollen dabei potentiell zu einer Nutzung des Denkmals verpflichtet werden können. Es steht zu befürchten, dass dieser Nutzungsdruck zu einer „Vergewaltigung“ des Denkmals und zu einer Beschädigung der Interessen der Denkmaleigentümer und der Allgemeinheit führen kann. Die übergeordneten Fachbehörden werden ausgeschaltet und stattdessen mittelbar die lokale Politik zum Entscheidungsträger über die Zukunft oder den Abriss wertvoller Denkmale gemacht. Eine Einflussnahme von wirtschaftlichen oder Sonderinteressen wird hierdurch verstärkt. Viele Formulierungen des Gesetzes sind unklar und lassen Spielräume für eine willkürliche Auslegung in der praktischen Umsetzung zu. Der gesamte Entwicklungsprozess des neuen Gesetzes ist völlig intransparent, auf den vielstimmigen fachlichen Widerspruch wurde bislang trotz zahlreicher Bemühungen nicht reagiert. (siehe auch https://www.denkmalschutz.de/denkmale-in-gefahr und https://denkmalschutz-erhalten.nrw/) Weiterlesen

Veranstaltung: „Der Weg nach Köln“. Theaterstück am Ohrndofer Schlag

Räuberpack und fromme Leute – FRids e.V. präsentiert Theaterstück am Ohrndorfer Schlag in Freudenberg

Das Stück „Der Weg nach Köln“ von Rainer Lutzki nimmt die Zuschauer mit ins 16. Jahrhundert, in die Zeit, in der einfache und fromme Menschen ebenso auf Reisen waren wie zwielichtige Gestalten… Zum Inhalt: Zwei Kinder werden auf die weite und gefährliche Reise nach Köln geschickt, um dort Waren zu verkaufen. Mutig machen sie sich auf den Weg, als am Ohrndorfer Schlag ihre Reise ein jähes Ende zu nehmen scheint…

Vor Originalkulisse erwecken 11 jugendliche und erwachsene Schauspieler vergangene Zeiten zum Leben – Open-Air und live inszeniert an einem historischen Ort; diesmal im Hohlweg am Ohrndorfer Schlag. Er befindet sich in Büschergrund oberhalb des Schulzentrums im Wald Richtung Römershagen und ist einer der ältesten Durchgänge durch die Siegener Landhecke. Bis Ende des 14. Jahrhunderts verlief eine Variante der sogenannten Brüderstraße, einem alten Fernhandelsweg von Köln in Richtung Marburg, durch diesen Grenzübergang. Jahrhunderte lang wurden schwere Lasten mit Pferde- und Ochsenkarren auf diesem Weg transportiert, die Räder der Fuhrwerke gruben an manchen Stellen tiefe Spuren in den Boden und begünstigten so die Entstehung von Hohlwegen im Waldgebiet, so auch den Hohlweg am Ohrndorfer Schlag.

Aufführung: Samstag 26.06.2021, 12:00 Uhr
Es gibt für die Aufführung nur eine sehr beschränkte Teilnehmerzahl.
Ticketpreise 6 € Erwachsener / 4 € Kind.
Alle weiteren Infos erfolgen mit der Buchungsbestätigung.

Tickets können hier online erworben werden.

 

Quelle: FRids e.V., Homepage

Projekt „Alte Synagoge“ nimmt klarere Formen an

Christlich-Jüdischer Freundeskreis Bad Laasphe hat jetzt Siegener Architekten-Büro mit im Boot

Vor der Alten Synagoge an der örtlichen Mauerstraße stehen hier die Laaspher Rainer Becker und Günther Hachenberg sowie Christian Welter und Andreas Patzelt (von links) vom Architekten-Büro „projektplus“.

Nachdem für 1635 in Laasphe erstmals von einem schutzgeld-zahlenden Juden namens Nathan die Rede ist, gründet sich hier wohl um 1700 eine Jüdische Gemeinde, die sich 1752 eine detaillierte Ordnung gibt. Einige Jahre danach kauft die Gemeinde ein Haus an der Mauerstraße in der Lahnstadt und richtet darin eine Synagoge ein. Außer dem Betsaal findet sich hier auch ein Schulraum. Bei Umbauarbeiten 1871 wird der Betraum erweitert. 1938 wird die Synagoge in der Reichspogromnacht verwüstet, ihr Inventar zerstört. Kurz darauf muss die Jüdische Gemeinde das Gebäude verkaufen, aus dem nun eine Schlosserwerkstatt wird. Nur einige Daten, die deutlich machen, dass Juden drei Jahrhunderte lang zu Laasphe gehörten – bis zum 17. Mai 1943: Durch die Deportation von Max, Johanna, Hannelore und Ursula Präger verlässt die letzte jüdische Familie Laasphe. Das ist bis dato der Stand der Dinge in Bezug auf das jüdische Leben in Laasphe. Und dem muss das Projekt Rechnung tragen, das der Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bad Laasphe seit 2019 verfolgt, nachdem sein jahrelanges Bemühen, die Alte Synagoge zu kaufen, endlich erfolgreich war: Ein Lern- und Begegnungshaus soll hier entstehen, das sich seiner Geschichte bewusst ist. Wobei die geplante Dauerausstellung nicht nur an die jüdischen Opfer der Nazi-Diktatur hier vor Ort erinnern wird. Weiterlesen