„Fahrt Richtung Zukunft. Die Ruhr-Sieg-Strecke und der Wandel Mobilität.“

Neue Dauerausstellung im KulturBahnhof Grevenbrück

Der KulturBahnhof Grevenbrück bekommt eine neue Dauerausstellung – Thema „Mobilität“
Nach umfassenden Sanierungsarbeiten des historischen Bahnhofgebäudes bis 2013, nach erfolgreichen Sonderausstellungen und Veranstaltungen wird nun die Dauerausstellung rund um das Thema „Mobilität“ im Raum Lennestadt geplant. Im Zentrum stehen neben der Geschichte der Ruhr-Sieg-Strecke vor allem die Herausforderungen aktueller und zukünftiger Belange des öffentlichen Nahverkehrs.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auch unter https://geschichtsmanufaktur.com/portfolio/stadtverwaltung-lennestadt/.

Quelle: Homepage Lennestadt

Bürgerpartizipation im kommunalpolitischen Kontext

Handreichung zur Überlieferungsbildung der BKK v. 5.10.2020

Zur Motivation für dieses Papier sei aus der Einleitung zitiert: „Die Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern an kommunalpolitischen Entschei-dungsprozessen hat in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sie wird gesetzlich vorgeschrieben durch die Selbstbindung der Kommunen gefördert und von Bürgerinnen und Bürgern eingefordert. Ohne die Kenntnis der Wege, Formen und Netzwerke, die dieser Partizipation zugrunde liegen, wird es gerade auf der kommunalen Ebene künftig nicht mehr möglich sein, politische Entscheidungen abschließend zu verstehen und zu analysieren. Die Überlieferungsbildung in Kommu-nalarchiven sollte daher dieses Feld verstärkt in den Blick nehmen…. “

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„WissensWandel“ für Archive und Bibliotheken

Kulturstaatsministerin Grütters: „Digitale Angebote sichern kulturelle Teilhabe“

Für die Digitalisierung in Bibliotheken und Archiven stellt Kulturstaatsministerin Monika Grütters zehn Millionen Euro aus dem Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR bereit. Öffentlich zugängliche Bibliotheken und Archive in kommunaler, kirchlicher, freier oder sonstiger nichtstaatlicher Trägerschaft können aus der Förderlinie „WissensWandel“ Mittel erhalten, um ihre digitalen Angebote stärker auszubauen, ihre Medienbestände weiter zu digitalisieren sowie neue Formate zur digitalen Nutzung und Wissensvermittlung zu entwickeln.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien erklärt dazu: „Bibliotheken und Archive sind wichtige Akteure in unserer Kulturlandschaft, weil sie uns den Zugang zu unserem schriftlichen Kulturerbe und zu verlässlichen Informationsquellen eröffnen. Mit ihren generationenübergreifenden Angeboten tragen sie außerdem vielfach zur kulturellen Teilhabe in der Stadt und in ländlichen Räumen bei. Zugang und die Erschließung von Wissen wandeln sich jedoch stark und werden digitaler. Nachdem die Bibliotheken und Archive durch die Schließungen infolge der Corona-Pandemie nicht oder nur eingeschränkt nutzbar waren, unterstützen wir sie mit unserem Förderprogramm dabei, ihr Angebot unabhängig von Öffnungszeiten zugänglich zu machen und damit auch die kulturelle Teilhabe in Zeiten der Krise zu sichern.“ Weiterlesen

Relaunch des nordrhein-westfälischen Archivportals archive.nrw.de

Beispielseite

„Wie finde ich etwas zu meiner Familie in einem Archiv?“, „In welchem Archiv befinden sich interessante Unterlagen für meine Ortsgeschichte?“ „Wie kann ich effizient in möglichst vielen Archiven für meine historische Arbeit forschen?“ – Diese und ähnliche Fragen können mit dem neuen nordrhein-westfälischen Archivportal archive.nrw.de noch leichter beantwortet werden. Warum?
Das Landesarchiv NRW betreibt seit 1998 das Archivportal archive.nrw.de mit der Homepage des Landesarchivs NRW. Beides ist nun grundlegend zusammen mit der startext GmbH erneuert worden. Damit wurde ein attraktiverer Zugang zu ca. 480 Archiven in dem bevölkerungsreichsten Bundesland mit einer der dichtesten und vielfältigsten Archivlandschaften Europas mit übergreifenden und orientierenden Informationen geschaffen. Weiterlesen

Wiedereröffnung: Stadtarchiv Hilchenbach im neuen Gewand

Stadtarchivarin Verena Hof-Freudenberg und Geschichtsstudent Bo Loxtermann in den neu gestalteten Räumlichkeiten des Stadtarchivs Hilchenbach.


Ab dem 12. Oktober freut sich das Stadtarchiv Hilchenbach wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten über Besucher. Termine waren bisher nur nach vorheriger Absprache möglich. Zwischenzeitig ist allerdings einiges in den Räumlichkeiten des Archivs passiert. „Wir konnten die eingeschränkten Öffnungszeiten produktiv nutzen.“, freut sich Stadtarchivarin Verena Hof-Freudenberg. „Der Besucherbereich wurde komplett renoviert und neu gestaltet. Dabei wurden historische Elemente beibehalten und neu kombiniert.“ Auch technisch wurde das Archiv mit einer Kühltruhe für den Kampf gegen die Papierfischchen aufgerüstet.
Gleich in der zweiten Öffnungswoche gibt es in der Wilhelmsburg ein Highlight, auf das viele Gäste schon lange gewartet haben. Ab dem 19. Oktober veranstalten Stadtbücherei und Stadtarchiv gemeinsam einen großen Bücherflohmarkt im Flur und im Trauzimmer der Wilhelmsburg. Leseratten, Interessierte, Hobbyforscher und Entdecker aller Altersklassen können während der gesamten Woche zu den Öffnungszeiten in dem Antiquariat des Stadtarchivs und den zum Verkauf ausgewählten Büchern der Stadtbücherei stöbern. Immer wieder finden sich hier absolute Raritäten und echte Schätzchen, aber auch aktuelle Forschungen zu regionalen Themen. Weiterlesen

Die Entdeckung des indischen Tagebuchs der Anna Pappritz

Bianca Walther


Manchmal muss der Zufall mitspielen: Bei einem Forschungsaufenthalt im Bundesarchiv Koblenz entdeckte die Doktorandin Bianca Walther das verschollen geglaubte Tagebuch einer Berliner Frauenrechtlerin, die 1912 nach Indien reiste. Jetzt ist es als kommentierte Edition erschienen.

Eigentlich war sie in ganz anderer Sache unterwegs gewesen: Bianca Walther, die am Lehrstuhl von Prof. Dr. Bärbel Kuhn (Didaktik der Geschichte) promoviert, war mit einem Reisekostenzuschuss des Gleichstellungsbüros der Universität Siegen ins Bundesarchiv gefahren, um im Nachlass der Politikerin Marie-Elisabeth Lüders nach Schriftverkehr mit Freundinnen aus der Frauenbewegung zu suchen. Als man ihr anbot, einen noch nicht erschlossenen Zugang zu diesem Nachlass im Magazin zu sichten, wartete eine Überraschung auf sie: Ein unscheinbarer Karton enthielt ein bis dato unbekanntes Typoskript eines wohl verschollenen Reisetagebuchs, das die mit Lüders befreundete Frauenrechtlerin Anna Pappritz im Winter 1912/13 auf ihrer Reise durch Indien und das damalige Ceylon (heute Sri Lanka) geführt hatte. Weiterlesen

Denkmal des Monats Oktober: Siegen, Villa Ruhfus

© 2019 by Jörg Hempel; www.joerg-hempel-com

Ein eindrucksvoller dreigeschossiger Massivbau im Stil der Neorenaissance, die hier besonders eindrucksvoll an italienische Vorbilder erinnert, ist das Siegener „Denkmal des Monats“.

Die Denkmäler des Monats werden jedes Jahr von den neun Mitgliedsstädten der Regionalgruppe Südliches Westfalen sowie drei Städten der Regionalgruppe Münsterland der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne ausgewählt. Als Siegener „Denkmal des Monats“ 2020 hat eine Auswahlkommission der Stadtverwaltung unter Leitung von Stadtbaurat Henrik Schumann das Objekt „Oranienstraße 9 – Villa Ruhfus“ ermittelt.

Die Villa trägt den Familiennamen eines damaligen Hüttendirektors, als dessen Wohnhaus sie ab 1902 errichtet wurde. Architekt war Carl Wilhelm Schleicher (Düsseldorf), ein Vertreter des architektonischen Historismus, der vorwiegend Villen und Landhäuser für den Industrie-Adel baute. Weiterlesen