Neue Handreichung zum Umgang mit arsenbelastetem Archiv- und Bibliotheksgut

Download jetzt verfügbar

Neue Handlungsempfehlung zum Umgang mit arsenbelastetem Archiv- und Bibliotheksgut Foto: LVR-AFZ, Anna Katharina Fahrenkamp

In den vergangenen Jahren ist es durch das vermehrte Auffinden arsenhaltiger Pigmente an Bucheinbänden zu einer Sensibilisierung für ihr Gefährdungspotenzial gekommen. In der Werkstatt für Papierrestaurierung des LVR-AFZ wurde deshalb eine neue Handreichung erarbeitet. Durch die Einordnung der Gefahren soll Verunsicherungen vorgebeugt werden, indem Handlungsvorschläge für den sicheren Umgang gegeben werden.

Die Handreichung geht darauf ein, was Arsen ist und wo es vorkommt. Das Gefahrenpotential von Arsen wird beschrieben und es wird darauf eingegangen, wie arsenhaltige Pigmente auf Schriftgut identifiziert werden könnrn. Wenn ein Verdachtsfall auftritt ist es wichtig, zu wissen, was zu tun ist. Besonderer Fokus liegt deshalb auf dem Gesundheitsschutz und darauf, wie eine Kontamination anderer Objekte vermieden werden kann. Es werden Links zu Internetseiten aufgelistet, auf denen weiterführende Informationen zu finden sind.

Die Handreichung kann ab sofort hier eingesehen und heruntergeladen werden:
LVR-AFZ Handreichunge Handreichun: Umgang mit arsenbelastetem Archiv- und Bibliotheksgut (PDF, 85 KB)

Quelle: LVR-AFZ, Meldungv. 4.6.2024

Podcast der Uni Siegen: Geschichte in Games

Ausgabe 10: Interview mit der Historikerin Prof. Dr. Angela Schwarz

„Computerspiele sind das populärste Unterhaltungsmedium unserer Zeit. Viele große Spiele oder Spieleserien nutzen historische Settings und sind damit sehr erfolgreich: Beispiele sind Assassin`s Creed, Civilization, die Spiele der Anno-Reihe oder, ganz aktuell, das Mittelalter-Spiel Manor Lords. Die Historikerin Prof. Dr. Angela Schwarz von der Uni Siegen beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Darstellung von Geschichte in digitalen Spielen und gilt als Pionierin auf dem Gebiet. In dieser Podcast-Folge geht es darum, wie Geschichte in Computerspielen inszeniert wird: Warum sind historische Kulissen für Spieleentwickler so attraktiv? Inwiefern können Spielende in den Games Geschichte tatsächlich „erleben“? Welche Geschichtsbilder werden dadurch eigentlich erzeugt – und ist es okay, wenn Spiele historische Grauzonen mit Fiktion füllen und die Historie zugunsten der Spielmechanik instrumentalisieren?“

Podcast anhören 

Workshop: „Kirchenbücher als Quellen der landesgeschichtlichen Forschung“

Kirchenbücher gehören zu den bekanntesten und besonders oft genutzten Quellen aus der Zeit vor 1800. Ihre Benutzung beschränkt sich meist jedoch auf die Entnahme einzelner Daten, über die Eigenarten und Besonderheiten der Quellengattung ist dagegen nur wenig bekannt. Mit den Eigentümlichkeiten dieser Überlieferung beschäftigt sich eine Tagung, die die Historische Kommission für Westfalen, das LWL-Archivamt und das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen (Abteilung Westfalen) am 12. Juni 2024 in Bielefeld in der Ravensberger Spinnerei ausrichten. Die Tagung ist Teil einer Veranstaltungsreihe zur Quellenkunde, die bereits seit 2011 angeboten wird.
In Westfalen und Lippe sind Kirchenbücher mehr oder weniger kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg aufgekommen. Ihre Anlage und Verzeichnungsdichte unterschieden sich zunächst von Region zu Region, aber auch zwischen den Konfessionen.  Zudem enthalten Sie zahlreiche Informationen, die weit über die familiengeschichtliche Forschung hinausgehen. In sechs Beiträgen und einer Abschlussdiskussion gehen die Referentinnen und Referenten der Tagung darauf ein. Behandelt werden die Besonderheiten evangelischer und katholischer Kirchenbücher, sozialgeschichtliche Auswertungsmöglichkeiten und Register zu anderen Religionen. Abschließend soll die aktuelle Nutzbarkeit der Quellengattung diskutiert werden. Weiterlesen

„Das Erzbistumsarchiv ist kein wissenschaftlicher Elfenbeinturm“

Ökumenische Archivpflegetagung sorgt für spannenden Austausch

Das Erzbistumsarchiv Paderborn begrüßte rund 25 Mitglieder des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen zur Archivpflegetagung.
Foto: © Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn

Das Erzbistumsarchiv Paderborn hat seine Türen für einen spannenden Austausch zwischen Archivpflegenden verschiedener Kirchen geöffnet: Für gewöhnlich findet die Archivpflegetagung, die vom Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche veranstaltet wird, in Bielefeld statt. Jetzt hat das Erzbistumsarchiv erstmals die Gastgeberrolle übernommen und rund 25 Archivpflegende in Paderborn begrüßt.
Bereits im vergangenen Jahr hat das Erzbistumsarchiv Paderborn anlässlich des Deutschen Archivtages in Bielefeld mit dem Landeskirchlichen Archiv zusammengearbeitet. Hier sei die Idee entstanden, den diesjährigen Archivpflegetag in Paderborn zu veranstalten, berichtet Michael Streit, Leiter des Erzbistumsarchivs.
Die Archivpflegenden des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und die Archivarinnen und Archivare des Paderborner Erzbistumsarchivs vereint die Begeisterung für bedeutsame Archivalien der Kirchengeschichte. Während die pfarrgemeindliche Archivpflege im Erzbistum Paderborn über die Kirchengemeinden organisiert ist, sind im Bereich der evangelischen Kirche von Westfalen Archivpflegende zu ernennen, die sich vor Ort um die Archivbestände kümmern.
Wie in vielen Bereichen des kirchlichen Lebens sei es auch in diesem Aufgabenfeld immer schwieriger, Nachfolger für ausscheidende Engagierte zu finden, berichtete die aktuelle Archivleiterin, Ingrun Osterfinke. Sie leitet das Landeskirchliche Archiv der EKvW seit 2022. In der aktuellen Stunde, dem ersten Programmpunkt des diesjährigen Archivpflegetags in Paderborn, der Neuigkeiten aus dem Landeskirchlichen Archiv der EKvW benannte, thematisierte die Diplom-Archivarin die digitale Langzeitarchivierung, die beim Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld auch für die Kirchengemeinden organisiert werde. Weiterhin ging die Archivleiterin auf eine mögliche Gefährdung durch „Arsenhaltige grüne Farbe in Bucheinbänden und auf Buchschnitten“ ein. Diese sei durch die Einhaltung der üblichen Hygienemaßnahmen jedoch unwahrscheinlich, beruhigte Osterfinke. Weiterlesen

Video (engl.) zur Internationalen Archivwoche 2024: #Cyberarchives

„From Monday 3 to Sunday 9 June 2024, we will celebrate the sixth International Archives Week (#IAW2024). This year’s theme is #CyberArchives.

Selected by over 400 ICA members and professionals from the sector at the end of 2023, this theme invites archival and records management professionals, organizations, and connected sectors to join us in a virtual conversation about how technological advances are impacting our field. By harnessing the power of data and embracing emerging technologies, archives empower societies to make informed decisions, foster transparency, and preserve cultural heritage.

In today’s rapidly evolving digital landscape, archives play a multifaceted role in securing a future that promotes democracy, protects citizens’ rights, and enhances the quality of life. The archival sector is not only adapting to digitization but also addressing the challenges and opportunities brought about by AI, machine learning, blockchain, and other advanced technologies. This topic requires an interdisciplinary approach, and we hope that professionals and organizations from various fields will join this virtual conversation.

During #IAW2024, this virtual conversation will be complemented by a full program of webinars and a global agenda showcasing how we celebrate this week and the activities we offer to our communities to highlight the importance of archives. Have you included the events you have planned to celebrate #IAW2024 in our public calendar? Are you interested in attending the webinars prepared by our ICA members?

Be part of #IAW2024 and let’s start thinking about how we can shape our future as #CyberArchives!“
Quelle: ICA

Europawahl 2024: Archivpolitischer Check der Wahlprogramme

In einer Woche wird das neue Europaparlament gewählt werden. Zeit also einen archiv(ar)ischen Blick in die Programme bzw. Wahlaussagen der Parteien zu werden. In einem Wahlprogrammen werden Archive explizit erwähnt: Piratenpartei.

Alle übrigen, in Deutschland zur Wahl stehenden Parteien erwähnen Archive nicht.

Wortlaut des Programms der Piratenpartei Deutschland:

“ …. Wir unterstützen die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen und die Veröffentlichung von Dokumenten, die in öffentlichen Bibliotheken und Archiven in der gesamten EU aufbewahrt werden. ….“ (Europawahlprogramm 2024, S. 16)

Link zur Analyse der Wahlproghramme 2019

MuseumMobil in Siegen

Vom 1. bis zum 9. Juni 2024, täglich 10 bis 18 Uhr, ist das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit MuseumMobil zu Gast in Siegen.

Entdecken Sie auf der Siegbrücke / Bahnhofstraße im MuseumMobil-Container Geschichten aus Nordrhein-Westfalen, die überraschen, berühren und Erinnerungen wecken – von der Landesgründung bis heute. Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Programm aus Gesprächen, einem Sammelsamstag und Angeboten für Gruppen und Kinder.

Auf der Suche nach der Geschichte unseres Landes laden wir Sie ein, mit uns über Nordrhein-Westfalen ins Gespräch zu kommen. Beteiligen Sie sich mit ihrer NRW-Geschichte am Aufbau der Sammlung des neuen Hauses zur nordrhein-westfälischen Landesgeschichte.

Veranstaltungen: Weiterlesen

Aus evangelischen Archiven 63 (2023) online

Reblog vom Blog des Archivs der evangelischen Kirche im Rheinland, 14. Mai 2024
„Der aktuelle Jahresband der Zeitschrift des Verbandes kirchlicher Archive ist online abrufbar. Er bietet auf 255 Seiten einen Überblick über aktuelle Projekte und Themen in den landeskirchlichen und diakonischen Archiven im Bereich der EKD. Besondere Schwerpunkte bilden diesmal die digitale Langzeitarchivierung, archivische Bauplanung und Magazinmanagement sowie Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit. …..“

Für die Region interessant ist der Beitrag „Was, wie, für wen? Strategieentwicklung im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen. Ein Praxisbericht“ von Ingrun Osterfinke.

via Archivalia