Historische Feuerspritze im Museum Wilnsdorf

Das Museum Wilnsdorf ist um eine weitere Attraktion reicher. Im volkskundlichen Bereich des Museums ist kürzlich eine sogenannte Feuerspritze der Löschgruppe Wilden eingezogen. Der historische Spritzenwagen von 1876 wurde damals zur Brandbekämpfung genutzt und noch per Muskelkraft betrieben. Weiterlesen

Vortrag: Joseph Imorde: „Zur Geschichte des Unteren Schlosses Siegen“

Der Marstall des Unteren Schlosses auf der Tuschezeichnung „Rekonstruktion des Unteren Schlosses zu Siegen um 1720“ des Siegener Künstlers Wilhelm Scheiner (1852-1922). Vorlage: Stadtarchiv Siegen

Im Rahmen des aktuellen Jubiläums zur 300jährigen Vollendung des Unteren Schlosses im Herzen der Universitätsstadt Siegen zeichnet Professor Dr. Joseph Imorde an diesem Abend die bauliche Entwicklung und die Nutzungsgeschichte der stadtbildprägenden Residenz nach.
Die Geschichte des Unteren Schlosses ist nicht nur durch einen häufigen Nutzungswechsel gekennzeichnet, sondern auch durch bauliche Maßnahmen, die über die Jahrhunderte immer wieder die Substanz des Gebäudes verändert haben. Der Referent wird in seinem bebilderten Vortrag auf einzelne Aspekte eingehen, wie etwa auf die Rolle des Schlosses für das Siegener Stadtjubiläum im Jahr 1924 oder die Wiederaufbauentscheidungen nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges. Weiterlesen

Erlebnisführung „Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817) – wie er lebte und arbeitete“

Portraitgemälde von Jung-Stilling

Stadtarchivar und Museumsleiter i. R. Reinhard Gämlich, lädt herzlich zu einem Vortrag mit anschließender Führung durch das Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg ein.
Erfahren Sie in dem ungefähr 45-minütigen Vortrag, wie Johann Heinrich Jung-Stilling gelebt und gearbeitet hat. Lassen Sie sich in das 18. und 19. Jahrhundert zurückversetzen und Geschichte lebendig werden.
Die Veranstaltung findet am 27. September, 14:30 Uhr im Trauzimmer der Wilhelmsburg statt. Nach dem Vortrag führt Reinhard Gämlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch das Stadtmuseum. Hier ist die Geschichte der Stadt zum Greifen nah und sehr präsent.
Die Erlebnisveranstaltung ist kostenlos; es wird jedoch um eine Spende zugunsten des Stadtmuseums gebeten. Ein Mund-Nasen-Schutz ist mitzubringen!
Anmeldungen nimmt Susanne Träger von der Touristik-Information per Telefon unter 02733/288-133 oder per E-Mail an touristinfo@hilchenbach.de ab sofort entgegen

Quelle: Stadt Hilchenbach, Aktuelles, 21.9.2020

Online: Eva Kraus: „Das Deutsche Jugendherbergswerk und seine Gleichschaltung durch die Hitlerjugend (1909-1933)“

Ein Literaturhinweis zur Biographie Wilhelm Münkers.

„Die Dissertation [Paderborn 2011] befasst sich mit der Geschichte des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) von dessen Gründung bis zu seiner Gleichschaltung durch die Hitlerjugend im Jahr 1933. Untersucht werden die programmatischen und personellen Kontinuitäten und Brüche im Wechsel von Kaiserreich zu Republik und NS-Diktatur. Damit soll der Frage nach der Mitverantwortung des Verbandes und seiner führenden Funktionäre für die Etablierung des nationalsozialistischen Regimes nachgegangen werden.Das Jugendherbergswerk entstand im Kontext der Reformbewegungen des Wilhelminischen Kaiserreichs. Der Verbandsgründer verfolgte mit der Einrichtung von Jugendherbergen vorwiegend nationalistische Ziele, die von der Mehrheit der führenden DJH-Funktionäre geteilt wurden. Nach außen passte sich der Verband jedoch den wechselnden politischen Rahmenbedingungen an. 1933 war die Verbandsspitze sowohl wegen der vermuteten ideologischen Übereinstimmung mit den Nationalsozialisten als auch aus opportunistischen Gründen zur Kooperation mit der Hitlerjugend bereit, ihre Mitarbeit war jedoch nicht mehr erwünscht.Als Quellen dienen Schriftwechsel aus dem Nachlass des Verbandsgründers, DJH-Publikationen und staatliche Ersatzüberlieferung. Die Arbeit will in einer Mischung aus ideen-, personen-, struktur-, und diskursgeschichtlichen Ansätzen einen Beitrag leisten zur Forschung über die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der nationalsozialistischen Machtübernahme und zur Geschichte des deutschen Nationalismus, namentlich in seiner liberalen und völkischen Ausprägung.“
via CORE. Danke an W. L. für den Hinweis in der Siegener Zeitung v. 19.9.2020!

Link zum Volltext

Wanderung: „Auf Schusters Rappen und dem Arschleder zur Grube Heinrichssegen“

Bahnhof Kreuztal-Littfeld (Parkmöglichkeiten)
So. 27.09.2020, 10:00 Uhr – 14:00 Uhr, 5,00 €

Vom Bahnhof Kreuztal-Littfeld aus machen wir eine unterhaltsame natur- und bergbaukundliche Wanderung auf den Spuren des mittelalterlichen Silberbergbaues, bei der wir die Wiederentdeckung der Bergbausiedlung auf dem Altenberg (bei Müsen) und die mittelalterlichen Abbau- und Aufbereitungsmethoden an mehreren Stationen spielerisch nacherleben wollen. Kinder sind in Begleitung eines Erwachsenen willkommen. Wir gehen überwiegend auf festen Wegen; festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung sowie eine Trinkflasche und ein einfaches Sitzkissen sind sinnvoll an den einzelnen Stationen. Wenn Ihr Hund an der Leine geht und mit einem eventuellen anderen Hund verträglich ist, kann er uns gerne begleiten.

Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Vortrag „Das ‚Dritte Reich’ in Romanen deutscher Exil-Autoren“

Donnerstag, 24. September, 18.30 Uhr
Vortragsraum VHS Siegen, KrönchenCenter, Markt 25, 2. Etage

Privatdozent Dr. Jürgen Nelles (Vorlage: Jürgen Nelles)

Der Bildvortrag von Dr. Jürgen Nelles, Bonn, zeigt, wie deutsche Autoren in ihrem Exil zwischen 1933 und 1945 auf das „Dritte Reich“ (zurück)blicken, ihre Erfahrungen in der verlorenen Heimat darstellen und ihre Erlebnisse, Ängste und Hoffnungen in der Fremde schildern.

Im Mittelpunkt stehen bedeutende („Schlüssel“-) Romane von Lion Feuchtwanger („Exil“, 1939), Bruno Frank („Der Reisepass“, 1937), Klaus Mann („Der Vulkan“, 1939), Erich Maria Remarque („Liebe deinen Nächsten“, 1941), Joseph Roth („Die Kapuzinergruft“, 1938), Stefan Zweig („Schachnovelle“, 1942) u. a.

Eintritt frei
Anmeldung bei der VHS Siegen erforderlich!
Tel. 0271 404-3000 oder E-Mail vhs@siegen.de

Wittgenstein Heft 2 / 2020 erschienen

Inhalt:
Roland Scholz: Auf dem Wittgensteiner Panoramaweg die Heimat neu erleben
Paul Riedesel: Ein neues Denkmal in Amerika
Friedrich Opes: Johann Adam Schmidt und Anna Maria Haase. Ein genealogischer Streifzug
Frieder Kötz: Die Goldeiche bei Wemlighausen
Peter Schneider: „Ein unerwünschter spanischer Gast.“ Die Grippepandemie 1918/19 im Kreis Wittgenstein
Ulf Lückel: Prof. Dr. Gerhard Menk verstorben

Video: „EisenZeitReiseWeg – keltische Eisenproduktion im Siegerland“

Im Siegerland, einer Mittelgebirgsregion im südlichen Nordrhein-Westfalen, rauchten vor über 2000 Jahren die größten Eisenverhüttungsöfen ihrer Epoche in Mitteleuropa. Keltische Hüttenleute betrieben diese Hightech-Öfen und produzierten Massen an Stahl. Ein langjähriges Forschungskooperationsprojekt des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, der LWL-Archäologie für Westfalen sowie der Ruhr-Universität Bochum erforschte diese wichtige technikgeschichtliche Zäsur und führte dabei auch zahlreiche archäologische Ausgrabungen durch. Die wichtigste von ihnen am Bach „Gerhardsseifen“ bei Siegen-Niederschelden, Kreis Siegen-Wittgenstein, dauerte von 2009 bis 2012 und legte unter anderem zwei sehr gut erhaltene eisenzeitliche Verhüttungsöfen frei.
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Online-Ausstellung „Mehr als man kennt – näher als man denkt.

Objektgeschichten aus Gedenkstätten in NRW“

„Digitale Ausstellung zu Nordrhein-Westfalens NS-Gedenkstätten setzt neue Maßstäbe bei der Erinnerungskultur“Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige und mit großem Engagement getragene Gedenkstättenlandschaft. Neues Ausstellungsformat zeigt Objekte aus 29 NS-Gedenkstätten im Land – seit gestern online und ab Oktober 2020 als Wanderausstellung in den Regierungsbezirken

Die NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen – ob große Einrichtung oder ehrenamtlich getragen – legen Zeugnis ab von der Verfolgung, Demütigung und Ermordung von Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit ist ein wesentlicher Bestandteil politisch-historischer Bildung. In einer Zeit, in der die Generation der Zeitzeugen und Überlebenden immer kleiner wird und passgenaue Vermittlungsformate der Erinnerung immer wichtiger werden, hat die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen zusammen mit dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e.V. ein neues Ausstellungsformat geschaffen: Neben einer klassischen Wanderausstellung, die ab Oktober 2020 in den Regierungsbezirken zu sehen sein wird, wurde zusätzlich eine digitale Variante der Ausstellung entwickelt. Diese ist … auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung online. Beide Ausstellungsformate erinnern und erzählen anhand von jeweils einer Objektgeschichte der 29 Gedenkstätten des Landes von den Schicksalen hinter den Gräueltaten des Nationalsozialismus. Weiterlesen

„Erinnern ohne Zeitzeug*innen – Erinnern mit Zweitzeug*innen“

Vorstellung der (Bildungs)Arbeit des Vereins „ZWEITZEUGEN e. V.“ Veranstaltung für zukünftige Kooperationspartner und Interessierte für diesen Arbeitsbereich
Dienstag, 22.09., 19 Uhr, Haus der Kirche, U1, Burgstraße 21, Siegen

»Was kommt nach den Zeitzeugen?«, das fragte 2015 Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Zahlreiche Überlebende der Schoah brachten und bringen Kindern und Jugendlichen das damalige Geschehen auf emotionaler Ebene näher, wenn sie ihnen persönlich begegnen. Doch in absehbarer Zeit ist dies nicht mehr möglich. Ihre einzigartigen Geschichten müssen dennoch weitergetragen werden, nicht nur schriftlich in Büchern oder als Film, sondern in Form persönlicher Begegnungen. Dieser Aufgabe hat sich der Verein Zweitzeugen e.V. mit seinem didaktischen Konzept der »Zweitzeug*innenschaft« angenommen. Dafür stehen z.B. Film und eine Wanderausstellung zur Verfügung. In Workshops können Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren (Über)Lebensgeschichten von Zeitzeug*innen des Holocaust kennenlernen. Sie werden dadurch zu »Zweitzeug*innen« und erinnern so an die Zeitzeug*innen. Die Veranstaltung bietet Interessierten und Kooperationspartnern die Möglichkeit sich informieren zu lassen und gemeinsam zu überlegen wie das Thema weiter ausgerollt werden kann.
Anmeldung im Büro der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland! 0271-20100 dienstags und donnerstags oder cjz.siegen@t-online.de. Wir freuen uns, dass diese Veranstaltung im Rahmen des Bundesprojekts „Demokratie leben!“ gefördert wird. Mitveranstalter: Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Siegen, Schulreferat der Ev. Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein, Dekanat Siegen