Geschichtliche Wanderung: „Leben im Widerstand. Auf den Spuren von Walter Krämer in Siegen“

Die VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein lädt zur Wanderung anlässlich des 130. Geburtstages von Walter Krämer ein:
 
An insgesamt zehn Stationen im Siegener Stadtgebiet wollen wir das Leben Walter Krämers versuchen nachzuvollziehen. Wir besuchen Stationen seiner Kindheit und seiner Jugend, sowie Orte, an denen sich sein späteres politisches Leben und Wirken erfahren lässt.
Wir starten Sonntag, den 19.06.2022 um 11:00 Uhr.
Die Wanderung wird insgesamt ca. 3,5 Stunden dauern und ist leicht bis mittelschwer. Wir weisen darauf hin, dass wettergeeignete Kleidung und festes Schuhwerk von Vorteil sind.
Für eine Verpflegung ist selbsttätig zu sorgen. Auch die Kosten für den Bustransfer zum Ausgangspunkt müssen die Teilnehmer*innen selber tragen.
Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 25 Personen begrenzt.
Wir bitten um Anmeldung bis Freitag, den 17.06.2022 per E-Mail an:
Erst bei verbindlicher Anmeldung wird der Startpunkt der Wanderung mitgeteilt.

Vortrag: „Heiratsbräuche und -regelungen in Wittgenstein vor 400 Jahren“

Leute blieben über Jahrhunderte die gleichen.Diedenshäuser Heimathistoriker Klaus Homrighausen sprach vor Frauenhilfs-Bezirksverband übers Heiraten vor 400 Jahren

Der Wittgensteiner Frauenhilfs-Bezirksverband hatte Klaus Homrighausen ins Abenteuerdorf eingeladen, wo dieser vor gut 60 Frauen kenntnisreich und unterhaltsam über „Heiratsbräuche und -regelungen in Wittgenstein vor 400 Jahren“ sprach. Quelle: Kirchenkreis Wittgenstein

„Nach seinem Umbau hat sich das Abenteuerdorf Wittgenstein in den vergangenen Jahren zu einem Ort entwickelt, zu dem nicht nur viele schulische und kirchliche Gruppen kommen, sondern den auch Hochzeits-Gesellschaften aus Nah und Fern manchmal ein ganzes Wochenende lang gern in Beschlag nehmen. Um das generelle Thema ging es jetzt auch an einem Montag. Der Bezirksverband der Frauenhilfen im Wittgensteiner Kirchenkreis hatte den Diedenshäuser Klaus Homrighausen eingeladen, der gut 60 Frauen an diesem Nachmittag kenntnisreich und unterhaltsam über „Heiratsbräuche und -regelungen in Wittgenstein vor 400 Jahren“ informierte.

Worauf er sich dabei stützte, stellte der Heimathistoriker direkt zu Beginn seines Vortrags klar: „Im Schlossarchiv in Berleburg liegt eine Akte mit der Überschrift ‚Ehesachen‘. Sie enthält Bittschreiben, Stellungnahmen und Beurteilungen zu Eheschließungen, Eheproblemen und Ehescheidungen aus der Zeit von 1580 bis 1620 und gibt sehr schön Aufschluss darüber, auf welche Art und Weise Ehen in der damaligen Zeit geschlossen oder auch wieder aufgelöst wurden.“ Klaus Homrighausen nahm die Zuhörerinnen mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit, als ein Heiratsmann die Familien der potentiellen Partner zusammenbrachte, der Brautvater dem Bräutigam das Eheversprechen per Handschlag gab, das künftige Paar durch den gemeinsamen Kirchgang und die dreimalige Verkündigung des Ehe-Ansinnens durch den Pfarrer von der Kanzel den Wunsch öffentlich machte. Aber von dort war auch Anderes zu hören, wie Klaus Homrighausen wusste: „Neigungen zu wollüstigem Verhalten scheinen damals so ausgeprägt gewesen zu sein, dass Graf Ludwig 1572 von den Kirchenkanzeln dagegen predigen und gleich einen Bestrafungskatalog mitverlesen ließ.“ Weiterlesen

Tag des Haubergs 2022

„Nach der Corona-bedingten Absage im letzten Jahr, freuen wir uns, 2022 wieder den Tag des Haubergs durchführen zu können!

Dieser wird am Sonntag, den 12. Juni 2022 im Bereich des kulturhistorischen Haubergs in Kreuztal-Fellinghausen stattfinden. Von 12 bis 17 Uhr wird interessierten Besuchern an mehreren Stationen entlang des Rundanderweges „Haubergspfad“ die Gelegenheit gegeben, sich über die viele Jahrhunderte alte Bewirtschaftungsform des Niederwaldes im Siegerland zu informieren, die in diesem Jahr auch in die Bundesliste „Immaterielles Kulturerbe“ aufgenommen wurde.
Auf den diesjährigen Schlagflächen können unter fachkundiger Anleitung u.a. durch Forstbedienstete des Landesbetriebes Wald & Holz NRW die traditionellen Arbeiten erlebt werden. Auf dem Weg zum rauchenden Kohlenmeiler werden Schanzen gebunden, Lohe geschält und die landwirtschaftliche Zwischennutzung der Schlagflächen gezeigt.

Mitarbeitende der Universität Siegen und der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein erläutern Aspekte des Natur- und Artenschutzes im Hauberg.

Auch für das berühmte „leibliche Wohl“ ist gesorgt.“
Quelle: Förderverein Historischer Hauber Fellinghausen, Aktuelles

Vortrag: Irrungen, Wirrungen oder:

Schule, Bildung, Medien um 1970

Seit den 1960er-Jahren wurden die Schulen in Deutschland radikal umgebaut. Die traditionellen Dorfschulen verschwanden. Neue Mittelpunktschulen entstanden, das neunte Schuljahr wurde verpflichtend und der Besuch der Gymnasien immer erwünschter. Auch das ländliche Bildungsreservoir – rund 10 Prozent der Schüler besuchten damals Gymnasien – sollte besser ausgeschöpft werden.

Und die Schüler sollten „Neues“ lernen, „Moderneres“, dem Atomzeitalter entsprechendes. Innere Schulreformen veränderten den Schulalltag und das Lernen erheblich. Und dann machte sich nach 1967 die Studentenbewegung bemerkbar. Nun mussten die Schulen auch noch mehr Demokratie und eine andere Bildung wagen. Vieles änderte sich. Auch in Biedenkopf und Bad Laasphe, im Hinterland und in Wittgenstein.

In der traditionsreichen Vortragsreihe „Aus dem Internationalen Radiomuseum“ berichtet der Hamburger Medienwissenschaftler Dr. Hans-Jürgen Krug über Schule, Bildung, Medien um 1970 und von seinen Bildungserfahrungen im damals noch sehr ländlich strukturierten Hinterland. Von Aufbrüchen, Veränderungen und vor allem von neuen Lektüreerlebnissen, kurz: Von Irrungen und Wirrungen. Dr. Krug erhielt – gemeinsam mit 54 weiteren Schülern und Schülerinnen – vor 50 Jahren sein Abiturzeugnis an der Lahntalschule Biedenkopf.

Die Veranstaltung findet am

Freitag, dem 17. Juni 2022 (19 Uhr)

im Internationalen Radiomuseum in Bad Laasphe (Bahnhofstraße 33) statt. Eine Anmeldung unter 02752 9798 oder drhjk@gmx.net ist erforderlich.

3 Datensammlungen zur Geschichte des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein wieder online


„Nachdem unser Provider kürzlich den Dienst eingestellt hatte, waren unsere drei Blogs nun seit etwas mehr als einer Woche vom Netz. Damit wir bei einem neuen Dienstleister wieder online gehen konnten, waren etliche Anpassungen der Seiten notwendig. Aber nun ist es geschafft. Hier sind die Drei wieder In deutlich aufpoliertem Erscheinungsbild, wie wir finden. Wir hoffen es gefällt!

Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

http://akteure-und-taeter-im-ns-in-siegen-und-wittgenstein.de/

Widerspruch und Widerstand – Opposition gegen den Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

http://widerspruch-und-widerstand-im-ns-in-siegen-und-wittgenstein.de/

Mitten unter uns – Zwangsarbeit im Siegerland 1939 – 1945

http://zwangsarbeit-im-siegerland.de/
Quelle: VVN BdA Siegerland-Wittgenstein, 3.6.2022

Freudenberg im Zeitgeschehen 1/2022 erschienen

Schon auf den ersten Blick lässt die neue Ausgabe von „Freudenberg im Zeitgeschehen“ (FiZ) eine Besonderheit erkennen. Erstmals in der 62-jährigen Erscheinungszeit zeigt die Heimatzeitschrift einen zweifarbigen Titel: Blau-Gelb, die Stadtfarben, aber eben auch die Ukraine-Nationalfarben. Und als Titelbild ist das Kunstwerk „Balance“ des ukrainischen Künstlers Jevgenij Kulikov (Freusburg) vorm Freudenberger „KulTourBackes“ zu sehen. Der Titel als Botschaft: Solidarität mit den Menschen in der Ukraine, Protest gegen einen Angriffskrieg, mit dem die europäische Friedensordnung zerstört, Völkerrecht gebrochen wird und der so vielen Menschen Not, Leid, Verwundung und Tod bringt sowie ihre Heimat zerstört.
Vor dieser Skulptur hatte der ARGE-Vorstand nach dem 24. Februar ein Friedenslicht aufgestellt, als Zeichen für ein friedvolles Miteinander und Menschlichkeit und gegen kriegerische Zerstörung und Aggression sowie für die Wahrung von Freiheit und Demokratie.
Inhaltlich geht das Heft mit zwei umfangreichen Beiträgen auf die Hexenverfolgungen im Freudenberger Land um 1650 ein. Der Vortrag, den Pfarrer Thomas Ijewski bei der ARGE-Veranstaltung am 7. November 2021 in der Freudenberger Kirche anlässlich der Gedenktafel-Enthüllung hielt, ist jetzt als Text zum Nachlesen verfügbar. Er erinnert darin an die Lebensdaten der 24 Opfer, die auf der Tafel am Turm namentlich erwähnt sind: „Es ist der Ort des Innehaltens und des Nachdenkens. Ein Ort der zur weiteren Forschung und zum Blick in die Quellen einlädt.“ Weiterlesen

„Unser Siegen“ wird auf ehrenamtliche Beine gestellt

Ein kleines, feines Team aus fünf Ehrenamtlichen steht in den Startlöchern, um Unser Siegen, das Zeitzeugenprojekt des Siegerlandmuseums, mit Leben zu erfüllen.

Marco Bussi, Dr. Karin Kolb, Astrid Schneider und Julia Montanus (hinten, v.l.) gratulieren den Ehrenamtlichen Sibylle Schwarz, Christine Schneider und Doris Peun (vorne, v. l.; es fehlen: Hermann Grotmann und Britta Baumann).

Auf dem Internetportal unser-siegen.com erscheinen seit über zwei Jahren regelmäßig Geschichte(n) aus Siegen und den 23 Stadtteilen, die Zeitzeugen und Zeitzeuginnen aus eigenem Erleben erzählen – sowohl prominente Ereignisse als auch Alltägliches, sowohl über Menschen und Orte als auch über Traditionen und Entwicklungen. In der Regel erscheinen die Beiträge als Videos. Die Ehrenamtlichen haben in den letzten Monaten die Schulungen „Geschichten sammeln“ und/oder „Bilder machen“ durchlaufen, um die vielfältige, abwechslungsreiche und zugleich anspruchsvolle Arbeit für Unser Siegen zu erlernen.

Astrid Schneider, Leiterin der Kulturabteilung der Universitätsstadt Siegen, die Unser Siegen erfunden hat, gratulierte den Ehrenamtlichen Sibylle Schwarz, Christine Schneider, Doris Peun, Hermann Grotmann und Britta Baumann. Die Projektleiterin sagte: „Es war von Anfang an Ziel, Bürgerinnen und Bürger zu Autoren ihrer Stadtgeschichte zu machen, nicht nur als Zeitzeugen, sondern auch als die, die die Geschichten nutzbar machen. Es war ein Sprung ins kalte Wasser, als wir im letzten Herbst zum Mitmachen aufriefen. Umso schöner ist es, dass jetzt motivierte und kompetente Ehrenamtliche ans Werk gehen und bereits ein guter Teamgeist herrscht.“ Weiterlesen

Musiktipp: Adolf-Busch-Gedenkkonzert

Do, 09. Juni 2022, 20.00 Uhr, Siegen, Apollo-Theater
„Wenn Feen auf Ritter, deutsche Romantik auf „Tausendundeine Nacht“ und Liebesleidenschaft auf eheliche Treue trifft, ist man mittendrin in Carl Maria von Webers Oper „Oberon“. Die „Oberon“-Ouvertüre gehört zum festen Repertoire der Orchester. Adolf Busch (1891-1952) gilt auch heute noch als der bedeutendste deutsche Geiger der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, jedoch wird man sich auch mehr und mehr seiner Bedeutung als Komponist bewusst. Die Philharmonie Südwestfalen spielt in diesem Konzert sein Capriccio für kleines Orchester op. 46. Buschs vielgestaltiges Schaffen zeigt teilweise eine gewisse Nähe zu der Tonsprache seines Freundes Max Reger, andererseits besitzen seine Kompositionen einen sehr eigenwilligen und typischen Personalstil. Im zweiten Konzertteil folgt auf das Incantesimo von Andrea Scartazzini attaca die Sinfonie Nr. 4 von Gustav Mahler. Der Komponist hat zu allen Mahler-Sinfonien ein assoziiertes Orchesterwerk geschrieben, das mal mit der Sinfonie verschmilzt, mal durch eine kurze Generalpause von ihr getrennt ist – keinesfalls aber durch Auf und Abgänge oder Applaus. Solistin ist Leonor Amaral, es dirigiert Nabil Shehata.“

Programm:

Carl Maria von Weber (1786 – 1826)
• Oberon-Ouvertüre (1827)

Adolf Busch (1891 – 1952)
• Capriccio für kleines Orchester op. 46 ( 1932)

Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971)
• Incantesimo (2020) Uraufführung

Gustav Mahler (1860 – 1911)
• Sinfonie Nr. 4 G-Dur  (1899-1900)
Quelle: Apollo Theater Siegen, Programm, Philharmonie Südwestfalen, Konzertkalender

Vortrag: „Synagogenarchitektur in Deutschland. Von Worms über Köln nach Hamburg.“

08. Juni 2022, 19:00 – 20:30, Aktives Museum Südwestfalen, Obergraben 10, 57072 Siegen
Synagogen sind auf dem Gebiet des heutigen Deutschland seit dem Mittelalter nachweisbar. Sie folgten im Baustil lange der jeweiligen Architektur der Zeit. Im 19. Jahrhundert kommt es jedoch zu Veränderungen in den jüdischen Gemeinden – und daraus resultierend auch im Baustil der Synagogen.
In Ihrem Vortrag nimmt uns Dr. Christiane Twiehaus mit auf eine Reise durch 1000 Jahre Architekturgeschichte und zeigt anschaulich anhand ausgewählter Beispiele wie sich Synagogenarchitektur im Laufe der Jahrhunderte wandelte.
Dr. Christiane Twiehaus ist Abteilungsleiterin für jüdische Geschichte und Kultur im MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln.
Es gelten die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen. Wir bitten dennoch um das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.
Bitte melden Sie sich an unter siegen-ams@t-online.de.
Der Eintritt ist frei.