„Die ersten beiden Kaffeebohnen kamen 1951 von Hamburg nach Siegen und wurden anfangs auf der Fensterbank über der Heizung gezogen.
Nach einigen Jahren wurden sie aus Platzgründen in eine Gärtnerei umgezogen. Die erste Ernte von den 23 Pflanzen gab es im Jahr 1956. Die weitere Verarbeitung erläutert Hobby-Züchter [Otto] Georg im Filminterview.“ Weiterlesen
Kategoriearchiv: Sonstiges
Escape Room im Museum Wilnsdorf
– Rätseln, Entdecken, Geheimnisse lüften
Erleben Sie das Museum auf eine ganz neue Art! Unser Escape Room führt Sie quer durch alle Dauerausstellungsbereiche und macht Ihren Museumsbesuch zu einer spannenden Entdeckungsreise.
Auf einer Fläche von fast 2.000 Quadratmetern erwarten Sie knifflige Aufgaben, versteckte Hinweise und überraschende Zusammenhänge. Fünf verschlossene Boxen führen Ihre Gruppe nacheinander in verschiedene Bereiche des Museums. Dort gilt es, Rätsel zu lösen und jeweils eine Zahl zu ermitteln. Erst die Kombination aller fünf Zahlen öffnet das finale Schloss und enthüllt das Geheimnis des Escape Rooms.
Für wen ist der Escape Room geeignet? Weiterlesen
US-Besucher in der 4Fachwerk-Uhrenausstellung
1848 wanderten die Vorfahren von Troy Meinhard von Siegen in den mittleren Westen Amerikas nach Illinois aus. Sein Urahn ging einst in der Krönchenstadt dem Beruf des Müllers nach. Nachdem sie sich dann 1870 im US-Bundesstaat Iowa niedergelassen hatten, kam eine Standuhr in die Familie. „Mit dem Tausch war eine Schuld beglichen worden,“ ist in der Meinhard-Familie überliefert.

Diese historische Uhr, hergestellt einst von Dietrich Koch in Stromberg im Windecker Land, begründete das Interesse der Meinhards an „clockmakers“ in der alten Heimat. Ihre Uhr wurde stolz von Generation zu Generation weitergegeben. Weiterlesen
Eröffnung der Zeiteninsel –
Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land bietet außergewöhnliche Einblicke
Mit der Eröffnung der Zeiteninsel entsteht in Hessen ein in dieser Form einzigartiger Lern- und Erlebnisort. Ab dem 18. Juli 2026 lädt das Archäologische Freilichtmuseum Marburger Land dazu ein, 11.000 Jahre Menschheits-, Natur- und Kulturgeschichte im Lahntal zu entdecken. Am 17. Juli 2026 wurde das Museum im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wissenschaft und der Region feierlich eingeweiht.

Mit einem Messer aus Feuerstein haben Weimars Bürgermeister Markus Hermann (ab 3.v.l.), Timon Gremmels, Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Landrat Jens Womelsdorf und Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die Zeiteninsel – das Archäologische Freilichtmuseum im Marburger Land offiziell eröffnet. Projektbegründer Dr. Andreas Thiedmann (2.v.l.) und Zeiteninsel-Koordinatorin Heidi Geschwind (r.) haben gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen die Eröffnung organisiert.
Archäologie lebendig vermitteln
Den Ausgangspunkt des Projekts bilden die umfangreichen Siedlungsspuren aus vorgeschichtlichen Epochen, die beim Kiesabbau im Weimarer Lahntal in unmittelbarer Nähe zu Argenstein entdeckt wurden. Sie belegen eine mehr als 11.000 Jahre währende Besiedlung der Region und bilden die wissenschaftliche Grundlage des Museums. Auf dem dreieinhalb Hektar großen Gelände werden davon in fünf Zeitstationen 9.000 Jahre Landschafts- und Kulturgeschichte vermittelt. Originalgroße Modelle von Gebäuden und Behausungen aus der Mittelsteinzeit, der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Eisenzeit und der Römerzeit machen längst vergangene Lebenswelten anschaulich und laden zum aktiven Entdecken ein.
Die Zeiteninsel versteht sich als Lern- und Erlebnisort für Menschen aller Generationen. Hier verbinden sich archäologische Forschung, auf Grundlage archäologischer Befunde rekonstruierte Hausmodelle und lebendige Geschichtsvermittlung zu einem ganzheitlichen Museumserlebnis. Besucherinnen und Besucher können Vergangenheit nicht nur kennenlernen, sondern durch eigenes Erleben und Mitmachen unmittelbar erfahren. „Nach 27 Jahren der Projektentwicklung diesen Meilenstein der Eröffnung in den musealen Regelbetrieb erreicht zu haben, stimmt mich, die kommunalen Partner und alle Beteiligten ungemein froh!“, sagt Projektbegründer Dr. Andreas Thiedmann.
Der Bau des Museums wurde zum größten Teil vom Land Hessen unter Beteiligung der kommunalen Träger finanziert. Diese sind die Gemeinde Weimar (Lahn), die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf. Der Museumsbetrieb wird von der Genossenschaft Zeiteninsel eG getragen. Weiterlesen
Ein 126 Jahre altes Turmuhrwerk hat ein neues Zuhause
Historische Uhrwerk der alten Kirche ist ins Technikmuseum umgezogen
„Wir haben schon zwei alte Uhrwerke im Museum, aber dieses dritte hat für uns eine besondere Bedeutung, freut sich Hans-Jürgen Klappert, Vorstandsmitglied des Technikmuseums in Freudenberg. Die evgl. Kirchengemeinde Freudenberg hatte angefragt, ob das Museum das historische Uhrwerk ihrer alten Kirche am Schlossberg aus dem Jahr 1889 übernehmen würde. Nach seiner Ausmusterung vor etwa 50 Jahren stand es seit der Einweihung des Gemeindehauses an der Krottorfer Straße dort im Foyer. Weil die Kirchengemeinde das Haus vermieten möchte, wurde ein neuer Platz für das alte Uhrwerk gesucht.
„Für uns ist es eine Ehre, dieses Turmuhrwerk, das fast 100 Jahre den Freudenbergern die Zeit angezeigt hat, in unserer Obhut zu nehmen“, ergänzte Wolfgang Denker, verantwortlich für die alten Maschinen im Museum. Weiterlesen
Von der Industrie zur Kultur – Räume für alle

Die Industriekultur ist weit mehr als die Summe historischer Maschinen und staubiger Archive; sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Identität und der tief verwurzelten Heimatverbundenheit der Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein. Als eine der ältesten Industrieregionen Mitteleuropas blickt Südwestfalen auf eine faszinierende Geschichte zurück, die das gesellschaftliche Leben bis heute prägt. Doch so offen und einladend die hiesigen Kulturorte im Kern auch gemeint sein mögen, so oft stehen sie in der alltäglichen Praxis vor unsichtbaren oder ganz konkreten Barrieren. Historisch gewachsene Gebäude, unebene Böden und Treppen erschweren Menschen mit Mobilitäts- oder Sinneseinschränkungen den Zugang. Zudem orientieren sich viele Angebote traditionell stark an einem rein technikaffinen, oft männlich dominierten Publikum, wodurch sich andere gesellschaftliche Gruppen wie Frauen, ältere Menschen oder Mitbürger mit Migrationshintergrund im Alltag häufig nicht optimal angesprochen fühlen.
Genau an dieser Schnittstelle setzen die Freunde historischer Technik Freudenberg e.V. als engagierter Träger des Technikmuseums Freudenberg an. Mit der wegweisenden und im Rahmen des Regionalen Kultur Programms NRW (RKP) geförderten Initiative „Von der Industrie zur Kultur – Räume für alle“ wollen die Verantwortlichen bestehende Hürden systematisch identifizieren, abbauen und die Barrierefreiheit in den Mittelpunkt rücken. Das Vorhaben blickt dabei bewusst über den Tellerrand klassischer Ausstellungsstätten hinaus, indem es neben Museen und historischen Bergwerken auch aktive regionale Industriebetriebe als lebendige Partner einbezieht. Herzstück des gesamten Vorhabens ist der Aufbau des neuen Netzwerks „Offene Orte der Industriekultur Siegen-Wittgenstein“. In diesem engen Verbund entwickeln Träger, Einrichtungen und soziale Organisationen gemeinsam partizipative und regionsbezogene Lösungen, die auf einen intensiven Wissens- und Erfahrungstransfer nach dem Prinzip des Peer-to-Peer-Lernens setzen. Weiterlesen
„Die Toten können nicht erzählen, die Überlebenden schon“
Digitales Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Dr. Michaela Vidláková
Dr. Michaela Vidláková wurde 1936 in Prag in eine jüdische Familie geboren. Die Nationalsozialisten deportierten sie zusammen mit ihrer Familie kurz vor ihrem 6. Geburtstag nach Theresienstadt. Die Familie überlebte nur mit Glück.
Altersbedingt kann Michaela Vidláková leider seit letztem Jahr nicht mehr persönlich zu uns nach Siegen kommen. Zusammen mit dem Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein und der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein lädt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland daher für Donnerstag, 11.06., um 19 Uhr zu einem Online-Zeitzeugengespräch mit Frau Vidláková via Zoom ein. Die Teilnahme ist kostenfrei und von zu Hause aus möglich. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an cjz.siegen@t-online.de bis zum 04.06.26 ist unbedingt erforderlich. Der Link zur Teilnahme wird erst nach der Anmeldung verschickt. Weiterlesen
Bahnhof Siegen: Umplatzierung einer Gedenktafel
Gedenkort Siegener Bahnhof: Von der Deportation zur Erinnerung

Bereits 1988 markierte Klaus Dietermann (Gründer des Aktiven Museums Südwestfalen) gemeinsam mit dem Zeitzeugen Wilhelm Fries den Siegener Bahnhof als zentralen Gedenkort. Am 28. Februar 1943 verabschiedete sich Fries dort am Gleis 4 von den letzten deportierten Juden des Siegerlands, nachdem er beim Kofferpacken geholfen hatte – eine Hilfsbereitschaft, die ihm Gestapo-Verhöre einbrachte.
Die Geschichte der Gedenktafel
1989: Einweihung der ersten Tafel. Ein Fehler bezüglich des Zwangsarbeitslagers für Frauen aus „Mischehen“ (fälschlich Beddelhausen statt korrekt Bettenhausen bei Kassel) wurde später korrigiert.
2019: Aufgrund neuer Forschungsergebnisse fertigte die Firma Rudolph eine neue Edelstahltafel an. Die Übergabe erfolgte am 27. September durch Klaus Merklein, Traute Fries und Bürgermeister Steffen Mues.
Standort: Wegen eines störenden Müllbehälters wurde die Tafel kürzlich an die Rückseite des Stahlträgers versetzt.
Überregionaler Kontext Weiterlesen
Siwiarchiv-Neujahrsgrüße

Siegener Zeitung, 31.. Dezember 1925
Siwiarchiv-Silvestergrüße
Feiern Sie schön – vielleicht so wie vor 100 Jahren:

Siegener Zeitung, 31. Dezember 1925

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