Vortrag: Prof. Dr. Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford University) »Über den Status der „Provinz“ in der deutschen (und europäischen) Kulturgeschichte«

07. Juli 2022 – 10:00 Uhr – Siegen US-S

Der zuletzt in Stanford forschende Romanist, Literaturwissenschaftler, Publizist und Weltbürger fragt in seinem neuen Buch: »Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf?«. Seiner Einladung folgend, kamen einst Weltgrößen der Geisteswissenschaft und Philosophie wie Habermas oder Lyotard an die Universität Siegen. Die als verschlafen, rückständig und piefig geltende Provinz war und ist als Ort des Aufbruchs des geistigen und kulturellen Lebens laut Gumbrecht aber mehr als nur Vorort und Peripherie der glanzvollen Großstädte. Die Ansiedlung der besten Universitäten der Welt sowie der Zentralen des Tech-Kapitalismus an provinziellen Standorten sprechen für einen besonderen Nährboden für Konzentration und Leidenschaft.
Quelle: Homepage Forum Siegen

Video: „Zurück an der Uni: Auf dem Campus mit Alumnus Wolfgang Suttner“

– 50 Jahre Universität Siegen

„Wolfgang Suttner war Kulturreferent des Kreises Siegen-Wittgenstein, Mitbegründer von KulturPur, holte einst Paul McCartney und dessen Ausstellung nach Siegen – und studierte in den Anfangsjahren an der damaligen Gesamthochschule Siegen. Gut 48 Jahre später ist er an seine Alma Mater zurückgekehrt und hat dabei Bekanntes und viel Neues entdeckt.“

75 Jahre Kantorei Siegen

Die ersten Sängerinnen und Sänger der heutigen Kantorei Siegen, Quelle: Kantoerei Siegen

„Wir schreiben den 13. März 1947. Im noch schwer von den Zerstörungen des Krieges gezeichneten Siegen treffen sich musikbegeisterte junge Menschen unter einfachsten Bedingungen im ehemaligen Konfirmandenhaus in der Oberen Metzgerstraße. Ihr Wunsch in diesen entbehrungsreichen Zeiten: Sie möchten gemeinsam geistliche Chorliteratur singen. Die Evangelische Kantorei Siegen ist geboren. Dass dieser „Jugendchor“ mit seinem erst 21-jährigen Dirigenten Helmut Winter sich rasch zu einem guten Klangkörper entwickelt, sich unter seiner Nachfolgerin KMD Almuth Höfker stetig weiterentwickelt und seit nunmehr 31 Jahren unter KMD Ute Debus als großer Konzertchor mit rund 80 Sängerinnen und Sängern in der Region und weit darüber hinaus agiert, hätte damals niemand zu hoffen gewagt. Seitdem die Evangelische Nikolaikirche im Herzen der Siegener Oberstadt Ende 1954 wieder aufgebaut war, ist sie die Heimat des Chores und jetzt mit der Ev. Lukas-Kirchengemeindeeng verbunden.

Und drei weitere Menschen dürfen nicht unerwähnt bleiben: Anneli und Erich Hundt als erstes Geschäftsführerpaar der Kantorei und Hannelene Reuter-Becker, die diese äußerst umfangreiche und arbeitsintensive Aufgabe bis 2015 über mehr als zwei Jahrzehnte mit großem Engagement und Geschick ausgeführt hat. ….“
Quelle: Kirchenkreis Siegen, News v. 10.5.2022

s. a. Durchblick 2 (2022) , S. 42 – 44

Linktipp: „Querschnitt“-Sonderausgabe zum Unijubiläum

Der Querschnitt steht diesmal ganz im Zeichen des 50-jährigen Bestehens der Universität Siegen. In dieser Ausgabe kommen die Alumni zu Wort, denn sie sind die Botschafterinnen und Botschafter der Universität Siegen. Die Studienzeit hat sie für ihre Zukunft auf unterschiedliche Weise geprägt. Gemeinsam ist ihnen, dass Ereignisse, Menschen oder besondere Situationen für immer in Erinnerung geblieben sind. Von diesen Erinnerungen erzählen sie in diesem Querschnitt.

Die Uni-Zeitung Querschnitt liegt an den Eingängen der Campus-Gebäude aus. Wir senden Ihnen die Uni-Zeitung auch gern kostenlos zu. Bitte senden Sie dafür eine formlose E-Mail mit Angabe ihrer Adresse an Sabine Nitz.

Kontakt: nitz@presse.uni-siegen.de

Online finden Sie den Querschnitt hier.

Ausstellung: 25 Jahre Kreuztaler Stadtbibliothek – Ein Blick auf die Macherinnen und Macher

Mit Bibliotheksleitung Kirstin Krässel eröffnete am 20.05.1997 die Stadtbibliothek Kreuztal mit rund 10 000 Medien in der Gelben Villa in Dreslers Park ihre Türen. Seit 2019 koordiniert Linda Donalies zusammen mit ihrem Team die ca. 40.000 Medien in der Bibliothek am neuen Standort im Zentrum.

Pünktlich zum anstehenden 25-jährigen Jubiläum der Kreuztaler Stadtbibliothek befasst sich auch die neueste Ausstellung im Kreuztaler Rathausfoyer mit der Erfolgsgeschichte der Bibliothek und rückt die Macherinnen und Macher in den Fokus.

Dazu sind (ehemalige) Mitarbeitende sowie andere bedeutende Wegbegleiter der vergangenen 25 Jahre jeweils mit Portrait und Zitat über die jeweilige persönliche Beziehung zur Bibliothek festgehalten. Die Stammkundinnen und Stammkunden der Bibliothek werden dabei einige wohlbekannte Gesichter wiedererkennen; denn viele Mitarbeiter/innen sind über viele Jahre, teils Jahrzehnte dabei gewesen und zwei Mitarbeiterinnen sogar seit der Eröffnung am 20.05.1997 bis heute. „Das Team ist ein zentraler Faktor für den Erfolg der Kreuztaler Stadtbibliothek. Deswegen war es mir wichtig, im Zuge der Jubiläumsfeierlichkeiten auch die Mitwirkenden der letzten 25 Jahre in den Blick zu rücken“, erläutert Bibliotheksleiterin Linda Donalies den Kern der Ausstellung. „Gemeinsam halten wir den Bestand von knapp 40.000 Medien aktuell, managen über 142 000 Ausleihen sowie rund 250 Veranstaltungen im Jahr und geben alles dafür, dass sich alle in der Bibliothek willkommen fühlen und immer wieder Neues entdecken können. Weiterlesen

Vortrag: Prof. Dr. em. Peter Gendolla (Universität Siegen) – »Ein Joghurtbecher im LKW.

Zur Entwicklung der Literatur- und Medienwissenschaft in Siegen«
19. Mai 2022 – 20:00 Uhr – , Siegen, Unteres Schloss, US-C115


Die Literatur- und Medienwissenschaft spielt in der 50jährigen Entwicklungsgeschichte der Universität Siegen eine entscheidende Rolle. Prof. Dr. em. Peter Gendolla erzählt von den Anfängen und der Wichtigkeit dieser Disziplin inmitten der Geschichte der gesamten Universität und der intellektuellen Landschaft Siegens.

Quelle: Homepage Forum Siegen

Literaturhinweis: E. Heinrich (Hg.’in): BEHARRLICHKEIT, GEDULD – UND EIN LANGER ATEM (2022)

Der Band „Beharrlichkeit, Geduld – und ein langer Atem“ präsentiert anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens einen Teil der Geschichte der Universität Siegen. Es ist die Geschichte der Frauen und auch Männer, die die Hochschule durch ihr Engagement für Frauenförderung und Gleichstellung sowie durch wissenschaftliche Leistungen in der Frauen- und Geschlechterforschung geprägt haben.

Der vorliegende Band anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Universität Siegen dokumentiert die besondere Entwicklung von Frauenförderung und Gleichstellung an der Universität Siegen, die aus dem bildungspolitischen Reformprojekt Gesamthochschule hervorgegangen ist. Dieser Hintergrund hat die Prozesse geprägt, den Zuwachs der Frauenanteile auf den höheren Karrierestufen aber nicht beschleunigen können. Nach fünf Jahrzehnten ihres Bestehens blickt die Universität Siegen heute auf große Erfolge in der Gleichstellung zurück, sich dessen bewusst, dass das Ende des Weges noch nicht erreicht ist.

Elisabeth Heinrich (Hg.’in)
BEHARRLICHKEIT, GEDULD – UND EIN LANGER ATEM.
50 Jahre Frauen – Frauenförderung – Gleichstellung an der Universität Siegen
Siegen: universi 2022, 230 S, zahlr. farbig. Abb.
ISBN 978-3-96182-122-8
Quelle: Verlagsinfo

„Aus Feinden wurden Freunde – 30 Jahre Armee der Einheit“

„Die überraschend verkündete Öffnung der innerdeutschen Grenze im Jahr 1989 führte zum Zusammenbruch des DDR-Regimes. In den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen, welche erst am 12. September 1990 abgeschlossen werden konnten, wurde über die Zukunft eines gesamtdeutschen Staates entschieden. Die Wiedervereinigung nahm Gestalt an – die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung mussten noch definiert werden, wie beispielsweise die Herauslösung der Nationale Volksarmee aus dem Warschauer Pakt zum 24. September desselben Jahres.

Oberst Richardt und Hauptmann außer Dienst Dummler wischen die innerdeutsche Grenze von der Tafel im Januar 1990.

Auswischen der Grenze im Januar 1990 von Oberst Richardt und Hauptmann a. D. Dummler im Bunker „Erich“ in Erndtebrück Bundeswehr/Archiv

Mit der Auflösung der Nationale Volksarmee musste auch eine Entscheidung zur Souveränität des deutschen Luftraums über den neuen Bundesländern einhergehen. Zunächst bestand die Sowjetunion darauf, die Sicherung und Überwachung dieses Luftraums selbst zu übernehmen – solange bis der Abzug der sowjetischen Streitkräfte zum Ende des Jahres 1994 abgeschlossen sei. Diese Forderung konnte in den folgenden diplomatischen Verhandlungen verworfen werden: Die vereinte Republik sollte ihren Luftraum selbstständig über dem gesamten Bundesgebiet überwachen. Weiterlesen