Einweihung der neuen Gedenktafel zu den Deportationen vom Bahnhof Siegen

Freitag, 27. September, 16.00 Uhr, Hauptbahnhof Siegen, Gleis 4 (Richtung Dortmund)

Berichtet wird über die Deportationen – vorwiegend von Menschen jüdischen Glaubens – nach Zamosc, Theresienstadt und Auschwitz-Birkenau. Anlass der Neugestaltung der Gedenktafel ist der 75. Jahrestag der Verfolgung und Deportation von in sogenannten Mischehen Lebenden. Dazu werden neue Erkenntnisse vorgetragen.

Quelle: Aktives Museum Südwestfalen, Veranstaltungen

Geschichtswerkstatt “Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte “

Rückblick und nächste Sitzung

Foto v.l.n.r.: M. Molkentin-Syring, Rosemarie Weickenmeier, Heike Siebel und Ria Siewert

Die Kreuztaler Stadtbibliothek gab den schönen Rahmen zur Gründung der Geschichtswerkstatt rund um die Geschichte der Frauen in Kreuztal.

Die Einführung in das breitgefächerte Thema erfolgte anhand einiger Beispiele. So wurde z.B. mit „100 Gramm Gänseblümchen“ die selbstgeschriebene Lebensgeschichte einer jugendlichen Kredenbacherin zu Zeiten des 2. Weltkrieges vorgestellt. Außerdem rückten die mit Verdienstorden geehrten, aber nicht mehr sichtbaren Frauen in den Mittelpunkt des Interesses. Dazu kam der Blick auf erste erinnerbare Kreuztaler Ärztinnen, Lehrerinnen, Künstlerinnen sowie das Leben und Sterben der Jüdinnen. Der Blick auf die „Jungen Wilden“ wie z.B. Tine Nell als erfolgreiche Autorin und Poetry Slammerin erfolgte ebenso wie der Blick auf die Kreuztalerinnen mit ausländischen Wurzeln. Weiterlesen

„RECHTsicher – Archive und ihr rechtlicher Rahmen“

89. Deutscher Archivtag 2019 in Suhl mit Fachmesse ARCHIVISTICA 2019

Quelle: VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.

Von heute 17. bis 20. September 2019 findet im Congress Centrum Suhl der 89. Deutsche Archivtag statt. Europas größter nationaler Archivkongress wird vom VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. ausgerichtet. Erwartet werden ca. 700 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland. Auf der parallel stattfindenden Fachmesse ARCHIVISTICA präsentieren über 40 Aussteller Produkte und Innovationen rund um das Archivwesen.
Archivarinnen und Archivare müssen bei ihrer Arbeit viele juristische Sachverhalte in Betracht ziehen. In den letzten Jahren sind Fragen des Daten- und des Urheberschutzes komplexer geworden, vor allem im Bereich der digitalen Medien. Die im Mai 2018 in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung ist nur ein Beispiel dafür, wie Richtlinien, Normen und Gesetze den Arbeitsalltag verändern.
„Gerade kleineren Archiveinrichtungen fehlen oft Personal und Zeit, sich detailliert mit immer neuen Veränderungen des rechtlichen Rahmens auseinanderzusetzen“, so der VdA-Vorsitzende Ralf Jacob. „Ein Archivtag zu diesem Thema bietet den Kolleginnen und Kollegen die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und das neu erworbene Wissen im Berufsalltag anzuwenden.“
Rund 50 Einzelveranstaltungen in unterschiedlichen Formaten werden angeboten: Große Plenarsitzungen, Workshops, Fortbildungen, Postersessions und erstmals auch Fishbowldiskussionen. In diesen wird neben den Auswirkungen der EU-Datenschutzgrundverordnung auf das Archivwesen rechtliche Fragestellungen der Forschung, des Records Managements und der Öffentlichkeitsarbeit diskutiert. Weiterlesen

Siegen: Alternativer Stadtrundgang

Sonntag, 22. September, 15.30-17.00 Uhr, Treffpunkt: Eingang KrönchenCenter, Markt 25

“Der Gang führt entlang der Geschäfte ehemaliger jüdischer Inhaber, der Stolpersteine und politischer Denkmäler. Thematisiert werden Diskriminierung, Verfolgung bis hin zur Ermordung sowie Widerstand und Flucht. Es werden historische Fotos gezeigt.”

Leitung: Traute Fries, Klaus Merklein
Teilnehmerbeitrag: 5 €

Quelle: Aktives Museum Südwestfalen, Veranstaltungen

Vortrag: “100 Jahre VHS Die Geschichte der Volkshochschule bundesweit und in Siegen”

Fr. 20.09.2019, 18:00, Markt 25, 57072 Siegen, KrönchenCenter, Vortragsraum
Dozentin: Dr. Donatella Chiancone-Schneider

Wie entstand die deutsche Volkshochschule, welche Vorbilder hatte sie im In- und Ausland, welche Identität hat sie im Laufe der Jahrzehnte entwickelt? Der Vortrag illustriert die lange und differenzierte Geschichte einer allgegenwärtigen Institution, die praktisch ein noch lebender Teil der Weimarer Republik ist. Diese Präsentation berücksichtigt sowohl die allgemeine Geschichte dieser Einrichtung ab 1919, als rund 150 Volkshochschulen in ganz Deutschland gegründet wurden, als auch die lokale Historie von Siegen. In beiden Fällen werden weniger bekannte, aber repräsentative Aspekte der VHS-Entwicklung wie der Kunstunterricht im Wandel der Generationen und die weibliche Beteiligung an den Bildungsangeboten als Dozentinnen und Studentinnen vertieft.
Quelle: VHS Siegen, Programm

»Ungesehen – Lebensgeschichten von Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen«

Ausstellung ab 23. September im Kreishaus-Foyer

Autor: bikup gemeinnützige GmbH

Über Sinti und Roma wissen viele Menschen heutzutage immer noch sehr wenig und einige Vorurteile halten sich hartnäckig. Die Vielfalt der Lebenswege, die die in Deutschland lebenden Sinti und Roma beschreiten, ist vielen Menschen unbekannt. Doch warum ist das so? Warum kennen wir nicht die Anwältin, den Flüchtling, die Zugewanderten, den Journalisten, den Dirigenten, die Frau, die um ihre Kinder kämpft?

Die Ausstellung „Ungesehen – Lebensgeschichten von Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen“ geht diesen Fragen auf den Grund. Sie wird am Montag, 23. September 2019, um 18:00 Uhr mit einem kleinen Imbiss und musikalischer Umrahmung im Foyer des Kreishauses in Siegen eröffnet. Weiterlesen

Vortrag: Dr. Jürgen Nelles, Bonn: “Der „weibliche“ Blick auf das Dritte Reich”

Die Autorin Erika Mann um 1938 (Vorlage: Dr. Jürgen Nelles)

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ geht es am Donnerstag, den 19. September 2019, um die literarischen Werke deutscher Exil-Autorinnen zwischen 1933 und 1945.

Der bebilderte Vortrag rückte christliche und jüdische Autorinnen in den Mittelpunkt, die bereits vor 1933, in der Weimarer Zeit, schriftstellerische Erfolge feiern konnten, darunter Irmgard Keun („Das kunstseidene Mädchen“), Else Lasker-Schüler („Theben“), Nelly Sachs („Legenden und Erzählungen“), Anna Seghers („Aufstand der Fischer“) oder auch Erika Mann, die Gründerin des berühmten Kabaretts „Die Pfeffermühle“. Die genannten, aber auch einige hier ungenannte, Autorinnen haben zudem nach ihrer Flucht oder Vertreibung aus Nazi-Deutschland in ihrem Exil wichtige lyrische und erzählerische Texte über ihr verlorenes Heimatland geschrieben: Keun („Nach Mitternacht“) ebenso wie Lasker-Schüler („Das blaue Klavier“), Erika Mann („Zehn Millionen Kinder“) oder Anna Seghers („Das siebte Kreuz“). Der „weibliche“ Blick auf das Dritte Reich fördert Erkenntnisse zutage, die im Rahmen der heute (mehr denn je) notwendigen Erinnerungskultur von geradezu aktueller Brisanz und akuter Relevanz zu sein scheinen. Weiterlesen