Vortrag: Prof. Dr. Bärbel Kuhn / Matthias Kirchbach (Universität Siegen) – »Einwanderungsgesellschaft im Strukturwandel

– Migration, Arbeit, Kultur im Siegerland«
02. Juni 2022 – 20:00 Uhr -Siegen, Unteres Schloss, US-C115


Mit einem regionalgeschichtlichen Blick widmen sich Prof. Dr. Bärbel Kuhn und Matthias Kirchbach dem Strukturwandel im Siegerland und beleuchten hierbei im Besonderen die Phänomene der Migration, Arbeit und Kultur. Im Jubiläumsjahr der Institution Universität wird so die Perspektive auf regionale Zusammenhänge des Industriestandorts und die Kulturregion Siegerland geweitet.
Quelle: Homepage Forum Siegen

Matthias Kirchbach M.A. (Siegen): Migration ins Siegerland nach 1945 in Erinnerungskultur und kollektivem Gedächtnis

Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 19. Mai 2022

In der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der Historiker Matthias Kirchbach M.A. von der Universität Siegen am Donnerstag, den 19. Mai 2022, Aspekte der Zuwanderung ins Siegerland nach 1945 nachzeichnen.

Das Siegerland war seit 1945 stark von Migration betroffen. Insbesondere „Flucht und Vertreibung“, die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte seit den 1950er Jahren und die Zuwanderung von Aussiedlern und Spätaussiedlern hinterließen Spuren im kollektiven Gedächtnis. In seinem Dissertationsprojekt untersucht der Referent derzeit die Bedeutung der Migration für die regionale Erinnerungskultur. Weiterlesen

Fotoausstellung „Alte und Neue Heimat“ im Hilchenbacher Rathaus

Heimat ist vielfältig. Es ist mehr als ein „Ort“, an dem man aufgewachsen ist. Das zeigt auch die Fotoausstellung „Alte und Neue Heimat“, die der Fachdienst Soziales und Integration der Stadt Hilchenbach organisiert hat. ….

Insgesamt haben sich 20 Frauen, Männer und Familien aus unterschiedlichen Ländern, wie Afghanistan, Ungarn, Tunesien, Marokko, Syrien, aus dem Aserbaidschan, Pakistan, Eritrea, Guinea, aus dem Iran, Irak und der Türkei an dem Projekt beteiligt und ihre Geschichte über Heimat erzählt.

„Besonders schön war es für uns, altbekannte Gesichter wieder zu sehen – gerade in Corona-Zeiten war der Kontakt zu vielen Menschen abgebrochen. Umso schöner war es nochmal mit ihnen ins Gespräch zu kommen, auch unabhängig von dem Fotoprojekt“, erzählt Verena Simonazzi vom Fachdienst Soziales und Integration. Weiterlesen

Wo Geschichte lebendig wird –

„Meine Geschichte – Deine Geschichte – Unsere Geschichte“: Diesen Titel trägt die Wanderausstellung, die von der Integrationsagentur der Diakonie in Südwestfalen mitgestaltet wird. Vernissage ist am 30. November.

Bei der Ausstellung wird auch ein Kurzfilm zu sehen sein. Dabei sprechen Betroffene mit dem Filmemacher Roman Knerr über ihre Rassismuserfahrungen.

Die Wanderausstellung wurde von der Integrationsagentur der Diakonie in Südwestfalen in Zusammenarbeit mit der Caritasverband Siegen-Wittgenstein, dem Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen sowie der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe ausgearbeitet wurde. Die Vernissage findet am Dienstag, 30. November, ab 18 Uhr im Siegener „Krönchen Center“ statt. „Danach wird die Ausstellung in vielen Schulen im Kreis Siegen-Wittgenstein zu sehen sein“, teilt Linda Hartmann von der Integrationsagentur mit.

Die Geschichts-Schau widmet sich Menschen, die eine neue Heimat in Deutschland – speziell im Siegerland – gefunden haben. Toleranz, kulturelle Vielfalt, Rassismus oder Identität: Verschiedene Winkel der Migration werden dabei bearbeitet. Dabei gehen die Protagonisten auf ihre Erfahrungen ein, die sie bislang in Deutschland gesammelt haben, oder auf den Begriff „Heimat“, egal ob alt oder neu. 

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gefördert. Dabei entwickeln Kommunen, Städte, Landkreise und Gemeinden lokale Handlungsstrategien, um Demokratie und Vielfalt zu stärken. Seit Jahren ist die Diakonie in Südwestfalen fester Bestandteil der Aktion. Veranstaltet wurden unter anderem schon Fachtage, wie die Demokratiekonferenz oder „Mitentscheiden und mithandeln“ für pädagogische Fachkräfte.

Die Vernissage wird am 30. November mit einem Grußwort des Geschäftsführers der Diakonie in Südwestfalen Dr. Josef Rosenbauer eröffnet. Zudem wird es einen kleinen Imbiss geben. Um die Einhaltung der 3G-Regel zu vereinfachen, ist eine Anmeldung bis zum 23. November per E-Mail an linda.hartmann@diakonie-sw.de erforderlich.

Quelle: Diakonie in Südwestfalen, Pressemitteilung v. 19.11.2021

„Vertrieben nach Siegen “ – 3 Zeitzeuginnen-Videos zum heutigen „Tag der Heimat“

1) „Das Durchgangslager am Wellersberg“


2) „Mangelwirtschaft zwang zu Hamsterausflügen“



3) „Der Bund der Vertriebenen BdV“

s. a. „Vertrieben in Siegen“ auf Unser Siegen
s. a. siwiarchiv-Eintrag „2 oral-.history-Videos zur Flucht von Ostpreußen bis nach Siegen“

Literaturhinweis:
Pfau, Dieter/Seidel. Heinrich Ulrich: Nachkriegszeit in Siegen 1945-1949. Flüchtlinge und Vertriebene zwischen Integration und Ablehnung. Ein Quellenband zur Regionalgeschichte, Siegen 2004

Wikipedia-Eintrag zu Jacob Nolde (1859 – 1916)

Jacob Nolde.jpgUnlängst hat Dieter Bald einen Wikipedia-Eintrag zum in Berleburg geborenen Nolde erstellt. Er war ein deutscher Arbeiter, der nach seiner Auswanderung in die USA zu einem bedeutenden Industriellen und Umweltschützer aufstieg und mit seinem Vermögen eine Vielzahl sozialer Projekte förderte. In Bad Berleburg ist eine Straße nach ihm benannt

Virtuelle Heimatsammlungen NRW gingen online

Mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen im Netz: die Heimatsammlung Neunkirchen, Ostdeutsche Heimatstube, und die Ostdeutsche Heimatstube im Heimatmuseum Banfetal, Bad Laasphe

 


Am 18. Dezember wurde die Projektwebseite der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen www.heimatsammlungen.de freigeschaltet. Sie zeigt im Rahmen des Leuchtturmprojektes „Virtuelle Heimatsammlungen in NRW“ ausgewählt digitalisierte Gegenstände und virtualisierte Heimatsammlungen aus Nordrhein-Westfalen.

Das vom Bundesland Nordrhein-Westfalen geförderte Leuchtturmprojekt der Kulturstiftung dient der Bewahrung des aus Mittel-, Ost– und Südosteuropa mitgebrachten deutschen Kulturguts und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa. Für die Umsetzung des Projekts setzte sich nachhaltig besonders Heiko Hendriks, NRW-Landesbeauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, ein. Weiterlesen

2 oral-histoy-Videos zur Flucht von Ostpreußen bis nach Siegen

Auf dem youtube-Kanal von „Unser Siegen“ finden sich ein Interview mit Dr. Dietmar Gorki zu dessen Flucht sowie dessen Einschätzung des aktuellen Umgangs mit der Geschichte der ehemaligen deutschen Ostgebiete („Geschichtsvergessen! Ein Meinungsbild.“):

„Emigration from Wittgenstein to the United States in the 18th and 19th century“

Erster Preis des Facharbeitswettbewerb der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein 2020

Städtisches Gymnasium Bad Laasphe
Foto: Betreuungslehrer Jörg Menzenbach und Amelie Flesch

„Bereits zum 14. Mal zeichnete die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein e. V. Schülerfacharbeiten mit USA-bezogenem oder transatlantischem Inhalt aus. Die Arbeiten waren mit einer entsprechenden Empfehlung über die betreuenden Fachlehrer eingereicht worden. Die DAGSiWi verfolgt mit der Prämierung der Jahresarbeiten und dem transatlantischen Studierendenaustausch den satzungsgemäßen Zweck der gemeinnützigen Pflege und Vertiefung der menschlicher, kultureller und gesellschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschland und den USA.
Die Schülerfacharbeiten konnten aus dem Fach Englisch, aber auch mit Bezügen zu anderen Fächern z. B. Geschichte, Sozialkunde und Politik heraus entwickelt werden. Die Facharbeiten wurden mit einer entsprechenden Empfehlung über die betreuenden Fachlehrerinnen und -lehrer eingereicht.
In diesem Jahr wurden die Preise erstmalig aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht im Rahmen einer Feierstunde, sondern direkt an den Schulen verliehen.
Der erste Preis ging an Amelie Catherine Flesch (Städtisches Gymnasium Bad Laasphe) für ihre sehr eigenständig recherchierte und formal herausragend gestaltete Untersuchung zu „Emigration from Wittgenstein to the United States in the 18th and 19th century“, die sich besonders durch sprachlichen Tiefgang auszeichnete. Forscher gehen heute davon aus, dass zwischen 1719 und 1819 über 12.500 Personen aus der Region Wittgenstein nach Nordamerika ausgewandert sind. ….“
Quelle: DAG SIWI, Christian Menn am 21. Juni 2020

HESAUS – Datenbank des Hessisches Landesarchiv zur Auswanderung online

Seit Mitte der 1980er Jahre entstanden in damaligen drei hessischen Staatsarchiven, die jetzt das Hessische Landesarchiv bilden, unter unterschiedlichen Voraussetzungen einzelne Datenbanken zur Auswanderung. Dank einer Kooperation mit dem Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde sind diese nun gemeinsam im „Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen“ online einsehbar. Weiterlesen