Führung durch die Stahlarbeiter-Siedlung Gartenstadt Wenscht, Siegen-Geisweid

Donnerstag, 27. August 2026, 17:30 – 19:30, Treffpunkt: Parkplatzt Gaststätte „Bim Käs, Fichtenweg, Siegen-Geisweid, Guide: Traute Fries

Geländer am Kleinen Schwanenteich Wenscht (Foto: KulturSiegen)

Die Gartenstadt Wenscht entstand ab 1950 als zukunftsweisendes Wohnquartier der Stahlwerke Südwestfalen, das Arbeiten, Wohnen sowie soziale und kulturelle Bedürfnisse miteinander verband. Bei der Führung erläutert Traute Fries die Geschichte des Quartiers und lenkt den Blick auf die prägende Kunst im öffentlichen Raum – insbesondere die teilweise denkmalgeschützten Sgraffiti an den Gebäuden. Weiterlesen

Literaturhinweis: Barbara Stambolis: Organisiert und in Bewegung

Jugendliche in Westfalen im 20. Jahrhundert (Göttingen 2026)

Wie tickten Jugendliche im 20. Jahrhundert? Was bewegte sie, wie organisierten sie sich im ländlichen und städtischen Westfalen?

Zwischen Industrialisierung und ländlicher Kontinuität, zwischen Stadt und Land entwickelten sich im 20. Jahrhundert unterschiedliche Herausforderungen und Ausdrucksformen jugendlicher Identität. Durch neue Medien (Radio und Fernsehen) erreichten übernationale Trends in Mode (Frisuren, Kleidungsstile) und Musik (z. B. Beat und Rock) in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Kleinstädte und Dörfer nahezu zeitgleich mit urbanen Zentren. Traditionelle Stadt-Land-Gegensätze verloren an Bedeutung. Jugendliche auf dem Lande sowie in Klein- und Mittelstädten orientierten sich im Spannungsfeld zwischen jugendkulturell bedeutsamen globalen Dynamiken, regionalem und lokalem Engagement, für Umweltschutz und Räume, in denen sie sich kreativ entfalten konnten. Weiterlesen

LWL-Museum Hellerlecht erforscht Behelfsheime der 60er Jahre

Zeitzeugen aus dem Siegerland gesucht

Was wurde aus den Behelfsheimen in den 1960er Jahren? Und wie sah die Gestaltung des Umfeldes aus? Das LWL-Museum Hellerlecht startet im Zuge des 2024 im Museum wiederaufgebauten Behelfsheims nun eine Zeitzeugensuche.

Das Behelfsheim im LWL-Museum Hellerlecht an seinem jetzigen Standort im Siegerländer Weiler.
Foto: LWL/Marie Wegener


In vielen Orten des Siegerlandes wurden während des Zweiten Weltkrieges und danach Notunterkünfte gebaut, um die größte Wohnungsnot zu lindern. Ausgebombte Bürger:innen und später auch Vertriebene wurden in diesen kleinen Häusern untergebracht. Es gibt viele Unterlagen zum Aussehen, Bau und der Lage dieser Unterkünfte. Bauanleitungen und Bauplätze sind bekannt. Auskünfte zu den Gärten oder zum Ackerstück fehlen aber häufig. Akten gibt es in den meisten Fällen erst wieder zum Abriss dieser Bauten. Nur einige wenige sind erhalten geblieben. Weiterlesen

Online: Sophie Calitri: Kleidung, Kontrolle, Konsum (Siegen 2026)

Eine ethnografische Untersuchung zur Gabe als soziale Praxis in der Kleiderkammer

„Die Masterarbeit „Kleidung, Kontrolle, Konsum – Eine ethnografische Untersuchung zur Gabe als soziale Praxis in der Kleiderkammer“ untersucht die sozialen und kulturellen Dynamiken in einer Kleiderkammer. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kleidung als Medium sozialer Anerkennung und gesellschaftlicher Position fungiert. Die Arbeit beleuchtet, wie Spenden, Sortierung und Weitergabe von Kleidung nicht nur materielle, sondern auch symbolische Prozesse sind, die soziale Ordnung und Ungleichheit sichtbar machen.
Die Arbeit verfolgt einen medienethnografischen Ansatz, um die Kleiderkammer als Ort zu analysieren, an dem die Folgen des textilen Überflusses und des Konsums sichtbar werden. Sie zeigt, dass Kleidung in der Kleiderkammer nicht neutral behandelt wird, sondern durch alltägliche Praktiken wie Sortieren, Bewerten und Preisgestaltung soziale Bedeutungen erhält. Weiterlesen

Ein Haus voller Geschichte

Ehemalige Bewohnerin zu Gast im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Originalaufnahme von Jutta Fick (geb. Stöcker) im Haus Stöcker. Foto: LWL


Das Haus Stöcker, ein Fachwerkhaus aus Burgholdinghausen (Ortsteil von Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein), wurde fast 90 Jahre lang von Familie Stöcker bewohnt. Heute steht das Haus im LWL-Freilichtmuseum Detmold und erzählt die Bewohnergeschichte der 1950er bis 60er Jahre. Noch besser als durch das Haus als Ausstellungsobjekt lässt sich die Geschichte von ehemaligen Bewohner:innen erfahren.
Hierzu lädt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Sonntag (7.6.) ein. Ab 10.30 Uhr wird Jutta Fick, die Tochter der ehemaligen Bewohnerin Annette Stöcker im Haus vor Ort sein, um für Fragen und Gespräche zum Haus Stöcker zur Verfügung zu stehen, in dem sie selbst als Kind wohnte. Sie berichtet von den Herausforderungen, dem Wandel ländlicher Lebensweisen und der Anpassungsfähigkeit seiner ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Quelle: LWL, Pressemitteilung, 2.6.26

Wanderung auf den Spuren der angeblichen „Hexe“ Katharina Heinrich (1611)

Feudingen → Bad Laasphe — ca. 10 km — Wanderführer: Reinhard Schmidt
Am Samstag, 23. Mai, lädt die Tourismus, Kur und Stadtentwicklung GmbH (TKS) zu einer historischen Wanderung von Feudingen nach Bad Laasphe ein. Treffpunkt ist an der Haltestelle Feudingen: Abfahrt/Start dort ist um 13:31 Uhr – alternativ besteht die Möglichkeit bereits am Bahnhof Bad Laasphe zuzusteigen (Abfahrt dort 13:19 Uhr)

Die rund 10 Kilometer lange Strecke führt auf gut begehbaren Wegen durch die Frühlingslandschaft des oberen Wittgensteiner Landes und endet in Bad Laasphe mit einer gemeinsamen Einkehr im Schlosscafé. Leitung und Erläuterungen übernimmt der Heimatkundler und Wanderführer Reinhard Schmidt.
Im Zentrum der Wanderung steht die Geschichte von Katharina Heinrich, die 1611 in der Region wegen angeblicher Hexerei angeklagt wurde. An mehreren Stationen entlang des Weges verknüpft Reinhard Schmidt landschaftliche Eindrücke mit historischen Fakten: Entstehung von Verdächtigungen, Rolle von Aberglaube und sozialem Druck im 17. Jahrhundert sowie die Spuren, die solche Prozesse in den Archiven und im kollektiven Gedächtnis hinterlassen haben. Die Tour lädt dazu ein, Geschichte nicht nur zu hören, sondern räumlich nachzuvollziehen und darüber ins Gespräch zu kommen. Weiterlesen

Online: Berichte über die Marks-Haindorf’sche Stiftung

Quelle: 29. Bericht über die Marks-Haindorf’sche Stiftung zur Bildung von Elementar-Lehrern und Beförderung von Handwerken und Künsten unter den Juden, Münster 1880

zur Bildung von Elementar-Lehrern und Beförderung von Handwerken und Künsten unter den Juden 1871 -1911.

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst 15 Jahresberichte der Marks-Handorf-Stiftung aus den Jahren 1871 bis 1911 online gestellt.

Gefriergemeinschaften im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein

Wo gab es im Kreisgbiet Siegen-Wittgenstein Gefriergemeinschaften bzw. -genaossenschaften? Ein Aufruf!

Kürzlich erhielt das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein Unterlagen zur Geschichte der Gefriergemeinschaft Rüppershausen (Bad Laasphe), die die Geschichte der Genossenschaft vom Ende der 1950er Jahre bis 2018 dokumentiert.
Es folgt eine erste, sicher unvollständige Aufstellung von Gefriergemeinschaften im Kreisgebiet:
Altkreis Wittgenstein:
Bad Berleburg (anderweitig genutzt)
Bad-Berleburg-Beddelhausen
Bad Berleburg-Girkhausen
Bad Berlebruf-Raumland (jetzt Teil des Feuerwehrhauses)
Bad Berleburg-Richstein
Bad Berleburg-Wingeshausen (2)
Bad Laasphe-Banfe, Frosthaus (Nachnutzung als Vereinsraum der Wander- und Heimatfreunde)
Bad Laasphe-Hesselbach
Bad Laasphe-Oberndorf (Umbau)
Bad Laasphe-Puderbach
Bad Laasphe-Rüppershausen (Nachnutzung durch hat Feuerwehr)
Erndtebrück-Schameder: zwei Gefriergemeinschaften

Altkreis Siegen:
Kreuztal-Oberhees
Netphen-Beienbach
Siegen-Langenholdinghausen

Quellen: Weiterlesen

NRW-Ministerium fördert Hilchenbacher Heimat-Werkstatt


Der Dahlbrucher Heimatverein DaHeim und die Hilchenbacher Initiative Zukunft Alter (IZA) freuen sich, dass das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung mit der Heimat-Werkstatt das Projekt „Historische Hilchenbacher Kochrezepte (HiHiKo) finanziell unterstützt. In dieser Heimat-Werkstatt sollen historische Rezepte modern aufbereitet werden. Dazu werden in Zusammenarbeit mit dem Food Lab der FH Münster unter Leitung von Prof. Dr. Guido Ritter leckere, moderne gesunde und nachhaltige Versionen entwickelt, um die Verknüpfung von Tradition mit Zukunft schmeckbar zu machen. Auch diese Varianten werden in der Heimat-Werkstatt, die von Guido Ritter moderiert wird, in den Hilchenbacher Klimawelten zubereitet und verzehrt. Weiterlesen

Malaria – Spuren einer Krankheit

„Malaria hat Süditalien über Jahrhunderte hinweg geprägt. Zwei neue Forschungsprojekte von Dr. Lene Faust und Privatdozent Dr. Christian Franke untersuchen zum einen, wie die Krankheit bis heute gesellschaftliche Strukturen beeinflusst und was das für andere Pandemien bedeuten könnte. Zum anderen geht es um die Entwicklung von Malaria-Medikamenten in den 1920er- und 30er-Jahren in Italien und Deutschland.

Die Malariakommission des Völkerbundes bei einer Studienreise in die Hauptmalariagebiete Siziliens 1926. (Foto: Archiv des Völkerbunds/Collage: Stephanie Axt))

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