Zeitschrift „Siegerland“ Heft 2/19 ist erschienen

Daniel Schäfer gibt Eräuterungen zur „Wallanlage Rübengarten bei Friesenhagen“. Gerhard Specht fragt, warum Graf Johann VIII. katholisch wurde. Konrad Schneider stellt „Währungsverhältnisse im Siegerland“ und den „Umlauf von Falschgeld“ zwischen 1819 uns 1837 in einen Zusammenhang. Horst Grafe stellt „Die Wittgensteiner Straße – eine preußische Chaussee. Teil 2“ vor.
Friedrich Fenster berichtet über die „Marienborner Hütte“. Karl Schmidt erinnert sich als Zeitzeuge, in seinem Beitrag „Kommunale Neuordnung – mit Verfallsdatum. Nebengeräusche und andere Töne“. Olaf Wagner präsentiert „Neue Funde und Befunde und virtuelle Rekonstruktionen der „Wasserburg Hainchen“. Eberhard Klein erläutert zum Schluss eine Postkarte, die auf einer Auktion gefunden wurde und den Steinbruch am Hohenseelbachskopf im Schnee zeigt.

Quelle: Siegener Zeitung, 4.4.2020, Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Aktuelles

Siegen: Deportation vor 77 Jahren

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages erinnerte Traute Fries vom Aktiven Museum Südwestfalen (AMS) an die dritte Deportation von Menschen jüdischen Glaubens aus dem Kreis Siegen am 28. Februar 1943 nach Auschwitz-Birkenau.
Am 27. Februar 1989 wurde am Siegener Bahnhof, Gleis 4, eine Gedenktafel zur Erinnerung an die vier Deportationen angebracht. Klaus Dietermann, der verstorbene Gründer des AMS hatte die Idee dazu. Er war mit Wilhelm Fries, dem Vater der Verfasserin, zuvor am Bahnhof gewesen und hatte sich von ihm die Situation vom 28. Februar 1943 schildern lassen. Die Tafel, wegen der Bauarbeiten am Bahnhof abgenommen, wird zu gegebener Zeit wieder angebracht.

Zeitzeuge Wilhelm Fries (1901-2000) berichtete 1989:
„Von 1933 bis 1941 habe ich mit meiner damals fünfköpfigen Familie bei der Familie Samuel Frank in Weidenau gewohnt. Wir haben Freud’ und Leid mit Familie Frank geteilt. Hier lernte ich auch die jugendlichen Juden, unter ihnen Heinz Lennhoff, kennen. Am 1. Juni 1941 bezog ich eine Werkswohnung der Firma Weberwerke im Sieghütter Hauptweg 102, da, wo jetzt das Globuscenter/Kaufland ist. Einige Male wurden wir sonntags von Heinz Lennhoff und Kurt Winter besucht, bevor sie einen Ausflug nach auswärts unternahmen. Sie ließen sich nämlich von meiner Frau den gelben Stern abtrennen und abends – nach ihrer Rückkehr – wieder annähen. Weiterlesen

Linktipp: „Unser Siegen – Platz für Deine Geschichte“

Auftaktveranstaltung am 21.01.2020 in Siegen

„Jede Geschichte unserer Stadt hat ihre Zeit, jede Generation ihren eigenen Blick darauf. Und doch: An Momente und Ereignisse zu erinnern, Wissen und Erfahrungen zu teilen, verbindet uns. Das Projekt „Unser Siegen“ verdeutlicht dies auf besonders anschauliche Art und Weise. ….
 „Unser Siegen“ ist ein Museumsprojekt (des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss), das keine Dinge sammelt, sondern Geschichten, die Geschichten von Menschen unserer Stadt. Je mehr mitmachen, desto lesenswerter wird dieses Zeit-Kaleidoskop.“
Quelle: Stadt Siegen, 17.1.2020

„Zerschlagt die Macht der Lehrer“

50 Jahre Streik am Siegener Lyzeum: Und was machten die Jungs? –  Lesung von Professor Dr. Christoph Bode über den „heißen Herbst“ 1969
12. Dezember 2019, 18:30, Stadtarchiv Siegen

Porträt des Autors als junger Mann: Christoph Bode im September 1969, damals einer der Schulsprecher des Jungengymnasiums. Vorlage: Prof. Dr. Bode

Diese Parole, am 25. August 1969 gesprüht auf die Fassade des Siegener Mädchengymnasiums, bildete den Auftakt zum freilich erst zwei Monate später ausbrechenden Streik der Schülerinnen an diesem Bildungsinstitut. Gelesen hat den Spruch auch der damals siebzehnjährige Schüler Christoph Bode – und notiert, so wie er später auch die Ereignisse der turbulenten Oktobertage in seinem Tagebuch schriftlich festgehalten hat. Als Schülersprecher des benachbarten Jungengymnasiums ist er unmittelbarer Zeitzeuge, wenn auch, wie er selbst betont, weniger als Akteur denn als Beobachter. Nun, fünfzig Jahre nach dem bundesweit beachteten Schülerinnenstreik – „neben den Protesten gegen den NPD-Landesparteitag am 16. November 1968 das herausragende politische Ereignis der ‚1968er‘-Zeit in Siegen“ (so Bodes heutige Einschätzung) – schildert der emeritierte Professor für Anglistik an der Ludwigs-Maximilian-Universität München, der auch Gastprofessor in Los Angeles und Berkeley, in Peking und Hong Kong war, die spannungsgeladenen Streiktage am Lyzeum aus der Perspektive eines sympathisierenden, aber nicht unkritischen Beobachters, stets spätere Entwicklungen mitreflektierend. Weiterlesen

„Siegener Beiträge“ 24 erschienen

Die “Siegener Beiträge” sind mit ihrem 24. Band erschienen. Das neue Jahrbuch der Geschichtswerkstatt Siegen e.V. widmet sich schwerpunktmäßig dem zeitgeschichtlichen Thema “1968” in Siegen. Dabei steht die Zahl lediglich als Chiffre für vielfältige Entwicklungen der 1960er Jahre in Politik und Gesellschaft, wie beispielsweise der Protest gegen den Vietnam-Krieg, die antiautoritäre Bewegung, die sexueller Befreiung oder der Kampf gegen die Notstandsgesetze. Inwieweit der “Geist” von 1968 auch durch Siegen wehte, versucht das Jahrbuch durch drei Artikel von Zeitzeugen einzufangen. Damit soll ein erster Anstoß gegeben werden, ein bislang unbeachtetes Thema der lokalen jüngeren Zeitgeschichte aufzuarbeiten. Weiterlesen

7. „Lechtstonn“ im 4Fachwerk-Museum

Am 24. Oktober 2019 geht es um Flecker Spitznamen

Spitznamen beschreiben oft in lustiger Weise die Charaktereigenschaft eines Mitmenschen. Da Spitznamen ganz bewusst vergeben werden, sind Wesenszüge, typische Verhaltensweisen oder Äußerlichkeiten zumeist kurz und prägnant auf den Punkt gebracht. Oft sorgen die zugegebenen Namen, die bestimmte Eigenschaften beschreiben, für Erheiterung, gelten also als harmlos.
Daneben können Spitznamen ebenso auf wenig schmeichelhafte Charaktere hinweisen, Vorurteile befördern oder auch ausgrenzen.

Eine weitere Form von Spitznamen stellen Hausnamen dar, die Bezug auf eine spezifische Wohnstätte nehmen und so eine Unterscheidung für Mitbewohner mit gleichem Nachnamen sorgen. In Freudenberg dürften die vielen „Siebels“ oder „Schneiders“ dafür Paradebeispiele sein: Die Familien konnten nur mit Namensergänzungen auseinandergehalten werden.
Bei der „7. Lechtstonn“ geht es insbesondere um die Spitznamen, die gerade jene „Flecker“ beschreiben, mit denen heitere Begebenheiten verbunden sind. Dieter Siebel, unterstützt von „Sachkundigen“, hat die Namen und Geschichten gesammelt, um sie als „Verzährlcher vom Rollsack on vom Botzenfrerrer“ zum Besten zu geben.

Der 4Fachwerk-Verein lädt also zur nächsten „Lechtstonn“ ein für
Donnerstag, 24. Oktober 2019, 17:30 Uhr, Mittelstraße 4-6.
Eintritt 3 Euro.

Die „Lechtstonn“, die Zeit nach der getanen Arbeit, wurde im Flecken gerne genutzt, um sich zu treffen, über Neuigkeiten auszutauschen und Geschichten zu erzählen. Diese Tradition greift das Freudenberger 4Fachwerk-Mittendrin-Museum mit seiner Veranstaltungsreihe auf.

Lesung „Nach Seepferdchen tauchen. Ein Buch über das Gedächtnis“

Ylva und Hilde Østby (Foto: Anna-Julia Granberg BLUNDERBUSS)

von Ylva und Hilde Østby
Moderation: Rikarde Riedesel
Mittwoch, 16. Oktober 2019, 19.30 Uhr
VAMED Rehaklinik Bad Berleburg | Fachbereich Neurologie, Cafeteria der Odebornklinik, Am Schlosspark 11

Die Fähigkeit des Menschen, sich zu erinnern, gibt seit jeher Rätsel auf. Eine der führenden Expertinnen der Gedächtnisforschung erzählt Geschichten vom Erinnern und Vergessen und erklärt, wie der Erinnerungsprozess funktioniert und unsere Identität prägt.

Die Neuropsychiaterin Ylva Østby und ihre Schwester, die Autorin Hilde Østby, begeben sich auf eine Reise in die Welt der Erinnerungen und des Gedächtnisses: Sie tauchen ein in die Wissenschaftsgeschichte und erzählen von Menschen, die alles vergessen haben, aber auch von solchen, die nichts vergessen können. Für ein Experiment entsenden sie zehn Taucher auf den Grund des Oslofjords, um die Mechanismen des Erinnerungsprozesses zu erforschen. Weiterlesen

Film-Premiere: „Erzählcafé Burbach“

Im Rahmen der 800-Jahr-Feier Burbachs findet in der Vortragsreihe zur Jubiläumsausstellung morgen Dienstag, dem 28.05.2019, ab 17.00 Uhr die Präsentation der beiden Burbacher Jubiläumsfilme statt.

In der Veranstaltungsreihe „Damals“ sind zahlreiche Erzählcafés veranstaltet worden, die von der Film-AG der Gemeinschaftsschule Burbach gefilmt wurden. Die Film-AG hat einen Film „Erzählcafé Burbach“ zusammengestellt, der einen unterhaltsamen, aber auch interessanten Querschnitt der Erzählcafés zeigt. Nach einer Pause mit Imbiss wird dann der „Zeitzeugenfilm“ gezeigt. Einige Burbacherinnen und Burbacher berichten aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, aus ihrer Kindheit und Jugend im Siegerland.

Zum 800jährigen Jubiläum wird dieser amüsante und spannende Filmabend im Bürgerhaus Burbach veranstaltet.

Queel: Gemeinde Burbach, 27.5.2019

Aufruf zur Mitmach-Ausstellung „Mein erstes Fahrzeug“

Bibliothek Neunkirchen sucht Ihre Erinnerungen

„Sie denken gern an Ihr erstes Fahrzeug zurück? Ob PKW, Drahtesel oder Mofa – sein erstes Gefährt vergisst man sicher nie. Wir, das Bibliotheksteam, suchen Ihre Erinnerungen daran: Modell, Farbe, besondere Kennzeichen, liebenswerte Macken, das schönste Erlebnis oder verrückte Begebenheiten. Schreiben Sie auf, was Ihnen dazu einfällt. Wir freuen uns auch besonders über ein Foto. Damit dieses nicht zu Schaden kommt, scannen wir es innerhalb weniger Tage ein und händigen es Ihnen dann schnell wieder aus. Auch ein Duplikat nehmen wir gern. Sollte ein digitales Bild vorliegen, dann können Sie dieses auch einfach an die unten
stehende E-Mail-Adresse senden. Die gesammelten Erinnerungen werden anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Großgemeinde Neunkirchen im Juni 2019 in der Bibliothek ausgestellt. Wir freuen uns auf Ihre Fotos und Geschichten! Es wäre schön, wenn durch Ihr Mitwirken eine bunte, umfangreiche Ausstellung zustande käme. Wir freuen uns auf Ihre Antwort.
Rufen Sie uns einfach an: 02735 / 767-190 (am besten montags 18 bis 19 Uhr) Oder schreiben Sie uns: Bibliothek Neunkirchen im Bürgerzentrum, Kölner Straße 174a, 57290 Neunkirchen oder bibliothek@neunkirchen-siegerland.de
Quelle: Neunkirchen Aktuell vom 10.4.2019

Wieder „Lechtstonn“ im 4Fachwerk-Museum

Am 28. März 2019 geht es um „Sitten und Gebräuche“

Die „Lechtstonn“, die tägliche Zeit nach der getanen Arbeit, wurde im Flecken gerne genutzt, um sich zu treffen und dabei über allerlei Neuigkeiten auszutauschen und Geschichten zu erzählen. Diese Tradition greift das Freudenberger 4Fachwerk-Mittendrin-Museum in einer Veranstaltungsreihe auf: Beim nächsten Mal, es ist die sechste Auflage, geht’s um „Sitten und Gebräuche“.
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