Karajan war kein Automechaniker

Ein Kommentar von Thomas Wolf

Heute weist die Siegener Zeitung auf die Studie Michael Wolffsohns zur NS-Vergangenheit Herbert v. Karajan hin. Er charakterisiert den 1935 in die NSDAP eingetretenen Dirigenten als Opportunisten, dessen antisemitischen Aussagen als „Feld-,Wald- und Wiesensprüche“. Die Studie wurde vom Eliette und Herbert v. Karajan Institut in Salzburg in Auftrag gegeben. Ein fundierte Bewertung der Studie ist erst nach e8 gehender Lektüre möglich und nötig.

Der Kommentar zielt auf etwas anderes ab, dss allerdings bei eoner Bewertung der Studie berücksichtigt werden sollte. Denn
die Siegener Zeitung bzw. die dpa zitiert den Historiker wörtlich: : „…. Was hätte er machen sollen? Hätte er Automechaniker werden müssen oder sollen? …. “ Und der Siegener Geschichtsinteressierte flüstert nur leise: Fritz Busch – https://www.siwiarchiv.de/?s=Fritz+Busch&submit=Suchen. Es ging also auch anders! Der Hinweis auf den in Siegen geborenen Dirigenten findet sich – warum auch immer – nicht in der Siegener Zeitung.

Kranzniederlegung am Gedenkstein zur Judenverfolgung aus Hilchenbach

Jährliche Kranzniederlegung am Gedenkstein am 28. Februar zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Hilchenbach

Am 28. Februar jährt sich der Tag der Deportation von Elisabetha „Gerti“ Holländer und ihrem 10jährigen Sohn Lothar Holländer.
An diesem Jahrestag veranstaltet die Stadt Hilchenbach eine Gedenkstunde, um an das schreckliche Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland geworden sind, zu erinnern. Am Gedenkstein an der Ecke Marktplatz und Hilchenbacher Straße wird dabei ein Kranz niedergelegt.
Der Stadt Hilchenbach ist es ein besonderes Anliegen, die Erinnerungen aufrecht zu halten, aber auch gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Gedenkfeier am Gedenkstein zur Judenverfolgung unterhalb der evangelischen Kirche in Hilchenbach am 28. Februar um 11:00 Uhr eingeladen.
Im Jahr 2013, genauer am 4. Juli, wurde der Gedenkstein zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden, aufgestellt.
Mit einem Mahnmal im Blickpunkt der Öffentlichkeit, in der Nähe des Marktplatzes, soll die Erinnerung „lebendig“ gehalten werden.

Neuerscheinung des Landesarchivs NRW: „Massenakten“ Band 5

„Einzelfallakten zu sämtlichen Kirchen und Schulen Westfalens sind zwei Themen des neuen Bandes, darüber hinaus „Optionsakten“, die Entscheidungen von Polen und Deutschen für eine Staatsangehörigkeit als Folge des Versailler Vertrags beinhalten. Ghettorentenakten beleuchten ein besonderes Kapitel der jüdischen Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg und der Justizgeschichte. Und 7 weitere Beiträge …“

Jens Heckl (Hg.): Quellen erzählen Geschichten: Unbekannte Quellen Band 5: „Massenakten“ des 20. Jahrhunderts. Untersuchungen seriellen Schriftguts aus normierten Verwaltungsverfahren,   Duisburg 2025 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 98),
ISBN: 978-3-932892-39-4, 206 S., zahlreiche Abb., 5,00 €. Bezug über das Landesarchiv NRW Abt. Westfalen: westfalen@lav.nrw.de

Quelle: Landesarchiv NRW via Archivportal NRW, 11.2.2026

Manuel Zeiler: Der mittelalterliche Bergbau Ratzenscheid

Ein Blogeintrag vm 10.2.2026:
„Diesen Monat widmen wir uns abgesehen von unseren regelmäßigen Einblicken in unseren Arbeitsalltag besonders spannenden Ausgrabungen und Funden aus dem westfälischen Mittelalter. Heute: Der mittelalterliche Bergbau Ratzenscheid bei Wilnsdorf, Kr. Siegen-Wittgenstein. Hier befindet sich der älteste urkundlich erwähnte Bergbau des Siegerlandes, der endlich 2025 nach vielen Jahren mühevoller Suche wiederentdeckt wurde und nun archäologisch dokumentiert wird. ….“

Online: Gerhard Schwinge: Jung-Stillings letzte Lebensjahre in Karlsruhe, 1806–1817.

Erinnerung an den Arzt, Wirtschaftsprofessor und religiösen Schriftsteller anlässlich seines 200. Todestags

Foto: Dr. Johannes Burkardt


Die Badische Landesbibliothek hat diesen 2017 in der Badischen Heimat (97(2017), 2, Seite 185-194) erschienenen Beitrag online verfügbar gemacht.
Abstract: Weiterlesen

VHS-Vortrag: „Erndtebrücker Geschichten“

– Ernstes und Heiteres aus dem Leben von Bewohnern der Breidenbachstraße
Di., 24.02.2026, 18:00 – 19:30 Uhr, Das neue Capitol, Im Herrengarten 8, 57319 Bad Berleburg
Marianne Seelbach

Einmal im Monat wollen wir uns zu einem modernen Stammtisch zusammensetzen, die perfekte Plattform um uns gegenseitig Themen und Traditionen, Geschichte und Geschichten aus Wittgenstein näherzubringen. Es kann um historische und abenteuerliche, ernste und lustige, spannende und kurzweilige, seriöse und halbseidene Gegebenheiten und Themen gehen. Jeder Abend beginnt mit einem halb- bis maximal einstündigen Vortrag einer Heimatfreundin oder eines Heimatfreundes. Weiterlesen

Siegen: Sichtbarmachung von Frauen im Stadtbild mittels eines Kunstwerks.

Abstimmung im morgigen Kulturausschuss über zwei von einer Fachjury ausgewählten Vorschläge im Rahmen des Wettbewerbs (Vorlage 144 /2026)

„Die Stadt Siegen beabsichtigt, zur Würdigung der gesellschaftlichen Leistung von Frauen ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum zu realisieren. Das Vorhaben steht im Kontext der Erinnerungskultur und der kommunalpolitisch diskutierten Frage, wie dieser historisch wenig erforschte und im Bewusstsein der Öffentlichkeit wenig präsente Beitrag sichtbar gemacht werden kann. In einem dauerhaft angelegten Kunstprojekt, realisiert im Innenstadtbereich von Siegen, wird eine Option gesehen. Es sind 50.000 Euro im Haushalt 2026 bereitgestellt.
Bei der Vorgehensweise hat die Kommunalpolitik ExpertInnen zu Rate gezogen, die einen Kriterienkatalog als Grundlage für die Ausschreibung eines geschlossenen Teilnahmewettbewerbs erstellt haben. Dies sind: Weiterlesen

Stadtarchiv Olpe: Ausbildungsstelle als FAMI – Fachrichtung Archiv

Ausbildungsbeginn 01.08.2026

„Du erlernst das Sichten, die Bewertung und die Erhaltung von Schriftgut und anderen Informationsträgern. Ebenfalls wirst du mit der Ordnung und Verzeichnung von Archivbeständen vertraut gemacht. Du unterstützt die Beratung interessierter Bürger:innen im Lesesaal des Archivs. ….
Die Ausbildung dauert drei Jahre.
Der Berufsschulunterricht findet am Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln statt.“

Eine aussagekräftige Bewerbung mit den letzten zwei Zeugnissen ist im Online-Stellenportal der Stadt Olpe unter https://olpe.ris-portal.de/ bis zum 12.04.2026 möglich.

Mehr Information finden sich hier.

„Damit wir auch zukünftig eine Vergangenheit haben –

Für eine dem digitalen Zeitalter angemessene Ausbildung und Lehre in Archivwesen und Geschichtswissenschaft.“ Positionspapier NFDI4Memory

„Das vorliegende Positionspapier ist im Rahmen der ersten „Linking Data|Linking
Communities“-Summer School am Landesarchiv Baden-Württemberg unter dem Thema „Das Beste aus zwei Welten. Digitale Methoden und Use Cases in Archivwesen und Digital History“ entstanden. Unterzeichnet haben Beteiligte der Summer School und Mitglieder des Steering Committees von NFDI4Memory. Das Papier ist an die Unterhaltsträger auf Landes- und Bundesebene gerichtet. Es soll diese für den großen Handlungsbedarf im Bereich Ausbildung bzw. Lehre in Archivwesen und Geschichtswissenschaft mit Blick auf die Herausforderungen bei der Sicherung wie auch der wissenschaftlichen Auswertung des entstehenden digitalen
Kulturerbes sensibilisieren und auf die zu deren Bewältigung notwendigen Mittelaufwüchse aufmerksam machen.“