ICA/EGAD veröffentlicht das RiC-Kartenspiel

Photo: Florence Clavaud

Die ICA-Expertengruppe für Archivgutbeschreibung (EGAD) freut sich, das RiC-Kartenspiel vorzustellen – eine interaktive und praxisnahe Methode für Archivarinnen und Archivare, das Konzeptmodell „Records in Contexts“ (RiC) zu verstehen und anzuwenden.
Dieses spielerische Tool wurde für Teams entwickelt und verwandelt komplexe Archivtheorie in eine praktische, kollaborative Erfahrung. Es hilft den Teilnehmenden, Zusammenhänge herzustellen, Beziehungen zu erkunden und RiC in der Praxis zu erleben.
Das RiC-Kartenspiel ist in Englisch und Französisch mit ausführlichen Anleitungen für Spielleiter verfügbar und wird demnächst auch auf Spanisch angeboten.
Das Spiel und weitere Materialien finden Sie hier https://ow.ly/iPPS50Y5sKe

Quelle: ICA, 20. Januar 2026

Anm: Ich würde es gerne auch in deutscher Sprache spielen ……

„Euthanasie“-Morde: Anerkennung als Verfolgte des Nazi-Regimes auch rechtlich verankern!

Das forderte die Lebenshilfe zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.


Mit einem Kranz am T4-Gedenkort in Berlin erinnerten am 28. Januar Lebenshilfe-Vertreter*innen an die Opfer der NS-„Euthanasie“. Von links: Dagmar Schmidt, MdB und Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe, Christian Specht, Selbstvertreter und Mitglied im Landesvorstand der Lebenshilfe Berlin, und Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, Bundesministerin a.D. © Lebenshilfe/Peer Brocke


Erst im vergangenen Jahr, 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden die Opfer von „Euthanasie“-Morden und Zwangssterilisierungen als Verfolgte des Nazi-Regimes anerkannt. Dafür hatte sich die Lebenshilfe jahrelang beharrlich eingesetzt. „Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages muss die Anerkennung als Verfolgte nun auch rechtlich verankert werden“, fordert Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Weiterlesen

Amtseinführung des NRW-Landesarchivpräsidenten Tobias Herrmann

Vorgestern wurde der neue Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, Dr. Tobias Herrmann, von Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Archivwesen, Wissenschaft, Kultur und Politik offiziell in sein Amt eingeführt. Dr. Tobias Herrmann folgt als Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen auf Dr. Frank Bischoff, der Ende August letzten Jahres in den Ruhestand getreten war.

Ministerin Ina Brandes: „Das Landesarchiv ist das Gedächtnis Nordrhein-Westfalens und leistet einen wichtigen Beitrag, staatliches Handeln nachvollziehbar und transparent zu machen. Mit Dr. Tobias Herrmann begrüßen wir eine Führungspersönlichkeit, die neben den fachlichen Voraussetzungen eine tiefe heimatliche Verbundenheit zu Nordrhein-Westfalen mitbringt. Ich bin überzeugt, dass er das Haus aus der starken gewachsenen Tradition heraus erfolgreich in die Zukunft führt und für die Menschen in unserem Land weiter öffnen wird.“ Weiterlesen

Vortrag: Der Elsoffer Bauernaufstand von 1725

Ein Kampf um Recht und Macht. Von Georg Braun

Donnerstag, 12. Februar 2026 Beginn: 19:00 Uhr 
Stadtbücherei Bad Berleburg, Dritter Ort – Bücherei der Zukunft, Poststraße 42, 57319 Bad Berleburg
Eintritt: 3,00 €
Eine Zeitreise 300 Jahre zurück in die Vergangenheit: 1725 sind die Elsoffer Bauern nicht mehr bereit, die hohen Belastungen durch Frondienste und Abgaben hinzunehmen. Es kommt zu einem blutigen Aufstand, der nicht folgenlos für Elsoff bleibt. Georg Braun beleuchtet in seinem Vortrag „Der Elsoffer Bauernaufstand von 1725 – Ein Kampf um Recht und Macht“ am Mittwoch, 19.11.2025, auch die Situation Wittgensteins in den Jahren 1690 bis 1725. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im „Dritten Ort – Bücherei der Zukunft“ in Bad Berleburg. Ein besonderes Augenmerk richtet Georg Braun auf die Rolle des Reichskammergerichts und auf Graf August David, Mitregent auf Schloss Laasphe 1719. Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Wittgensteiner Heimatverein und dem Elsoffer Heimatverein im Rahmen der Reihe „Wittgenstein historisch“ statt.
Literatur: Weiterlesen

VHS-Kurs: Lesen alter Handschriften – Teil 6

ab Mo., 11.02.2026, 19:00 – 20:30 Uhr, 9 Vormittage
Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, 57319 Bad Berleburg
Klaus Homrighausen, 54,00 €


Wer hat nicht schon einmal auf dem Dachboden oder in Schubladen alte Poesiealben, handschriftliche Kochrezepte oder Briefe gefunden, die er nicht entziffern konnte? Das lernen und üben wir in diesem Kurs. Er vermittelt Kenntnisse in der Sütterlin-Handschrift und deutschen Kurrentschrift. Schriftbeispiele sind Auszüge aus Kirchenbüchern, Prozessen und anderen Gerichtsverfahren, historische Dokumente wie Verträge, Testamente, Urkunden oder auch handschriftliche Tagebücher. Dabei werden auch geschichtliche Hintergründe beleuchtet. Wenn es um Ortsgeschichte geht, sind oft auch Einblicke in die eigene Familiengeschichte möglich.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

„Opa war kein Nazi!?“

Rechercheworkshop zur Familiengeschichte im Nationalsozialismus
Mit Dr. Johannes Spohr
1,5 tägiger Workshop
Do. 19.02.2026, 16:30-19:30Uhr, Treffpunkt Stadtarchiv Siegen
Fr. 20.02.2026, 10-17 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte in der Zeit der Nationalsozialismus ist ein aktuelles Thema, mit dem sich verschiedene Institutionen auseinandersetzen und dazu Workshops und Fortbildungen anbieten, da diese eigene Geschichte oftmals unbekannt ist, Dinge nicht erzählt oder erfragt wurden. Heutige Generationen hinterfragen dagegen die offizielle Erzählung der eigenen Familie und deren handeln im Nationalsozialismus, möchten mehr dazu erfahren oder Antworten erhalten. Gleichzeitig kann das Wissen um die eigene Familiengeschichte auch bestärkend sein für die Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft.
Doch wie gelange ich an welche Informationen? Und wie sind die Ergebnisse zu verstehen? Diesen Fragen können die Teilnehmer*innen sich im Workshop mit professioneller Anleitung und Unterstützung widmen. Der Historiker Johannes Spohr leitet durch den Tag, liefert Grundlagen, Anregungen und Tipps und geht auf individuelle Fragen zur Recherche ein. Zudem soll eine örtliche Gedenkstätte und ein Archiv besucht werden um zum einen mehr über die lokale NS-Geschichte zu erfahren und wie die Arbeit eines Archivs aussieht. Weiterlesen

VHS-Kurs: Lesen alter Handschriften – Teil 12

ab Mo., 09.02.2026, 09:30 – 11:00 Uhr, 9 Vormittage
Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, 57319 Bad Berleburg
Klaus Homrighausen, 54,00 €


Für Fortgeschrittene, aber auch für Seiteneinsteiger möglich.
Neben dem üblichen Entziffern der alten Schriftbeispiele geht es auch um Abkürzungen – über 10.000 sind bekannt -, um Wortendungssymbole und auch die Entwicklung von Wortbedeutungen.
Die Textbeispiele aus den beiden Wittgensteiner Archiven, hiesigen Kirchenbüchern und privaten Dokumentationen, so dass außer der Pflege der eigentlichen Lesekompetenz auch tiefere Einblicke in die heimische Geschichte und geschichtliche Zusammenhänge möglich sind, was wiederum einen Beitrag dazu leisten kann, die eigene Familienforschung voranzutreiben.
Quelle:: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

Video: Peter Paul Rubens – Das Große Jüngste Gericht

#Kunstminute in der Alte Pinakothek in München:

s. a.
– Seite „Das Große Jüngste Gericht“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. März 2025, 11:39 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Das_Gro%C3%9Fe_J%C3%BCngste_Gericht&oldid=254591522 (Abgerufen: 30. Januar 2026, 11:59 UTC)

Kreuztaler Stadtarchivarin Ria Siewert in Ruhestand

Nachfolge ist bereits im Amt

Ende vergangenen Jahres hatte die Kreuztaler Stadtarchivarin Ria Siewert ihre letzte Sitzung im Arbeitskreis der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein. Neben den Kolleginnen und Kollegen aus dem Kreis Olpe hat auch der langjährige Hilchenbacher Stadtarchivar Reinhard Gämlich an dieser Sitzung teilgenommen.
Nach den aktuellen Themen wie EDV und Notfallplanung wurde in dieser Sitzung Kollegin Ria Siewert in den Ruhestand verabschiedet. Seit 1984 war die studierte Sozialarbeiter in der Stadtverwaltung Kreuztal tätig – zunächst bei der Stadtjugendpflege, dann übernahme sie ab 1995 den Aufbau des Stadarchivs. Nach der Absolvierung des Fachlehrgangs des Landschaftsverbandes Rheinland und einem zweimonatigen Praktikum im Stadtarchiv Attendorn war sie fachlich für diese Aufgabe gerüstet. Inwischen beherbergt das Stadtarchiv Kreuztal einen halben Kilometer Archivgut. Von Ria Siewert wurde die Veröffentlichungsreihe „Kreuztaler Rückblicke“ initiiert und Ausstellungen im Kreuztaler Kulturbahnhof kuratiert.
Neben der Tätigkeit im Stadtrchiv war Ria Siewert von 2000 bis 2024 im Personalrat tätig und leitete diesen ab 2013.
Ihre Nachfolgerin Anna-Lena Seibel konnte sie noch einarbeiten.

Quelle: Westfälische Rundschau, 22.11.2025, Siegener Zeitung, Beilage „Kreuztal. Meine Stadt“ v. 27.11.2025