Kunst im Treppenhaus: Karten, Pläne, Risse – Fundstücke aus den Magazinen der regionalen Archive

Die Werke sind bis zum 30. Sept. 2022 von Mo. bis Fr., von 7 bis 18 Uhr im Kulturhaus Lÿz zu sehen.
Veranstalter: Kultur!Büro. & Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein


Karten, Pläne und Risse sind nach Wappen und Siegeln die ersten ‘sichtbaren‘ Zeitzeugen in Bibliotheken, Museen und Archiven. Bis heute dokumentieren sie durch ihre Darstellungen Landschaftswandel und Veränderungen in einem Stadtbild.
Das Kernstück der Ausstellung „Karten, Pläne, Risse“ im Treppenhaus des Siegener Kulturhauses Lÿz bilden nun vier von insgesamt zwanzig sogenannten Einzelmesstischblättern, die zwischen 1841 und 1845 von preußischen Vermessungsoffizieren auf dem Gebiet der Kreise Siegen und Wittgenstein erstellt wurden. Im Maßstab 1:25000 sind diese Karten präziser als die der ersten preußischen Kartenerfassung von 1819 und damit die erste exakte Aufnahme der beiden Altkreise. Neben die Karten treten in der Ausstellung bautechnische Pläne. Die gezeigten Bauwerke – eine öffentliche WC-Anlage in Kreuztal-Littfeld sowie der Wasserturm am Bahnhof Siegen-Ost – sind, soweit bekannt, nicht durch Fotos dokumentiert. So erlauben einzig diese Pläne eine Rekonstruktion dieser Gebäude.
Die Ausstellung, die das Archiv des Kreises Siegen-Wittgenstein zusammen mit dem Kultur!Büro. im Rahmen der Lÿz-Reihe „Kunst im Treppenhaus“ präsentiert, besteht aus acht großformatigen Spannrahmen, die die Pläne extrem vergrößert abbilden und so die Feingliedrigkeit der handgezeichneten Land- und Flurkarten zum Ausdruck bringen. Neben dem Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen, stellten das Stadtarchiv Kreuztal und das Kreisarchiv Siegen Wittgenstein Karten zur Verfügung.

Vortrag: Prof. Dr. Bärbel Kuhn / Matthias Kirchbach (Universität Siegen) – »Einwanderungsgesellschaft im Strukturwandel

– Migration, Arbeit, Kultur im Siegerland«
02. Juni 2022 – 20:00 Uhr -Siegen, Unteres Schloss, US-C115


Mit einem regionalgeschichtlichen Blick widmen sich Prof. Dr. Bärbel Kuhn und Matthias Kirchbach dem Strukturwandel im Siegerland und beleuchten hierbei im Besonderen die Phänomene der Migration, Arbeit und Kultur. Im Jubiläumsjahr der Institution Universität wird so die Perspektive auf regionale Zusammenhänge des Industriestandorts und die Kulturregion Siegerland geweitet.
Quelle: Homepage Forum Siegen

„Aufarbeitung der historischen Hintergründe von Straßennamen“ in Siegen

Beratung des Abschlussberichtes des Arbeitskreises in der heutigen Kulturausschusssitzung der Stadt Siegen

Spätestens seit der gemeinsamen Veranstaltung „Wem gehört die Geschichte?“ der Gesellschaft für christliche-jüdische Zusammenarbeit e.V. (CJZ) und des Aktiven Museum Südwestfalen e.V. (AMS) hätte man sich eine transparentere und partizipativere Heransgehensweise von Seiten der Siegener Stadtpolitik gewünscht. Vermutlich hätte man bereits nach der „Vorab“-Veröffentlichung in der Siegener Zeitung vom 8. Februar 2022 den durchaus nachvollziehbaren Weg eines Namens-„Konklaves“ verlassen sollen. Denn bis zum 20. Mai war der Abschlussbericht nicht im Ratsinformationssystem der Stadt abrufbar, obwohl der Tagesordnungspunkt in öffentlicher Sitzung beraten wird, und so hat folgende, vorsichtig formulierte Kritik vom 11. Februar 2022 [!] weiterhin Bestand:
“ …. Die Gesellschaft für christliche-jüdische Zusammenarbeit e.V. (CJZ) und das Aktive Museum Südwestfalen e.V. (AMS) begrüßen die aktuellen politischen Aktivitäten im Arbeitskreis Aufarbeitung der historischen Hintergründe von Straßennamen in Siegen der Stadt Siegen. Sie bringen damit langjährige Diskussionen zunächst in eine gute Form kommunaler Entwicklung, ohne allerdings für die hinreichende öffentliche [!] Beteiligung zu sorgen. Die mit der erinnerungskulturellen Bedeutung und Praxis von Straßennamen einhergehenden gesellschaftlichen Aktivitäten und Diskussionen gehören fraglos in einen öffentlichen Diskussionsraum, um eine Teilhabe aller [!] relevanten Personen, Institutionen, Akteurinnen und Akteure zu gewährleisten. Ein Arbeitskreis, der darauf verzichtet, schon zu Beginn breite Beteiligung und (wissenschaftliche) Beratung zu organisieren, vergibt womöglich die große Chance, mit der Zivilgesellschaft nachhaltige Lösungen zu entwickeln. …..“
Der Bericht wird weiter noch im Haupt- und Finanzausschuss am 08.06.2022 und im Rat der Stadt Siegen am 15.06.2022 beraten.

Schaut man auf die „Diskussion“ der Berichterstattung der Westfälischen Rundschau vom 20. Mai 2022 auf deren Facebook-Seite, wird deutlich, wie fachlich fundiert, offen und transparent eine solche Debatte hätte geführt werden müssen: Weiterlesen

Ausflugtipp: „Der Alltag der 1960er Jahre“

Blick vom Siegerländer Weiler auf das Haus Stöcker. Foto: LWL/Stuke

Führungen durch Haus Stöcker im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Seit einem knappen Jahr präsentiert das Haus Stöcker im LWL-Freilichtmuseum Detmold die Zeit der späten 1950er und frühen 1960er Jahre. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bietet am kommenden Sonntag (29.5.) um 11 und 14 Uhr Führungen zur Bewohnergeschichte des Hauses. Annette und Herbert Stöcker haben hier mit ihrer gemeinsamen Tochter und seiner Mutter gewohnt und gewirtschaftet. Die Führungen geben Einblicke in das Leben im Haus Stöcker zwischen Modernität und veralteten Strukturen.

Treffpunkt ist das Haus Stöcker im Siegerländer Weiler. Anmeldungen nimmt das Infobüro unter Tel. 05231-706 104 oder per E-Mail unter infobuero.detmold@lwl.org entgegen, die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Führungen finden jeweils um 11 und 14 Uhr am 26. Juni und 24. Juli statt.

Quelle: LWL, Pressemitteilung v. 24.5.2022

Video: Heimkehr 1953 – Neuanfang nach der Kriegsgefangenschaft

Weitere Informationen und Bilder enthält der Eintrag auf Unser Siegen.

Aufgenommen am 24.03.2022 in Siegen Geisweid
Zeitzeuge: Ulrich Wilhelm Slawinski (war 9 Jahre Kriegsgefangener)
Redaktion: Julia Montanus, Kamera & Schnitt: Marco Bussi,
© April 2022 – www.unser-siegen.com

s. a. https://www.siwiarchiv.de/literaturhinweis-ulrich-slawinski-weit-war-der-weg-zurueck-ins-heimatland/

Video: „Zurück an der Uni: Auf dem Campus mit Alumnus Wolfgang Suttner“

– 50 Jahre Universität Siegen

„Wolfgang Suttner war Kulturreferent des Kreises Siegen-Wittgenstein, Mitbegründer von KulturPur, holte einst Paul McCartney und dessen Ausstellung nach Siegen – und studierte in den Anfangsjahren an der damaligen Gesamthochschule Siegen. Gut 48 Jahre später ist er an seine Alma Mater zurückgekehrt und hat dabei Bekanntes und viel Neues entdeckt.“

75 Jahre Kantorei Siegen

Die ersten Sängerinnen und Sänger der heutigen Kantorei Siegen, Quelle: Kantoerei Siegen

„Wir schreiben den 13. März 1947. Im noch schwer von den Zerstörungen des Krieges gezeichneten Siegen treffen sich musikbegeisterte junge Menschen unter einfachsten Bedingungen im ehemaligen Konfirmandenhaus in der Oberen Metzgerstraße. Ihr Wunsch in diesen entbehrungsreichen Zeiten: Sie möchten gemeinsam geistliche Chorliteratur singen. Die Evangelische Kantorei Siegen ist geboren. Dass dieser „Jugendchor“ mit seinem erst 21-jährigen Dirigenten Helmut Winter sich rasch zu einem guten Klangkörper entwickelt, sich unter seiner Nachfolgerin KMD Almuth Höfker stetig weiterentwickelt und seit nunmehr 31 Jahren unter KMD Ute Debus als großer Konzertchor mit rund 80 Sängerinnen und Sängern in der Region und weit darüber hinaus agiert, hätte damals niemand zu hoffen gewagt. Seitdem die Evangelische Nikolaikirche im Herzen der Siegener Oberstadt Ende 1954 wieder aufgebaut war, ist sie die Heimat des Chores und jetzt mit der Ev. Lukas-Kirchengemeindeeng verbunden.

Und drei weitere Menschen dürfen nicht unerwähnt bleiben: Anneli und Erich Hundt als erstes Geschäftsführerpaar der Kantorei und Hannelene Reuter-Becker, die diese äußerst umfangreiche und arbeitsintensive Aufgabe bis 2015 über mehr als zwei Jahrzehnte mit großem Engagement und Geschick ausgeführt hat. ….“
Quelle: Kirchenkreis Siegen, News v. 10.5.2022

s. a. Durchblick 2 (2022) , S. 42 – 44

Siegen: Grabstätten am Gruftenweg auf dem Lindenbergfriedhof aufwändig restauriert

Letzter Feinschliff: Die ersten drei für die Stadtgeschichte wichtigen Grabstätten entlang des Gruftenwegs auf dem Lindenbergfriedhof sind restauriert. (Foto: Stadt Siegen)

Die Restaurierung der ersten drei für die Siegener Stadtgeschichte bedeutsamen Grabstätten entlang des Gruftenwegs auf dem Lindenbergfriedhof ist abgeschlossen.

Die schmiedeeisernen Geländer, Grabsteine, metallene Zierelemente und Inschriftentafeln wurden gereinigt und aufgearbeitet, so dass das Erscheinungsbild der Familiengruften erhalten blieb. Hier fanden die im Kaiserreich führenden Siegener Familien und Honoratioren ab 1889 ihre letzten repräsentativen Ruhestätten und demonstrierten über ihren Tod hinaus den Wohlstand und Selbstbewusstsein des damaligen Großbürgertums in Siegen.

Im Auftrag der städtischen Grünflächenabteilung wurden die regionalgeschichtlich bedeutsamen Grabstätten seit November 2020 aufwändig restauriert. Die Sanierungskosten betragen nach Fertigstellung aller Arbeiten rund 395.000 Euro, inklusive der Fördermittel aus dem Denkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen über 146.250 Euro. Saniert wurden die Gruften eins bis drei (Gruft 1: Familie Meinhard/Knebel, Gruft: 2 Kreutz, Gruft 3: Dünninghaus). Weiterlesen

Video: Genealogisches Erschließungsprojekt „Berleburger Weinkaufbriefe“

Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt der Eintrag im Blog vom compgen (12.5.2022)
Link zum Projekt

Zum Begriff „Weinkauf“ s. die Wikipedia-Einträge Beweinkaufung und Weinkauf.

Regionale Literatur zum Thema:
Strickhausen, Heinz: Weinkauf, Wittgenstein, Jg. 55 (1967), Bd. 31, Heft 2, S. 73-78
Weber, Fritz / Dörr, Fritz Walter: Erbkauf- und Weinkaufbriefe im Roths-Haus auf der Laaspherhütte, Wittgenstein, Jg. 100 (2012), Bd. 76, Heft 1, S. 30-35
Wied, Werner: Von Sitte und Brauch in Wittgenstein, in: Krämer, Fritz (Hg.): Wittgenstein Band II, Balve 1965, S. 293-350
Wied, Werner: Weinkauf im alten Wittgenstein, Wittgenstein, Jg. 55 (1967), Bd. 31, Heft 2, S. 78-82

via Facebook-Gruppe „Ahnenforschung in Siegen-Wittgenstein“

75 Jahre Landkreistag Nordrhein-Westfalen

Eine Artikelserie von Andreas Marchetti (Bad Honnef)  in der Verbandszeitschrift „Eildienst“

Erschienen sind bisher folgende Beiträge:
– Rheinische und Westfälische Wurzeln der Verbandsgeschichte, Heft 1/22, S. 5-8
– Ein Land – zwei Landkreistage: Parallele Gründungsbemühungen zwischen alten Provinzen und neuem Land, Heft 2/22, S. 65 – 68
– Die Gründung des Nordrhein-Westfälischen Landkreistags in Gummersbach, Heft 3/22, S. 121 – 124
– Johannes Strunden: Brückenbauer zwischen Westfalen, Rheinland und darüber hinaus, Heft 4/22, S. 177 – 180
– August Dresbach: Treibende Kraft der ersten Jahre, Heft 5/22, S. 233 – 236