
Cover des Buchs „Die ‚Wende‘ dezentralisieren. Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive“ herausgegeben von Claudia Kemper und Christoph Lorke am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.
Foto: LWL

Cover des Buchs „Die ‚Wende‘ dezentralisieren. Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive“ herausgegeben von Claudia Kemper und Christoph Lorke am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.
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Auch für das Jahr 2026 erscheint wieder der vom Verein „Museum Netpherland e.V.“ herausgegebene „Blick ins Netpherland“.
Seine Titelseite zeigt die Gedenktafel für die Deuzer Landärztin Dr. Tony Riecke, deren höchst interessantes Leben in einem längeren Aufsatz von Wilfried Lerchstein skizziert wird. Seine weiteren Aufsatzthemen sind der Netphener Pfarrstreit um Pfarrer Robert Franke, die Hausschlachtung im Netpherland einst und jetzt und der Grissenbacher Trichinenskandal. Heinz Stötzel widmet sich der Netphener Kaiser-Bibel und den Backhäusern des Netpherlandes. Ferdinand Lutz greift das Jubiläum „100 Jahre Pfarrvikarie Dreis-Tiefenbach“ auf und Jutta Werthebach-Schüren würdigt das 50-jährige Bestehen der Musikndart– und TheaterGesangsgruppe in Netphen.
Erhältlich ist das 84 DIN A4-Seiten starke Heft ab Mitte November u.a. im Siegerländer Buchhandel, beim Museumsverein und beim Schriftleiter Wilfried Lerchstein in Grissenbach. Weiterlesen
vom 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, Marburg 1936

Im Marburger Universitätsarchiv findet sich das Digitalisat dieser regionalgeschichtlichen Werkes.
Link zum TikTok von Nicole A. Deeg
„Die Geschichte der Sinti in Bad Berleburg ist ein Teil deutscher Geschichte, über den noch immer viel zu wenig gesprochen wird. Bereits seit Jahrhunderten lebten Sinti in Deutschland und auch in der Region um Bad Berleburg lassen sich ihre Spuren nachweisen. Ihre Geschichte ist jedoch geprägt von Ausgrenzung, staatlicher Verfolgung und dem Versuch, ihre Lebensweise und Identität zu unterdrücken. Schon lange vor der Zeit des Nationalsozialismus wurden Sinti und Roma verfolgt. Unter Maria Theresia und Joseph II. wurden im 18. Jahrhundert im Habsburgerreich massive Zwangsmaßnahmen gegen Roma durchgesetzt. Diese historischen Entwicklungen zeigen: Die Verfolgung begann nicht erst 1933. Auch die Geschichte von Bad Berleburg macht sichtbar, was Ausgrenzung und Entrechtung für konkrete Menschen und Familien bedeuteten. Während der NS-Zeit erreichte die Verfolgung schließlich ihren grausamen Höhepunkt: Menschen wurden erfasst, entrechtet, deportiert und ermordet. Diese Geschichte gehört nicht nur in Archive. Sie gehört ins öffentliche Bewusstsein. Denn Erinnerung beginnt dort, wo wir nach Namen, Orten und Schicksalen fragen.“
MGKSiegen ON TOUR: SA. 24.10. 15–16.30 Uhr, Marktplatz, 57080 Siegen-Eiserfeld

„Auf einem gemeinsamen Spaziergang durch Eiserfeld sind wir auf den Spuren von Hilla und Bernd Becher unterwegs. In vielen Ortschaften rund um Siegen sowie in der Stadt selbst stehen die sogenannten Siegerländer Fachwerkhäuser. Die meisten von ihnen wurden über die Jahre völlig verkleidet oder durch Anbauten erweitert. Doch im Kern und hinter den Fassaden verbergen sich die für das Siegerland typische Fachwerkkonstruktion aus Holzbalken und Gefachen. Das Künstlerehepaar Bernd und Hilla Becher fotografierten die typischen Fachwerkhäuser in zahlreichen Ortsteilen und Gemeinden in und um Siegen herum. Sie begannen damit 1959 und schlossen ihre dortige Arbeit 1978 ab.“
In deutscher Lautsprache
Kostenlose Veranstaltung
Mit Anmeldung hier
Quelle: MGK Siegen, Kalender
4Fachwerk-Museum bietet erneut Kalender mit historischem Rückblick

Ein besonders reizvolles Kalendermotiv eröffnet einen seltenen Blick aus einem Fenster der Villa Bubenzer auf die Bahnhofstrasse – mit den markanten Gebäuden von damals Post und Amtshaus.
Historische Fotos ermöglichen unterschiedliche Zugänge zur Stadtgeschichte. In dem ihnen aktuelle Ansichten gegenübergestellt werden, öffnet sich der Blick für Veränderungen und Entwicklungen. Atmosphäre von einst wird bebildert, der Wandel der Zeiten dargestellt und so der Raum auch für ganz persönliche Erinnerungen geöffnet. Weiterlesen
Es waren Bilder, die niemand sehen wollte – und doch waren sie Realität. Gleich zwei Mal kam es in den vergangenen Monaten auf dem alten jüdischen Friedhof in Bad Berleburg zu Grabschändungen. Zudem haben ein oder mehrere Täter den Davidstern des jüdischen Mahnmals im Berlebach gewaltsam demontiert. „Nie wieder ist jetzt. Das ist für uns nicht nur eine Worthülse, das wollen und müssen wir leben. Wir können und werden diese Schändungen deshalb nicht akzeptieren. Dafür gibt es null Toleranz! Ein solches Vorgehen hat in unserer friedlichen, freien und demokratischen Gesellschaft keinen Platz. Unsere Stadt der Dörfer steht für Zusammenhalt und Gemeinschaft“, erklärte Volker Sonneborn. Der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg hat deshalb eine Mahnwache initiiert. Dieser Initiative haben sich direkt zahlreiche Akteure angeschlossen. Die Mahnwache findet am Mittwoch, 28.10.2026, um 18.00 Uhr am jüdischen Mahnmal in Bad Berleburg statt.
„Bei uns sind alle Menschen willkommen“ Weiterlesen

Der Arbeitskreis der nordrhein-westfälischen Kreisarchive hat sich jetzt im Kreisarchiv Soest zu seiner Herbstsitzung getroffen. Foto: Kira Knappkötter/ Kreisarchiv Soest

Der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann, präsentiert im Rahmen der Feierstunde den über 100 Jahre alten Gala-Rock eines seiner Vorgänger.
Foto: LWL
LWL erinnert an 200 Jahre Westfalenparlament
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am 7.10. an die Anfänge seines Parlamentes vor 200 Jahren erinnert. „Der Anfang des Westfalenparlaments war mit Sicherheit keine Sternstunde der Demokratie. Aber es war 1826 die Geburt der innovativen Idee, dass unterschiedliche Kommunen und Kreise in einen Interessenausgleich kommen müssen: Wie können wir eine gerechte Gesellschaft trotz regionaler Unterschiede organisieren? Wie können wir Stadt-Land-Gegensätze aufbrechen, damit alle Teile des Landes etwas vom Fortschritt haben“, so der Chefhistoriker des LWL, Prof. Dr. Malte Thießen auf einer Feierstunde in Münster vor 150 Gästen.
Zum ersten Mal sei in Deutschland dieser Ausgleich versucht worden, so Thießen. „Wenn uns die Geschichte des Westfalenparlaments von der regionalen Selbstverwaltung erzählt, dann bekommen wir nicht nur Aushandlungen zwischen oben und unten – heute also zum Beispiel zwischen Bundesland und Kommune – in den Blick. Mindestens ebenso wichtig als Grundlage unserer Gesellschaft ist die horizontale Perspektive – als die Bedeutung des Parlaments als Vermittlungsinstanz zwischen ländlichen Räumen und industriell geprägten Städten.“ Weiterlesen
Bibliotheken sind ein Ort der Ruhe, eine Chance zum Austausch mit anderen und bieten Zugang zu Literatur und Wissen. Doch was passiert, wenn dieser Ort nun von Krieg heimgesucht und zerstört wird? Zahlreiche ukrainische Bibliotheken samt ihrer Literatur sind von den Auswirkungen des Krieges schwer betroffen. Viele von ihnen sind mittlerweile vollends zerstört, beschädigt oder bestandslos.
In vierzehn Roll-ups informiert Sie die kommende Wanderausstellung „Words in Flame – Ukrainische Bibliotheken und Verlage in Kriegszeiten“, die anlässlich des Tages der Bibliotheken am 24.10.2026 gezeigt wird, über die derzeitige Situation in der Ukraine. Im Vordergrund stehen Zahlen, Daten, Fakten und Fotografien bezüglich der Auswirkungen des Krieges auf ukrainische Bibliotheken und ihr Literaturgut. Darüber hinaus bietet die Ausstellung Einblicke in die Arbeit und den Umgang der ukrainischen Bibliothekare und Bibliothekarinnen mit den veränderten Rahmenbedingungen.
Die beiden verantwortlichen Organisationen, die Stiftung „Artists Support Ukraine” sowie „Library Country”, wollen mit der Präsentation die internationale Aufmerksamkeit auf Russlands Krieg gegen die ukrainische Kultur wachhalten. Unterstützt werden sie durch die Ukraine-Kontaktgruppe der Sektion 4 des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv), der mit Förderung durch den Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare e.V. (VDB) und den Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) die Wanderausstellung organisiert.
Die Ausstellung ist bis zum 28. November 2026 während der regulären Öffnungszeiten der UB Siegen, Hauptbibliothek Adolf-Reichwein-Straße (AR), zu sehen:
Montag bis Freitag von 09:00 – 20:00 Uhr, Samstag von 10:00 – 18:00 Uhr.
Quelle: UB Siegen, 5.10.2026