Hinweis: Beitrag zum Siegener Krönchen

Der kürzlich erschienene Band „Koloniale Welten in Westfalen“ enthält auch einen Beitrag zur Entstehung des Siegener Krönchens auf der Nikolai Kirche. Unter dem Titel „Unter der Krone des Brasilianers: Koloniale Herrschaftsrepräsentation und die Entstehung eines Siegener Wahrzeichens“ geht Historiker Tobias Scheidt der Frage nach, wie die Brasilienzeit von Johann Moritz von Nassau-Siegen seinen Umgang mit Herrschaftssymbolik beeinflusst hat. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Entstehungsgeschichte des Krönchens weniger in seiner Erhebung in den Fürstenstand 1652 zu verorten ist, als in seiner Selbstdarstellung als niederländischer Generalgourverneur im brasilianischen Pernambuco (1637-1644). Der Autor plädiert für Kontexterweiterungen bei der Erforschung und Vermittlung regionaler Geschichte.

Ausstellung: „EisenWasserLand. 2500 Jahre Geschichte von Eisen und Stahl im Siegerland“

Das Dortmunder Hoesch-Museum zeigt eine Wanderausstellung von thyssenkrupp Steel Europe

Hainer Hütte, Siegen, Foto: Otto Arnold, 26. Juli 1930


Das Siegerland ist die Keimzelle der deutschen Eisen- und Stahlindustrie. Die Geschichte dieser Montanregion über einen Zeitraum von 2500 Jahren ist Gegenstand der nächsten Ausstellung im Hoesch-Museum: „EisenWasserLand. 2500 Jahre Geschichte von Eisen und Stahl im Siegerland“ ist vom 18. Juli bis 12. September zu sehen. Die von thyssenkrupp Steel Europe in Auftrag gegebene Wanderausstellung beginnt bei den keltischen Eisensuchern, die um ca. 500 v. Chr. in die Region kamen, und führt weiter über die karolingischen Waldschmiede zu den Entwicklungen und technologischen Veränderungen des Mittelalters.

Die Besonderheiten des Siegerlandes beförderten und limitierten die Entwicklung der Eisen- und Stahlgewinnung. Aus den steilen Höhen und engen Tälern oder der Abgeschiedenheit der Region resultierten lange Zeit verkehrstechnische Probleme. Der besondere Siegerländer Wirtschaftskreislauf – die Haubergswirtschaft – ist ein Ansatz zur nachhaltigen Niederwaldbewirtschaftung und prägte die ökonomische Entwicklung der Gegend jahrhundertelang. Weiterlesen

Naturkatastrophen im Juli 2021. Schwere Schäden bei Archiveinrichtungen

Notfallvorsorge und Notfallbewältigung waren in den vergangenen Jahren Themen, mit denen sich der VdA als Fachverband und das Archivwesen intensiv auseinandersetzten. Der „Worst Case“ ist nun eingetreten. In diesen Tagen verfolgt der VdA mit großer Sorge und Bestürzung die Auswirkungen der jüngsten Naturkatastrophen in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen und gedenkt der vielen Todesopfer.

Unsere Gedanken sind aber auch bei den Angehörigen und allen, die ihr Hab und Gut verloren haben. Viele Sachgüter sind sicherlich ersetzbar, aber nicht alles! Für viele BürgerInnen sind auch Dinge unwiederbringlich verlorengegangen, die bisher zu Ihrem Leben gehörten und zu denen eine emotionale Bindung bestand: Fotos, Filme und persönliche Dokumente gehören zu jeder Biographie und sind meist nicht ersetzbar Weiterlesen

Video: „Die Stars des Barock: Rubens, Vermeer und Co.“ (ARTE)

„Der Barock folgte auf die Renaissance und den Manierismus und ging dem Rokoko und dem Klassizismus voran. Starke Kontraste, Bewegungsreichtum, Detailverliebtheit, intensive Farben, große Dimensionen und Überraschungseffekte waren im Barock die Mittel der Wahl, um Ehrfurcht und Bewunderung zu erzeugen. Der Stil entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Rom, verbreitete sich dann schnell in Norditalien, Frankreich, Spanien und Portugal und etwas später auch im übrigen Europa. Diese Folge stellt die drei herausragenden Barockmaler Peter Paul Rubens, Diego Velázquez und Johannes Vermeer vor und nimmt jeweils drei Gemälde unter die Lupe.
Peter Paul Rubens ist berühmt für seine Porträts, Landschaftsbilder, Altargemälde im Geiste der Gegenreformation und Historienmalereien mit mythologischen und allegorischen Motiven. Gezeigt werden seine drei Gemälde „Das Urteil des Paris“, „Daniel in der Löwengrube“ (um 1614-1616) und „Kreuzabnahme“ (1612).
Der Spanier Diego Velázquez war einer der führenden Künstler am Hof von König Philipp IV. und einer der bedeutendsten Maler des Siglo de Oro. Er war ein individualistischer Barockmaler und ein hoch angesehener Porträtmaler. „Die drei Musiker“ (1618), „Alte Frau beim Eierbraten“ (1618) und „Las Meninas“ (1656) sind weltbekannt.
Der Holländer Johannes Vermeer malte vor allem Interieurszenen aus dem bürgerlichen Leben. Seine berühmtesten Werke sind „Dienstmagd mit Milchkrug“ (1657-1658), „Die Malkunst“ (1665-1668) und „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ (1665).
Kinderserie, Regie: Anton Khilman (GB 2017, 14 Min)“
Das Video ist noch bis zum 2. September 2021 online.

Burbach: Historische Ortsmitte im Wohnzimmerformat

Heimatverein „Alte Vogtei“ bringt vier dorfbildprägende Gebäude als Karton-Modelle zum Selberbauen heraus

Der Heimatverein bringt vier Karton-Modelle von historischen Burbacher Gebäuden wie etwa das Haus Herbig heraus. © Gemeinde Burbach

Selbst die ehrwürdige Ev. Kirche auf dem Römerberg ist nicht aus jedem Küchenfenster oder von jedem Balkon des Dorfs aus zu sehen, von den Ortsteilen ganz zu schweigen. Jetzt aber können sich die Burbacherinnen und Burbacher das älteste Gebäude der Gemeinde sowie die Alte Vogtei, Haus Herbig und Haus Dilthey nach Hause in die eigenen vier Wände holen. Live und in Farbe – und sogar in 3D! Denn ab sofort bietet der Heimatverein „Alte Vogtei“ Burbach diese historischen Bauwerke als Karton-Modelle im Bastelsatz an. Weiterlesen

Bürgerhaus Siegen-Seelbach: Außensanierung ist in vollem Gange

Neuer Naturschiefer für Dach, Gauben und Glockenturm: Bürgermeister Steffen Mues und Bauleiterin Marion Busch (Technische Gebäudewirtschaft) schauten sich jetzt die Sanierungsarbeiten am Seelbacher Bürgerhaus aus der Nähe an. (Foto: Stadt Siegen)

Am denkmalgeschützten Bürgerhaus in Seelbach laufen die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren: Im Außenbereich werden Dach, Fenster und Fassade instand gesetzt, ebenso wie der alte Glockenturm auf der Dachmitte. Bürgermeister Steffen Mues verschaffte sich jetzt vor Ort einen Eindruck vom Fortschritt der Arbeiten.
Dieser war sogar schon deutlich sichtbar, denn Dach, Gauben und Glockenturm-Haube wurden bereits mit neuem Naturschiefer eingedeckt.

Zuvor mussten allerdings mehrere Holzelemente in der Unterkonstruktion ausgetauscht werden: „Als die alten Dachschiefern abgenommen wurden, kamen viele kleine Mängel in der sogenannten Dachschalung zum Vorschein“, erläuterte die zuständige Bauleiterin Marion Busch von der Technischen Gebäudewirtschaft der Stadt Siegen. Gleiches galt für die Tragkonstruktion der Glockenturm-Haube und die Schallamellen, die um die Glocke herum angebracht waren – auch hier musste eine Tischlerei ans Werk. Weiterlesen

Karl Albert von Rumohr. Zweiter Versuch über eine Beamtenkarriere:

Widerstand oder williger Helfer?

Quelle: Wittgensteiner Nationalzeitung, 20-10-1033

Der Wittgensteiner Landrat war bereits vor sieben Jahren Thema eines siwiarchiv-Beitrages. Zufallsfunde führten zu weiteren Recherchen, die den nachfolgenden tabellarischen Lebenslauf und eine zur weiteren Erforschung der Biographie gedachte Quellen- und Literaturliste ergaben:

    • * 27.12.1900 in Oppeln, gest. 8.8.1967 in Baden-Baden
    • ev
    • Vater: Geh. Regierungsrat Ernst von Rumohr (Wohnort 1920: Hildesheim. Bahnhofsallee 9)[1]
    • mit Edith geb. Larisch verheiratet. Aus der Ehe stammen drei Kinder.[2]
    • 1907 – 1910 Vorschule in Kassel[3]
    • 1907 – 1917/1918[4] Gymnasium Marienwerder[5] und zuletzt des human. Gymnasium in Hildesheim, Ostern 1917/1918[6] Abitur
    • Juni 1917/1918[7] – Dez. 1918 Kriegsdienst (Kanonier)
    • 1919-1922 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Göttingen, Tübingen und München

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Online: „National-Zeitung“ (Wittgensteiner Ausgabe) von 1935 bis 1944

Die „National-Zeitung : amtliches Blatt der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei : amtliches Kreisblatt für den Kreis Wittgenstein / Wittgensteiner Ausgabe“ mit den Jahrgängen 1935-1944 ins Netz gestellt worden
Die Darstellung der Zeitung im Portal ist korrigiert worden. Tatsächlich handelt es sich bei der „Wittgensteiner Nationalzeitung“ sowie der „National-Zeitung“ um Fortsetzungen des „Wittgensteiner Kreisblatts“, das mindestens seit 1852 in Wittgenstein erschien, also um ein Zeitungsunternehmen mit sehr langer Laufzeit.
Die Nationalzeitung spiegelt natürlich als NS-Blatt die Propaganda und Ideologie des Regimes wider.
Im Portal ist die Zeitung hier zu finden:
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/titleinfo/13385721
Quelle: zeit.punktNRW, Facebook-Eintrag v. 10.7.2021