„Das Erzbistumsarchiv ist kein wissenschaftlicher Elfenbeinturm“

Ökumenische Archivpflegetagung sorgt für spannenden Austausch

Das Erzbistumsarchiv Paderborn begrüßte rund 25 Mitglieder des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen zur Archivpflegetagung.
Foto: © Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn

Das Erzbistumsarchiv Paderborn hat seine Türen für einen spannenden Austausch zwischen Archivpflegenden verschiedener Kirchen geöffnet: Für gewöhnlich findet die Archivpflegetagung, die vom Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche veranstaltet wird, in Bielefeld statt. Jetzt hat das Erzbistumsarchiv erstmals die Gastgeberrolle übernommen und rund 25 Archivpflegende in Paderborn begrüßt.
Bereits im vergangenen Jahr hat das Erzbistumsarchiv Paderborn anlässlich des Deutschen Archivtages in Bielefeld mit dem Landeskirchlichen Archiv zusammengearbeitet. Hier sei die Idee entstanden, den diesjährigen Archivpflegetag in Paderborn zu veranstalten, berichtet Michael Streit, Leiter des Erzbistumsarchivs.
Die Archivpflegenden des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und die Archivarinnen und Archivare des Paderborner Erzbistumsarchivs vereint die Begeisterung für bedeutsame Archivalien der Kirchengeschichte. Während die pfarrgemeindliche Archivpflege im Erzbistum Paderborn über die Kirchengemeinden organisiert ist, sind im Bereich der evangelischen Kirche von Westfalen Archivpflegende zu ernennen, die sich vor Ort um die Archivbestände kümmern.
Wie in vielen Bereichen des kirchlichen Lebens sei es auch in diesem Aufgabenfeld immer schwieriger, Nachfolger für ausscheidende Engagierte zu finden, berichtete die aktuelle Archivleiterin, Ingrun Osterfinke. Sie leitet das Landeskirchliche Archiv der EKvW seit 2022. In der aktuellen Stunde, dem ersten Programmpunkt des diesjährigen Archivpflegetags in Paderborn, der Neuigkeiten aus dem Landeskirchlichen Archiv der EKvW benannte, thematisierte die Diplom-Archivarin die digitale Langzeitarchivierung, die beim Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld auch für die Kirchengemeinden organisiert werde. Weiterhin ging die Archivleiterin auf eine mögliche Gefährdung durch „Arsenhaltige grüne Farbe in Bucheinbänden und auf Buchschnitten“ ein. Diese sei durch die Einhaltung der üblichen Hygienemaßnahmen jedoch unwahrscheinlich, beruhigte Osterfinke. Weiterlesen

Video (engl.) zur Internationalen Archivwoche 2024: #Cyberarchives

„From Monday 3 to Sunday 9 June 2024, we will celebrate the sixth International Archives Week (#IAW2024). This year’s theme is #CyberArchives.

Selected by over 400 ICA members and professionals from the sector at the end of 2023, this theme invites archival and records management professionals, organizations, and connected sectors to join us in a virtual conversation about how technological advances are impacting our field. By harnessing the power of data and embracing emerging technologies, archives empower societies to make informed decisions, foster transparency, and preserve cultural heritage.

In today’s rapidly evolving digital landscape, archives play a multifaceted role in securing a future that promotes democracy, protects citizens’ rights, and enhances the quality of life. The archival sector is not only adapting to digitization but also addressing the challenges and opportunities brought about by AI, machine learning, blockchain, and other advanced technologies. This topic requires an interdisciplinary approach, and we hope that professionals and organizations from various fields will join this virtual conversation.

During #IAW2024, this virtual conversation will be complemented by a full program of webinars and a global agenda showcasing how we celebrate this week and the activities we offer to our communities to highlight the importance of archives. Have you included the events you have planned to celebrate #IAW2024 in our public calendar? Are you interested in attending the webinars prepared by our ICA members?

Be part of #IAW2024 and let’s start thinking about how we can shape our future as #CyberArchives!“
Quelle: ICA

Online: „Deine Heimat“, 1950 – 1969 (Kreis Altenkirchen)

Die Zeitschrift wurden vom Heimatverein des Kreises Altenkirchen herausgegeben. Ausgaben der Jahre 1950 – 1969 können kostenfrei heruntergeladen werden. Eine Volltextrecherche ist bedauerlicherweise nicht möglich:

via:
Klaus Graf (2024, 21. Mai). “Deine Heimat” (Altenkirchen) 1950-1969 online. Archivalia. Abgerufen am 22. Mai 2024, von https://archivalia.hypotheses.org/202235

Südwestfälische Industriegeschichte im Internet

Bilder der ehemaligen Charlottenhütte online

Belegschaftsaufnahme an der Gebläsemaschine I an der Siegseite des Werksgeländes, um 1950, Fotograf nicht überliefert, © Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen, Duisburg, Signatur im Archiv Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen: F/CHH/43/38/1


Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) macht ein Stück südwestfälischer Industriegeschichte sichtbar: Ab sofort sind im Internet auf dem Online-Bildarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen über 2.300 Fotografien der Charlottenhütte in Siegen abrufbar. Die Bilder dokumentieren wichtige und bislang nur wenig erforschte Facetten der Siegerländer Industriegeschichte. Es handelt sich um einen „Dachbodenfund“, der durch die Kooperation von mehreren Institutionen gesichert, digitalisiert und so für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht wurde: https://www.lwl.org/marsLWL/de/instance/ko/Slg-Charlottenhuette.xhtml?oid=235080552

Die Bilder beleuchten einerseits den Wiederaufbau der Charlottenhütte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sowie die Modernisierung und Expansion der Produktion in den 1950er- und frühen 1960er Jahren. Andererseits bieten sie Einblicke in die Arbeits- und Lebensumstände in der Siegerländer Stahlindustrie zur Zeit der jungen Bundesrepublik. Weiterlesen

Online-Archiv der Siegener Zeitung


54.138 Ausgaben
Ausgangspunkt einer spannenden Reise ist unser Zeitungsarchiv, das wir in den letzten Jahren aufwendig digitalisiert haben.
Über 200 Jahre. Immerhin über 50.000 Ausgaben – teilweise zu unhandlichen Jahrbänden gebunden – wurden einem Dienstleister übergeben.

1.177.171 Seiten
Nahezu 1 Millionen Seiten, teilweise auf brüchigem Papier, wurden mit größter Sorgfalt von einem Spezialscanner eingelesen.
Obwohl eine aufwendige Bild-Optimierung das technisch Mögliche aus den Scans herausholte, bewahren wir die unbearbeiteten Dateien auf – für die Zukunft, wenn leistungsfähigere Technologien die Ergebnisse vielleicht nochmals verbessern können.

6.589.700 Artikel

Das Extrahieren der Artikel aus dem Buchstabenmeer war kein leichtes Unterfangen. Neben dem mehrspaltigen Zeitungslayout und der Fortsetzung der Artikel über Seiten hinweg bereiteten auch die Formatierung der Überschriften, Anleser und Bildzeilen sowie die Vielzahl der verwendeten Schriften Probleme. Das konnte ein Texterkennungsprogramm nur ansatzweise lösen und bedurfte der Unterstützung eines wachsamen Auges. Entstanden sind über 6 Millionen Artikel, die nun per Volltextsuche erschlossen sind.“
Quelle: Siegener Zeitung, Projektseite
Weitere Informationen: Siegener Zeitung, 10.5.2024

Kollegiale Abschiede im Nachbarkreis Olpe


Am Mittwoch, den 17.04.2024, trafen sich die Archivare des Kreises Olpe zu ihrem jährlichen Treffen im Stadtarchiv Attendorn. Diesmal erstmals mit den Kollegen und Kolleginnen aus dem Märkischen Kreis. Letztmalig mit unserem langjährigen Archivberater Dr. Teske vom LWL-Archivamt Münster und mit dem bisherigen Stadtarchivar von Olpe Herrn Wermert. Der künftige Stadtarchivar von Olpe war erstmals bei unserer Runde dabei. Themen waren unter anderem Digitalisierung, das digitale Langzeitarchiv dips.kommunal und archivische Fachverfahren.
Quelle: Stadtarchiv Attendorn, Facebookseite, 19.4.2024

„K(ann) I(ch)? Künstliche Intelligenz, Innovationen und Offenheit im Archiv“:

Konferenz Offene Archive, 17. bis 19. Juni 2024 in Münster

Unter dem Motto „K(ann) I(ch)? Künstliche Intelligenz, Innovationen und Offenheit im Archiv“ organisieren der Arbeitskreis Offene Archive des Verbands deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) und das LWL-Archivamt für Westfalen die diesjährige Veranstaltung. Die Konferenz richtet sich an alle Menschen aus Kultur-, Gedächtnis- sowie Wissenschaftsbereichen, insbesondere an diejenigen, die sich für offene Kulturdaten und Archivangebote interessieren. Im Rahmen der Konferenz finden zahlreiche Fachvorträge und Workshops statt (Themen u.a. elektronische Langzeitarchivierung, Digitalisierung von Archivgut und Integration von Künstlicher Intelligenz in der Archivarbeit). Highlights des weiteren Programms sind Barrierefreiheit, Citizen Science in Archiven und die digitale Präsentation von Archivgut. Ein fast schon “traditionelles” ArchivCamp bietet zudem die Möglichkeit, in interaktiven Sessions eigene Ideen einzubringen und direkt zu interagieren. Ergänzt wird das Angebot durch thematische Führungen, einen Abendempfang und eine Mitgliederversammlung des Arbeitskreises Offene Archive.

Anmeldungen bis 31. Mai über die Konferenzwebsite
Dort findet sich auch das detaillierte Programm.
Digitale Postkarte zu Offene Archive, PDF (Einladung_Konferenz-Offene-Archive-2024).

Digitalisierungsprojekt: Die Siegener Charlottenhütte im Bild/2

v.l.n.r.: Tobias Flümann, Thomas Wolf, Astrid Dörnemann

Nach mehrmonatiger Bearbeitungszeit nähert sich das Projekt zur Digitalisierung und Veröffentlichung von Bildnegativen der Charlottenhütte in Siegen dem erfolgreichen Abschluss. Auf dem Westfälischen Archivtag in Dülmen überreichte Astrid Dörnemann von der Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen die fertig bearbeiteten Digitalisate an Tobias Flümann vom LWL-Medienzentrum und an Thomas Wolf vom Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein.
Der gesamte Bildbestand kann zukünftig im Kreisarchiv eingesehen werden, und das LWL-Medienzentrum bereitet die Präsentation der Digitalisate in ihrem Bildarchiv-Portal vor. Pünktlich zum Westfalentag in Siegen am 25. Mai soll der Bestand für die Öffentlichkeit dort online sein.

Quelle: thyssenkrupp Corporate Archives, Neuigkeiten, 22. März 2024

Projektmittel für das Bundesarchiv beschlossen

Der Bundestag hat am 2. Februar 2024 dank Initiative des Haushaltsausschusses auch für das Bundesarchiv Zusatzmittel für drei wichtige Projekte beschlossen:
– Digitalisierung von Beständen zum Nationalsozialismus (bis zu 3 Mio. Euro)
Damit trägt das Bundesarchiv zur Aufklärung über die finsteren Jahre der deutschen Geschichte bei und erleichtert den Aktenzugang. Ein Schwerpunkt: Akten militärischer Herkunft.
– Stärkung der Bildungs- und Vermittlungsarbeit in Zusammenhang mit § 2 Absatz 2 Stasi-Unterlagen-Gesetz (bis zu 200.000 Euro)
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen – das ist das Ziel des Stasi-Archivs
– Digitales Archiv zum Rechtsterrorismus (bis zu 1.800.000 Euro)
Ziel des Projekts: Quellen aus unterschiedlichen Archiven verknüpfen und so zur Aufarbeitung des Themas „Rechte Gewalt“ in Deutschland beitragen.

Quelle: Bundesarchiv via X

s.a. https://www.siwiarchiv.de/stellungnahme-des-vda-zum-koalitionsvertrag-der-bundesregierung/

Findbuch „Kirchengemeinde (Kreuztal-)Krombach“ online

Das Landeskirchliche Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen hat Ende 2021 das Findbuch zu den Archivalien der Krombacher Kirchengemeinde online gestellt. 746 Verzeichnungseinheiten, die sich über den Zeitraum von 1580 bis 2020 erstrecken, können nun durchsucht werden. Sämtliche Bereiche des Gemeindelebens und der Gemeindeverwaltung sind im Archiv umfänglich dokumentiert. Dabei fällt besonders die umfangreiche Überlieferung zur kirchlichen Vereinstätigkeit ins Auge.

Link zum Findbuch

Quelle: Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Archivmitteilungen 2022/1