ARD Retro startet heute in der ARD Mediathek

u. a. mit der Reportage „Erzbergbau im Siegerland“ aus dem Jahr 1961

Zum UNESCO Welttag des Audiovisuellen Erbes am 27. Oktober 2020 stellen die ARD-Sender und das Deutsche Rundfunkarchiv Tausende zeitgeschichtlich relevante Videos frei zugänglich ins Netz. Im Fokus stehen regionale und aktuelle Fernsehproduktionen aus der Zeit vor 1966. Sie sind künftig unter dem Label ARD Retro in der ARD Mediathek zu finden. Die Videos sind zeitlich unbegrenzt verfügbar, lassen sich verlinken und perspektivisch auch in eigene Webseiten einbinden. Weiterlesen

„WissensWandel“ für Archive und Bibliotheken

Kulturstaatsministerin Grütters: „Digitale Angebote sichern kulturelle Teilhabe“

Für die Digitalisierung in Bibliotheken und Archiven stellt Kulturstaatsministerin Monika Grütters zehn Millionen Euro aus dem Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR bereit. Öffentlich zugängliche Bibliotheken und Archive in kommunaler, kirchlicher, freier oder sonstiger nichtstaatlicher Trägerschaft können aus der Förderlinie „WissensWandel“ Mittel erhalten, um ihre digitalen Angebote stärker auszubauen, ihre Medienbestände weiter zu digitalisieren sowie neue Formate zur digitalen Nutzung und Wissensvermittlung zu entwickeln.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien erklärt dazu: „Bibliotheken und Archive sind wichtige Akteure in unserer Kulturlandschaft, weil sie uns den Zugang zu unserem schriftlichen Kulturerbe und zu verlässlichen Informationsquellen eröffnen. Mit ihren generationenübergreifenden Angeboten tragen sie außerdem vielfach zur kulturellen Teilhabe in der Stadt und in ländlichen Räumen bei. Zugang und die Erschließung von Wissen wandeln sich jedoch stark und werden digitaler. Nachdem die Bibliotheken und Archive durch die Schließungen infolge der Corona-Pandemie nicht oder nur eingeschränkt nutzbar waren, unterstützen wir sie mit unserem Förderprogramm dabei, ihr Angebot unabhängig von Öffnungszeiten zugänglich zu machen und damit auch die kulturelle Teilhabe in Zeiten der Krise zu sichern.“ Weiterlesen

Online: Paul Klimpel: „Handreichung Kulturelles Erbe digital – Eine kleine Rechtsfibel“

„Kunst- und Kulturinstitutionen beschäftigen sich zunehmend mit der Digitalisierung ihrer Sammlungen, auch und gerade im Angesicht der Pandemie 2020. Dabei spielen nicht nur technische und organisatorische Fragen eine Rolle, vor allem rechtliche Aspekte führen oft zu Unsicherheit bei der digitalen Zugänglichmachung der Daten.

Um diesen Unsicherheiten kompakt zu begegnen, gibt digiS die “Rechtsfibel” in Zusammenarbeit mit iRights und Paul Klimpel als Autor heraus. Darin werden unter anderem konkrete Fragen des Urheberrechts zu verschiedenen Objektgattungen, Lizenzfragen, Persönlichkeitsrecht und Datenschutz, die Online-Präsenation von Digitalisaten und zur Archivierung behandelt.

Die Handreichung soll Mitarbeiter*innen in Kultur(-erbe)einrichtungen ermutigen, sich mit den rechtlichen Fragen bei der Digitalisierung auseinanderzusetzen, indem sie die vielen Facetten dieses Bereichs verständlich darstellt.

Sie können die Handreichung in der aktuellen Fassung hier herunterladen unter: Rechtfibel 2020

Falls Sie die Handreichung zitieren wollen, verlinken Sie bitte nicht direkt auf das Dokument, sondern mittels DOI auf diese Seite: https://doi.org/10.12752/2.0.004.0

Eine Printversion können Sie bei epubli bestellen unter: https://www.epubli.de/shop/buch/Kulturelles-Erbe-digital—Eine-kleine-Rechtsfibel-Paul-Klimpel-9783752987645/102449

Quelle: Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS), Wissenwertes

Stadtarchiv Siegen ermöglicht „Blick in die Bestände“


Das Siegener Stadtarchiv ermöglicht Besuchern der städtischen Homepage jetzt mit einem neuen Online-Angebot, Einsicht in sein Inventar zu nehmen: Mit dem „Blick in die Bestände“ wird jeden Montag ein besonderes Einzelstück aus dem Archiv vorgestellt. „Ziel ist es, einen Eindruck der Vielfalt des Kulturgutes der Stadt Siegen und ihrer Geschichte zu vermitteln“, wie Siegens Stadtarchivar Dr. Patrick Sturm erläutert.
Zu den Beiträgen gehört beispielsweise ein Feldpostbrief aus dem Ersten Weltkrieg, den ein Siegener an seine Familie adressiert hat. Der mit Bleistift auf Karopapier geschriebene Brief aus dem Jahr 1915 beschreibt, wie sich die Lage am östlichen Kriegsschauplatz aufgrund einer Cholera-Epidemie entwickelt. Ein weiterer Beitrag zeigt den handgezeichneten Grundriss des Oberen Schlosses aus dem Jahr 1802, außerdem erfahren die Besucherinnen und Besucher online etwas über das älteste Dokument im Bestand des Stadtarchivs. In den kommenden Wochen werden weitere Schlaglichter, unter anderem auf die Grundsteinlegungsurkunde der Synagoge, das Kollektenbuch der Hohen Schule und die Chronik des TV Jahn Siegen, geworfen. Erreichbar ist die neue Angebot unter www.siegen.de/stadtarchiv.

Stadtbibliothek Kreuztal öffnet Onleihe für Interessierte

Um die Bibliothek von zu Hause aus zu nutzen, öffnet sie Zugang zur Onleihe. In Zeiten von Corona zu Hause zu bleiben kann schnell langweilig werden… Die Stadtbibliothek Kreuztal schaltet deshalb auf telefonische Anfrage die Nutzung der Onleihe für alle interessierten Kundinnen und Kunden bis Ende April frei.

Dieser Service ist kostenlos und bietet Zugriff auf rund 75 000 EBooks, EAudios, EMagazines und EPapers (also elektronische Bücher, Hörbücher, Hörspiele, Zeitschriften und Zeitungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene). Interessierte können sich unter 02732/51-412 melden.

via Archivalia

Virtuelle Heimatsammlungen in NRW

Ein Projekt der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, 2019 bis 2021. Objekte der ostdeutschen Heimatstube Neunkirchen wurden digitalisiert.

Besondere Stätten der Erinnerungskultur der Vertriebenen waren und sind die in den Nachkriegsjahren aufgebauten und eingerichteten kleineren und größeren ostdeutschen Heimatsammlungen und Heimatstuben. In ihnen wurde das, was man aus der alten Heimat an materiellen Kulturgütern gerettet und mitgebracht hatte, gesammelt und ausgestellt, wurde die Heimat auf diese Weise vergegenwärtigt. Dabei waren und sind die Heimatsammlungen und -stuben weit mehr die Summe ihrer einzelnen Exponate und Archivalien: Sie spiegeln mit kulturhistorisch bedeutenden Gegenständen und mehr noch mit den vorgestellten Alltagsgegenständen das Leben, die Geschichte, die Mentalität einer Region, Stadt oder Gemeinde wider – und darüber hinaus zeugen sie von der Eingliederung der Flüchtlinge und Vertriebenen in die bundesdeutsche Nachkriegsgesellschaft. Weiterlesen

„Archivpflege in Westfalen-Lippe“ 91 (2019) online

Die neue Archivpflege für Westfalen und Lippe (Heft 91/2019) ist online verfügbar. Zentral sind die Beiträge zum 71. Westfälischen Archivtag in Herford.
Eine unbedingte Leseempfehlung ist der Artikel von Mario Glauert über Erschließung „Müssen wir anders verzeichnen?“. Der Beitrag des Arbeitskreises Bewertung kommunalen Schriftgutes in NRW, diesmal über die Bewertung von Unterlagen der Ordnungsverwaltung, hier: Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz, ist ebenfalls lesenswert. Regionalgeschichtliche Relevanz hat der Beitrag von Wilfried Reininghaus zur Kommunalwahl im März 1919.

Großzügige Spenden der Sparkasse Siegen für Stadtbücherei, Stadtmuseum und Archiv sowie den Bürgerverein Hilchenbach

Daniel Müller lässt es sich nicht nehmen, den symbolischen Spendenscheck vor Ort zu übergeben. Und die Anwesenden spüren auch gleich, warum der Vertriebsdirektor der Sparkasse Siegen dafür in der Wilhelmsburg vorbeikommt: Ihn interessiert die Entwicklung der städtischen Angebote, die die Sparkasse Siegen seit Jahren als verlässlicher Partner unterstützt. Dabei gerät die wichtigste Botschaft fast in den Hintergrund: Auch 2019 erhalten die drei Einrichtungen Bücherei, Museum und Archiv eine zweckgebundene Spende in Höhe von insgesamt 11.600 Euro. Dieses Geld leitet der Bürgerverein Hilchenbach e. V. an die Stadt Hilchenbach weiter. Aber auch den Verein bedachte Daniel Müller bei dieser Gelegenheit mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro.

Thomas Klein als Vorsitzender bedankte sich für diesen finanziellen Beitrag und nannte auch gleich den Grund, warum dieses Geld für den Bürgerverein so wichtig ist: „Wir haben uns im neuen Vorstand dazu entschieden, dass unser Verein sich nicht mehr ausschließlich für das Projekt Kultureller Marktplatz in Dahlbruch engagiert. Mit kleineren Beträgen wollen wir auch andere lobenswerte Ideen und für Hilchenbach gute Initiativen unterstützen. Insgesamt wollen wir uns als Bürgerverein breiter aufstellen. Dafür ist die Spende der Sparkasse sehr hilfreich!“ Weiterlesen