Vortrag: Prof. Dr. em. Peter Gendolla (Universität Siegen) – »Ein Joghurtbecher im LKW.

Zur Entwicklung der Literatur- und Medienwissenschaft in Siegen«
19. Mai 2022 – 20:00 Uhr – , Siegen, Unteres Schloss, US-C115


Die Literatur- und Medienwissenschaft spielt in der 50jährigen Entwicklungsgeschichte der Universität Siegen eine entscheidende Rolle. Prof. Dr. em. Peter Gendolla erzählt von den Anfängen und der Wichtigkeit dieser Disziplin inmitten der Geschichte der gesamten Universität und der intellektuellen Landschaft Siegens.

Quelle: Homepage Forum Siegen

Musik-Tipp: Adolf Busch spielt Brahms und Dvořák


Adolf Busch spielt hier gemeinsam mit dem New York Philharmonic-Symphonieorchester das Violinkonzert in D-Dur, op. 77 von Johannes Brahms und geminsam mit der National Orchestra Association das Violinkonzert in a-moll op. 53 von Anton Dvořák. Quasi als Zugabe spielt Busch gemeinsam mit dem NBS Symphonieorchester den dritten Satz aus dem Violinkonzert von Brahms. Die Aufnahmen enstanden zwischen 1942 und 1944 in New York.
Die Publikation ist eine Kooperation des BrüderBuschArchivs mit dem Label PristineClassical.

Nachfahren der jüdischen Familie Burg aus Banfe besuchten Bad Laasphe

Besonderen Besuch empfing Dirk Terlinden am vergangenen Mittwoch, 27. April 2022:

Die Schwestern Edna Burg und Nurit Berta Kanyon aus Israel statteten dem Bad Laaspher Bürgermeister im Rathaus einen Besuch ab. Begleitet wurden sie von ihren Familien sowie von Mitgliedern des Bad Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.

Für die Familie war die Stippvisite in der Lahnstadt eine – wie Dirk Terlinden es in seiner Begrüßung ausdrückte – „emotionale Reise in die jüngere Vergangenheit ihrer Familiengeschichte, die durch die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges in so dramatischer Weise geprägt ist.“ Denn Edna Burg und Nurit Berta Kanyon sind Töchter von Simon Burg, dem einzigen Holocaust-Überlebenden der jüdischen Familie Burg aus Banfe.

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Zur Stimmung am 8. Mai 1945:

Ein Tagebucheintrag von Luise Niederstein geb. Dresler vom 10. Mai 1945:

„Nun ist in Berlin in einem Vorort die Kapitulation ganz Deutschlands auf Gnade und Ungnade erfolgt. Was bleibt vom „ewigen Deutschland“, von „Großdeutschland“? – Ein Trümmerhaufen, ein geknechtetes Volk, Millionen deutscher Soldaten in Gefangenschaft. Das ist das Ende einstweilen. Was wird noch alles folgen? Mit Schande und Schmach bedeckt vor den ganzen Welt stehen wir da durch die Enthüllung aller Gräuel und Verbrechen, die in den Konzentrationslagern geschahen. Wir haben es in dem Umfang nicht gewusst, aber wir sind alle mitschuldig und können uns nur der Gnade unseres Gottes anvertrauen. Er schenke uns eine Zukunft, die erträglich wird. Jeremia 30,11 steht: Mit Dir will Ich nicht ein Ende machen; züchtigen aber will Ich Dich mit Maßen, dass Du Dich nicht für unschuldig haltest.

Am 8. Mai sahen wir zum ersten Mal wieder jemand von der Familie – seit Monaten: Onkel Fritz, Tante Lida, Wilhelm Geck und Marie Geck konnten herkommen. Wilhelm Geck holte seine todkranke Frau Ragnhild nach Recklinghausen.
Es kommt die Schreckensnachricht, dass Salzuflen zu Dreiviertel geräumt werden müsse für die englische Besatzung und dass Roseneck und unser Haus in die Räumung einbegriffen sind. Ein furchtbarer Gedanke, wenn wir unser liebes, schönes Haus verlassen müssen.“

aus: Paul Niederstein (Hg.): „Wie ist mein Leben reich gewesen“ Die Tagebücher der Luise Niederstein geb. Dresler für ihren Sohn Werner. Band 2: 1939 bis 1968, Siegen 2020, S. 130-131

Online: Handreichung des DA NRW AV-Medien Workshops

Montierung einer Schallplatte für die sachgemäße Lagerung und Transport beim Historischen Archiv der Stadt Köln

Das Medium Film ergänzt als historische Quellengruppe, besonders in Kombination von Bild- und Toninformationen, die traditionellen überwiegend schriftlichen Quellen und ermöglicht ein ganz anderes Eintauchen und Nacherleben des Gezeigten.

Die langfristige Erhaltung dieses Kulturguts stellt die Einrichtungen und Dienststellen, die sich damit beschäftigen, vor große Herausforderungen. Einerseits besteht ein großer Handlungsdruck, da die technischen Rahmenbedingungen mit einer schnellen Entwicklung einhergehen und Systeme und Formate einem rasanten Alterungsprozess unterworfen sind. Und andererseits handelt es sich um einen komplexen Themenkreis, der genaue Kenntnisse der Materie voraussetzt. Weiterlesen

Neuerscheinung: Handbuch Depots und Archive

„Kulturelles Erbe muss über sehr lange Zeiträume in Depots und Archiven vor einem unwiederbringlichen Verlust geschützt werden. Diese Handlungsempfehlungen für Depot- und Archivbauten unterstützen bei der Planung, aber auch bei der späteren Nutzung.

Neben den architektonischen, technischen und konservatorischen Gesichtspunkten werden vor allem finanzielle Aspekte berücksichtigt, neben den Investitionskosten insbesondere die notwendigen Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten.

Die Empfehlungen wurden im Rahmen des Forschungsprojekts »Energieoptimiertes Bauen: Energieminimierte Depot- und Archivgebäude zur Aufbewahrung von Kulturgütern mit Plusenergiekonzepten (EnOB)« erarbeitet, in dem die ideale Auslegung von Depot- und Archivbauten bezüglich Planung und Nutzung mit Blick auf Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement untersucht wurde.“

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Wer war Thielicke – Hilchenbacher können sich jetzt informieren

Stadtgeographie: Kennzeichnung historischer Bauten und Straßen

Dr. Peter Neuhaus (links) und Reinhard Gämlich, Geschäftsführer Hilchenbacher Geschichtsverein e.V. © Dr. Peter Neuhaus

Die Stadtgeographie Hilchenbachs gehört mit zum Arbeitsgebiet des Hilchenbacher Geschichtsvereins e.V.. Nach einer längeren Vorarbeitszeit hatte die Gruppe für 16 Gebäude in der Altstadt Hilchenbach Texte entworfen, die auf Alter und historische Bedeutung der betreffenden Häuser hinweisen. Sie wurden dort unter Plexiglastafeln angebracht, welches im Januar 2006 erfolgte. Weiterlesen