Kreis Siegen-Wittgenstein will Ausbau der Remise der Wasserburg Hainchen mit 30.000 Euro unterstützen

Touristische Erlebnis- und Bürgerbegegnungsstätte

Wasserburg Hainchen mit Remise

Die Wasserburg in Netphen-Hainchen mit der dazu gehörenden Remise ist die einzige Höhenwasserburg Südwestfalens. Als historisches Baudenkmal besitzt sie eine besondere Bedeutung. Zudem ist die Wasserburg auch für die Tourismusregion Siegen-Wittgenstein ein besonderes Aushängeschild. Der Siegerländer Burgenverein hat den Kreis jetzt um finanzielle Unterstützung gebeten, um die Remise erweitern zu können. Der Landrat schlägt vor, dafür 30.000 Euro aus touristischen Mitteln des Kreises zur Verfügung zu stellen. Diese können noch in diesem Jahr aus Mitteln des laufenden Haushaltes ausgezahlt werden. Der Kulturausschuss des Kreises wird am 6. Dezember erstmals darüber beraten. Weiterlesen

Vortrag: Traute Fries: „Von den Juden im Siegerland“

»1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird Traute Fries am Donnerstag, den 9. Dezember 2021, die regionale Perspektive zu 1.700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland beleuchten und wichtige historische Stationen des Zusammenlebens der Kulturen und Religionen im Siegerland nachzeichnen.
So gibt es lediglich zwei urkundliche Hinweise auf Juden im ausgehenden Mittelalter. Strenge Verordnungen untersagten deren Ansiedlung sogar im nassauischen Siegerland; es galt wirtschaftliche Konkurrenz abzuhalten. Jüdischen Händlern aus Hessen wurde etwa nur die Beteiligung an Siegener Markttagen erlaubt. Die Bezeichnung „Judengasse“ beim Wittgensteiner Flügel des Unteren Schlosses lässt im 18. Jahrhundert keine eindeutige Entstehung zu. Überliefert ist jedoch, dass ein Benjamin Moses aus dem Sauerland im Jahr 1797 vom Freiherrn von Fürstenberg ein Grundstück in Burgholdinghausen erwarb. Einer seiner Nachkommen ist der Siegener Hugo Herrmann. Ein weiterer hessischer Händler, Isaac Rosenberg, ließ sich 1817 in Siegen nieder und kämpfte jahrzehntelang um das Bürgerrecht. Erst durch den Bau der Bahnstrecken Köln-Siegen und Hagen-Siegen kam es zum Ende der 1860er Jahre zum Zuzug jüdischer Familien, vorwiegend Kaufleute, Metzger sowie Vieh- und Fellhändler. 1884 gründete sich dann die Synagogengemeinde Siegen. Als ihr Vorsteher diente Meyer Leser Stern, gebürtig aus Hohenlimburg. In Stadt und Kreis Siegen lebten damals 234 Menschen jüdischen Glaubens, 1933 waren es 211. Weiterlesen

Adventskalender von 1947 im Archiv für Alltagskultur des LWL


Ann-Kathrin Holler staunte nicht schlecht, als sie im November den Neuzugang im Archiv der Kommission Alltagskulturforschung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) betrachtete. In ihren Händen hielt die studentische Mitarbeiterin einen Adventskalender aus dem Jahr 1947 von einer Familie aus Gütersloh. Dabei handelt es sich um einen Papierkalender (26,0 x 35,0 cm) im Vierfarbdruck mit 24 Papiertürchen, hinter denen sich einzelne Abbildungen verbergen. Der vom Zeichner E. Hetzel 1945 signierte Kalender wurde 1947 mit einer Auflage von 60.000 Stück im Peter Hartmann Verlag im Landkreis Dresden verlegt und vermutlich im Buch- und Schreibwarenhandel in ganz Deutschland vertrieben.

„Besonders fasziniert haben mich die farbenfrohe, fröhliche Gestaltung, die ich zwei Jahre nach Kriegsende nicht erwartet hätte, sowie die Tatsache, dass der Kalender über 70 Jahre lang aufbewahrt wurde und so gut erhalten ist. Dieses schöne Stück hat mich dazu veranlasst, mich mit der Geschichte des Adventskalenders auseinanderzusetzen,“ so Holler. Adventskalender und ihre Vorformen sind schon mindestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Gebrauch. Sie sollten die Kinder in der Vorweihnachtszeit geistig und seelisch auf das Fest der Geburt Jesu Christi einstimmen. Vielfach verbanden die Kalender religiöse und pädagogische Anliegen, indem beispielsweise ein Tannenbaum täglich mit Versen aus der Bibel bestückt wurde oder die Kinder jeden Tag einen Strohhalm in eine noch leere Krippe legen durften. Weiterlesen

Literaturhinweis: Heimatjahrbuch für den Kreis Altenkirchen 2022

Inhaltsverzeichnis

– Kalendarium (Weger, Joachim), S. 7
– Zum Geleit (Schwan, Konrad), S. 19
– Gisela Huhn (Schwan, Konrad), S. 20
– Jahreschronik von Juli 2020 bis Juni 2021 (Schwan, Konrad), S. 23
– Corona im Dezember 2020 (Ochsenbrücher, Walter), S. 45
– Entstehung und Bedeutung des Wappens und der Flaggen der Ortsgemeinde Eichelhardt (Schneider, Daniel), S. 46
– Das Wappen und die Flaggen der Ortsgemeinde Oberirsen (Schneider, Daniel), S. 52
– Glasscheibe aus der Altenkirchener Synagoge (Fleischer, Günter), S. 57
– 150 Jahre Kirche in Elkenroth 1872 – 2022 (Arndt, Heinrich), S. 59
– 100 Jahre Elbtaler Sportfreunde Kausen-Dickendorf – eine wechselvolle Geschichte (Schwan, Konrad), S. 65
– Vom Wandervogel zum Wanderclub – aus den Anfängen der „Fahrenden Gesellen“ (Hensel, Hubertus), S. 73
– Altenkirchen/Westerwald – Die Geschichte der Bahnhofstraße und Kölner Straße in ausgewählten Bildern (Hanke, Eckard), S. 84
– Abgestellt, ausrangiert und umgewidmet … (Bäumer, Gerd), S. 89
– Was ist los in Oberbambach? (Schiftah, Salamat), S. 98
– Aufhebung der Leibeigenschaft in Nassau vor 210 Jahren (Brag, Klaus), S. 103
– Adliges Totengedenken in Friesenhagen – II. Teil (Lang, Rudolf), S. 105
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Online: Siegerländer National-Zeitung (1933 – 1943)

Ausschnitt aus der Startseite des Projektes (Screenshot)

Das Zeitungsportal NRW hat die „Siegerländer National-Zeitung“, ein „amtliches Organ der NSDAP und amtliches Kreisblatt für Siegen-Stadt und –Land“ online verfügbar gemacht.. Das Blatt erschien bis 1934 unter diesem Titel, dann bis 1943 als „National-Zeitung“ sechsmal wöchentlich.
Im Portal findet Ihr die „Siegerländer National-Zeitung“ hier: https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/titleinfo/14661026

Quelle: Zeitungsportal NRW, Facebook-Eintrag v. 20.11.21

Bad Berleburg: Brunnenfigur soll restauriert werden

Metallbauer und Restaurator Felix Klein (li.) übernimmt vom Heimatvereinsvorsitzenden Klaus Daun (re.) die Brunnenfigur, um sie in seiner Lüdenscheider Werkstatt zu begutachten. Im Hintergrund Klaus Sonneborn, Beirat des Heimatvereins. Foto: Heimatverein Landwirtschaft und Brauchtum Bad Berleburg

Auf die Ausstellung der uralten Brunnenfigur hat der Heimatverein Landwirtschaft und Brauchtum Bad Berleburg enorme Resonanz aus der Bevölkerung erhalten. Seit dem vergangenen Sommer hatte diese historische Skulptur im Schaufenster des Vereins am JAG in der Poststraße gestanden. Anhand der Klickzahlen auf den CR-Code, der im Schaufenster auf die Geschichte der Figur verweist, konnte der Verein reges Interesse an dem vom Berliner Bildhauer Max Klein um etwa 1890 geschaffenen Werk aus Zinkguss feststellen. Bekanntlich hatte die Skulptur fast sechs Jahrzehnte lang hat auf dem alten Brunnen am Berleburger Marktplatz (heute Goetheplatz) gestanden und galt dann lange als verschlossen. (https://www.museum-am-rothaarsteig.de/exponate/brunnenfigur-aus-zinkguss/). Weiterlesen