Vortrag: „Zur Geschichte des Hauses Stolz in Bad Laasphe“


Sigrid Weber-Krafft, Samstag, 13. Oktober 2026, Haus des Gastes Bad Laasphe, Foyer
Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt: 3 € In Kooperation mit der TKS-Bad Laasphe sowie der Ev. Kirchengemeinde Raumland

Der Vortrag ist ein Ausflug in die Entstehungszeit des Hauses Stolz, Königstraße 49. Anlass ist das 300. Todesjahr des bekannten Baumeisters Hermann Riedesel. Doch es soll jedoch nicht so sehr um das Gebäude und seinen ‚Architekten‘ gehen, sondern um den Mann, der ihn beauftragt hat – Adam Stolz. Seine Lebensgeschichte ist eng verknüpft mit der Geschichte Wittgensteins. Sie steht stellvertretend für eine Zeit, in denen sich den Menschen nur selten die Chance bot, den ärmlichen Verhältnissen der kleinen Grafschaft zu entkommen.

Quelle: Wittgensteiner Heimatverein, Aktuelles

zum Haus Stolz s. a.
Denkmal des Monats – Juli 2015: Altstadt Bad Laasphe

Literatur:
Sigrid Weber-Krafft: Zur Geschichte des Hauses Stolz in Bad Laasphe, in: Wittgnstein Heft 1/2022, S. 5–17

Das vormalige Zwangsarbeiter-Krankenhaus in der Fludersbach in Siegen –

studentische Vorschläge für einen Gedenkort am zukünftigen EDEKA-Markt


„Studierende am Fachgebiet Architekturgeschichte der Universität Siegen haben im Sommersemester 2026 im Rahmen eines Semesterprojektes (betreut von Eva v. Engelberg und Lilian Kraft) einen Gedenkort konzipiert. Vier Vorschläge setzen unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte des Gedenkens am authentischen Ort. Weiterlesen →

Sanierung des Bahnhofs Erndtebrück schreitet voran

Bildquelle: Gemeinde Erndtebrück


„…. Der private Investor Thomas Lippold hatte das sanierungsbedürftige Gebäude vor rund fünf Jahren erworben und arbeitet seitdem an einer neuen Perspektive für das historisch wichtige Gebäude Erndtebrücks.
Für die Sanierung des Daches konnte eine Projektförderung im Rahmen der Denkmalförderung des Landes Nordrhein-Westfalen genutzt werden. Die vorhandenen Schindeln wurden entfernt, Feuchtigkeitsschäden beseitigt und neue Decken sowie Balken eingebaut. Aktuell werden die Gauben auf der Bahnhofsseite errichtet, wodurch die obere Etage künftig besser für Wohnzwecke genutzt werden kann. Die Fertigstellung der Dachsanierung ist bis Ende des Jahres vorgesehen. Weiterlesen →

Siegerland 1 (2026) erschienen

Beiträge:
Rolf Heetfeld Der Bickener Hof zu Siegen, S. 3ff
Andreas Bingener: Die Taufschale der Siegener Nicolaikirche, S. 24ff
Gabriel Isenberg: Orgellandschaft im Wandel am Beispiel der Hilchenbacher Orgelgeschichte, S. 31ff
Markus Krämer: Wer war Maria Elisabeth Jung?, S. 43ff
Christian Brachthäuser: Moralische Instanz und mutiger Sozialreformer: Leben und Werk des Leonhard Gläser, S. 55ff
Wilfried Lerchstein: Der Keramikkünstler Paul Dresler aus Siegen, zu Lebzeiten berühmt und heute fast vergessen, S. 70ff
Moritz Wild: Neunkirchen im Freien Grund – Historische Ortsentwicklung und bemerkenswerte Bauten, S. 100ff

Baustart mit dem Kölner Dom

Warum die Kirche in Oberholzklau etwas Besonderes ist?


Denkmäler sind nicht nur Schlösser, Burgen oder uralte Fachwerkhäuser. In unserem Kirchenkreis sind es die Kirchen, die durch ihre Bedeutung und ihr hohes Alter die Dörfer und Städte prägen. Wer einen Blick hinter alte Mauern werfen möchte, hat bald Gelegenheit dazu. In Oberholzklau freut man sich schon auf den Tag des offenen Denkmals.
Denn in dem 1079 nach Christus erstmals urkundlich erwähnten Dorf prägt noch heute eine altehrwürdige Kirche das Ortsbild. Die Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde ist stolz auf die historische Hallenkirche, die an der „Alten Straße“ steht.
Erstmals erwähnte die Abtei Deuz bei Köln im Jahr 1147 einen Hof mit einer Kapelle in Holzklau. Mitte des 13. Jahrhunderts entstand eine typische Hallenkirche mit größerem und höherem Mittelschiff sowie links und rechts mit schmaleren und niedrigeren Seitenschiffen. Damit lag der Baubeginn in Holzklau fast parallel zum Baustart des Kölner Doms, der 1248 nach Christus begann. Weiterlesen →

Führung durch die Stahlarbeiter-Siedlung Gartenstadt Wenscht, Siegen-Geisweid

Donnerstag, 27. August 2026, 17:30 – 19:30, Treffpunkt: Parkplatzt Gaststätte „Bim Käs, Fichtenweg, Siegen-Geisweid, Guide: Traute Fries

Geländer am Kleinen Schwanenteich Wenscht (Foto: KulturSiegen)

Die Gartenstadt Wenscht entstand ab 1950 als zukunftsweisendes Wohnquartier der Stahlwerke Südwestfalen, das Arbeiten, Wohnen sowie soziale und kulturelle Bedürfnisse miteinander verband. Bei der Führung erläutert Traute Fries die Geschichte des Quartiers und lenkt den Blick auf die prägende Kunst im öffentlichen Raum – insbesondere die teilweise denkmalgeschützten Sgraffiti an den Gebäuden. Weiterlesen →

LWL-Museum Hellerlecht erforscht Behelfsheime der 60er Jahre

Zeitzeugen aus dem Siegerland gesucht

Was wurde aus den Behelfsheimen in den 1960er Jahren? Und wie sah die Gestaltung des Umfeldes aus? Das LWL-Museum Hellerlecht startet im Zuge des 2024 im Museum wiederaufgebauten Behelfsheims nun eine Zeitzeugensuche.

Das Behelfsheim im LWL-Museum Hellerlecht an seinem jetzigen Standort im Siegerländer Weiler.
Foto: LWL/Marie Wegener


In vielen Orten des Siegerlandes wurden während des Zweiten Weltkrieges und danach Notunterkünfte gebaut, um die größte Wohnungsnot zu lindern. Ausgebombte Bürger:innen und später auch Vertriebene wurden in diesen kleinen Häusern untergebracht. Es gibt viele Unterlagen zum Aussehen, Bau und der Lage dieser Unterkünfte. Bauanleitungen und Bauplätze sind bekannt. Auskünfte zu den Gärten oder zum Ackerstück fehlen aber häufig. Akten gibt es in den meisten Fällen erst wieder zum Abriss dieser Bauten. Nur einige wenige sind erhalten geblieben. Weiterlesen →

Online: „Doing City“ – Praktiken von Urbanität

Perspektiven in westdeutschen Städten. Moderne Stadtgeschichte 1/2026

„Inhalt
Seit der kulturhistorischen Wende verschiebt sich in der Stadt- und Urbanisierungsgeschichte der Fokus von der geplanten und gebauten zur gelebten und gedeuteten Stadt. Ausgehend von ethnologischen Impulsen rücken Praktiken als Alltagsroutinen und habitualisierte, wissensbasierte Handlungen in den Mittelpunkt, die soziale Bedeutung diskursiv wie performativ erzeugen. Für die Urbanisierungsgeschichte eröffnet dies die Möglichkeit, konkrete Herstellungsprozesse von Urbanität, als Doing City, im historischen Wandel exemplarisch dicht zu analysieren. Das Themenheft erweitert die in der Stadtethnologie etablierte Perspektive des Doing City um eine historische Dimension. Es geht auf eine Tagung an der Universität Siegen im November 2025 zurück, die den Stadt-Raum als soziale Konstruktion der Moderne aus praxeologischer Perspektive diskutierte. Die Beiträge behandeln Beispiele aus Deutschland, zumeist lokale Fallstudien, und blicken mit einem Schwerpunkt in den 1970er Jahren auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. “

Das aktuelle Heft enthält zwei wichtige Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen: Weiterlesen →

Klang in der Denkmalpflege


Wie durch ein Wunder überstand der Glockenturm der Nikolaikirche die Zerstörung der Siegener Altstadt im Zweiten Weltkrieg. Eine erst kurz zuvor eingebaute Brandschutztür verhinderte, dass auch der Turm nach einem Bombenangriff in Brand geriet.
Bis heute prägt der Glockenturm nicht nur die Silhouette, sondern auch den Klang der Stadt Siegen. Seine fein aufeinander abgestimmten Glocken bilden einen Klangteppich, der die ganze Stadt verbindet. Während die Stundenglocke von 1463 in der Dachlaterne hängt, befinden sich fünf weitere Glocken im Glockenstuhl. Vier von ihnen stammen aus dem Mittelalter, eine fünfte kam beim Wiederaufbau der Kirche im Jahr 1947 hinzu. Gemeinsam bilden sie die ältesten und mächtigsten Musikinstrumente der Stadt Siegen. Weiterlesen →