Landesarchiv NRW: Tiefenerschließungsmaske für Personenstandsunterlagen

„Registerübergreifend, online, namensscharf nach Personen suchen und schließlich zum zugehörigen Digitalisat zu wechseln, das war eine Vision, an der das LAV NRW lange gearbeitet hat – nun ist sie Wirklichkeit geworden! Nach zahlreichen Versuchen und Tests geht die Tiefenerschließungsmaske in den Echtbetrieb. Mit ihr können die bisher in verschiedenen Indexierungsprojekten gewonnen Personendaten sicht- und damit suchbar gemacht werden. Diese Möglichkeit ist ein Meilenstein für die Nutzung unserer Register. Die Suche nach den Vorfahren per Klick ist damit tatsächlich nur noch ein paar Klicks entfernt! Nach und nach werden jetzt die Indexdaten in die Maske überführt und online gestellt. Den Anfang machen die Indices zu den Sterbenebenregistern des Standesamts Isselburg. Mehr dazu auf unserer Homepage.
Quelle Landesarchiv NRW, Facebookpostk v. 18.9.26

s.a. compgen, Blog vom 18.9.26

Online: Jahresbericht 2025 des Landesarchivs NRW

Link zur PDF


„Was hat das Landesarchiv im letzten Jahr gemacht? Wer darauf eine Antwort sucht, kann sich seit kurzem den Jahresbericht 2025 ansehen. Interessierte finden Informationen über die vielfältigen Tätigkeiten des Landesarchivs: Ausbildung, elektronische Archivierung, Bereitstellung von Archivgut, Bestandserhaltung, Digitalisierung, Öffentlichkeitsarbeit, Unterstützung der Forschung und noch vieles mehr. In den Kennzahlen bildet sich die alltägliche Arbeit des Landesarchivs in seiner ganzen Breite ab“
Quelle: Landesarchiv NRW, Facebook-Eintrag v. 24.8.2026

Quellen zur Eisenbahngeschichte online

In den 1990er Jahren entstand im damaligen Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv und Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster ein Inventar zur Geschichte der Eisenbahn. In ihm ist nicht nur Archivgut aus dem heutigen Landesarchiv zur Eisenbahngeschichte aufgelistet, sondern auch aus anderen Archiven.

Auf über 1000 Seiten finden Interessierte Hinweise auf Bestände aus der Landesverwaltung, Gutsverwaltungen, (Ober)Bergämtern, Bezirksregierungen, Bahndirektionen, Landratsämtern, Kreisen und noch vieles mehr. Die umfangreiche Veröffentlichung ist nun auch online und kostenlos auf den Seiten der Lippischen Landesbibliothek einsehbar: Band 1 und Band 2
Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles, 23.7.2026

Neuer Leiter für die Abteilung Rheinland des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen

Dr. Matthias Meusch hat die Leitung am Standort Duisburg übernommen

Übergabe der Ernennungsurkunde an Dr. Matthias Meusch durch den
Präsidenten des Landesarchivs NRW Dr. Tobias Herrmann, Foto: Landesarchiv
NRW/Nicole Gerber


„Die größte Abteilung des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen steht unter neuer Führung: Dr. Matthias Meusch hat zum 1. Mai 2026 die Leitung am Standort Duisburg übernommen.
Geboren 1967 in Hadamar bei Limburg/Lahn, studierte er die Fächer Geschichte und Anglistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie der University of Illinois at Urbana-Champaign. 1998 folgte die Promotion mit einer Arbeit über den Hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer und die Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Hessen (1956–1968). Von 1999 bis 2001 absolvierte Matthias Meusch das Archivreferendariat am damaligen Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv in Münster und trat 2001 in den Dienst des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf bzw. des heutigen Landesarchivs NRW, Abteilung Rheinland, wo er seither in verschiedenen Funktionen tätig war. Ab 2009 leitete er dort das Dezernat R2 (Bestände vor 1816, Nichtstaatliches und nichtschriftliches Archivgut). Zum 1. August 2014 wurde er zum Vertreter der Abteilungsleiterin Dr. Martina Wiech bestellt, der er nun in das Amt nachfolgt. Weiterlesen →

Online: ARCHIV. theorie & praxis Heft 1/2026

Das Heft 1/2026 von ARCHIV. theorie & praxis ist online. Unter dem Titel „Erschließung von Audio- und Bewegtbildmaterial“ finden sich Beiträge des LWL-Medienzentrums für Westfalen, des Schweizerischen Literaturarchivs, des Bundesarchivs, der Freien Universität Berlin und auch aus dem Landesarchiv NRW.

Daneben gibt es Einblicke in das Datenqualitätsmanagement im Montanhistorischen Dokumentationszentrum und den Einsatz eines Saugroboters im Magazin.

Landesarchiv NRW: Fragen und Anworten zur Entnazifizierung

Hugo Stinnes vor dem Sonderausschuss des Entnazifizierungshauptausschusses des Regierungsbezirks Düsseldorf, Quelle: LAV NRW R, RWB, Nr. 1290 / Carl August Stachelscheid

Für den ersten Einstieg in die Recherche nach Entnazifizierungsakten gibt es seit kurzem eine neue Anlaufstelle. Auf „Fragen und Antworten zur Entnazifizierung“ finden Sie Anhaltspunkte für die Suche nach Ihren Vorfahren. Mehr Informationen zu den Entnazifizierungsakten und dem Vorgang der Entnazifizierung sind auf der Seite „Entnazifizierungsakten“ gebündelt.

Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, 22. Mai 2026

s. a. https://www.siwiarchiv.de/nrw-entnazifizierungsakten-online/

Neuerscheinung des Landesarchivs NRW: „Massenakten“ Band 5

„Einzelfallakten zu sämtlichen Kirchen und Schulen Westfalens sind zwei Themen des neuen Bandes, darüber hinaus „Optionsakten“, die Entscheidungen von Polen und Deutschen für eine Staatsangehörigkeit als Folge des Versailler Vertrags beinhalten. Ghettorentenakten beleuchten ein besonderes Kapitel der jüdischen Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg und der Justizgeschichte. Und 7 weitere Beiträge …“

Jens Heckl (Hg.): Quellen erzählen Geschichten: Unbekannte Quellen Band 5: „Massenakten“ des 20. Jahrhunderts. Untersuchungen seriellen Schriftguts aus normierten Verwaltungsverfahren,   Duisburg 2025 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 98),
ISBN: 978-3-932892-39-4, 206 S., zahlreiche Abb., 5,00 €. Bezug über das Landesarchiv NRW Abt. Westfalen: westfalen@lav.nrw.de

Quelle: Landesarchiv NRW via Archivportal NRW, 11.2.2026

Amtseinführung des NRW-Landesarchivpräsidenten Tobias Herrmann

Vorgestern wurde der neue Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, Dr. Tobias Herrmann, von Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Archivwesen, Wissenschaft, Kultur und Politik offiziell in sein Amt eingeführt. Dr. Tobias Herrmann folgt als Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen auf Dr. Frank Bischoff, der Ende August letzten Jahres in den Ruhestand getreten war.

Ministerin Ina Brandes: „Das Landesarchiv ist das Gedächtnis Nordrhein-Westfalens und leistet einen wichtigen Beitrag, staatliches Handeln nachvollziehbar und transparent zu machen. Mit Dr. Tobias Herrmann begrüßen wir eine Führungspersönlichkeit, die neben den fachlichen Voraussetzungen eine tiefe heimatliche Verbundenheit zu Nordrhein-Westfalen mitbringt. Ich bin überzeugt, dass er das Haus aus der starken gewachsenen Tradition heraus erfolgreich in die Zukunft führt und für die Menschen in unserem Land weiter öffnen wird.“ Weiterlesen →

Hörtipp: „Gefährdetes Gedächtnis? Archive zwischen Digitalisierung, KI und Krieg“ (WDR 5, 2025)


„Gegenwart für die Zukunft bewahren – das ist die Aufgabe staatlicher Archive. Als „gesellschaftliches Gedächtnis“ bezeichnen sie sich deshalb gern selbst. Aber was heißt das in Zeiten der digitalen Transformation?
Das gute alte Papierdokument hat noch lang nicht ausgedient, Archivmagazine werden nicht so bald von Serverfarmen ersetzt. Aber seit die Digitalisierung selbst deutsche Amtsstuben erreicht hat, liegen amtliche Dokumente oft digital vor: als E-Mails, Excel-Dateien und PDFs, Fotos und Tondokumente, inzwischen auch als SMS und Chatverläufe. Doch längst nicht immer landet alles in den Akten, was „aktenrelevant“ ist – und geht damit für die Nachwelt, aber auch für Gerichtsprozesse verloren. Weiterlesen →

NRW: Neuer Präsident des Landesarchivs

Das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Präsidenten: Dr. Tobias Herrmann wird zum 1. Dezember 2025 die Leitung des größten Archivs im Bundesland NRW übernehmen.

Geboren 1975 in Aachen, studierte er ab 1994 die Fächer Geschichte, Politische Wissenschaft, Volkswirtschaft und Deutsche Philologie an den Universitäten Aachen, Nottingham und Bonn. 2006 folgte die Promotion an der Universität Bonn im Fach Mittelalterliche und Neuere Geschichte zum Thema „Anfänge kommunaler Schriftlichkeit – Aachen im europäischen Kontext“. Von 2006 bis 2008 absolvierte Dr. Herrmann ein Referendariat für den höheren Archivdienst beim Bundesarchiv in Koblenz, Berlin und Freiburg sowie an der Archivschule Marburg. Anschließend war er bis 2012 als Leiter der Außenstelle Ludwigsburg des Bundesarchivs zuständig für die Unterlagen der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung von NS-Verbrechen. Von 2012 bis 2023 war Tobias Herrmann in der Abteilung für Fachliche Grundsatzangelegenheiten des Bundesarchivs in Koblenz u.a. für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Strategische Planung, Leitungsunterstützung und Internationale Beziehungen zuständig.2021 wurde er zum Ständigen Vertreter der Abteilungsleitung Grundsatz und Wissenschaft bestellt. Seit 2023 ist er Leiter der Abteilung Bundesrepublik Deutschland des Bundesarchivs und für die analoge und digitale Überlieferungsbildung sowie die Benutzung der bundesrepublikanischen Unterlagen verantwortlich.
Dr. Tobias Herrmann engagierte sich außerdem von 2017 bis 2021 im Vorstand des Verbands deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.
Er tritt als Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen die Nachfolge von Dr. Frank Bischoff an, der zum 31.8.2025 in den Ruhestand getreten ist. Dr. Tobias Herrmann bringt umfassende Erfahrungen mit, um den zentralen archivischen Herausforderungen wie der digitalen Transformation, dem nachhaltigen Kulturgutschutz und dem zeitgemäßen Zugang zu Archivgut zu begegnen. Er möchte das Archiv als zentrale Gedächtnisinstitution des Landes weiter stärken und den nationalen wie internationalen fachlichen Austausch fortsetzen.
Quelle: Landesarchiv NRW, Pressemittelilung vom 2.9.2025