Online (OA): Katharina Stengel: „Die Überlebenden vor Gericht

Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)

„Die NS-Prozesse in der Bundesrepublik waren ein Forum, in dem bereits in der frühen Nachkriegszeit die Verbrechen des Nationalsozialismus verhandelt wurden. Dabei hatten die Holocaust-Überlebenden und ehemaligen KZ-Häftlinge als Zeugen eine besonders kontroverse Aufgabe, die von der Forschung jedoch bislang kaum beachtet wurde. Vielfach lag es allein an ihnen, mit ihren Berichten die Angeklagten zu überführen. Zugleich waren sie teils massivem Misstrauen der deutschen Justiz ausgesetzt, die die Überlebenden für zu parteiisch hielt, um objektive Einschätzungen abzugeben. Die Befragungen und die Konfrontation mit den Tätern stellten zudem eine hohe Belastung dar. Dennoch sagten Tausende Überlebende aus freien Stücken aus und nahmen die Strapazen auf sich, um die strafrechtliche Verfolgung der Verbrechen voranzubringen. Katharina Stengel untersucht am Beispiel von vier Auschwitz-Prozessen aus drei Jahrzehnten, welche Bedeutung die Opfer für die NS-Prozesse hatten, wie die Juristen mit ihnen und ihren unfassbaren Berichten umgingen, wie die Zeuginnen und Zeugen selbst vor Gericht agierten, welche Anliegen sie verfolgten und welche Schlüsse sie aus ihren Erfahrungen zogen. Dabei werden unterschiedliche theoretische Konzeptionen von Zeugenschaft mit den Selbstauskünften der Überlebenden in Bezug gesetzt und diskutiert.“
Mit Angaben zum König-Prozess vor dem Landgericht Siegen
548 Seiten, gebunden im Schutzumschlag, mit 23 Abb.
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2022, ISBN: 978-3-525-31740-2 Kostenfrei im Open AccessQuelle: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI), Publikationen

Homepage des Arbeitskreises Verschickungskinder NRW e. V.

„Zwischen 1950 und 1990 wurden Millionen Kinder in sogenannte Kinderkurheime zur Erholung verschickt. 1,8 Millionen allein aus und nach Nordrhein-Westfalen. Statt gesund, kamen viele Verschickungskinder traumatisiert zurück. Wie konnte das passieren? Wir sind Betroffene. Wir freuen uns, dass Du uns gefunden hast.“

Die Homepage ist zuerst eine Anlaufstation für Betroffene. Darüberhinaus bietet die Seite auch Zeitzeug:innenberichte – auch aus dem Kreisgebiet -, Dokumente zur einzelnen Einrichtungen und Hinweise darauf, wie Betroffene ihre Geschichte recherchieren können.

VdA-Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit:

Bibliographie aktualisiert

Die Bibliographie des Arbeitskreises zur Archivpädagogik und Historischen Bildungsarbeit liegt jetzt in einer aktuellen Fassung vor. Die Bibliographie des Arbeitskreises wurde angelegt durch Günther Rohdenburg, weitergeführt durch Roswitha Link und aktuell durch Friederike Tiedeken (Stadtarchiv Aachen). Sie enthält Bücher, Aufsätze und Berichte zu den Themenbereichen Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit. Nicht genannt sind Quellensammlungen und sachthematische Inventare, die sich auf die Bestände in einzelnen Archiven beziehen. Für eine bessere Übersichtlichkeit ist die Bibliographie in acht thematische Abschnitte gegliedert.

Die Literaturliste ist nicht vollständig, dennoch bietet sie den zurzeit größtmöglichen Überblick über den Bereich der Archivpädagogik und Historischen Bildungsarbeit. Hinweise und Ergänzungen sind sehr erwünscht: Friederike Tiedeken, Stadtarchiv Aachen

Dokumente zum Download:

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Video: „Bock auf Barock“. Rubensfest vor 25 Jahren

„Siegen feiert seinen berühmtesten Sohn“

Am 28. Juni 1577 kam Peter Paul Rubens in Siegen zur Welt. 420 Jahre später, am 28.6.1997, wurde das erste Siegener Rubensfest vom damaligen Bürgermeister Karl Wilhelm Kirchhöfer feierlich eröffnet. Die Idee, ein großes Kultur- und Bürgerfest im Namen und zu Ehren des großen Barockmalers ins Leben zu rufen, hatte die Gesellschaft für Stadtmarketing Siegen. Der berühmteste Sohn der Stadt, so die Absicht, sollte aus dem exklusiven Rahmen des Museums heraus und in eine breite öffentliche Wahrnehmung hinein geholt werden. Eigens gekürt wurde ein Rubensdarsteller (Viktor Horzella), der in vollem Ornat über das Festgelände flanierte. Rund 50.000 Besucher/-innen ließen sich von der Handwerker- und Gauklergruppe „Kramer Zunft und Kurtzweyl“ in mittelalterliche Zeiten entführen und genossen das von regionalen Vereinen und Gruppen gestaltete Programm in der Siegener Oberstadt. Nach 1997 folgten fünf weitere Rubensfeste, bevor das anspruchsvolle Kulturfest 2005 mangels Sponsoren eingestellt werden musste.“

Den Film zum Fest hat die Gesellschaft für Stadtmarketing Siegen e. V. (GSS) als Veranstalterin herausgegeben.
Quelle: Unser Siegen, 1.7.2022, Autorin: Astrid Schneider, Veranstaltungsleiterin des Rubensfestes bei der GSS e. V.

„Heimatgeschichte zum Durchblättern“

auf der Homepage des Kreises Siegen-Wittgenstein

In loser Folge stellt das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein dort durchblätterbare PDFs ein, die Aspekte der Kreisgeschichte thematisieren:

Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein (Hrsg.): Zierde – Edelstein – Kristallpalast. Baugeschichte der Siegener Kreishäuser

Wolfgang Haupt. Das “Siegerland-Orchester“ in seinen Anfängen 1957 – 1963

siwiarchiv-Sommerrätsel 2022/5

Woraus wurde dieses Zitat entnommen:
“ ….Lange Zeit blieb das Siegerland von aller Welt abgeschlossen, jeder Fremde, der über die Berge kam, wurde argwöhnischbetrachtet, …..So wurde dieses Land ein Land ganz eigenen Charakters, es gehört nicht zum Sauerland und nicht zum Westerwald, in stammesmäßigen Sinne nicht zu Westfalen und nicht zu Hessen, und die Menschen, die hier wohnen bilden ein Völkchen für sich, das heute noch an überkommenen Bräuchen und Sitten festhält, sich aber durch Fleiß, Beharrlichkeit und Frömmigkeit auszeichnet. Aber neben den idyllischen Fachwerkhäusern stehen heute moderne Bauten, die alten Hammerwerke sind einer leistungsfähigen Industrie, die im Raume um Siegen als eine „industrie im Grünen“ bekannt ist, gewichen, und an die Stelle der Abgeschiedenheit ist ein ehrliches Bemühen um Gastlichkeit getreten, Tradition und Moderne, Geschichte und Gegenwart haben sich vereinigt. …..“?
Die erste richtige Lösung hier in den Kommentaren gewinnt wie immer einen kleinen Buchpreis.

Online: Findbuch Stahlbergarchiv Müsen

Das Findbuch Stahlbergarchiv Müsen des Altenberg Stahlberg e.V. ist als elektronischesPflichtexemplar durch der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB) online verfügbar gemacht worden. Die ULB Münsterist gesetzlich beauftragt, die im NRW-Landesteil Westfalen (Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold, Münster) erscheinenden gedruckten und elektronischen Publikationen als sog. Pflichtexemplare zu sammeln (vgl. Kulturgesetzbuch NRW, §§ 55–62)