Historisches trifft Social Media.

Ein Gastbeitrag von Edgar Kuhly, Heimatmuseum Feudingen

Ursprünglich sollte in diesem Jahr im Feudinger Heimatmuseum eine große Fotopräsentation auf großen Fotowänden eröffnet werden.
In dieser Ausstellung sollten möglichst viele historische Fotos, die von der Arbeitsgruppe Chronik, Dokumentation und Ausstellungen anlässlich der in 2018 stattgefundenen 800 Jahr-Feier gesammelt wurden, ihren Weg in die Öffentlichkeit finden. In wechselnden Ausstellungen sollten diese ca. 6000 digitalisierten Fotos einem breiten Publikum auf Fotowänden präsentiert werden.
Diese einzigartige Fotosammlung wollten wir nicht in den Sozialen Medien präsentieren, sondern vor Ort in unserem Heimatmuseum in einer Ausstellung, um so auch mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und somit auch Hintergründe und Meinungen zu erfahren.
Doch es kam anders. Weiterlesen

Hinter den Kulissen im Museum Wilnsdorf

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Auch wenn das Museum Wilnsdorf in diesen Tagen für Besucher verschlossen bleibt, geht die Arbeit hinter den Kulissen weiter. Derzeit nutzt das Team rund um Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck die Zwangsschließung, um sämtliche Vitrinen, Schaukästen und natürlich die rund 3.500 Ausstellungsstücke auf Hochglanz zu polieren und die verschiedenen Ausstellungsbereiche teilweise auch ein wenig umzugestalten.

Das Museum Wilnsdorf musste in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen bereits zum zweiten Mal schließen, nach der gegenwärtigen Verordnungslage kann das Haus bis 30. November nicht besucht werden. Doch verschlossene Eingangstüren bedeuten keineswegs gähnende Leere, wie ein Blick hinter die Kulissen des Museums offenbart.

„Ganz im Gegenteil. In einem Museum gibt es immer etwas zu tun“, betont Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck. Nur ein kleiner Teil der vielfältigen Museumsarbeit wird auch draußen wahrgenommen. Die Besucher sehen schließlich immer nur das Ergebnis – in Form von interessanten und abwechslungsreichen Ausstellungen. Damit dies gelingt, ist aber eine ausgedehnte Ausstellungsplanung notwendig, inkl. Ideenentwicklung, intensiver Forschung, Sammlung und Dokumentation. Natürlich steht auch der enge Austausch mit anderen Historikern und Geschichtswissenschaftlern sowie anderen Museen auf der Tagesordnung, erklärt Dr. Nauck, „schließlich wollen wir unseren Besuchern eine große Vielfalt bieten und Geschichte auf ganz besondere Art und Weise erlebbar machen.“ Weiterlesen

Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens beruft Siegener Historikerin

Regionalhistorikerin Prof. Dr. Angela Schwarz

Prof. Dr. Angela Schwarz erforscht die Regionalgeschichte des Siegerlandes, des Rheinlandes und des Ruhrgebiets an der Universität Siegen.

Die Siegener Historikerin für Neuere und Neueste Geschichte, Prof. Dr. Angela Schwarz, ist als eine von 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den wissenschaftlichen Beirat des neu gegründeten Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalens berufen worden.

Das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens ist ein zeithistorisches Museum mit Sitz in Düsseldorf, dessen Ziel es ist, die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen, seine Vergangenheit, seine Entstehung und seine Entwicklung darzustellen und anschaulich werden zu lassen. Dazu wird gerade eine Dauerausstellung sowie eine erste Wechselausstellung anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt.

Zweck des wissenschaftlichen Beirats ist es, die wissenschaftliche Qualität und Unabhängigkeit des Museums zu garantieren. Als erfahrene Regionalhistorikerin sowohl für das Siegerland als auch für das Rheinland und das Ruhrgebiet freut sich Prof. Schwarz sehr darauf, die Grundsätze dieses jungen Museums mitgestalten zu können.

Prof. Schwarz ist bereits Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

Quelle: Universität Siegen, Pressemitteilung, 20.11.20

„Notfalls schließen“

Ein Gastkommentar von Karl Heupel zu der Lage des Bergbaumuseums in Herdorf-Sassenroth

Sollte der Kreis Altenkirchen nicht nur monetär Arm zu sein, sondern auch in seinem historischen Verantwortungsbewusstsein gegenüber den nachfolgenden Generationen? Wo können Kinder und Jugendliche die Arbeitswelt von früher besser kennen lernen als im Bergbaumuseum in Sassenroth. Außerschulisch lernen (was meistens mehr bringt), praktische Erfahrungen z.B. bei den Mineralexkursionen oder Thementagen sammeln und so ein Verständnis für die Vergangenheit aufbauen. Nachdem der Hüttenwäldchen – Stollen in Dermbach ums „Überleben“ kämpft, soll hier ein weiteres Kleinod der Industriegeschichte geschlossen werden? Danach schließt die Grube Bindweide? Und dann findet das kulturhistorische Lernen oberirdisch statt? Das ist unterirdisch! Wehret den Anfängen! Glück Auf.

Anm: Der Zeitungsbericht und der Kommentar fußen auf die Beschlussvorlage „Umsetzung der Maßnahmen des Haushaltskonsolidierungskonzeptes des Landkreises Altenkirchen“ der Kulturellen Einrichtungen des Kreises Altenkirchen für den Kreisausschuss am 26.10.2020

Stellenausschreibung einer/eines Wissenschaftlichen-Pädagogischen Mitarbeiterin/Mitarbeiters für das Aktive Museum Südwestfalen

Das Aktive Museum Südwestfalen ist ein Dokumentations- und Lernort für regionale Zeitgeschichte am Platz der Synagoge in Siegen.

Zum 1.Januar 2021 ist beim Verein die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen-Pädagogischen Mitarbeiterin/Mitarbeiters

mit einem Umfang von 39 Arbeitsstunden wöchentlich zu besetzen.

Die Einstellung erfolgt unbefristet, sofern die externen Fördergelder beim Verein eingehen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist ein abgeschlossenes Studium im Fach Geschichte. Zu den Aufgaben zählen u. a.: Gruppenführungen, Erstellung von Halbjahresprogrammen, Konzeption von Wechselausstellungen, maßgebliche Beteiligung an der Neukonzeption der Dauerausstellung. Erfahrungen im Ausstellungsmetier wären wünschenswert.

Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen
senden Sie bitte bis zum 5. Dezember 2020 an:

Aktives Museum Südwestfalen e. V., Spandauer Straße 34, 57072 Siegen.
Quelle: Aktives Museum Südwestfalen, Startseite, 12.11.2020

Heimatverein Alte Vogtei Burbach e.V. präsentiert zwei neue Modelle historischer Gebäude aus Burbach


Der Vereinsname erinnert daran, dass sich der Heimatverein Burbach im Engagement um den Erhalt des von Verfall und Abriss bedrohten Gebäudes im Jahr 1979 gegründet hat. Da dem Verein gleichermaßen an einer sinnvollen Nutzung lag, unterstützte er intensiv den Aufbau des historischen Fachwerkensemble und eröffnete einige Jahre später das Museum „Leben und Arbeiten in Burbach“ in der angrenzenden Zehntscheune, das er 25 Jahre ehrenamtlich betrieben hat.

Als eine grundlegende Sanierung des Gebäudes erforderlich wurde und zeitgleich die Neuausrichtung des Museums in den Blick kam, haben Gemeinde und Heimatverein im engen Schulterschluss das Projekt „Besucher-, Begegnungs- und Erlebniszentrum Alte Vogtei Burbach“ (BBEZ) in Angriff genommen. Die tragende Projektgruppe, die zahlreiche Workshops mit entsprechender Fachberatung organisiert hat, war von Anfang an paritätisch besetzt. In später gebildeten Untergruppen für Architektur und Ausstellung sind Verantwortliche der Gemeinde (Bauherr) sowie des Heimatvereins (Nutzer) bis heute gleichermaßen engagiert.

Bereits im Jahr 2017 hat sich die Gemeinde Burbach mit dem Projekt BBEZ um ein Info-Zentrum, den sogenannten Schatztruhen, des Naturparks Sauerland Rothaargebirge beworben. Das Projekt hat als einer der sechs Schatztruhen des Naturparks schließlich den Zuschlag erhalten und wurde damit zum südlichsten Eingangstor des Naturparks erkoren. Vor genau einem Jahr wurden bereits die ersten Module des Naturparks in den Räumlichkeiten der Sparkasse Burbach-Neunkirchen präsentiert. Im Foyer der Sparkasse in Burbach können sich Besucher seit dem über die Arbeit des Naturparks, die vielfältigen Aufgaben und seine Landschaft informieren. Auch Sehenswürdigkeiten im Naturpark – die sogenannten Naturpark-Juwelen – werden vorgestellt.

In einer interaktiven Wand, die sich den Naturschätzen und Naturerlebnissen vor Ort in Burbach widmet, fand damals bereits das Modell der Ev. Kirche am Römer in Burbach ein Zuhause. Es war beabsichtigt, noch weitere Modelle von historischen Gebäuden in Burbach erstellen zu lassen. Auch soll künftig die Möglichkeit bestehen – nach Eröffnung der renovierten Alten Vogtei – Bastelbögen zu erwerben, um die historischen Häuser als Kartonmodell nachzubauen. Heute präsentierte der Heimatverein drei weitere Modelle von historischen Gebäuden aus Burbach, nämlich die Alte Vogtei mit Zehntscheune und das angrenzende Haus Herbig. Ein Modell von Haus Dilthey sowie des Landhauses Ilse werden derzeit noch entwickelt.

Mit dem Projekt „HeimatWerken“ ist der Heimatverein bemüht, seine über Jahrzehnte gewachsene Expertise in die Ausgestaltung der neuen Alten Vogtei einzubringen. „Ab sofort wird das detailgetreue und beachtenswerte Modell der Alten Vogtei mit Zehntscheune im Foyer der Sparkasse präsentiert“, teilten Bürgermeister Christoph Ewers und Markus Keggenhoff, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, mit.

Quelle: Gemeinde Burbach, Aktuelles, 21.10.2020

Historische Feuerspritze im Museum Wilnsdorf

Das Museum Wilnsdorf ist um eine weitere Attraktion reicher. Im volkskundlichen Bereich des Museums ist kürzlich eine sogenannte Feuerspritze der Löschgruppe Wilden eingezogen. Der historische Spritzenwagen von 1876 wurde damals zur Brandbekämpfung genutzt und noch per Muskelkraft betrieben. Weiterlesen

Vortrag „Das ‚Dritte Reich’ in Romanen deutscher Exil-Autoren“

Donnerstag, 24. September, 18.30 Uhr
Vortragsraum VHS Siegen, KrönchenCenter, Markt 25, 2. Etage

Privatdozent Dr. Jürgen Nelles (Vorlage: Jürgen Nelles)

Der Bildvortrag von Dr. Jürgen Nelles, Bonn, zeigt, wie deutsche Autoren in ihrem Exil zwischen 1933 und 1945 auf das „Dritte Reich“ (zurück)blicken, ihre Erfahrungen in der verlorenen Heimat darstellen und ihre Erlebnisse, Ängste und Hoffnungen in der Fremde schildern.

Im Mittelpunkt stehen bedeutende („Schlüssel“-) Romane von Lion Feuchtwanger („Exil“, 1939), Bruno Frank („Der Reisepass“, 1937), Klaus Mann („Der Vulkan“, 1939), Erich Maria Remarque („Liebe deinen Nächsten“, 1941), Joseph Roth („Die Kapuzinergruft“, 1938), Stefan Zweig („Schachnovelle“, 1942) u. a.

Eintritt frei
Anmeldung bei der VHS Siegen erforderlich!
Tel. 0271 404-3000 oder E-Mail vhs@siegen.de

Online-Ausstellung „Mehr als man kennt – näher als man denkt.

Objektgeschichten aus Gedenkstätten in NRW“

„Digitale Ausstellung zu Nordrhein-Westfalens NS-Gedenkstätten setzt neue Maßstäbe bei der Erinnerungskultur“Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige und mit großem Engagement getragene Gedenkstättenlandschaft. Neues Ausstellungsformat zeigt Objekte aus 29 NS-Gedenkstätten im Land – seit gestern online und ab Oktober 2020 als Wanderausstellung in den Regierungsbezirken

Die NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen – ob große Einrichtung oder ehrenamtlich getragen – legen Zeugnis ab von der Verfolgung, Demütigung und Ermordung von Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit ist ein wesentlicher Bestandteil politisch-historischer Bildung. In einer Zeit, in der die Generation der Zeitzeugen und Überlebenden immer kleiner wird und passgenaue Vermittlungsformate der Erinnerung immer wichtiger werden, hat die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen zusammen mit dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e.V. ein neues Ausstellungsformat geschaffen: Neben einer klassischen Wanderausstellung, die ab Oktober 2020 in den Regierungsbezirken zu sehen sein wird, wurde zusätzlich eine digitale Variante der Ausstellung entwickelt. Diese ist … auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung online. Beide Ausstellungsformate erinnern und erzählen anhand von jeweils einer Objektgeschichte der 29 Gedenkstätten des Landes von den Schicksalen hinter den Gräueltaten des Nationalsozialismus. Weiterlesen

Aktionstag „Geschichte lebt!“ im Museum Wilnsdorf

In den verschiedenen Ausstellungsbereichen des Museums werden die Besucher am Aktionstag auf den ein oder anderen historischen Museumsbewohner treffen – wie z.B. auf den Bogenbauer aus der Eisenzeit.

„Geschichte lebt!“ – unter diesem Motto steht am Sonntag, 6. September 2020, ein Aktionstag im Museum Wilnsdorf, der an die Stelle des wegen Corona abgesagten Musemsfestes tritt. Dafür hat das Museums-Team ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das Geschichte im und um das Museum herum buchstäblich lebendig werden lässt – natürlich unter Beachtung der geltenden Abstands- und Sicherheitsregeln. Weiterlesen