Führung “Kein Raum wie jeder andere: Die Evangelische Kirche Burbach”

Samstag, 11. Mai 2019, 15 – 18 Uhr, Evangelische Kirche Burbach, Am Römer, 57299 Burbach
Pfr. Anne-Christin Brahms

Kirchen prägen das Erscheinungsbild unserer Dörfer und Städte. Sie symbolisieren ein Stück Heimat. Selbst für die, die ansonsten mit Kirche und Glauben nur wenig anfangen können. In Zeiten in denen auch in unserer Region immer mehr Gottesdienststätten auf dem Prüfstand stehen, erscheint es verheißungsvoll, sich näher mit der Geschichte des Kirchbaus im Siegerland zu beschäftigen. Wann wurden welche Kirchen gebaut und warum?
Im fünften Teil unserer langfristig angelegten Veranstaltungsreihe besuchen wir die Evangelische Kirche Burbach. Die ursprünglich im 11. Jahrhundert erbaute und Ende des 18. Jahrhunderts bis auf den Turm praktisch von Grund auf neu errichtete Kirche besticht durch ihre schlichte Schönheit. Der ungewöhnliche Innenraum ist als typische reformierte, so genannte Predigtkirche gestaltet. Das Wort Gottes soll im Mittelpunkt des Kirchraums und damit des Gottesdienstes stehen.

Eine Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Burbach im Rahmen des Jubiläums “800 Jahr Burbach”.
Quelle: Evangelischer Kirchenkreis Siegen, Termine

Vortrag und Buchpräsentation: Christian Brachthäuser: „Inventarium dero Closterbücher so zu Siegen“ –

„Inventarium dero Closterbücher so zu Siegen“. Vorlage: Christian Brachthäuser

Die verschollene Bibliothek des Siegener Franziskanerklosters.

Sie gehören sicherlich zu den unbekannten Kapiteln der spätmittelalterlichen Geschichte und Klosterkultur Siegens: gemeint sind Bibliothek und Lebenswelten der Franziskaner mit ihrer bislang unbekannten Sammlung wertvoller Traktate, Predigttexte, Bibelkommentare und wissenschaftlicher Schriften.
Nur wenige Quellen zur Geschichte der Siegener „Barfüßer“, wie die Mönche wegen ihres strengen Armutsideals auch bezeichnet werden, sind erhalten geblieben. Umso bemerkenswerter erscheint der Fund, den Christian Brachthäuser im Königlich Niederländischen Hausarchiv in Den Haag gemacht hat. In der neuen Ausgabe des „Siegener Forums“ am Donnerstag, den 9. Mai 2019, um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen wird das „Inventarium dero Closterbücher so zu Siegen“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. „Es handelt sich um ein bislang unausgewertetes Verzeichnis aus dem Jahr 1591. In einer Art Bestandsaufnahme wurden sämtliche Bücher, die sich damals noch im Oberen Schloss befanden, aufgelistet. Ein solches Dokument liefert wertvolle Erkenntnisse über die kirchengeschichtlichen, religiösen und naturphilosophischen Studien der Mönche. Besonders im Hinblick darauf, welche theologischen Inhalte der Siegener Bevölkerung vor der Reformation vermittelt wurden“, so der Mitarbeiter des Stadtarchivs Siegen. Insofern gestattet das Buchinventar aufschlussreiche Einblicke hinter die Kulissen des Siegener Klosters und der geistigen Vitalität zwischen mittelalterlicher Scholastik und frühneuzeitlichem Humanismus. Dies verdient vor allem Erwähnung, weil Siegerländer Heimathistoriker noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts glaubten, die Ordensbrüder hätten vor ihrer Ausweisung aus Siegen im Jahr 1534 den größten Teil ihrer Büchersammlung heimlich, still und leise weggeschafft und daher einen nur unbedeutenden Beitrag zum religiösen Leben in Siegen geleistet. „Genau das Gegenteil aber scheint der Fall gewesen zu sein. Vergleiche mit anderen Konventen legen sogar den Schluss nahe, dass die Franziskaner wegen ihres karitativen Engagements, ihres seelsorgerischen Beistands und ihren volksnahen Predigten auch von der Bevölkerung Siegens sehr geschätzt wurden“, so Brachthäuser. Was aber geschah nach der Inventarisierung der Bücher im Jahr 1591? Wurden sie in Teilen veräußert oder entsorgt?
Der Vortrag erläutert einführend die Gründung des Franziskanerklosters Ende des 15. Jahrhunderts, stellt Aspekte religiöser Buchkultur der damaligen Zeit vor und versucht danach das Schicksal der Siegener Klosterbibliothek nachzuzeichnen. Weiterlesen

Vortrag “Religions- und Bürgerkriege (1600 – 1800)”

Musikalisch-besinnliche Streifzüge durch die Geschichte der Kirchengemeinde Burbach
Sonntag, 28. April 2019, 19.00 Uhr, Ev. Kirche Burbach
Referent: Christian Brachthäuser, Stadtarchiv Siegen


Die Auswirkung der militärischen, politischen, religiösen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen auf die Bevölkerung im Freien Grund und im Hickengrund sind enorm. Selbst vermeintlich weit entfernte Konflikte und Großereignisse betreffen das südliche Siegerland in erheblichem Maße. So hinterlässt die komplizierte Epoche der Religions- und Bürgerkriege tiefe Spuren vor allem im Schicksal unserer Vorfahren wie aber auch in der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung unserer Region.
Quelle: Ev. Kirchengemeinde Burbach, Veranstaltungsflyer (PDF)

Spannende Heimatgeschichte zum Einkleben

Grundschüler bekamen von Lukas-Kirchengemeinde in Bad Berleburg zum Ferienbeginn Sticker-Album
Klassenweise wurden zum Ferienbeginn die Heimat-Sticker-Alben der Lukas-Kirchengemeinde im Elsoff- und Edertal an die Mädchen und Jungen der Grundschule „Unterm Heiligenberg“ verteilt – und die freuten sich sichtbar.

Klassenweise wurden zum Ferienbeginn die Heimat-Sticker-Alben der Lukas-Kirchengemeinde im Elsoff- und Edertal an die Mädchen und Jungen der Grundschule „Unterm Heiligenberg“ verteilt – und die freuten sich sichtbar.

Mit lautem Applaus bedankten sich die Mädchen und Jungen und Schulleiterin Karin Gaschler der Elsoffer Grundschule „Unterm Heiligenberg“ für das Ostergeschenk, mit dem sie in die Ferien entlassen wurden: ein nagelneues Heimat-Sticker-Album der Lukas-Kirchengemeinde im Elsoff- und Edertal.

Wie lange gibt es in Alertshausen den Flurnamen „Rosengarten“ und wieso ist das außergewöhnlich? Von wann bis wann fuhren Züge auf der Bahnstrecke durch Beddelhausen? Wie holte in der Weimarer Republik Willi Baetzel ein bisschen Amerika nach Christianseck? Woher kommt die Verbindung von Diedenshausen zur Wolfsangel und wie grausam funktioniert die? Wo kann man in der freien Natur und ganz ohne Technik mehr über die Heilig-Kreuz-Kapelle in Elsoff erfahren? Woher kommt eigentlich die Bezeichnung „Hüttental“ in Schwarzenau und seit wann gibt es sie? Welchen Rekord hält Wunderthausen für den Kreis Siegen-Wittgenstein? Weiterlesen

Briefe, Marken und ein Vortrag

Ausstellung über Tillmann Siebel – Briefmarken für Bethel

Das berühmte „Kopierbuch“ Tillmann Siebels wird in der Ausstellung gezeigt. Thomas Ijewski hat sich intensiv mit den Briefen an den Württemberger Pfarrer Christoph Blumhardt befasst.

Freudenberg. Um Briefe und Briefmarken dreht sich am morgigen Sonntag alles im Tillmann-Siebel-Haus, dem Evangelischen Gemeindehaus Freudenberg, Krottorfer Straße 37. In einer Ausstellung werden Briefe an und von Tillmann Siebel gezeigt. Dieser Gerbermeister stand als prägende Figur der Siegerländer Erweckungsbewegung in Korrespondenz mit zahlreichen Persönlichkeiten in ganz Deutschland. Eine langjährige Brieffreundschaft verband ihn mit dem berühmten Theologen Christoph Blumhardt aus Württemberg.
Neben der Ausstellung und einem einführenden Kurzvortrag von Pastor Thomas Ijewski werden auch Briefmarken für Bethel gesammelt. In der Briefmarkenstelle der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel sortieren Menschen mit Behinderungen gebrauchte Briefmarken und verkaufen sie an Sammler in aller Welt. Um diese Arbeit zu unterstützen, werden in auch Freudenberg in vielen Haushalten Briefmarken ausgeschnitten und gesammelt. Diese können am Sonntag abgegeben werden. Darüber hinaus bieten die Briefmarkenfreunde Ginsburg auch die Möglichkeit zum Tauschen an.
Der Tauschtag und die Ausstellung sind von 11 bis 15 Uhr geöffnet, der Kurzvortag beginnt um 12 Uhr.

Vortrag: “Reformation – lutherisch und Reformiert (1500 – 1600)

Musikalisch-besinnliche Streifzüge durch die Geschichte der Kirchengemeinde Burbach Samstag, 30. März 2019, 19.00 Uhr, Ev. Kirche Burbach
Referent: Pfarrer Dr. Tim Elkar, Ev. Kirchengemeinde Neunkirchen


Die Reformation als Erneuerung von Glaube und Kirche erfährt im hiesigen Raum durch Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg offene Türen. Seine Eheschließung beschleunigt die lutherisch geprägte Reformation des Siegerlandes.Nach seinem Tod lassen niederländische und sächsische Einflüsse das Siegerland zu einem Hauptstützpunkte des Calvinismus werden. So erlebt das Kirchspiel Burbach die Reformation gleich zweimal – 1530 lutherisch und 1584 reformiert.
Quelle: Ev. Kirchengemeinde Burbach, Veranstaltungsflyer (PDF)

Zu Besuch im „Wendener Land“

15. Kirchentour des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein

Kirche in Römershagen (Wenden)
St. Marien Kirche in Wenden-Römershagen, 16. Mai 2015, Quelle: Stefan Didam – Schmallenberg [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Zum 15. Mal lädt der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein zur Kirchentour ein. Am Samstag, 30. März, geht es erstmals in den benachbarten Kreis Olpe. Die Teilnehmer treffen sich um 9:30 Uhr an der Katholischen Kirche St. Kunibertus, Pfarrer-Beule-Straße 3, in Hünsborn-Wenden.

Zunächst steht die Besichtigung dieser Kirche auf dem Programm, danach statten die Teilnehmer der Katholischen Kirche St. Marien Römershagen einen Besuch ab. Weiter geht es zur Evangelischen Kirche Rothemühle und zur Wallfahrtsstätte Dörnschlade. Weiterlesen

“Zeitzeugen auf Zelluloid”: Erzbergbau und Religion im Siegerland

Siegen, LYZ, 27. März 2019, 19:00 Uhr

“Das Kreisarchiv stellt filmische Zeitzeugen aus dem Archiv des WDR vor. Den Anfang macht die 1987 ausgestrahlte Dokumentation Frommes Siegerland – Der Segen des Herrn macht reich. Der Film geht der Frage nach, warum das Siegerland die Gegend der Stillen im Lande ist, der Erweckten, und wie pietistische Frömmigkeit und Leistungsstreben zu typischen Merkmalen der Siegerländer Mentalität wurde.

Als zweiter Film wird die 1961 erschienene Reportage Erzbergbau im Siegerland gezeigt, der die jahrhundertealte Bergmannstradition der Region nachzeichnet und das heraufziehende Ende der Siegerländer Gruben thematisiert.”

Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.
Quelle: LYZ, Programm

Literaturhinweis: U. Lückel: “Die evangelische Kirche Girkhausen. Schicksal einer Wallfahrtskirche.”

Ulf Lückel, Die Evangelische Kirche Girkhausen.
Schicksal einer Wallfahrtskirche,
(Beiheft 9) zu Wittgenstein. Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e.V.,
Bad Laasphe 2019, 84 S.

Dieses Beiheft von Wittgenstein. Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e.V. widmet sich der Evangelischen Kirche von Girkhausen. Die vorliegende Publikation geht der interessanten und einzigartigen Geschichte der ehemaligen Wallfahrtskirche in Girkhausen nach und lässt die Historie von Kirche und Dorf lebendig werden. Gleichsam werden hier acht Jahrhunderte spannender Kirchengeschichte aufgerollt und durch viele aktuelle und historische Abbildungen untermalt.

Erhältlich über die Sparkasse Wittgenstein in Bad Berleburg und in Girkhausen.
Erhältlich über die Volksbank Wittgenstein eG in Bad Berleburg.
Erhältlich über den Heimat- und Verkehrsverein Girkhausen in der Drehkoite.
Bestellmöglichkeit für 12.- € inkl. Versand auch elektr.  über whv-schriftleitung@wichtig.ms

 

Das Kellerkind der Kirche

Alt, wertvoll, lebendig, nützlich und gepflegt: das Archiv des ev. Kirchenkreis Siegen


Es führt ein Nischendasein im kirchlichen Alltag. Nicht selten ist es im Keller zu finden, unordentlich und für den Gebrauch ungeeignet. Nur Besonderes findet langfristig seinen Platz in dieser Nische im Keller. So manches wird hinausgeworfen und entsorgt. Was aber seinen Platz in dieser Nische findet, trägt bei zur Identität der Kirche und ihrem Gedächtnis. „Es“ ist das Kirchenarchiv. Kirchengemeinden haben es, die Kirchenkreise und auch die Landeskirche. Eine Fundgrube für die historische Forschung. Hier wird die Frage beantwortet, warum die Kirche so wurde wie sie ist. Weiterlesen