15.10.2026, 19.30 Uhr Foyer der Sparkasse Wittgenstein, Poststraße 15, 57319
Bad Berleburg, statt. Der Eintritt ist frei.
Schlagwortarchiv: Kirchengeschichte
Vortrag Heinrich Imhof: „Vom Schuhmacher in Beddelhausen zum Geistlichen in Pennsylvanien“
(Geschichte einer Auswandererbibel)
8.10.2026, 19.30 Uhr Foyer der Sparkasse Wittgenstein, Poststraße 15, 57319
Bad Berleburg, statt. Der Eintritt ist frei.
Glockenrückkehr nach Burbach-Holzhausen
Wieder zu Hause: Nach über 80 Jahren ist eine 1450 gegossene Glocke aus Möllbergen in Ostwestfalen nach Burbach-Holzhausen im Siegerland zurückgekehrt.
Wie kam es dazu?
1943 wurden zwei spätmittelalterliche Glocken des Gießers Johann Brauweiler aus der Evangelischen Kirche in Burbach-Holzhausen beschlagnahmt und nach Hamburg gebracht. Dort sollten sie für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen werden.
Beide Glocken überstanden den Krieg. Doch als sie anschließend an ihre Gemeinde zurückgeschickt werden sollten, kam es zu einer folgenreichen Verwechslung: Statt nach Burbach-Holzhausen im Siegerland wurden die Glocken nach Holzhausen bei Porta Westfalica geschickt. Weiterlesen
Walter Thiemanns Erinnerungen 2024 in Buchform erschienen

Das Foto von der Buchvorstellung zeigt Norbert Diekmann (Bildmitte) und dem Pastoren-Enkel Hans Joachim Thiemann mit Ehefrau Almuth aus Siegen (rechts im Bild)
„In meines Herren Hand“ lautet der Titel des Buches, das vom Heimatverein Gronau herausgegeben wurde. Inhaltlich geht es dabei um Pastor Thiemanns Erinnerungen um den Kirchenkampf in der NS-Zeit. Dessen Aufzeichnungen wurden durch zahlreiche Anmerkungen und durch die Wiedergabe weiterer Quellen vor allem zum „Kirchenkampf“ in Gronau ergänzt.
Walter Thiemann wurde 1934 als neuer Pfarrer der Evangelischen Gemeinde in Gronau gewählt. Durch sein Engagement gegen völkische Umtriebe im Tecklenburger Land in den 1920-er Jahren war er schon als Nazi-Gegner bekannt. Die örtlichen Nazis bekämpften den gebürtigen Wuppertaler mit allen Mitteln. 1939 erfolgte die Festnahme, Thiemann wird Polizeihäftling in Münster und danach KZ-Häftling in Buchenwald. 1940 wird er freigelassen, durfte aber nicht wieder in Gronau tätig werden. Er wurde Pfarrer im Siegener Land, wo er dann nach 1945 u.a. publizierte und sich für die christlich-jüdische Zusammenarbeit engagierte.
Das 208 Seiten umfassende und durchgehend illustrierte Buch ist zum Preis von 17,90 € im Buchhandel sowie direkt beim Heimatverein Gronau erhältlich.
Quelle: Heimatverein Gronau, Facebook-Eintrag vom 7.10.2024
Baustart mit dem Kölner Dom
Warum die Kirche in Oberholzklau etwas Besonderes ist?
Denkmäler sind nicht nur Schlösser, Burgen oder uralte Fachwerkhäuser. In unserem Kirchenkreis sind es die Kirchen, die durch ihre Bedeutung und ihr hohes Alter die Dörfer und Städte prägen. Wer einen Blick hinter alte Mauern werfen möchte, hat bald Gelegenheit dazu. In Oberholzklau freut man sich schon auf den Tag des offenen Denkmals.
Denn in dem 1079 nach Christus erstmals urkundlich erwähnten Dorf prägt noch heute eine altehrwürdige Kirche das Ortsbild. Die Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde ist stolz auf die historische Hallenkirche, die an der „Alten Straße“ steht.
Erstmals erwähnte die Abtei Deuz bei Köln im Jahr 1147 einen Hof mit einer Kapelle in Holzklau. Mitte des 13. Jahrhunderts entstand eine typische Hallenkirche mit größerem und höherem Mittelschiff sowie links und rechts mit schmaleren und niedrigeren Seitenschiffen. Damit lag der Baubeginn in Holzklau fast parallel zum Baustart des Kölner Doms, der 1248 nach Christus begann. Weiterlesen
Neue Siegerländer und Wittgensteiner Kirchenbücher bei archion
Folgende Kirchenbücher aus dem ehemaligen Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein können nun – kostenpflichtig – bei archion eingesehen werden:
Quelle: archion, Neue Digitalisate vom 23. Juli 2026
Neue Wittgensteiner Kirchenbücher bei archion
Folgende Kirchenbücher aus dem ehemaligen Kirchenkreis Wittgenstein können nun – kostenpflichtig – bei archion eingesehen werden:
Quelle: archion, Neue Digitalisate v. 16.7.2026
Klang in der Denkmalpflege
Wie durch ein Wunder überstand der Glockenturm der Nikolaikirche die Zerstörung der Siegener Altstadt im Zweiten Weltkrieg. Eine erst kurz zuvor eingebaute Brandschutztür verhinderte, dass auch der Turm nach einem Bombenangriff in Brand geriet.
Bis heute prägt der Glockenturm nicht nur die Silhouette, sondern auch den Klang der Stadt Siegen. Seine fein aufeinander abgestimmten Glocken bilden einen Klangteppich, der die ganze Stadt verbindet. Während die Stundenglocke von 1463 in der Dachlaterne hängt, befinden sich fünf weitere Glocken im Glockenstuhl. Vier von ihnen stammen aus dem Mittelalter, eine fünfte kam beim Wiederaufbau der Kirche im Jahr 1947 hinzu. Gemeinsam bilden sie die ältesten und mächtigsten Musikinstrumente der Stadt Siegen. Weiterlesen
Wittgenstein 1/2026 erschienen
Inhaltsverzeichnis
– Ulrich Schneider: Zur Geschichte des Brauwesens in der Graftschaft Wittgenstein
– Peter Schneider: REFORGER 85: „One of the Coldest Ever“. Das NATO-Wintermanöver „Central Guardian“ im Januar 1985
– Moritz Wild: Villa Osterrath mit Gartenhaus in Bad Laasphe. Neubergischer Stil in Wittgenstein
– Bernd Geier v. Salisch: Fachwerk mit Handschrift – wenn Balken erzählen. Die unverwechselbare Baukunst des Mannus Riedesel
– Irenäus Chmiel und Rainer Wolff: Der Preußische Ringnummerstempel – die „Mauritius von Wittgenstein“
– Maximilian Rose: Rezension: Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741
– Joachim Völkel: Hinweis: Bibliografie Wittgenstein. Eine Regionalbibliografie
Quelle: Wittgensteiner Heimatverein
Ein 126 Jahre altes Turmuhrwerk hat ein neues Zuhause
Historische Uhrwerk der alten Kirche ist ins Technikmuseum umgezogen
„Wir haben schon zwei alte Uhrwerke im Museum, aber dieses dritte hat für uns eine besondere Bedeutung, freut sich Hans-Jürgen Klappert, Vorstandsmitglied des Technikmuseums in Freudenberg. Die evgl. Kirchengemeinde Freudenberg hatte angefragt, ob das Museum das historische Uhrwerk ihrer alten Kirche am Schlossberg aus dem Jahr 1889 übernehmen würde. Nach seiner Ausmusterung vor etwa 50 Jahren stand es seit der Einweihung des Gemeindehauses an der Krottorfer Straße dort im Foyer. Weil die Kirchengemeinde das Haus vermieten möchte, wurde ein neuer Platz für das alte Uhrwerk gesucht.
„Für uns ist es eine Ehre, dieses Turmuhrwerk, das fast 100 Jahre den Freudenbergern die Zeit angezeigt hat, in unserer Obhut zu nehmen“, ergänzte Wolfgang Denker, verantwortlich für die alten Maschinen im Museum. Weiterlesen

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