Vortrag: “Karl Barth und die Siegerländer”

von Prof. Dr. Marco Hofheinz am 17.11.2019 um 15 Uhr in der Ev.-ref. Kirchengemeinde Siegen-Eiserfeld , Eiserntalstraße 60, Siegen

Dieses Jahr ist Karl Barth-Jahr. Die Theologie des weltberühmten Schweizer Theologen hat 100-jährigen Geburtstag. Vor 100 Jahren erschien sein „Römerbrief“, der Theologie und Kirche wachrüttelte. 1919 hielt er auch seinen berühmten Tambacher Vortrag „Der Christ in der Gesellschaft“. In ihm rechnete er mit der damaligen Theologie ab.

Was jedoch die wenigsten wissen: Karl Barth kannte auch das Siegerland. Er hatte durchaus intensiven Kontakt mit einigen Siegerländern. Bevor Barth von den Nazis aus Deutschland ausgewiesen wurde, hielt er seine letzte Predigt im März 1935 in der überfüllten Siegener Nikolaikirche. Weiterlesen

Video: “1630 – Theologische Ästhetik” an der Hohen Schule in Herborn


In der youtube-Reihe “Streiflichter der Geschichte” des Hessischen Landesarchivs erschien unlängst ein Beitrag zur der Geschichte der Hohen Schule Herborn: “Ästhetisch besonders eindrücklich gestaltet sind einige reformatorische Gutachten des 16. Jahrhunderts. Die „Tabulae complectentes delineationem tractatus de Ecclesia aedificatione et gubernatione“ stammen von einem anonymen Theologen und sollen für die Vielzahl an theologischen Schriftstücken und Traktaten der Reformationszeit stehen, die es noch zu entdecken gilt. Durch den regen Austausch theologischer Schriften zwischen den Reformatoren und Kirchenpolitikern stecken die Texte einen weiten inhaltlichen Radius ab, der Kirchenhistorikern noch zahlreiche Entdeckungen ermöglichen wird. Weiterlesen

Literaturhinweis: Dörte Schmithals/Kathrin Spemberg (Hg.): “Walter Schmithals. Pfarrer in Raumland 1953-1963. Erinnerungen”

“Ein autobiografischer Text von Walter Schmithals (1923-2009) bildet die Grundlage dieses Buches. Der spätere Professor für Neues Testament in Berlin schrieb diesen Text im Jahr 1998. Er erinnert sich darin an seine zehn Jahre Pfarrdienst (1953-1963) in Raumland, einem Dorf in Wittgenstein, heute zu Bad Berleburg gehörend.
Ergänzt wird der autobiografische Text durch eine Auswahl an Kurzandachten („Sonntagsbetrachtungen“), die er ab 1957 wöchentlich für eine Lokalzeitung schrieb. Sie sind von außergewöhnlicher geistlicher Tiefe. Manche der Betrachtungen zeichnen sich auch durch ihre politische Schärfe aus, mit der sich Walter Schmithals gegen Blockbildung, Atomrüstung und die Politik der „angeblich christlichen“ Parteien wendet. Diese Äußerungen sind in einer Weise herausfordernd, dass es zu heftigen Konflikten mit der Kirchenleitung kommt. Weiterlesen

Vortrag “Wiederaufbau und Neuorientierung (1945 – 2019)”

Musikalisch-besinnliche Streifzüge durch die Geschichte der Kirchengemeinde Burbach
Sonntag, 13. Oktober 2019, 19.00 Uhr, Ev. Kirche Burbach
Referenten: Plarrer Jochen Wahl, Ev. Kirchengemeinde Burbach, Christoph Ewers, Bürgermeister der Großgemeinde Burbach


Gewollt ist nach 1945 eine Volkskirche, die auf breiter Basis steht und ihren Auftrag in finanzstarker Zeit mit wachsender Personal- und Gebäudeausstattung sowie einer umfangreichen Palette an Diensten und Angeboten wahrnimmt. Gesellschaftliche Veränderungen und einhergehende Entkirchlichung machen zunehmend das Konzept einer geistvollen Wandlung wichtig. So drängt sich auch in Burbach und seinen Dörfern die Frage nach Identität und Bedeutung von Kirche in einer sich wandelnden Welt auf.
Quelle: Ev. Kirchengemeinde Burbach, Veranstaltungsflyer (PDF)

siwiarchiv-Sommerrätsel 2019/2

Im Bestand D des Fürstlichen Archivs Bad Berleburgs findet sich in einer Akte der Plan einer Stadtkirche. Die Verzeichnungseinheit ist im Onlinefindbuch nachgewiesen: http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=451&verzguid=00451Vz_020b270c-bf26-4613-9dd9-ee5600b8357fACTAPRO.

Wo ist diese Kirche zu lokalisieren? Für die Beantwortung dieser Frage gibt es wie immer einen kleinen Preis. Die erste richtige Antwort, die hier in den Kommentaren erscheint, gewinnt. Link zum Bild in größerer Auflösung: Ber.D_361.

Kann Tersteegen uns heut’ noch was lehren?

Mit Vortrag, Exponaten und Liedern kam man in Schwarzenau dem Kirchenlieddichter näher

Knapp 50 Menschen versammelten sich am Montag in der Schwarzenauer Kirche, einen Abend lang sollte es hier um den Laienprediger, Schriftsteller, Kirchenlieddichter und reformierten Pietisten Gerhard Tersteegen gehen. Anlass dafür: dessen 250. Todestag in diesem Jahr. Dieter Kuhli, Laaspher Pfarrer und Vorsitzender des Theologischen Ausschusses im Kirchenkreis Wittgenstein, übernahm die Andacht am Anfang. Bei diesem Thema musste es natürlich eine Liedandacht sein: Das Gesangbuch-Werk „Brunn alles Heils, dich ehren wir“ hatte Dieter Kuhli dafür ausgesucht, anschaulich illustrierte der Laaspher darin seine Einschätzung: „Deshalb ist es nur folgerichtig, dass Gerhard Tersteegen zumindest in einigen seiner Lieder geradezu dichtet mit den Worten der Bibel.“ Dabei war Dieter Kuhlis Bild von Gerhard Tersteegen fest gefügt, das Bild von einem Mann, „dessen mystische Frömmigkeit nicht in die weltabgewandte Schwärmerei führt, sondern genau umgekehrt in die Tat, in die Zuwendung zum Nächsten“.

Aber wieso ist der Mann vom Niederrhein für unsere Breiten besonders interessant? Die Antwort gab der aus Bad Berleburg stammende Leiter der Abteilung „Ostwestfalen-Lippe“ des Landesarchivs NRW, Dr. Johannes Burkardt, in seinem Vortrag: „Auch das Siegerland und Wittgenstein gehörten zu Tersteegens Reisezielen. Eng verbunden war er der sogenannten ‚Gesellschaft der Kindheit-Jesu-Genossen‘ auf Schloss Hayn bei Hainchen, einer den Wittgensteiner Pietisten eng verbundenen Gruppe von Menschen. Mit ihnen stand er in Briefverkehr, und vermutlich wurde über die Schiene ‚Hayn‘ auch der Kontakt nach Berleburg hergestellt. Briefwechsel gab es mit dem Berleburger Hofarzt Samuel Carl, später auch mit der Berleburger Gräfinwitwe Hedwig Sophie. Die Briefe zeigen, dass ihm zahlreiche Personen der Wittgensteiner Pietistenszene bekannt waren und am Herzen lagen.“ 1736 besuchte Tersteegen Berleburg, auch in Schwarzenau war er. In einem detailreichen, gelehrten und dennoch kurzweiligen Vortrag porträtierte Johannes Burkardt den Mann, der am 3. April 1769 starb: „Tersteegen kann uns in einer zunehmend egoistischen und aggressiven Umwelt lehren, das Ego zurück zu stellen, dem anderen zuzuhören, Meinungsverschiedenheiten mit gegenseitigem Respekt auszutragen und Toleranz zu üben.“ Weiterlesen

“Freudenberg im Zeitgeschehen” 1/2019 erschienen


Aus dem Inhalt:
Fries, Wener: 50 Jahre Autobahnmeisterei Freudenberg, S. 3 – 5
Wentz, Claus: Freundenbergs Post im Wandel der Zeiten (Teil 2), S. 7 – 11
Schwarz, Teo: Kirchliche Verhältnisse im 16./17. Jahrhundert (Teil 2), S. 13 – 19
Klappert, Hans Jürgen: Rettung der letzten Freudenberger Dampfmaschine, S. 19 – 29
Lucke, Martin: Alchen feiert seinen 675. Geburtstag, S. 31 – 33
Gattwinkel, Adolf: Zur Errichtung des Flecker Feuerwehr-Gerätehauses, S. 35 – 37

Vortrag: “Aufklärung und Erweckung (1800 – 1900)”

Musikalisch-besinnliche Streifzüge durch die Geschichte der Kirchengemeinde Burbach

Samstag, 08. Juni 2019, 19.00 Uhr, Ev. Kirche Burbach
Referent: Dr. theol. Ulf Lückel, Marburg, Theologe und Kirchenhistoriker


Die Aufklärung und die industrielle Revolution führen auch im Siegerland zu einem tiefgreifenden Wandel sowohl des gesellschaftlichen wie auch des geistlichen Lebens. Das Engagement für Religionsfreiheit und – veränderung fordert zunehmend die Denk- und Meinungsfreiheit heraus. Zugleich werden die herrschenden Machtverhältnisse in Frage gestellt und hinterfragt. So fällt der Anspruch von Freiheit, Vernunft und Tugend auch im „Freien Grund“ auf fruchtbaren Boden, und die Erweckungsbewegung führt zu einer sowohl Kirche als auch Gesellschaft verändernden Situation.
Quelle: Ev. Kirchengemeinde Burbach, Veranstaltungsflyer (PDF)

Führung “Kein Raum wie jeder andere: Die Evangelische Kirche Burbach”

Samstag, 11. Mai 2019, 15 – 18 Uhr, Evangelische Kirche Burbach, Am Römer, 57299 Burbach
Pfr. Anne-Christin Brahms

Kirchen prägen das Erscheinungsbild unserer Dörfer und Städte. Sie symbolisieren ein Stück Heimat. Selbst für die, die ansonsten mit Kirche und Glauben nur wenig anfangen können. In Zeiten in denen auch in unserer Region immer mehr Gottesdienststätten auf dem Prüfstand stehen, erscheint es verheißungsvoll, sich näher mit der Geschichte des Kirchbaus im Siegerland zu beschäftigen. Wann wurden welche Kirchen gebaut und warum?
Im fünften Teil unserer langfristig angelegten Veranstaltungsreihe besuchen wir die Evangelische Kirche Burbach. Die ursprünglich im 11. Jahrhundert erbaute und Ende des 18. Jahrhunderts bis auf den Turm praktisch von Grund auf neu errichtete Kirche besticht durch ihre schlichte Schönheit. Der ungewöhnliche Innenraum ist als typische reformierte, so genannte Predigtkirche gestaltet. Das Wort Gottes soll im Mittelpunkt des Kirchraums und damit des Gottesdienstes stehen.

Eine Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Burbach im Rahmen des Jubiläums “800 Jahr Burbach”.
Quelle: Evangelischer Kirchenkreis Siegen, Termine