Wittgenstein 1/2026 erschienen

Inhaltsverzeichnis
– Ulrich Schneider: Zur Geschichte des Brauwesens in der Graftschaft Wittgenstein
– Peter Schneider: REFORGER 85: „One of the Coldest Ever“. Das NATO-Wintermanöver „Central Guardian“ im Januar 1985
– Moritz Wild: Villa Osterrath mit Gartenhaus in Bad Laasphe. Neubergischer Stil in Wittgenstein
– Bernd Geier v. Salisch: Fachwerk mit Handschrift – wenn Balken erzählen. Die unverwechselbare Baukunst des Mannus Riedesel
– Irenäus Chmiel und Rainer Wolff: Der Preußische Ringnummerstempel – die „Mauritius von Wittgenstein“
– Maximilian Rose: Rezension: Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741
– Joachim Völkel: Hinweis: Bibliografie Wittgenstein. Eine Regionalbibliografie
Quelle: Wittgensteiner Heimatverein

Ein 126 Jahre altes Turmuhrwerk hat ein neues Zuhause

Historische Uhrwerk der alten Kirche ist ins Technikmuseum umgezogen


„Wir haben schon zwei alte Uhrwerke im Museum, aber dieses dritte hat für uns eine besondere Bedeutung, freut sich Hans-Jürgen Klappert, Vorstandsmitglied des Technikmuseums in Freudenberg. Die evgl. Kirchengemeinde Freudenberg hatte angefragt, ob das Museum das historische Uhrwerk ihrer alten Kirche am Schlossberg aus dem Jahr 1889 übernehmen würde. Nach seiner Ausmusterung vor etwa 50 Jahren stand es seit der Einweihung des Gemeindehauses an der Krottorfer Straße dort im Foyer. Weil die Kirchengemeinde das Haus vermieten möchte, wurde ein neuer Platz für das alte Uhrwerk gesucht.
„Für uns ist es eine Ehre, dieses Turmuhrwerk, das fast 100 Jahre den Freudenbergern die Zeit angezeigt hat, in unserer Obhut zu nehmen“, ergänzte Wolfgang Denker, verantwortlich für die alten Maschinen im Museum. Weiterlesen

Doppelkirche in Rödgen: Bewegte Geschichte zwischen zwei Konfessionen

Diese Kirche fällt auf: Ein Turm in der Mitte und zwei Kirchenschiffe an den Seiten, als wäre man sich nicht ganz einig, wo Gottesdienst gefeiert werden soll. In beiden Kirchen werden Gottesdienste gefeiert – aber eben katholisch in dem einen, evangelisch in dem anderen Kirchenschiff.


Womit die Besucher am Rödgen, jener Rodung zwischen Siegen und Wilnsdorf, mitten in der Geschichte des Gotteshauses angekommen sind. Diese Geschichte und die Besonderheiten der Johanneskirche den Menschen näherzubringen, hat sich Susanne Sidenstein zur Aufgabe gemacht. Aus einer ersten kleinen Führung wurde nach und nach mehr. „Das Interesse ist da“, bestätigt Susanne Sidenstein, die von der Stadtmarketing Siegen auch zur Stadtführerin ausgebildet wurde. Die Kirche auf dem Rödgen ist ihr ans Herz gewachsen. Weiterlesen

Warum die Nikolaikirche mehr als das Krönchen zu bieten hat


Die Kirchen im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein sind alle für sich etwas Besonderes. Keine gleicht der anderen, nicht selten verbergen die dicken Mauern Erstaunliches. Da macht auch eine die bekannte Nikolaikirche im Herzen Siegens keine Ausnahme.
Pfarrer Stefan König geht voran. Die steinerne Treppe führt Stufe für Stufe unter die Nikolaikirche. Wer in die verborgenen Winkel und Ecken der Nikolaikirche einen Blick werfen möchte, muss die Treppen abseits des großen Kirchenschiffs nutzen. Einige Stufen führen in eine ehemalige Gruft, eine andere Treppe folgt dem alten Turm der Nikolaikirche durch viele Jahrhunderte Geschichte – bis zum Krönchen, Siegens Wahrzeichen. Weiterlesen

In Oberfischbach gibt eine besondere Orgel den Ton an


Die Kirche in Oberfischbach ist schon für sich ein Blickfang. Am Hang des Dörfchens gelegen und 1793 erbaut, prägt sie das Ortsbild bis heute. In ihrem Innern verbirgt sich eine berühmte Orgel, die noch heute mit Freude gespielt wird. Weiterlesen

Projekt „Alte Synagoge“ im Bad Laaspher Schaufenster

10. Mai 2026 von 11:00 bis 18:00 Uhr, Haus des Gastes, Wilhelmsplatz 3 Bad Laasphe

Der Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. stellt das Projekt der Alten Synagoge vor.
Mitglieder des Vereins werden an einem Stand im Haus des Gastes interessierte Besucher über den Stand des Projekts Alte Synagoge informieren.
Quelle: Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., Aktuelles

Erasmus Sarcerius (1501-1559) – Stadtarchiv Siegen erinnert an das 525. Geburtsjahr des Humanisten, Theologen und Gründungsrektors des Gymnasiums Am Löhrtor

Unterschrift Pressefoto: Erasmus Sarcerius (1501-1559). Vorlage: Stadtarchiv Siegen, Bestand Historische Bibliothek, Nr. 109.

„Das Stadtarchiv Siegen besitzt mit seinem Bestand 755 (Historische Druckgraphiken) eine im Aufbau begriffene Sammlung originaler Kupferstiche aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Neben Staatsoberhäuptern, Herrschaftsträgern und Angehörigen des Hochadels (darunter auch einige Fürsten des Hauses Nassau) gehören vor allem kirchliche Würdenträger und Theologen zu den abgebildeten Personen. Bei einem der Neuzugänge handelt es sich um eine Persönlichkeit aus der Zeit der Einführung des reformierten Glaubensbekenntnisses, die sogar konkrete Bezüge zu zur Stadt Siegen aufweist.
Erasmus Sarcerius gehört fraglos zu den bemerkenswertesten Gestalten der Reformationszeit. Über die Jugendzeit des am 1501 im sächsischen Annaberg geborenen Sarcerius ist kaum etwas zu erfahren. Immerhin wissen wir aber, dass er im Alter von vierzehn Jahren die Domschule in Freiberg bezog und seinem humanistischen Lehrer Petrus Mosellanus wenige Jahre später 1522 nach Leipzig folgte. Nach dem Tod seines Lehrers im Jahre 1524 ging er nach Wittenberg, um sich dort Martin Luther und Philipp Melanchthon anzuschließen“, weiß Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen zu berichten. Weitere Stationen des strengen Lutheraners waren Wien und Rostock, von 1531 bis 1536 wirkte er zudem als erster Konrektor am Katharineum in Lübeck. Weiterlesen

Buchvorstellung: “ Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741. Berleburg zur Zeit von Dippel und Edelmann“

Am Montag, 04.05.2026, sind die Herausgeber Vera Faßhauer und Martin Mulsow zu Gast im „Dritten Ort – Bücherei der Zukunft“ in Bad Berleburg und stellen den neu erschienenen Band vor. Los geht es um 19 Uhr.
Während der ersten vier Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts war das Territorium der reformierten Grafen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg ein Zufluchtsort für radikal gesinnte Religionsmigranten mit unterschiedlichen sozialen, beruflichen und konfessionellen Hintergründen. Der tolerante Graf Casimir gewährte ihnen nicht nur Religionsfreiheit und Steuervergünstigungen, sondern ermöglichte ihnen auch den zensurfreien Druck ihrer Schriften. Allerdings ergaben sich zwischen den religiösen Individualisten vor Ort zwangsläufig Auseinandersetzungen; auch versuchten einige von ihnen, den Landesherrn in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Der Band „Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729 bis 1741. Berleburg zur Zeit von Dippel und Edelmann“ spürt auf der Basis zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente und Selbstzeugnisse den Spuren der religiösen Individualisten nach. Weiterlesen

Ein uralter Kirchhügel in Raumland birgt Geheimnisse


Dass die Kirchen in unserem Kirchenkreis wichtig sind, steht außer Frage. Was aber wenige wissen: Die Kirchen zwischen Siegen und Olpe, zwischen Winterberg, Bad Laasphe und Niederdresselndorf beherbergen auch das eine oder andere Geheimnis. Die Spurensuche, die in lockerer Reihenfolge fortgesetzt wird, beginnt in Raumland auf einem uralten Kirchhügel.
Dort steht Dr. Dirk Spornhauer, der Raumländer Pfarrer, im Chorraum der Kirche, in der er 25 Jahre lang gepredigt hat. Mit Freude zeigt er auf alten Putz, unter dem nach einer Restauration Szenen aus dem Leben Jesu hervorkamen.
Größere Restaurierungen oder Sanierungen der in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichteten westfälischen Hallenkirche fielen nicht in seine Amtszeit, wofür der aus Eisern stammende und zuvor in Neunkirchen tätige Pfarrer sehr dankbar ist: „Die Kirche atmet eine Tradition und Geschichte, mit der man sich beschäftigen muss. Das gehört alles nicht einer Generation. Das gehört allen davor und danach.“ Weiterlesen

Geschichte zum Anfassen im Erzbistumsarchiv Paderborn

Bundesweiter „Tag der Archive“: Archivalien und Vorträge locken zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Paderborner Erzbistumsarchiv


Anlässlich des Tags der Archive besuchten zahlreiche Besucherinnen und Besucher, darunter auch eine Schulklasse des Paderborner Gymnasiums St. Michael, das Erzbistumsarchiv. In insgesamt drei Vorträgen informierten die Mitarbeitenden über die Aufgaben und Bestände des Erzbistumsarchivs. Im Lesesaal boten die ausgestellten Archivalien einen Überblick über die verschiedenen Veränderungen von Heimat im Laufe der Zeit.
Das Datum des Aktionstags, der 27. März, war historisch und passte zum Thema: am gleichen Tag im Jahr 1945 wurde die Stadt Paderborn durch den größten Luftangriff während des zweiten Weltkriegs zu großen Teilen zerstört. Das entsprechende Plakat zum Tag der Archive erinnerte mit einem Foto aus dem Nachlass Brockmann (Dompropst von 1947-1971) bildlich an die Zerstörung der Stadt und des Doms. Weiterlesen