Online: Heinrich Gamann: „Das Missions-Museum in Siegen“

Eine Anregung zum Weiterforschen

Heinrich Gamanns zweiseitiger Bericht erschien in Georg Mollats „Siegerländer Heimatbuch, Siegen 1914.

Link zur PDF: GamannMissionMuseum

Als weiterführende Literatur ist lediglich G. Mundle 16seitiger „Führer durch das Missionsmuseum im Konfirmandenhaus zu Siegen“ (o.Ou.J.) bekannt. Weiterlesen

Freudenberg: Kirchensanierung aktuell: Geheimnisvolle Nische gefunden.

Dr. Roland Pieper aus Münster, einer der beiden Bauhistoriker, erläutert einem WDR-Reporter die Bedeutung des Fundes.

Pastor Ijewski: „Ich bin begeistert über diese Entdeckung. Sie ist eine kleine historische Sensation, weil von diesen Raum voher niemand etwas wusste. Die Nische ist ideal für Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst oder Empfänge nach Konzerten oder Ausstellungen. Die Entdeckung war ein kleiner Zufall, der Nutzen für unsere Gemeindearbeit ist richtig groß!

Natürlich bedeutet die Herrichtung der Nische auch Mehrkosten, ich vermute in einer Höhe von 10.000 €. Deshalb bin ich für Spenden sehr dankbar!“ Weiterlesen

Ein österlicher Aktenfund: Krombacher Eiersammlung 1959

Eine Akte zur „Inneren Mission“ aus dem Archiv der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Krombach behandelt die Beteiligung der Gemeinde an der jährlichen Eiersammlung für das Johann-Moritz-Stift in Siegen (Quelle: Archiv der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Krombach, Nr. 712): KrombacherEiersammlung1959

Aus den Quellen lernen

Archive sind ein wichtiger Lernort für die Geschichte des Erzbistums Paderborn. Ein Beitrag zum Themenspecial „Kirche und Lernen“
Quellen am Paderborner Dom – bei diesen Worten dürften die meisten Menschen an die Paderquellen rund um die Bischofskirche denken. Doch es gibt in unmittelbarer Nähe auch noch Quellen ganz anderer Art: historische Dokumente aus über 1000 Jahren. Sie lagern im Erzbistumsarchiv und inspirieren Geschichtswissenschaft, Heimatkunde oder Ahnenforschung.

Michael Streit in einem der Magazine des Erzbistumsarchiv, in dem zahlreiche Schätze lagern.

„Vermutlich denken die meisten Menschen, dass unsere Quellen im Gegensatz zu den Paderquellen staubtrocken sind“, sagt Michael Streit, der das Erzbistumsarchiv derzeit kommissarisch leitet, mit einen Augenzwinkern. „Dabei kann man bei uns zahlreiche Schätze finden, die spannende Einblicke geben. Der materielle Wert ist nicht das entscheidende bei diesen Schätzen – auf den ideellen Wert kommt es an.“

Dokumente mit hohem Erkenntniswert

Ein gutes Beispiel für einen solchen Schatz ist das Tagebuch des Neheimer Priesters Franz Stock (1904 – 1948), dessen Seligsprechungsverfahren gerade im Gange ist: „Darin schreibt er über seine Tätigkeit als Seelsorger für zum Tode verurteilte Gefangene in Gefängnissen der Wehrmacht“, erläutert Streit. „Äußerlich ist das Tagebuch eine unscheinbare Kladde, aber inhaltlich ist sein Wert gar nicht zu ermessen.“ Weiterlesen

Siegen: Eiserfelder Friedhofskapelle ist „Denkmal des Monats“


Die Friedhofskapelle Am Gilberg in Eiserfeld ist „Denkmal des Monats“ der Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadtkerne“. Seit 20 Jahren werden ausgewählte Objekte durch die Regionalgruppe Südwestfalen in einem informativen Kalender vorgestellt.
Diese verleiht seit mehreren Jahren den Titel für besondere Denkmäler als besondere Auszeichnung und Qualitätssiegel. Für das Siegener „Denkmal des Monats“ im Monat März hat eine Auswahlkommission der Stadtverwaltung unter anderem mit Stadtbaurat Henrik Schumann und weiteren Fachleuten den Eiserfelder Bau gewählt.

Die Friedhofskapelle Gilbergstraße 90 wurde in den 1910er Jahren für Bestattungsfeierlichkeiten in der damaligen Stadt Eiserfeld errichtet. Das Gebäude bezeugt die über 100-jährige Beerdigungskultur der Gemeinde. Es ist der Ort, an dem die Menschen von ihren Angehörigen Abschied genommen haben und auch heute noch nehmen. „Die Friedhofskapelle am Gilberg ist ein gelungenes Stück Architektur und reiht sich ein in eine große Zahl solcher Bauten, die als Kleinarchitektur meist eigenwillig und immer sehr anspruchsvoll den Zeitgeschmack modellhaft widerspiegeln“, so die Begründung.

Friedhofskapellen im heutigen Sinn entstanden seit dem 18. Jahrhundert allmählich mit der aus hygienischen Gründen vollzogenen Abschaffung der um die Dorfkirche herum gruppierten Grabstätten. Die Bestattungsplätze wurden in entfernter gelegene Friedhöfe verlagert. Das Abhalten von Trauer- und Bestattungszeremonien im Ort bzw. im Wohnhaus ging zurück, so dass sich die Notwendigkeit der Schaffung besonderer zweckbestimmter Räumlichkeiten für die Bestattungsfeierlichkeiten ergab. So entfaltete sich eine Vielfalt von Bauwerken nach dem jeweiligen Stil der Zeit.
Quelle: Stadt Siegen, 27.11.2020

Familienforschung in digitalisierten Kirchenbüchern

Erzbistum Paderborn ermöglicht Online-Recherche auf einer Million Seiten auch in Corona-Zeiten

Rund eine Million Seiten aus Kirchenbüchern liegen mittlerweile in digitaler Form vor und können von Forschern kostenlos genutzt werden. Julia Hennig und Michael Streit sind stolz auf das Digitalisierungsprojekt des Erzbistums Paderborn. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Das Erzbistum Paderborn stellt mittlerweile allen Interessierten eine Million aus Kirchenbüchern digitalisierte Seiten für die Online-Recherche zur Verfügung. Mussten bisher Familienforscher das Erzbistumsarchiv besuchen, um Kirchenbücher aus den Kirchengemeinden zu sichten und auszuwerten, ist es jetzt digital möglich, tief in eine Familiengeschichte einzutauchen. Das sei in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie eine große Erleichterung, erklärt Julia Hennig vom Erzbistumsarchiv: „Forscher können kostenlos online recherchieren und sparen die Anreise nach Paderborn. Die Archivmitarbeitenden können unterstützen und auch Anfragen aus dem europäischen Ausland, den USA und aus Australien leicht bearbeiten.“ Seit 2015 läuft im Erzbistum das Digitalisierungsprojekt der Kirchenbücher und die Digitalisate werden seit 2018 kontinuierlich auf der Plattform Matricula (https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/paderborn/) bereitgestellt.
Jeden Freitag werden weitere Seiten veröffentlicht, informiert der kommissarische Leiter des Erzbistumsarchivs Michael Streit. Die neu eingestellten Kirchenbuchseiten von Pfarreien aus dem Erzbistum Paderborn werden auf der Startseite von Matricula in einer Nachricht angekündigt. Im Januar 2021 wurden dort die letzten Scans der Kirchenbücher der Pfarreien aus dem Dekanat Hochsauerland-Mitte mit den Kommunen Meschede, Bestwig, Schmallenberg und Eslohe veröffentlicht. Aktuell werden die Kirchenbücher der Pfarreien im Dekanat Südsauerland mit den Städten Attendorn, Drolshagen, Lennestadt und Olpe sowie den politischen Gemeinden Finnentrop, Kirchhundem und Wenden digitalisiert und schrittweise publiziert. Weiterlesen

Wittgenstein Heft III (2020) erschienen

Inhalt:

Frieda Claudy: Morgenglanz im Winterwald
Roland Scholz: Auf dem Wittgensteiner Panoramaweg die Heimat neu erleben (Teil II)
Dieter Bald: Eine fast vergessene Wittgensteiner Dichterin Frieda Claudy (1880 – 1946)
Detlev Schnell: Caspar Olevian – warum man seiner dauerhaft gedenken sollte

Rezensionen:

Ulf Lückel: Christian Brachthäuser: Buchdruckkunst in der Garfschaft Nassau, Siegen 2020
Ulf Lückel: Hans Armin Kohlberger: Die Vielfalt der Backhäuser in Wittgenstein, Siegen 2020

Das Heft kann über den Wittgensteiner Heimatverein bezogen werden.

Online: Heinrich Kampschulte: „Geschichte der Einführung des Protestantismus im Bereiche der jetzigen Provinz Westfalen“ (Paderborn 1866)

Die Universitätsbibliothek Paderborn stellte dieses Buch bereits 2013 digital zur Verfügung. Es wurde über noah.nrw. ZurKritik an diesem Portal s. Archivalia.

Literaturhinweis: Matthias Plaga-Verse: „Neupietismus im Nationalsozialismus

Eine Quellenstudie zu neupietistischen Printmedien am Beispiel von »Der Evangelist aus dem Siegerland«
Siegener Beiträge zur Reformierten Theologie und Pietismusforschung Bd. 3
624 Seiten, Paperback, Format 21,0 x 14,8 cm, ISBN: 978-3-7858-0780-4

„Mit Tausenden von Mitgliedern waren die Siegerländer Neupietisten in den 1930er Jahren eine
„Massenbewegung“ und repräsentierten als gesellschaftlich einflussreiche Größe einen großen Teil des protestantisch-nationalgesinnten Lagers des Siegerlandes. Dennoch findet die Bedeutung der Gemeinschaftsbewegung in historischen Arbeiten zum Siegerland während des Nationalsozialismus bisher kaum Erwähnung.
Das im Titel angeführte Zitat von Matthias Claudius „Gehorche der Obrigkeit und laß die andern über sie streiten“ – den jungen Wehrmachts-Rekruten 1935 von Walter Alfred Siebel auf der Rekruten-Abschiedsfeier im Vereinshaus Hammerhütte zugerufen – wirft die grundsätzliche Frage nach dem widerständigen Potenzial des Vereins für Reisepredigt in der NS-Zeit auf. War der Verein für Reisepredigt in der Bekennenden Kirche aktiv und dem Staat misstrauisch oder gar ablehnend gegenüber eingestellt, wie Jakob Schmitt in den 1950er und 1970er Jahren notierte? Oder hatten die retrospektiven Bewertungen des Schriftleiters und Präses apologetischen Charakter? An welchen Punkten konnten Bekenntnis- und Staatstreue in Einklang gebracht werden und wo gelang dies nicht? Neben der Beantwortung dieser und weiterer Fragen möchte diese Studie mit der Geschichte der Siegerländer landeskirchlichen Gemeinschaft das heterogene Gesamtbild der Evangelischen Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus exemplarisch um eine wichtige Facette ergänzen.“
Quelle: Verlagswerbung

s. a. Matthias Plaga-Verse: „Gehorche der Obrigkeit und laß die andern über sie streiten.“