Stadt und Siegerlandmuseum: Seite an Seite in die Zukunft

Vor zahlreichen Gästen fand am Sonntag (6. November) der traditionelle Jahresempfang von Stadt Siegen und Förderverein des Siegerlandmuseums und des Oberen Schlosses statt.

Prof. Dr. Eva von Engelberg, Kunsthistorikerin an der Universität Siegen, hielt den Festvortrag des diesjährigen Jahresempfangs. Bürgermeister Steffen Mues (rechts) und der Fördervereins-Vorsitzende Günter Zimmermann (Foto: Stadt Siegen)

In der Weißtalhalle, und damit ‚in Blickweite‘ des Siegberges, begrüßten Bürgermeister Steffen Mues und Günter Zimmermann, 1. Vorsitzender des Fördervereins, die Anwesenden und brachten sie auf den neuesten Stand, was insbesondere anstehende Veränderungen und geplante Bauvorhaben in und um das Obere Schloss mit seinem Museum angeht.

Zuvor ging es aber darum, einmal ausdrücklich ‚Danke‘ zu sagen: „Ich freue mich, in viele Gesichter von Persönlichkeiten schauen zu können, die sich schon seit langen Jahren und mit großem Engagement für die gute – lassen Sie mich sagen beste und geschichtsträchtigste – Stube unserer Stadt einsetzen. Dafür gebührt Ihnen ein ausdrückliches und ganz herzliches Dankeschön im Namen der Stadt Siegen!“, so Bürgermeister Steffen Mues. Exemplarisch nannte Mues einige Beispiele und Projekte, bei denen sich der Förderverein besonders einbringt und finanziell unterstützt, etwa die Offene Restaurierungswerkstatt oder das Zeitzeugenportal „Unser Siegen“. Weiterlesen

Hermann Manskopf (1913 – 1985)

Quelle: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, 2.09.3 (Bilderkammer ) Nr. 55

Aufgrund einer Anfrage an das Kreisarchiv zur Biographie Hermann Manskopfs – immerhin umfasst die Kunstammlung des Kreises Siegen-Wittgenstein 13 Werke des Künstlers – wurden die vorhandenen Informationen zusammengestellt  und ergänzt:

Hermann Manskopf

      • April 1913 in Siegen, 24. Februar 1985 in Siegen[1]
      • Eltern: Albert Manskopf, Kaufmann, und Frieda geb. Schmidt[2]
      • ev[3]
      • 4 Geschwister (2 Brüder, 2 Schwestern[4])[5]
      • 1919 – 1923 Besuch der ev. Volksschule Siegen[6]
      • 1923 – 1932 Besuch des Realgymnasium[7]
        • Abschluss: Primarreife[8]
      • Arbeit im väterlichen Betrieb[9]
      • Privatunterricht als Kunstmaler[10]
      • 1931 Aufnahme in den Kreis Siegerländer Maler[11]
      • Januar 1933 Eintritt in die SS (Nr. 163865)[12]
        • Sturmmann in der SS-Einheit 2/35 Res.[13]
      • März 1933 Eintritt in des NSDAP, Ortsgruppe Siegen (Mitgliedsnr. 1483115)[14]
        • Aufnahmeantrag an Weihnachten 1932[15]
      • Frühjahr 1933 bis Herbst 1934 als Kunstmaler und Graphiker tätig und Teilnahme an Ausstellungen der späteren Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler[16]
      • 1933 Beteiligung als SS-Angehöriger an Schlageter-Gedenken in Siegen mit Zeichnung von Schlageter[17]

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Vortrag: Leander Kühn B.Sc. (Siegen): Die frühe Geschichte Siegens.

Alte Befunde und neue Erkenntnisse – der aktuelle Stand der Forschung
17. November 2022, 18.30 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr), Eintrachtsaal (Siegerlandhalle, Siegen)

Die geschichtlichen Anfänge der Stadt Siegen stellen eine zentrale Frage in der Siegerländer Heimatforschung dar, welche zunächst unter Heranziehung historischer Quellen, später von Bodenfunden in den vergangenen beiden Jahrhunderten immer wieder Untersuchungsgegenstand waren.

Der Vortrag stellt den aktuellen Kenntnisstand dar und bezieht auch bisher noch uninterpretierte Befunde und Funde ein, aus denen in den letzten Jahren ebenfalls unter Anwendung geoarchäologischer Datierungsmethoden neue Erkenntnisse über die Martinikirche als den ältesten Kirchbau der Stadt generiert werden konnten. So lädt der Vortrag zu einem Gang durch die Geschichte Siegens im Frühmittelalter, wie sie sich der heutigen Forschung aus den nur wenigen Anhaltspunkten darstellt, bis ins Hochmittelalter ein, dessen zur Verfügung stehende Textquellen die Geschichte unserer Heimatstadt weiter zu erhellen vermögen.
Quelle: VHS Siegen, Programm

„Siegerland“ Band 99/Heft 1 (2022) erschienen:

Inhalt:
Leander Wilhelm Kühn & Christine Hassenpflug: Über die Anfänge der Ginsburg, S. 3ff
Christian Brachthäuser: „[…] auswendig über diesen Fenstern deas Fürst[liche] Wappen mit zwey grosen Löwen, vergoldet, nebst allerhand Kriegsinsignien“, S. 14ff
Daniel Schneider: Die Beschreibung der Mühlen im Amt Friedewald in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen 1770, S. 33ff
Thomas A. Bartolosch: „Ziegelsteine bis zu 220m vom Kessel geflogen“, S. 39ff
Rolf-Hermann Thomas: Ein Kirchener in Rotterdam, S. 75ff
Carsten Trojan: Die sowjetischen Zwangsarbeiter auf der Verbundgrube Füsselberg-Friedrich Wilhelm, Daaden/Herdorf, S. 91ff
Hans-Peter Fries: Erinnerungen an das alte Siegener Hallenbad, S. 108ff

Quelle und Bezug: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein

Sonderausstellung zu 6000 Jahren Erzgewinnung im Siegerland

Das Siegerland ist eine jahrtausendealte Kulturlandschaft, in der Erze abgebaut und seit der Eisenzeit verhüttet wurden. Der Mensch hinterließ dabei zahlreiche Spuren, die Archäologinnen und Archäologen zum Sprechen bringen, unterstützt von engagierten Heimatforscherinnen und -forschern. Folgen wir den Detektiven der Vergangenheit und lernen eine der bedeutendsten prähistorischen Montanregionen Europas kennen!

Fakten und Funde zum Bergbau

Im bodenständigen Siegerland neigt man bekanntlich nicht gerade zu Übertreibungen. Kein Wunder also, dass auch die neue Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf nichts verspricht, was sie nicht halten könnte. Der Titel macht klar, was keine Rolle in der Geschichte des Siegerlandes spielte: „Kein Gold, kein Sex, kein Mord“. Aber auf stolze 6000 Jahre Erzgewinnung kann die Region zurückblicken, und das ist allemal eine Ausstellung wert. Weiterlesen

Video: „Eisenland – Siegerland“


„Die Kelten kommen! Warum zog es die Kelten vor über 2.000 Jahren ins Siegerland? Die Gründe hierfür liegen in der Erde: Eisenerz. Archäologische Forschungen zeigen, dass zur Keltenzeit diese Erze überall in der Region abgebaut und in birnenförmigen Öfen verhüttet wurden. Die enormen Mengen Holz, die bei der Verhüttung verbrannt wurden, fanden sich in den Wäldern des Siegerlands. Hier rauchten vor über 2.000 Jahren die größten Verhüttungsöfen in ganz Europa und produzierten massenhaft Eisen. Weiterlesen

11.9. Tag des offenen Denkmals in Siegen

Baustellen Führungen zu EisenZeitReiseWeg / Ausgrabung Gerhardsseifen /
Uhrzeit: 11.00 / 13.00 / 15.00

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 11.09.2022, bieten wir zusammen mit der LWL Archäologie für Westfalen „Baustellen Führungen“ über den EisenZeitReiseWeg und zur Ausgrabungsstelle Gerhardsseifen an.

Start ist jeweils um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr. Dauer circa 2 Stunden. Treffpunkt: Parkplatz oberhalb Sportplatz Rosengarten. Navi Adresse: Am Rosengarten 54, 57080 Siegen Niederschelden. Zum Tag des offenen Denkmals wird auch der zweite LWL-Film zum Thema herauskommen. Diesen können wir uns dann auch vor Ort anschauen. Neugierige können aber schon mal unter https://www.lwl-archaeologie.de/…/das-verschollene-rezept/ schauen. Es lohnt sich.

Ort: Treffpunkt: Parkplatz oberhalb Rosengartenstadion, Am Rosengarten. 57080 Siegen Niederschelden

Veranstalter: Trägerverein Ein Siegerländer Tal e.V. und LWL Archäologie für Westfalen

Kontakt: Christian Weber

 

11.9. Tag des offenen Denkmals in Hilchenbach

Der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ findet am Sonntag, dem 11. September, statt. Das diesjährige Motto lautet: „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“. Diesem Aufruf, Kultur und Denkmalschutz zu verbinden, folgt auch Hilchenbach.

Einige Erlebnisveranstaltungen und Orte laden in der Stadt am Rothaarsteig zu einer Teilnahme und einem Besuch ein. Dabei bietet sich durchaus eine Rundreise an.

Das Besondere:

Ökumenischer Gottesdienst beim Bodendenkmal Altenberg

Bild vergrößern: Open Air-Gottesdienst mit vielen Besuchern auf dem Altenberg mit dem Altenberg-Turm in Hintergrund Ein  be  sonderes Angebot machen der Pastoralverbund Nördliches Siegerland und die evangelischen Kirchengemeinden Ferndorf, Hilchenbach und Müsen. Sie laden zu einem ökumenischen Gottesdienst ein. Passend zum Tag des offenen Denkmals findet dieser auf  dem „Altenberg“ statt. Auf den Weg zum Gottesdienst können sich Besucher auch auf eine Sternwallfahrt begeben. Start- und Treffpunkte hierfür sind jeweils um 9.30 Uhr die Kapellenschule in Littfeld, der Parkplatz Irlenhecken in Ferndorf und das Freibad in Müsen. Wegen der begrenzten Parkmöglichkeiten auf dem Altenberg bitten die Organisatoren, den Weg zu Fuß anzutreten oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Bei Bedarf wird ein Shuttle-Service angeboten. Um diesen zu planen, ist eine Anmeldung im Pastoralverbundsbüro in Dahlbruch unter Telefon 02733/51127 oder per E-Mail an buero@pv-noerdliches-siegerland.de bis 7. September erforderlich. Weiterlesen

„Archäologische Zeitmaschine“ – Mit virtueller Realität in die westfälische Vergangenheit reisen

Titelmotiv der VR-Filmpräsentation. Foto: LWL

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) geht neue Wege: Die LWL-Altertumskommission für Westfalen und die LWL-Archäologie schicken ab Montag (8.8.) eine „Archäologische Zeitmaschine“ auf die Reise durch Westfalen. Zu sehen ist die Zeitmaschine bis zum 10. September an einem Stand, der durch fünf Innenstädte wandert. Die Besucher:innen erleben mit Spezialbrillen Kurzfilme in „Virtual Reality“-Qualität zu drei archäologischen Fundstätten in Westfalen-Lippe. Mit dabei am Stand: der „DeLorean“-Sportwagen aus dem Kult-Kinofilm „Zurück in die Zukunft“ (1985). Erste Station ist Münster.

In virtueller Realität (VR) geht es für jeweils drei Minuten in die Jungsteinzeit, die Römerzeit und ins Mittelalter. In Shopping-Malls in fünf Städten (Münster, Bielefeld, Bocholt, Siegen, Dortmund) gastiert die Show jeweils für eine Woche.

„Archäologie und Geschichte griffig“
„Eine solche Aufbereitung archäologischer Stätten – auf wissenschaftlicher Basis in virtueller Realität – hat es noch nicht gegeben“, so der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann, beim Start in einem Einkaufszentrum in Münster. Das Publikum könne den Bau des Großsteingrabs Große Sloopsteene bei Westerkappeln aus der Jungsteinzeit zwischen 3.500 und 2.800 v.Chr., die Ankunft des römischen Feldherren Drusus im Halterner Feldlager um 11 v.Chr. und den Angriff auf die Holsterburg bei Warburg im Jahr 1294 erleben, als sei es live dabei. Als Leitmotiv am Stand ist die „echte Zeitmaschine“ aus „Zurück in die Zukunft“ dabei: ein nachgebauter DeLorean, der einem Liebhaber aus Münster gehört. Weiterlesen

EisenZeitReiseWeg soll im Oktober öffnen

Bauarbeiten schreiten voran. Vorstand des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein besucht Ausgrabungsstätte Gerhardsseifen

Schon im Herbst dieses Jahres sollen die ersten Besucherinnen und Besucher die Ausgrabungsstätte Gerhardsseifen besichtigen können. Über den Stand der Arbeiten informierte sich jetzt Landrat Andreas Müller als Vorsitzender des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. gemeinsam mit dem Vereinsvorstand.

Der Trägerverein „Ein Siegerländer Tal e.V.“ ist Mitglied im Heimatbund und hat die Umbaumaßnahmen der Ausgrabungsstätte zum Ausflugsziel und außerschulischen Lernort maßgeblich vorangetrieben.

„Wir sind auf der Zielgeraden“, freut sich Landrat Andreas Müller während seines Besuches im Niederschelder Waldgebiet. „Bald können wir den Menschen aus der Region ein besonderes Stück Heimatgeschichte zugänglich machen, das lange nur Archäologinnen und Archäologen vorbehalten war. Ich danke dem Trägerverein, der hier mit viel Herz und ehrenamtlichem Engagement angepackt hat.“ Weiterlesen