Seltene griechische Münze in Berlin-Spandau entdeckt


Eine seltene antike griechische Münze ist auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche in Berlin-Spandau entdeckt worden. Das rund 12 Millimeter große Bronzestück ist der erste bekannte Fund aus der griechischen Antike im heutigen Berliner Stadtgebiet. Die Münze wird im PETRI Berlin der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Münze entstand zwischen 281 und 261 v. Chr. in Ilion, dem antiken Troja in der heutigen Türkei. Sie zeigt auf der Vorderseite den Kopf der Göttin Athena mit Helm, während auf der Rückseite Athena Ilias mit Speer und Spindel dargestellt ist. Weiterlesen

Ein uralter Kirchhügel in Raumland birgt Geheimnisse


Dass die Kirchen in unserem Kirchenkreis wichtig sind, steht außer Frage. Was aber wenige wissen: Die Kirchen zwischen Siegen und Olpe, zwischen Winterberg, Bad Laasphe und Niederdresselndorf beherbergen auch das eine oder andere Geheimnis. Die Spurensuche, die in lockerer Reihenfolge fortgesetzt wird, beginnt in Raumland auf einem uralten Kirchhügel.
Dort steht Dr. Dirk Spornhauer, der Raumländer Pfarrer, im Chorraum der Kirche, in der er 25 Jahre lang gepredigt hat. Mit Freude zeigt er auf alten Putz, unter dem nach einer Restauration Szenen aus dem Leben Jesu hervorkamen.
Größere Restaurierungen oder Sanierungen der in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichteten westfälischen Hallenkirche fielen nicht in seine Amtszeit, wofür der aus Eisern stammende und zuvor in Neunkirchen tätige Pfarrer sehr dankbar ist: „Die Kirche atmet eine Tradition und Geschichte, mit der man sich beschäftigen muss. Das gehört alles nicht einer Generation. Das gehört allen davor und danach.“ Weiterlesen

„NRW droht beispielloser Rückschritt beim Schutz seiner Denkmale“

Dr. Sandra Peternek im Interview zur Änderung im Denkmalschutzgesetz NRW

Dr. Sandra Peternek ist die Direktion der LWL-Archäologie für Westfalen.
Foto: LWL/H. Witte

Heute ist eine Anhörung im Landtag zur Änderung des Denkmalschutzgesetzes geplant. Es gibt viel Kritik an der geplanten Änderung. Eine Kritikerin ist LWL-Chefarchäologin Dr. Sandra Peternek. Sie ist die Direktion der LWL-Archäologie für Westfalen und verantwortlich für die archäologische Bodendenkmalpflege sowie für die drei archäologischen Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL): das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne, das LWL-Römermuseum in Haltern am See und das LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn.

Vier Fragen an die Direktorin der LWL-Archäologie für Westfalen Weiterlesen

Siegener Beiträge 30 (2026) erschienen

„Die Geschichtswerkstatt Siegen legt ihr 30. Jahrbuch vor. Mit 300 Seiten ist es prall gefüllt mit Aufsätzen zur regionalen Geschichte. Sie decken ein breites Spektrum ab und behandeln so unterschiedliche Themen wie Archäologie in Berg [Leander Wilhelm Kühn] und Bunker [Thomas Poggel], nähern sich den Biografien des unternehmerisch tätigen Theologen Tuchtfeld [Johannes Burkardt], des naturkundlich orientierten Lehrers Suffrian [Peter Kunzmann] und des Siegener Fotografen Siebel [Josef Wiesmann] an. Die Zeitgeschichte Siegens bildet mit den Anfängen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) [Bernd Plaum und Torsten Thomas], mit »Siegens neuer Mitte« [Katrin Minner] und mit dem Bunker auf dem Rosterberg einen eigenen Schwerpunkt des Bandes. Dazu zählt in einer gewissen Wese auch der Artikel zu Brambachs Haus [Christian Brachthäuser], der die jahrzehntelangen Forschungen zum Standort von Rubens Geburtshaus in Siegen abschließend zusammenfasst und umfassend präsentiert. Weiterlesen

Manuel Zeiler: Der mittelalterliche Bergbau Ratzenscheid

Ein Blogeintrag vm 10.2.2026:
„Diesen Monat widmen wir uns abgesehen von unseren regelmäßigen Einblicken in unseren Arbeitsalltag besonders spannenden Ausgrabungen und Funden aus dem westfälischen Mittelalter. Heute: Der mittelalterliche Bergbau Ratzenscheid bei Wilnsdorf, Kr. Siegen-Wittgenstein. Hier befindet sich der älteste urkundlich erwähnte Bergbau des Siegerlandes, der endlich 2025 nach vielen Jahren mühevoller Suche wiederentdeckt wurde und nun archäologisch dokumentiert wird. ….“

LWL-Archäologie für Westfalen (Hrsg.): Westfalens Archäologie entdecken.

Ein Streifzug durch die Jahrtausende. 2025. 344 S., 315 (überw. farb.) Abb., 26 cm.
ISBN 978-3-7749-4473-2

Was gibt es in Westfalen zu entdecken? Keine Frage, eine ganze Menge! Bei archäologischen Ausgrabungen wurden in den letzten Jahren überall in der Region Orte freigelegt, an denen Menschen vergangener Zeiten lebten, arbeiteten und ihre Verstorbenen bestatteten. Die Spuren, die sie dabei hinterließen, reichen von einfachen Verfärbungen im Boden bis zu wahren Meisterwerken, die uns heute noch staunen lassen. Wer schuf in der Steinzeit die Megalithgräber? Wie weit konnte man von einem mittelalterlichen Kirchturm aus blicken? Und woran scheiterte im 19. Jahrhundert der Bau einer Eisenbahnstrecke? Dieses Buch entführt in 90 kurzen Texten in die Forschungen der LWL-Archäologie für Westfalen, die hier anlässlich des Ruhestandes ihres Direktors Prof. Dr. Michael M. Rind Einblicke in ihre Arbeit während seiner 16-jährigen Dienstzeit von 2009 bis 2025 gewährt. Weiterlesen

Vortrag: 5000 Jahre Vergangenheit. Aktuelle archäologische Forschungen im Wittgensteiner Land

Dr. Manuel Zeiler

Donnerstag, 22. Januar 2026, Beginn: 19:00 Uhr
Stadtbücherei Bad Berleburg, Dritter Ort – Bücherei der Zukunft, Poststraße 42, 57319 Bad Berleburg,
Eintritt: 3,00 €

Seit fünf Jahrtausenden leben Menschen im heutigen Wittgensteiner Land. Dr. Manuel Zeiler geht in seinem Vortrag „5000 Jahre Vergangenheit – Aktuelle archäologische Forschungen im Wittgensteiner Land“ auf Spurensuche. Insbesondere im Zeitraum zwischen 500 und 0 v. Chr. ließen sich Menschen in der Region nieder und verließen sie mit Anbruch des Frühmittelalters wieder. Mithilfe archäologischer Erkenntnisse aus den letzten fünf Jahrzehnten lassen sich spannende Ansätze zu der frühen Vergangenheit Wittgensteins verfolgen.

nmeldungen sind möglich bei der Stadtbücherei per E-Mail unter stadtbuecherei@bad-berleburg.de oder unter Tel. 02751 923-150.

Quelle: Stadt Bad Berleburg, Aktuelles, 9.1.2026

Vom Giraffenhalssaurier bis zu Online-Spielen

LWL veröffentlicht Forschungsergebnisse zu Archäologie und Paläontologie

In seiner neuen Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe 2024“ zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Ergebnisse und die Methoden, mit denen Fachleute die paläontologische und archäologische Vergangenheit Westfalens erforschen. „Die Entdeckungen reichen vom Giraffenhalssaurier aus der Mittleren Trias – etwa 247 bis 235 Millionen Jahre alt – über Blei für die Römer und frühmittelalterliche Burgen bis zu Online-Spielen“, sagt LWL-Chefarchäologe Prof. Dr. Michael Rind.

85 Beiträge von 102 Autor:innen informieren über aktuelle Forschungsergebnisse und blicken auf die zentrale Ausstellungen in Westfalen im vergangenen Jahr zurück. Weiterlesen

Vortrag: Römischer und mittelalterlicher Bergbau an Lahn und Mittelrhein

Referent: Leander Wilhelm Kühn, Kapellenschule Eisern, In der Peeke 1, 57080 Siegen-Eisern, Freitag der 14.11.2025 ab 19:00 Uhr, Eintritt frei
Der für den 14.11.2025 vorgesehen Vortrag „Die Braunkohlen des Westerwalds“ muss aus privaten Gründen verschoben werden.

Als kurzfristigen Ersatz findet nun folgender Vortrag statt:

Quelle: Verein Siegerländer Bergbau

Siegerland 1/2025 erschienen

Der Band 102 / Heft 1 2025 der Siegerlandzeitschrift ist unter dem Gesamtthema „100 Jahre Stahlbergmuseum und zwölf Jahre Almerich-Projekt“ erschienen.

Inhalt:
Norbert Stötzel: 100 Jahre „Stahlberg-Museum“ – ein museales Juwel, S. 8ff
Manuel Zeiler, Jennifer Garner, Rolf Golze u. Leander W. Kühn: Das Almerich-Projekt – Forschungen zum mittelalterlichen Bergbau im Nordsiegerland, S. 38ff
Leander W. Kühn: Die geologische Ausgangssituation des Müsener Bergbaus, S. 89ff Weiterlesen