5. Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn in Beverungen-Herstelle

Wertvolles Wissen zum Archivwesen – Vom Kloster zu Notfällen im Archiv

Der 5. Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn führte jetzt über 30 ehrenamtliche Pfarrarchivpflegerinnen und Pfarrarchivpfleger in Beverungen-Herstelle an der Weser zusammen. In der Pfarrei St. Bartholomäus trafen sich die Teilnehmenden, um sich über ihre Arbeit und über Entwicklungen im Archivwesen der Erzdiözese auszutauschen. Das Team vom Erzbistumsarchiv kündigte eine neue Software an, deren Nutzung auch für die Pfarrarchive ermöglicht werden soll.
Der Tagungsort, das frühere Pfarrhaus von St. Bartholomäus, beherbergt das Zentralarchiv der Gesamtpfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen. Ein ehrenamtliches Team um Willi Brümmer kümmert sich um die Aufarbeitung der hier zusammengefassten elf Pfarrarchive – von Amelunxen bis Würgassen. Die Tagungsgäste nutzten den Besuch des Zentralarchivs, um mit ihren Kolleginnen und Kollegen konkrete Fragen direkt an den Beständen zu besprechen.
Vom Team des Erzbistumsarchivs berichtete Julia Hennig über den Fortschritt beim Projekt „Kirchenbuchdigitalisierung“. Sie blickte auf den bundesweiten Tag der Archive zurück, an dem sich das Erzbistumsarchiv Anfang März mit Videos und Online-Formaten beteiligt hat. „Wir planen, für das Erzbistumsarchiv eine neue Archivsoftware anzuschaffen“, erklärte Hennig. „Sie ist der Schlüssel zu einer stärken Online-Präsenz des Diözesanarchivs.“ Für die Pfarrarchive solle eine eigenständige Nutzung des Computerprogramms ermöglicht werden. Weiterlesen

Online: Handreichung des DA NRW AV-Medien Workshops

Montierung einer Schallplatte für die sachgemäße Lagerung und Transport beim Historischen Archiv der Stadt Köln

Das Medium Film ergänzt als historische Quellengruppe, besonders in Kombination von Bild- und Toninformationen, die traditionellen überwiegend schriftlichen Quellen und ermöglicht ein ganz anderes Eintauchen und Nacherleben des Gezeigten.

Die langfristige Erhaltung dieses Kulturguts stellt die Einrichtungen und Dienststellen, die sich damit beschäftigen, vor große Herausforderungen. Einerseits besteht ein großer Handlungsdruck, da die technischen Rahmenbedingungen mit einer schnellen Entwicklung einhergehen und Systeme und Formate einem rasanten Alterungsprozess unterworfen sind. Und andererseits handelt es sich um einen komplexen Themenkreis, der genaue Kenntnisse der Materie voraussetzt. Weiterlesen

Neuerscheinung: Handbuch Depots und Archive

„Kulturelles Erbe muss über sehr lange Zeiträume in Depots und Archiven vor einem unwiederbringlichen Verlust geschützt werden. Diese Handlungsempfehlungen für Depot- und Archivbauten unterstützen bei der Planung, aber auch bei der späteren Nutzung.

Neben den architektonischen, technischen und konservatorischen Gesichtspunkten werden vor allem finanzielle Aspekte berücksichtigt, neben den Investitionskosten insbesondere die notwendigen Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten.

Die Empfehlungen wurden im Rahmen des Forschungsprojekts »Energieoptimiertes Bauen: Energieminimierte Depot- und Archivgebäude zur Aufbewahrung von Kulturgütern mit Plusenergiekonzepten (EnOB)« erarbeitet, in dem die ideale Auslegung von Depot- und Archivbauten bezüglich Planung und Nutzung mit Blick auf Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement untersucht wurde.“

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6 archivpolitische Fragen zur Landtagswahl 2022 in NRW

1) Warum findet sich in allen Landtagswahlprogrammen kein Bekenntnis zu den erfolgreichen, archivischen Projekten der Landesregierung – Landesinitiative Substanzerhalt (LISE) und Digitales Archiv NRW (DA NRW)?
2) Warum findet sich in keinem Wahlprogramm ein Aussage zur seit 2019 ausstehenden Evaluierung des Archivgesetzes NRW?
3) Warum findet sich in keinem Wahlprogramm eine Aussage zur strittigen Zuordnung des Archivgesetzes zum gerade verabschiedeten Kulturgesetzbuch?
4) Warum findet sich in keinem Wahlprogramm eine Aussage, wie im Land NRW den Auswirkungen des Klimawandels auf die Archive entgegengetreten werden soll?
5) Warum findet sich in keinem Programm eine Aussage zur stellenweise problematischen Situation der Hochschularchive in NRW?
6) Warum findet sich in keinem Programm eine Aussage zu einer dauerhaften Finanzierung des Archivs für alternatives Schrifttum in Duisburg)?

Koordinierung der Ukraine-Hilfe im archivfachlichen Bereich

Die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien und das Auswärtige Amt haben eine Initiative gestartet, Hilfeleistungen für ukrainische kulturgutbewahrende Institutionen zu koordinieren. Dazu wurde ein Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine beschrieben, bei dem das International Council of Museums (ICOM) Deutschland als zentraler, spartenübergreifender Ansprechpartner fungiert. Für das schriftliche Kulturgut hat zunächst die Deutsche Nationalbibliothek die Koordinierungsfunktion übernommen. In Absprache mit dem VdA wird das Bundesarchiv die Nationalbibliothek dabei unterstützen, indem es die Unterstützungsleistungen von und für Archive koordiniert.

Es geht dabei vornehmlich darum, zielgerichtet konkrete Bitten um Unterstützung von Archiven aus der Ukraine entgegen zu nehmen und möglichst umzusetzen, sofern das Archiv, bei dem das Hilfeersuchen eingegangen ist, dieses nicht selbst übernehmen kann. Im Moment geht es vor allem um Verpackungsmaterial und Schutzkleidung.

Wenn also bei Archiven entsprechende Hilfeersuchen aus der Ukraine eingehen, können diese sie an das Bundesarchiv übermitteln. Ansprechpartner im Haus ist Herr Dr. Niederhut (at1@bundesarchiv.de). Das Bundesarchiv nimmt aber auch Unterstützungsangebote entgegen, wenn Verpackungsmaterial und/oder Schutzkleidung in größerem Umfang zur Verfügung gestellt werden kann.
Quelle: Verband deutscher Archivarinnen und Archivare, Aktuelles, 21.3.2022

Online: Siegener Wochenzeitung „Das Volk“ (1891-1941)

„Das Volk“ ist eine WochenzZeitung, die zwischen 1889 und 1941 in Siegen erschien. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv [Siegen] konnten wir jetzt in das Portal Direktdigitalisate der Jahre 1891 bis 1941 einbringen. Im Mai 1941 musste die Zeitung ihr Erscheinen infolge des Zweiten Weltkrieges einstellen.

In zeit.punktNRW ist die Zeitung hier zu finden:


Quelle: zeit.punkt nrw, Facebook, Eintrag, 5.3.2022