Online: Kommunalarchive in der Energiekrise.

Potentiale und Grenzen der Einsparung von Energie in Kommunalarchiven. Neues Papier der BKK

Angesichts von Engpässe bei der Energieversorgung besteht in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens ein dringender Bedarf an Energieeinsparungen. In dieser Handreichung werden Kriterien und Rahmenbedingungen für die Reduzierung des Energieverbrauchs in kommunalen Archiven aufgezeigt. Das Papier soll Argumentationshilfe für die kommunalen Archive bieten, richtet sich aber auch an Städte, Gemeinden und Landkreise als deren Träger sowie an Energieversorger.

Download des Papiers: Kommunalarchive in der Energiekrise

 

Archivisches im NRW-Koalitionsvertrag 2022-2027

“ …. Das Kulturgesetzbuch soll weiterentwickelt und um eine Neufassung des Archivgesetzes
ergänzt werden. ….“
(S. 123 Z 6098-6100)

Beiträge auf siwiarchiv zum Thema
1) Sachstand: Evaluierung des Archivgesetzes NRW (2018 – 2020/22)
2) Landtagswahl 2022 in NRW – „Archiv“ in den Wahlprogrammen der Parteien
3) 6 archivpolitische Fragen zur Landtagswahl 2022 in NRW

6 archivpolitische Fragen zur Landtagswahl 2022 in NRW

1) Warum findet sich in allen Landtagswahlprogrammen kein Bekenntnis zu den erfolgreichen, archivischen Projekten der Landesregierung – Landesinitiative Substanzerhalt (LISE) und Digitales Archiv NRW (DA NRW)?
2) Warum findet sich in keinem Wahlprogramm ein Aussage zur seit 2019 ausstehenden Evaluierung des Archivgesetzes NRW?
3) Warum findet sich in keinem Wahlprogramm eine Aussage zur strittigen Zuordnung des Archivgesetzes zum gerade verabschiedeten Kulturgesetzbuch?
4) Warum findet sich in keinem Wahlprogramm eine Aussage, wie im Land NRW den Auswirkungen des Klimawandels auf die Archive entgegengetreten werden soll?
5) Warum findet sich in keinem Programm eine Aussage zur stellenweise problematischen Situation der Hochschularchive in NRW?
6) Warum findet sich in keinem Programm eine Aussage zu einer dauerhaften Finanzierung des Archivs für alternatives Schrifttum in Duisburg)?

Landtagswahl 2022 in NRW – „Archiv“ in den Wahlprogrammen der Parteien


Fehlanzeige: SPD, FDP, Partei für Gesundheitsforschung, ÖDP, Volt, Die Partei, AfD, CDU, Freie Wähler, Volksabstimmung, MLPD, Die Violetten, Zentrum, die Basis, Deutsche Sport-Partei, die Urbane, Familien-Partei Deutschlands, Die Humanisten, Partei des Fortschritts, Lobbyisten für Kinder, Tierschutzpartei, Team Todenhöfer, DKP [Anm.: Kein Landtagswahlprogramm online], Europäische Partei LIEBE [Anm.: Kein Landtagswahlprogramm online]

Eine Anmerkung zur Reihenfolge: Die Aufstellung erfolgte über einen Zeitraum von drei Monaten, so dass hier die Onlinestellung des Programms bzw. des Auffindens des Programmsmaßgeblich war.

Internetseite nicht aufrufbar: BIG
Weiterlesen

Archivschule Marburg: Solidarität mit den ukrainischen Archiven

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Archiven und verbundener Institutionen sind zutiefst erschüttert über den völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine, den der russische Präsident Putin befohlen hat. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die durch den Krieg leiden. Unsere besondere Solidarität gilt den Archivarinnen und Archivaren in der Ukraine. Die Haager Konvention von 1954 (mit ihren beiden Protokollen von 1954 und 1999) verbietet die Zerstörung von Kulturgut sowie die Wegnahme von Kulturgut in bewaffneten Konflikten. Wir appellieren an die russischen Truppen, den Schutz der Archive und Sammlungen zu garantieren.

Frieden, Demokratie, die Achtung der Menschenrechte sowie die Freiheit von Forschung und Lehre sind die Grundlage unseres Handelns. Wir hoffen, dass dies auch in der Ukraine baldmöglichst wieder zur Grundlage des Lebens der Bevölkerung wird. Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir allen, die von diesem Krieg betroffen sind, beistehen.“

Dr. Irmgard Christa Becker, Dr. Karsten Uhde, Prof. Dr. Thomas Henne, Monika Oehme, Christian Rausch, Dr. Aimaiti Rehemanjiang, Klaus Schleiter, Dr. Florian Lehrmann, Stefanie Eifert, Dr. Sabine Schneider, Patricia Scheuch, Hendrick Schlaghecken, Marcel Giffey, Dr. René Gilbert, Martin Schulz, Matthäus Feigk, Christian Möller, Sophie Ziegler M.Ed., Dr. Saskia David-Gaubatz, Malte de Vries, Peter Wegenschimmel, Konrad Zrenner, Ruth Baumgarten, Lea Witzel, Tobias Köhler, Franziska Rohloff, Bärbel Grothkopf, Dr. Manuel Limbach, Jannik Staudenmaier, Nadine Hofmann, Patrick Pape, Julius Gerbracht, Ragna Hort, David Mehling, Friedrich Julius Steffens, Katharina Gamstätter, David Merschjohann, Anna Krabbe, Sarah Masiak, Lisa Spatzier, Julia Fark, Lara Filker, Malin Hase, Dr. Verena Limper, Dr. Jan-Hendrik Evers, Thomas Fuchs, Nele Bösel-Hielscher, Elias Miorandi, Matěj Kotalík, Ulrich Stevens, Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft Weiterlesen

Stellungnahme des VdA zum Koalitionsvertrag der Bundesregierung

Offener Brief an den Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, die Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und den den Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion
Stellungnahme des VdA zum Koalitionsvertrag der Bundesregierung:

„[I]m Koalitionsvertrag wird dem Archivwesen eine gewichtige Rolle beigemessen. Der VdA begrüßt dies ausdrücklich, da authentische Informationen in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung
gewinnen und damit die grundgesetzlich gebotene Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Regierungs- und Verwaltungshandeln gestärkt wird. Den Gestaltungswillen der Bundesregierung
sieht der Verband positiv, allerdings appellieren wir dazu, bei der Umsetzung fachliche Erfahrungen und Erfordernisse zu berücksichtigen. Der VdA nimmt aus archivfachlicher Sicht wie folgt Stellung:
Weiterentwicklung der Informationsfreiheitsgesetze zu einem Bundestransparenzgesetz
(S. 11): Eine kritische Prüfung der Informationsfreiheitsgesetze und eine Klärung des Verhältnisses zu den Archivgesetzen sind aus Sicht der Archive absolut wünschenswert. Wir können an dieser
Stelle unsere fachliche Unterstützung anbieten und sind für frühzeitige Beteiligung sehr dankbar.
Stärkung von Open Access und Open Science Weiterlesen

Solidarität mit den ukrainischen Archivkolleg:innen

„Der Internationale Archivrat (International Council on Archives [ICA]) möchte in dieser schwierigen Zeit seine Solidarität mit ukrainischen Archiv- und Schriftgutfachleuten zum Ausdruck bringen. Der ICA fordert die Regierung Russlands auf, im Land verbleibenden Fachleuten für Schriftgut- und Kulturerbe keinen Schaden zuzufügen und von der Zerstörung von Schriftgut- und Kulturerbe in Bezug auf das Übereinkommen von 1954 zum Schutz von Kulturgut im Falle eines bewaffneten Konflikts abzusehen .

Das ICA arbeitet eng mit den nationalen Archiven in den Nachbarländern Polen, Litauen, Lettland und Estland zusammen, um diese sich schnell verändernde Situation zu überwachen und den Kollegen vor Ort so viel Unterstützung wie möglich zu leisten und gefährdete Archive zu schützen.

Archive sind ein unersetzliches Kulturerbe und müssen zusammen mit dem engagierten Personal, das ihre Bedeutung, Organisation und Nutzung versteht, geschützt werden.“

Quelle: Internationaler Archivrat, News, 25.2.2022 (engl.) via Archivalia

#ArchivAnspruchWirklichkeit – Blogparade zum 10. Geburtstag von siwiarchiv

Anlässlich seines heutigen 10. Geburtstages startet siwiarchiv auch in diesem Jahr eine Blogparade

Die Anforderungen an Archive steigen kontinuierlich. Nicht erst seit dem Beginn der Pandemie wachsen die Wünsche der Nutzenden in Richtung einer möglichst vollständigen Digitalisierung des analogen Archivgutes. Allerdings wirkte Corona hier verstärkend. Die digitale Bereitstellung von Archivgut war in der Krise oftmals die einzige Möglichkeit Nutzungen zu ermöglichen bzw. dem gesetzlichen Auswertungsauftrag genüge zu tun. Nicht nur die historische Forschung – hier seien die digital humanities erwähnt -, sondern auch die größte Nutzergruppe in den Archiven, die Genealog:innen, erwarten hier ein noch stärkeres Engagement der Archive. Gerade kleine und mittlere Archive stoßen bei der Aufgabe sowohl an deren personellen wie auch finanziellen Grenzen.
Im vergangenen Jahr demonstrierte das Hochwasser an Ahr und auch die Bedeutung der sachgerechten Unterbringung von Archiven. Der Archivbau ist in der Regel eine Aufgabe des Archivträgers. Ist dann eine problematische Unterbringung ein Indiz für die geringe Bedeutung der Archive?
Zudem führte die Flut eindringlich vor Augen, dass der Klimawandel auch eine archivische Aufgabe ist. Wenn ich es recht überblicke, ist dies in der archivischen Fachdiskussion noch nicht in der Breite diskutiert worden. Bei der Verwendung von Umwelschutzpapieren bspw. steht m. E. deutlich die Bestandserhaltung im Vordergrund, wobei umweltschonende und ggf. restauratorisch sinnvolle Alternativen nicht diskutiert werden – s. https://www.siwiarchiv.de/stellungnahme-zur-dauerhafte-archivierung-von-schriftlichem-kulturgut/.
Integration und Inklusion werden seit längerem als gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen. Hinzu tritt in jüngster Zeit verstärkt die Diversität. Alle drei Aufgaben greifen in die komplette Archivarbeit ein von der Überlieferungsbildung über die Bewertung bis hin zur Erschließung.
In diesen vier Themenfelder ist die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit besonders groß. Beiträge, die diese Lücke zu schließen versuchen – von best/worst prachtise-Beispielen bis hin zu grundsätzlichen Überlegungen -, sind für diese Blogparade erwünscht.

Zur Teilnahme gebeten sind neben den archivischen Weblogs daher auch die Geschichtsblogosphäre und (geschichts)kulturaffine Bloggende. Beiträge werden bis zum 28. Februar 2022 angenommen. Wir sind gespannt und freuen uns auf jedes einzelne „Geburtstagsgeschenk“!
Tanja Praske gibt übrigens 10 Tipps für die erfolgreiche Teilnahme an einer Blogparade: Weiterlesen