Siegener Historikerin mit Conrad-Matschoß-Preis ausgezeichnet

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ehrt Dr. Daniela Mysliwietz-Fleiß für ihre technikgeschichtliche Dissertation „Die Fabrik als touristische Attraktion“.

Im Rahmen der technikgeschichtlichen Tagung „150 Jahre Conrad Matschoß – Technikgeschichte für die Gegenwart“ hat der VDI den diesjährigen Conrad-Matschoß-Preis an Dr. Daniela Mysliwietz-Fleiß (Universität Siegen) und Dr. Anke Woschech (Deutsches Hygiene Museum Dresden) vergeben. Die beiden Wissenschaftlerinnen erhielten die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre herausragenden technikgeschichtlichen Arbeiten.

Dr. Mysliwietz-Fleiß forscht und lehrt am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Siegen unter anderem zu Tourismusgeschichte und industriekulturellen Fragestellungen. Ihre nun ausgezeichnete Dissertation behandelt „Die Fabrik als touristische Attraktion“ und ist 2019 im Böhlau Verlag erschienen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die bürgerliche Identitätsbildung und -findung um 1900. Sie arbeitet auf innovative Weise heraus, wie sich damals der Besuch von Fabriken, Gruben und anderen Produktionsstätten für das Bürgertum zu einer touristischen Attraktion entwickelte. Ihr Buch beleuchtet mit dem Fabriktourismus ein bis dato unerforschtes Feld und gibt Aufschluss über Veränderungen in der Wahrnehmung von Fabrik und Fabrikarbeit. Weiterlesen

Siegen: Geschichte des ÖPNV als Kunst

Insgesamt sieben Fahrzeuge werden an der 100 Meter langen Hallenwand vorgestellt. (Foto: Stadt Siegen)

Die Initiative „Siegen sind wir – Si gestalten“ hat die Hallenwand der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd in der Siegener Marienhütte bunt gestaltet. Das Motiv zeigt die Entwicklung der Personenbeförderung. „Siegen sind wir – Si gestalten“ engagiert sich seit vielen Jahren dafür, das Stadtbild Siegens zu beleben. Eine Vielzahl von zuvor stark beschmierten Versorgungskästen und Wänden zeigt heute dank der Initiative ein freundlicheres Gesicht. Weiterlesen

siwiarchiv-Sommerrätsel 2020/1

Heute startet das diesjährige Bilder-Sommerrätsel auf siwiarchiv. An den kommenden Dienstagen – bis zum 11. August – gilt es wieder möglichst viele der vorgestellten Bilder zu erkennen und die dazu gestellten Fragen zu beantworten. Es werden nur die Antworten gewertet, die hier im Blog als Kommentar eingetragen werden. Wer die meisten Bilder richtig erkennt, dem winkt wie immer eine kleine Belohnung.
Die Frage zum heutigen Bild lautet:  Was befand sich früher hinter dem Zaun?

Glosse: Gleich nach der Queen …..

Gedanken zur Archivwahrnehmung.

Auch der Kreisarchivar konnte sich seinen Geburtstag nicht aussuchen – der 21. April. Ein Tag, wie man sieht, mit vielen Geburtstagen bekannter Persönlichkeiten und eben der der britischen Königin Elisabeth II. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der regionale Rundfunksender Radio Siegen ihr Geburtsgrüße ausrichtet, dass aber gleich im Anschluss dem Kreisarchivaren gratuliert wird, hat mich zumindestens ein wenig überrascht. Hören Sie selbst:

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50 Jahre Deutscher Soldatenfriedhof Futa-Pass

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück und Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen bei Gedenkfeier und Arbeitseinsatz in der Toskana

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück, Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen des Verbandes der Reservisten und je ein aktiver Kamerad aus Siegburg und Koblenz nahmen jetzt an der Gedenkfeier anlässlich der 50. Wiederkehr der Einweihung des deutschen Soldatenfriedhofes auf dem Futa-Pass in der Toskana teil. Außerdem führten die Soldaten und Reservisten einen Pflegeeinsatz auf dem Soldatenfriedhof durch. Der Einsatz stand unter der Leitung von Stabsfeldwebel Erhard Lauber, selbst aktiver Soldat am Standort Erndtebrück und Geschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Wittgensteiner Land. Nach 2002 und 2011 war dieses der dritte Arbeitseinsatz von Soldaten aus Erndtebrück auf dem Futa-Pass.

Zu den Aufgaben der Soldaten gehörten unter anderem auch Mäharbeiten auf dem Friedhof. © Erhard Lauber

Letzte Ruhestätte für über 30000 Gefallene

Der Soldatenfriedhof liegt auf einer Bergkuppe, 40 Kilometer von Florenz entfernt, unmittelbar am Futa-Pass (952 Meter über dem Meeresspiegel). Mit 30.683 Gefallenen ist der Friedhof Futa-Pass der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien. Aus Feldgräbern und Gemeindefriedhöfen der umliegenden zehn Provinzen hat sie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geborgen und umgebettet. Das war
notwendig, um die Gräber der Gefallenen zu erhalten und um noch unbekannte Tote zu identifizieren. Vielen Hinterbliebenen konnte der Volksbund nach langen Jahren der Ungewissheit das Schicksal ihres Angehörigen mitteilen. Die Einweihung des Friedhofes fand am 28.Juni1969 statt. Weiterlesen