Fotoalben gesucht

LWL-Kommission erforscht die bäuerliche und ländliche Foto-Überlieferung

Nicht nur der Inhalt, auch das Äußere der einzelnen Fotoalben ist sehr unterschiedlich.
Foto: LWL/Jahnke

Die Alltagskulturforscher:innen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sind auf der Suche nach Fotoalben aus dem ländlichen Raum. Damit wollen sie die bäuerliche fotografische Überlieferung erforschen. Denn bisher hatte die Wissenschaft meist das bürgerliche und städtische Milieu im Blick, bäuerlich-ländlichen Familienfotoalben hat sie nur wenig Aufmerksamkeit als Quelle für die Alltagsgeschichte geschenkt. Dies will die LWL-Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen mit dem aktuellen Forschungsprojekt ändern.

„Sobald ich ein Fotoalbum aufschlage, bin ich mittendrin in der Geschichte einer Familie. Alben sind Träger einer familiären Überlieferung“, so Dorothee Jahnke von der LWL-Kommission. „Für mich als Kulturwissenschaftlerin ist das ungemein spannend. Die Inhalte der Alben umspannen teilweise nicht nur Jahrzehnte, sondern sogar mehrere Generationen.“ Jahnke erforscht bäuerliche und ländliche Familienfotoalben aus dem 20. Jahrhundert und bittet die Bevölkerung um weiteres Quellenmaterial. Weiterlesen

Literaturhinweis: Uwe von Seltmann: „Wir sind da!

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Vorworte von Linda Rachel Sabiers und Matthias Schreiber

„Im Jahr 321, vor 1700 Jahren, wurden zum ersten Mal Juden auf deutschen Territorien urkundlich erwähnt. Das Buch zum Jubiläumsjahr 2021 zeigt die Vielfältigkeit des gegenwärtigen jüdischen Lebens und erzählt die reichhaltige Geschichte des deutschen Judentums von den Anfängen im Mittelalter über den langen Kampf um Gleichberechtigung und den schwierigen Neuanfang nach der Schoah bis heute. Unter dem Motto »Wir sind da« – entnommen einem Liedtext des jiddischen Dichters Leyb Rozenthal – will es Antworten auf die aktuellen Fragen der jüdischen Community anbieten: Wer sind wir? Woher kommen wir? In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Gibt es eine deutsch-jüdische Kultur? Kann es ein »normales jüdisches Leben« in einem Land geben, das sechs Millionen ermordete Jüdinnen und Juden auf dem Gewissen hat und bis heute nicht frei von Antisemitismus ist?

Zahlreiche Abbildungen und biografische Porträts jüdischer Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Epochen illustrieren den Reichtum der 1700-jährigen Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland.“

ISBN 978-3-946120-81-0

Quelle: Verlagswerbung
Link zum Wikipedia-Eintrag des Autors

Online-Seminar: „Totenzettel in der Familienforschung“

7. Online-Mittwochstreffen der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung e.V. (WGGF) vom 14.04.2021
Referenten: Norbert Mende und Johannes Kohlstedt


„In vielen Gebetbüchern finden sich Totenzettel – kleine Drucke mit einem Gebet oder Heiligenbild, die aber auch die wichtigsten Lebensdaten eines Verstorbenen nennen. Meistens wurden sie im Rahmen des Requiems an die Trauernden verteilt und anschließend in privaten Gesang- oder Andachtsbüchern aufbewahrt. Heute geschieht es leider oft, dass diese Bücher mitsamt den Totenzetteln bei Haushaltsauflösungen unbeachtet entsorgt werden. Doch für Genealogen bieten die Daten der Totenzettel manchmal noch wertvolle Informationen. Bereits in den 1990er Jahren haben Johannes Kohlstedt und Norbert Mende eine Sammlung aufgebaut, diese in eine Datenbank aufgenommen und auswertbar dargestellt. Mittlerweile ist der Bestand auf fast 60.000 Totenzettel angestiegen.“

Jubiläum »125+1 Jahre Motor-Omnibus« kann nicht stattfinden

Das ursprünglich für den 11. bis 13. Juni geplante Jubiläumswochenende „125+1 Jahre Motor-Omnibus“ muss abgesagt werden. Nach der Abstimmung mit den Verantwortlichen für den Buskorso gibt es keine ausreichende Planungssicherheit, das Herzstück der Veranstaltung, zu dem Busse aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland anreisen sollten, auf die Straße zu bringen. Gleiches gilt für das dreitätige Programm mit Bus-Party, Bus-Parade von Deuz nach Weidenau, Heimatabend und Frühschoppen in Netphen sowie der Zukunftsmeile „Mobilität“.

„Schweren Herzens haben wir uns für die endgültige Absage entschieden“, teilt die Veranstaltergemeinschaft bestehend aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Stadt Siegen und der Stadt Netphen mit. Im Herbst 2020 sei man noch optimistisch gewesen, das Jubiläum „125+1“ im Frühsommer dieses Jahres feiern zu können. Weiterlesen

Erich Moning (1902 – 1967) – Bürgermeister (1929 – 1945) und Oberkreisdirektor im Siegerland (1946 – 1963)

Erich Moning, Kreistagssitzung 16.11.1956 (Quelle: KrA SI-WI, Bildsammlung)

“Ich kann nicht mit halber Kraft arbeiten” (aus der Trauerrede Heinz Kuhbiers, 18.9.1967)

Im Rahmen der Diskussionen um den Siegener Oberbürgermeister Alfred Fissmer rücken auch weitere höherrangige Kommunalbeamte in den Blick, deren Karriere in der Weimarer Republik im Siegerland begann. Nach dem Landrat Heinrich Goedecke sowie den Amtsbürgermeistern Alexander Hirschfeld und Andreas Vomfell folgt nun ein tabellarischer Lebensweg Dr. Erich Monings:

Familie
• geb. 11.11.1902 in Schwerte/Ruhr, gest. Mi. 13.9.1967 19:45 Uhr in Buschhütten
• Heinrich Moning, Oberbahnassistent in Hagen, Marie geb. Nolte; 1 Bruder; Beamtenfamilie
• 1906 verzog die Familie nach Hagen
• Ev., Konfirmation: Psalm 91
• Seit 14.6.1929 verh. mit Hedwig geb. Ackermann (*30.1.1904, gest. 20.5.1990), 4 Kinder (1 Tochter *1930, 3 Söhne *1932, *1937 und *1935) Weiterlesen

Absage des Siegener Forums am 22.04.2021

Die Veranstalter der Vortragsreihe „Siegener Forum“ weisen aus aktuellem Anlass darauf hin, dass der für den 22. April 2021 angesetzte Vortrag von Herrn Oliver Teufer M.A. zum Thema „und ob wir nit Erbin hetten unser Tochter erbn dieselben burg hademar hobe und gut entphan und halden“ – Graf Johann I. von Nassau und der Hadamarer Erbfolgestreit“ coronabedingt leider ausfallen muss. Eine Neuansetzung wird geprüft und zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

siwiarchiv-Osterferien-Rätsel-Auflösung

Unangefochtener Sieger des diesjährigen Osterferienrätsel ist Sven Panthöfer mit vier richtigen Antworten – Gratulation! Unbeantwortet blieb allerdings die Frage nach dem Fotografen: Die Bilder wurden von Foto Wolpert hergestellt.

Lösungen des Osterferienrätsels 2021 Weiterlesen