Projekt „Aktiv im Siegerlandmuseum“

„Das Siegerlandmuseum öffnet seine Türen – für alle! Im Frühjahr bringen wir in einem Pilotprojekt Menschen verschiedener Lebenswelten, verschiedenen Alters und verschiedener kultureller Herkunft miteinander über die Objekte des Museums ins Gespräch. Es gilt, die spannenden Geschichten, die sich hinter den Objekten verbergen, oder die Art der künstlerischen Arbeit zu verstehen und dann selbst aktiv zu werden.

Was kommt wohl dabei heraus? Ob Collage, Video, Hörstück oder Skulptur – alles ist möglich und wird zum Abschluss des Projektes der Öffentlichkeit präsentiert und gefeiert. Wir sind auch schon gespannt!“

Weitere Informationen auch zur Anmeldung für die am 30. April beginnenden Termine s. Flyer AKTIV im Siegerlandmuseum

Online: Archivar 1/2022

Das Heft 1-2022 der Fachzeitschrift ARCHIVAR (75. Jahrgang) liegt nun online vor.

Der Themenschwerpunkt des neuen Heftes ist die Provenienzforschung. Fachbeiträge gibt es unter anderem zu Wiedergutmachungsakten als Quellengattung, zu Linked Data und zu Lücken in der Provenienzforschung. Dazu kommen Beiträge aus Archivtheorie und Praxis, Literaturberichte u.v.m.

Link zur PDF-Datei

Quelle: Verband deutscher Archivarinnen und Archivare, Aktuelles, 25.2.2022

Neues Denkmalschutzgesetz gegen alle Widerstände verabschiedet

Westfälischer Heimatbund in Sorge um die Denkmallandschaft NRW

Auch der WHB war bei der Demonstration des Denkmalschutz-Bündnisses am Tag der Gesetzesverabschiedung vor dem Landtag vertreten.
Foto/Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Trotz einer noch nie dagewesenen vehementen Kritik aus Fachwelt und der Mitte der Gesellschaft hat der Landtag NRW am 6. April mit der Mehrheit der Regierungskoalition von CDU und FDP das neue Denkmalschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Der Westfälische Heimatbund hatte noch während der Landtagssitzung gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und anderen Akteuren des Denkmalschutz-Bündnisses NRW lautstark auf der Landtagswiese gegen den dritten Versuch der Neufassung des Gesetzes protestiert.

Zuvor war bereits eine Petition mit rund 25.000 Stimmen von Bürgerinnen und Bürgern ebenso ungehört verhallt wie umfangreiche fachliche Stellungnahmen und Eingaben aus Verbänden, Initiativen und der Wissenschaft.

„Dies ist ein schwarzer Tag für die Denkmallandschaft in NRW. Dass ein Gesetz, das sich durch handwerkliche Fehler, die Schaffung einer Zwei-Klassen-Denkmalpflege und die Missachtung von Fachlichkeit zugunsten von Partikularinteressen auszeichnet, noch rasch vor den Landtagswahlen zur Abstimmung gebracht wurde, macht betroffen“, so Dr. Silke Eilers, WHB-Geschäftsführerin. „Um Verluste unwiederbringlichen Kulturgutes zu vermeiden, appellieren wir an die Entscheider, die Thematik in der neuen Legislaturperiode noch einmal aufzugreifen und dabei das bisher unbeantwortet gebliebene Gesprächsangebot des Denkmalschutz-Bündnisses NRW anzunehmen. Denn echte Wertschätzung bürgerschaftlichen Engagements geht über finanzielle Förderung hinaus, sie bedeutet auch Dialog auf Augenhöhe und Partizipation.“

In der „Düsseldorfer Erklärung zur Zukunft des Denkmalschutzes in NRW“ hatte das Denkmalschutz-Bündnis einen landesweiten Dialog zur Bedeutung des kulturellen Erbes für die Gesellschaft angemahnt. Nur so könne Denkmalschutz wieder ein zentrales kulturpolitisches Anliegen des Landes NRW werden.
Quelle: LWL, Pressemitteilung, 7.4.2022

Stadt Kreuztal unterstützt Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer beim Erhalt historischer Gebäude

Denkmalgeschützte Immobilien haben einen besonderen historischen Charme, sind ein bedeutender Teil des Stadtbildes und tragen als kulturelles Erbe zum Heimatgefühl bei. An die Eigentümerinnen und Eigentümer stellen sie aber auch einen besonderen Anspruch in Bezug auf den Erhalt des Gebäudes: Restaurierungen der Denkmalsubstanz, die Überarbeitung historischer Fenster oder beispielsweise die Erneuerung und Ergänzung beschädigter Bauteile nach historischen Regeln der Bautechnik erfordern besondere Fachkenntnis und bewegen sich oftmals in einem entsprechend hohen finanziellen Rahmen. Weiterlesen

Düsseldorfer Erklärung zur Zukunft des Denkmalschutzes in NRW 4. April 2022

Das heutige Land Nordrhein-Westfalen gehört zu den ältesten Kulturlandschaften Europas. Die Denkmäler der Kunst, der Geschichte und der Kultur sind durch Krieg und Zerstörung bereits stark dezimiert. Heute sind es gerade einmal 1,5 Prozent des gesamten Baubestandes im Land. Daher benötigen sie besonderen Schutz, den ihnen die Landesverfassung gewährt. Dazu gehört auch ein wirksames und zeitgemäßes Denkmalschutzgesetz, das sich an europäischen Normen und Werten und globalen Standards orientiert. Das Kulturerbe des Landes NRW ist Teil der europäischen Identität und Erbe der Menschheit.
Mit der für den 6. April 2022 geplanten Verabschiedung eines neuen Denkmalschutzgesetzes für NRW wird das Ziel, die Denkmäler nachhaltig zu schützen, verfehlt. Die Denkmallandschaft ist in Gefahr. Es ist eine vertane Chance für eine mögliche Weiterentwicklung des bewährten Denkmalschutzgesetzes von 1980, obwohl die von der Landesregierung selbst in Auftrag gege-bene Evaluation dafür eine gute Grundlage gelegt hatte. Der Sinn eines jeden neuen Gesetzes liegt in der Verbesserung einer bestehenden Situation. Ohne einen transparenten Dialog mit den im Denkmalschutz seit Jahrzehnte engagierten Part-nern, ohne einen öffentlichen Diskurs um die beste Lösung für den Schutz unseres kostbaren Erbes und ohne eine breite parlamentarische Debatte um diesen besonderen Verfassungsauf-trag kann dieses Anliegen nicht erreicht werden.
Das Denkmalschutz-Bündnis NRW appelliert daher an den Landtag, Weiterlesen

Zukunftsperspektiven für das Heimatmuseum Netpherland

Großzügiges Sponsoring durch die Volksbank in Südwestfalen

Von links: Lothar Schulte und Harald Gündisch vom Museumsteam erläutern Michael Mockenhaupt (Volksbank in Südwestfalen) den ersten Einsatz der gesponserten Mediensäule. Auf dem Bildschirm ist das Interview mit dem vor einem Vierteljahr verstorbenen Heimatforscher Ewald Hatzig aus Netphen zu sehen.

Für die Volksbank in Südwestfalen e.G. waren Frau Sonja Böcking, zuständig für den Bereich Unternehmenskommunikation, und Herr Michael Mockenhaupt, Teilmarktleiter in Netphen und Wilnsdorf, am 18. März 2022 der Einladung des Heimatvereins Netpherland ins Heimatmuseum Netpherland gefolgt. Begrüßt wurden sie vom Vorsitzenden Nico Eggers sowie Nicole Schmallenbach, Harald Gündisch und Lothar Schulte vom Museumsteam des Heimatvereins.
Zunächst wurden die Gäste durch die auf drei Etagen verteilten Ausstellungsräume des Heimatmuseums geführt. Anschließend verwies Nico Eggers darauf, dass hinsichtlich der Bausubstanz des im Eigentum der Stadt Netphen befindlichen Museumsgebäudes seit der nach der Altbaurenovierung und Errichtung eines Anbaus erfolgten Wiedereröffnung des Heimatmuseums Netpherland am 25. Februar 1994 quasi keine Veränderungen mehr erfolgt sind, was dem Gebäude innen und außen auch merklich anzusehen sei. Deshalb hat sich der Heimatvereinsvorstand inzwischen mit der Stadt Netphen in Verbindung gesetzt, die ihrerseits bereits erste Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Situation auf den Weg gebracht hat. Auch der Bekanntheitsgrad des Museums in der Bevölkerung müsse, so Eggers, noch deutlich gesteigert werden. Hierzu wies Michael Mockenhaupt als Anregung für das Heimatmuseum in Netphen auf die in Wilnsdorf bereits seit geraumer Zeit bestehende Möglichkeit hin, inmitten der Ausstellung des dortigen Volkskundlichen Museums im außergewöhnlichen Flair vor der historischen Kulisse eines originalgetreu restaurierten Siegerländer Fachwerkhauses standesamtlich zu heiraten.
Da auch das Ausstellungskonzept des Heimatmuseums Netpherland inzwischen merklich in die Jahre gekommen und größtenteils nicht mehr zeitgemäß ist, wie Lothar Schulte vom Museumsteam betonte, soll dem u.a. mit einer Neukonzeption der Dauerausstellung entgegengewirkt werden. Es sei besser, mit dieser Ausstellung gezielt auch für die jüngere Besuchergeneration nachvollziehbare Geschichten zu erzählen, anstatt einfach z.B. Gerätschaften und Werkzeuge aus früheren Zeiten nur mit einem Namensschild zu präsentieren. Auch die mit der fortschreitenden Digitalisierung verbundenen Möglichkeiten müssten zukünftig wesentlich stärker genutzt werden. Weiterlesen

Siegerlandmuseum: Landesförderung für innovatives „Hörwelt“-Projekt

„Das Land NRW fördert „Hören – Sehen – Sinnstiften: Ein Projekt des neuen Siegerlandmuseums“ im Rahmen des Kunst- und Kulturförderung. Die Bezirksregierung Arnsberg hat der Stadt Siegen den entsprechenden Förderbescheid über Mittel in Höhe von 120.000 Euro ausgestellt.

Inhalt des Projekts ist die prototypische Entwicklung eines neuen Vermittlungsinstruments, der „Höwelt“, die den Ausstellungsraum um eine auditive Dimension erweitert und allen Besuchenden einen gleichsam individuellen wie barrierearmen Zugang bietet.

Konkret ist der Anwendungsfall im Museum wie folgt skizzierbar: Weiterlesen