Ausstellung: Martin Lersch “Ich hätte gerne Rubens getroffen”

Martin Lersch und der Medici-Zyklus
Siegerlandmuseum, bis zum 08. September 2019

„1989 kam Martin Lersch, Enkel des Lyrikers Heinrich Lersch (1889-1936) das erste Mal nach Siegen. Zum 100. Geburtstag des Museums 2005 fertigte er drei Serien nach den verschiedenen Beständen und Räumen des Oberen Schlosses an. Jetzt hat der in Goch lebende Maler und Zeichner dem Museum eine Serie nach dem Rubens-Zyklus „Das Leben der Maria de Medici“ geschenkt. Der monumentale Gemäldezyklus befindet sich heute im Louvre. Das Siegerlandmuseum besitzt die beeindruckenden Kupferstiche aus dem beginnenden 18. Jahrhundert. Die strenge Linienführung der Stiche und die mit flüchtiger Feder gezeichneten Variationen von Martin Lersch stellen den besonderen Reiz der Konfrontationen dar. Martin Lersch hat alle ausgestellten Arbeiten dem Siegerlandmuseum geschenkt. Der Zyklus der Werkreihen nach Peter Paul Rubens ist für ihn damit abgeschlossen.“
Quelle: Siegerlandmusem, Sonderausstellung

Wikipedia-Eintrag zu Ludwig Ferdinand zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg online

In diesem Frühjahr hat Dieter Bald einen Wikipedia-Artikel zu Ludwig Ferdinand zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg [1712-1773] erstellt.

Kedja med kors - Livrustkammaren - 86647
Königlich schwedischer Seraphinenorden, Collane, Livrustkammaren (The Royal Armoury) / Jens Mohr / CC BY-SA [Public domain]

Weitere Literatur (Auswahl): Weiterlesen

Literaturhinweis: Christine Roßberg: Das hohe Lied der Menschlichkeit –

Walter Krämer der „Arzt von Buchenwald“

Der Beitrag (S. 261 – 270) ist in der von Heinz Freiberg herausgegebenen Bertolt-Brecht-Anthologie „Das Schicksal des Menschen ist der Mensch“ erschienen. Er stellt Walter Krämer in Bezug zu Brechts Gedicht „An die Kämpfer in den Konzentrationslagern“ (1938)

Edition Freiberg, ISBN 978-3-943377-91-0, 13,90 €, 364 S.

Arolsen Archives stellen mehr als 13 Millionen Dokumente über NS-Verfolgung online


Menschen aus aller Welt können nun online recherchieren, um die Schicksale von Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung aufzudecken: Die Arolsen Archives haben in Partnerschaft mit der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Israel, ein neues Online-Archiv veröffentlicht (https://collections.arolsen-archives.org). Die Datenbank enthält eine umfassende Sammlung von Dokumenten aus Konzentrationslagern, darunter Häftlingskarten und Todesmeldungen. Die mehr als 13 Millionen Dokumente mit Informationen zu über 2,2 Millionen Menschen gehören zum UNESCO-Weltdokumentenerbe und sind ein wichtiger Sammlungsschwerpunkt der Arolsen Archives. Weitere bedeutende Bestände werden folgen. Weiterlesen

ARCHIVnachrichten aus Hessen 1/2019 online

Die Publikation des Landesarchivs Hessen mit dem Schwerpunkt „Romantik in Hessen“ ist als PDF abrufbar.
Aus regionaler Sicht darf auf 2 Beiträge verwiesen werden:
1) Elisabeth Scholl: Kreativität und Quellenstudium. Die Wiederentdeckung historischen Notenmaterials durch die Alte Musik, S. 35 – 41. Der Beitrag enthält 2 Abbildungen mit Notenbeispielen aus der Korrespondenz von Ernestine Charlotte von Nassau-Siegen, und
2) Rengenier C. Rittersma: Trüffelfieber an hessischen und nassauischen Höfen Impressionen einiger Staatsarchivbesuche in Hessen, S. 52 – 55.

Zukunftspreis Siegen-Wittgenstein 2019:

Historische Projekte zum Thema: „Ehrenamt 4.0: engagiert – digital – gestalten“


„Das Ehrenamt lebt vom direkten und persönlichen Engagement. Das soll auch so bleiben. Trotzdem wird die Digitalisierung auch für das ehrenamtliche Engagement in unseren Vereinen, Verbänden und Initiativen immer wichtiger. Sie bietet große Chancen, die das Ehrenamt stärken und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern können“, sagt Landrat Andreas Müller. Deshalb hat er den Zukunftspreis 2019 des Kreises Siegen-Wittgenstein unter das Motto „Ehrenamt 4.0: engagiert – digital – gestalten“ gestellt.

Jetzt abstimmen und Mausklick-Champion küren!

Die Verleihung des Zukunftspreises 2019 findet am Dienstag, 2. Juli, ab 19:30 Uhr im Schauplatz des Kulturhauses Lÿz statt. Dann wird bekanntgegeben, welchen Projekten die Jury die Preisgelder in einer Höhe von insgesamt 5.000 Euro zuerkennt. Darüber hinaus haben alle Siegerländer und Wittgensteiner die Möglichkeit, ihren Mausklick-Champion zu küren. Dieser ist mit 500 Euro dotiert.

Hier finden Sie in alphabetischer Reihenfolge alle historischen Projekte, die sich um den Zukunftspreis 2019 „Ehrenamt 4.0: engagiert – digital – gestalten“ bewerben. Mit einem Klick erfahren Sie mehr zum jeweiligen Wettbewerbsbeitrag. Am Ende finden Sie den Link zur Abstimmung und die Datenschutzhinweise.

Literaturhinweis: S. Hering, E. Hüwel: Helge Pross. Wegbereiterin der Frauenforschung [2019]

Die Soziologin Helge Pross (1927-1984) lehrte von 1976 bis zu ihrem Tod als Professorin an der Universität Siegen und gilt als Pionierin der Familien und Geschlechterforschung. Ihre Arbeiten zur Lebenswirklichkeit von Hausfrauen, zu Bildungschancen von Mädchen und Rollenbildern von Männern beeinflussten öffentliche Debatten und gesellschaftspolitische Reformen der 1970er und 80er Jahre. Weiterlesen

Ein halbes Jahrtausend Firmengeschichte

Eine Geschichte zum historischen Kupferstich der Siegener Verzinkerei Actiengesellschaft in Geisweid im Jahr 1909. Ein Beitrag von Traute Fries

Ferdinand Schatzki, Quelle: Sammlung T. Kirsch

Ferdinand Schatzki, Diplom Ingenieur (Abschluss Technische Hochschule Berlin), geboren 1857 in Bialystok/Polen, war als Oberingenieur/Konstrukteur seit Frühjahr 1892 im Unternehmen tätig. Er starb am 14. Dezember 1910 plötzlich beim Schachspiel im Café Rölle an der Hagener Straße. Schatzki war einer von neun Repräsentanten der jüdischen Gemeinde, die neben den Vorstandsmitgliedern, namentlich im Text der Grundsteinlegungs-Urkunde vom 23. Juli 1903 für den Bau der Siegener Synagoge namentlich erwähnt wird. Seine Ehefrau Beate (Jg. 1869) geb. Stern kam aus Schmallenberg. Ihr Vater Simon gründete mit zwei Brüdern 1867 eine Strickwarenfabrik, in der Franz Falke-Rohen bis zur Gründung des eigenen Unternehmens 1895 als Tagelöhner arbeitete. 1939 übernahm er die Strickwarenfabrik Stern. Ferdinand und Beate Schatzki lebten von Anfang der 1890er Jahre bis 1906 in Klafeld-Geisweid im Haus des Schreinermeisters Julius Busch in der damaligen Schulstraße. Danach lebte die Familie in Weidenau und Siegen. Fünf Söhne wurden in der Zeit von 1894 bis 1902 in Klafeld geboren. Sie besuchten das Städtische Realgymnasium in Siegen, heute Gymnasium Am Löhrtor. Weiterlesen

Lesung und Podiumsdiskussion: „Starke Frauen“ bei Schiller und Katharina Diez

Katharina DiezBernhard Nolz und Dr. Ingeborg Längsfeld mit weiterer Referenten
15.06.2019, 18:00 bis 20:00 Uhr, Katharina-Diez-Platz bei der Ev.-Reform. Kirchengemeinde Netphen (Am Kirchrain 6, 57250 Netphen), 9,00 € / 10 € AK

Friedrichs Schillers „Kabale und Liebe“ (1784) und der zweibändige Roman „Editha“ (1867) der in Netphen geborenen Dichterin Katharina Diez stellen im Abstand von 80 Jahren die gleiche Frage nach dem möglichen Aufbegehren der Frau gegen Zwänge einer patriarchalischen Gesellschaft: Schiller gestaltet das eher stille Aufbegehren Luises gegen die Bevormundungen des Vaters. Mit ihrer Liebe, aber auch mit ihrem Stolz und ihrer Selbstlosigkeit beeindruckt Luise auch ihre „Nebenbuhlerin“ Lady Milford, eine andere starke Frauenfigur. Weiterlesen

500 Jahre The Coatinc Company, Siegen.

Ältestes Familienunternehmen Deutschlands

Der historische Kupferstich zeigt das Werk der Siegener Verzinkerei Actiengesellschaft in Geisweid, Siegen im Jahre 1909. Im Hintergrund ist die Einmauerung des Verzinkungskessels dargestellt.

„Familiengeführte Unternehmen bilden das Rückgrat unserer modernen Wirtschaftskraft und Gesellschaft: Mehr als 90 Prozent der deutschen Unternehmen sind familiengeführt, kaum ein anderes Land verfügt über eine derart solide unternehmerische Basis. Doch auch hierzulande können nur wenige Unternehmen auf eine so lange Tradition zurückblicken wie The Coatinc Company (TCC), international agierender Oberflächenveredler mit Stammsitz in Siegen. Hier reichen die unternehmerischen Wurzeln zurück bis ins 16. Jahrhundert, noch weit vor die Anfänge der industriellen Stahlerzeugung.

Die Geschichte einer Familie, eines Werkstoffes und einer Region
500 Jahre TCC-Geschichte sind zugleich ein halbes Jahrtausend Metallbe- und -verarbeitung aus dem Siegerland. Sie markieren die außergewöhnliche Entwicklung eines Werkstoffes und einer Region von der Wiege des Bergbaus bis hin zum elementaren Wirtschaftszweig.
Denn die Siegerländer Region, seit jeher geprägt von der Erzgewinnung und -verarbeitung, gilt als eine der 
ältesten Montanregionen Europas: Spuren des Bergbaus finden sich bereits bei den Kelten (500 v. Chr.). Später 
entwickelten gerade die ortsansässigen Unternehmerfamilien die Region zur innovativen Industriebranche weiter. Den Know-how-Transfer über Jahrhunderte hinweg schafft jedoch nur, wer sich mit seiner eigenen Geschichte auseinandersetzt. Weiterlesen