22. Oktober 1957: Bundesverdienstkreuz für Adolf Wurmbach

Im Kreisarchiv befindet sich im Aktenband „Bundesverdienstkreuz 1955 – 1960“ (Akteneichnen: 011-11/20) ein Vorgang zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Wurmbach.
Am 5. Dezember 1956 regte Albert Schnutz, Vorsitzender des Siegener Kreislehrerrates bei der Kreisverwaltung die Verleihung des Bundesverdiensteskreuzes an. Wurmbach „hat sich durch seine dichterische Leistung auf dem Gebiete der Heimatbewegung besondere Verdienste um das Siegerland erworben“, so die Begründung. Anlass für den Vorschlag war die bevorstehende Pensionierung Wurmbach am 31. März 1957. Die Kreisverwaltung wandte sich dann am 11. Dezember an Dr. Hermann Böttger, den Vorsitzenden des Siegerländer Heimatvereins, um von dort eine detailliertere Stellungnahme zu Wurmbachs Verdiensten zu erhalten. Am gleichen Tag wurde die Amtsverwaltung Kreuztal gebeten ein polizeiliches Führungszeugnis zu übersenden. Der Schulrat sollte die beruflichen Leistungen Wurmbach würdigen.
Am 15. Dezember 1956 lag bereits die Einschätzung des Schulrates vor: „ … Er ist den schulischen und organisatorischen Aufgaben seiner Stellung stets gewachsen gewesen und hat, us der Fülle seiner volkserzieherischen Kräfte, die Schule in einem vorbildlichen Geiste geformt. ….“. Zwei Tage später traf auch das Führungszeugnis ein. Lediglich die Stellungnahme des Siegerländer Heimatvereins verzögerte sich krankheitsbedingte bis zum 9. Januar 1957. Böttger beschreibt Wurmbach als Epiker mit literarischem Anspruch und als erfolgreichen Schauspielautoren. Zudem sei er ein „vorzüglicher volkstümlicher Erzähler“.
Aus diesen Unterlagen fertigte die Kreisverwaltung am 18. Januar 1957 ein Schreiben an den Arnsberger Regierungspräsidenten. Am 22. Oktober 1957 berichtete die Siegener Zeitung, dass Wurmbach den Orden aus der Hand der nordrhein-westfälischen Kultusminister, Prof. Dr. Luchtenberg, der wegen eines Besuchs des Landeskabinetts im Siegerland weilte, erhalten habe.

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