Erzbistumsarchiv Paderborn verfolgt ehrgeiziges Ziel

Bestände-Übersicht des Archivs des Erzbistums Paderborn online. Digitale Präsentation der Archivalien ist langfristiges Ziel des engagierten Archiv-Teams

Die Erschließungs- und Digitalisierungsarbeit der Bestände des Erzbistumsarchivs wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen, eine Aufgabe, die das Archiv-Team engagiert angeht. V.v.n.h.: Claudia Seemann-Bartsch, Thomas Welter, Hans Jürgen Rade, Michael Streit, Lisanne Hupe, Martin Streit, Gerrit Eder, Ulrich Renneke.
Foto: © Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Das Erzbistumsarchiv Paderborn geht erstmals mit seiner Bestände-Übersicht online und ermöglicht damit allen Interessierten, sich „von zu Hause aus“ einen Überblick über die gebotenen Informations- und Forschungsmöglichkeiten zu verschaffen. „Langfristig möchten wir selbstverständlich alle Archivalien der ältesten Bestände digital präsentieren und damit allen weltweit zur Verfügung stellen“, bekräftigt Erzbistumsarchivar Domvikar Hans Jürgen Rade. Das sei ein „ehrgeiziges und ambitioniertes Ziel“, ein Zukunfts-Ziel, das durch die engagierten und motivierten Archivmitarbeitenden aber umsetzbar sei, ergänzt Michael Streit als Geschäftsführer des Erzbistumsarchiv. Die Erschließungs- und Digitalisierungsarbeit der Bestände werde mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die gute Nachricht dabei: Das, was bereits erschlossen und digitalisiert ist, wird kontinuierlich online gestellt und steht damit jetzt schon zur Verfügung. Weiterlesen →

Burbach/Neunkirchen: Gemeinschaftsschule feiert Festakt zum neuen »Zweitnamen«

GMS trägt nun den Namenszusatz Margot Friedländer Schule.

Die Schülerinnen und Schüler beider Standorte hatten einige kreative Darstellungen vorbereitet, um das Leben und Wirken Margot Friedländers zu würdigen.


Die Gemeinschaftliche Sekundarschule Burbach-Neunkirchen (GMS) trägt einen neuen Namenszusatz. Ab sofort darf sie sich auch Margot Friedländer Schule nennen. Mit einem Festakt hat die Schulgemeinschaft die Erweiterung des Namens in der Aula am Standort Burbach gefeiert und ehrte in respektvoller und angemessener Weise Leben und Wirken der neuen Namensgeberin, die am 9. Mai 2025 im Alter von 103 Jahren in Berlin gestorben war. Im hohen Alter von 88 Jahren kehrte die Holocaust-Überlebende nach Deutschland zurück, um vor allem jungen Menschen ihre Geschichte zu erzählen immer mit dem Ziel, dass sie hinsehen, einander zuhören und sich einander mit Respekt begegnen.
Unter den rund 300 Gästen befanden sich unter anderem der heimische Bundestagsabgeordnete Benedikt Büdenbender, die ehemalige GMS-Schulleiterin Mechthild Ermert-Heinz, der ehemalige Schulleiter der Realschule Ludger Gruß, der Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V., Alon Sander, der Vorsitzende der muslimischen Gemeinde in Neunkirchen, sowie Neunkirchens Bürgermeister Marco Schwunk und Burbachs stellvertretende Bürgermeisterin Heide Heinecke-Henrich, die den im Urlaub weilenden Bürgermeister Jonas Becker vertrat. Nicht wenige unter den Gästen hatten einen Kloß im Hals, als zum Auftakt ein Film der Margot Friedländer Stiftung über ihre Gründerin und deren Geschichte eingespielt wurde. Geprägt von ihren Erlebnissen während der Shoah und ihrer rund einjährigen Internierung im Konzentrationslager Theresienstadt (1944-1945) hat sie nie zugelassen, dass aus ihren schrecklichen Erfahrungen Hass erwuchs. Im Gegenteil: Ihre Antwort auf die menschenverachtenden Gräuel der Nazizeit war stets eine Botschaft der Menschlichkeit. „Ich bin gekommen, um Euch die Hände zu reichen. Ich tue es für euch. Seid Menschen!“, lautete eine ihrer bekanntesten Aussagen, die an diesem Abend mehr als einmal zitiert wurde. Weiterlesen →

Nassauischer Löwe und Wittgensteiner Pfähle lösen »Echt vielfältig«-Bubbles ab

Neuer einheitlicher Markenauftritt für Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein und Lebensraummanagement wird ab morgen ausgerollt

Vom Wappen zum Logo


„Der nassauische Löwe und die Wittgensteiner Pfähle bilden das neue Logo des Kreises Siegen-Wittgenstein. Diese in Schwarz gehaltene Bildmarke ist Kern des neuen Markenauftritts, der nach über 10 Jahren die bunten Bubbles und den Slogan „Echt vielfältig“ ablöst. „Ziel unseres neuen Markenauftritts ist, künftig alle Arbeitsbereiche des Kreises unter einem gemeinsamen kommunikativen Dach zusammenzuführen. Dieses umfasst die Kreisverwaltung mit ihren Service- und Dienstleistungen genauso wie das Kultur!Büro., den Tourismus und das Regionalmarketing“, erläutert Landrat Andreas Müller: „Überall, wo ‚Kreisverwaltung‘ ‚drinsteckt‘, soll der Kreis künftig auch auf den ersten Blick erkennbar sein!“ Ausgangspunkt für den neuen Markenprozess war der Beschluss des Kreistages, Tourismus, Kultur und Regionalmarketing zu einem integrierten Lebensraummanagement zusammenzuführen. …. Weiterlesen →

Zukunft des Zugangs gestalten: Wie KI und Urheberrecht die Archivpraxis verändern

93. Deutscher Archivtag 2026 in Hof (Saale) mit Fachmesse
ARCHIVISTICA 2026


Wie gelangen Bürgerinnen, Journalisten und Wissenschaftler heute und in Zukunft an behördliche Unterlagen und historische Quellen? Unter dem Rahmenthema „Zugang zu Archivgut heute und morgen: Erschließung – Bereitstellung – Benutzung“ veranstaltet der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. vom 29. September bis zum 1. Oktober 2026 den 93. Deutschen Archivtag, Europas größten nationalen Archivkongress, in der Freiheitshalle Hof. Mit auf der Agenda: Wer bestimmt die Regeln, wenn die KI erstmal das Archivgut durchleuchtet?

Archivarinnen und Archivare aus dem In- und Ausland diskutieren in Hof an der Saale den Übergang von analogen Beständen zu digitalen Datenströmen, die Modernisierung von Einsichts- und Gebührenordnungen sowie den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der Dokumentensuche und machen die oberfränkische Mittelstadt zum Treffpunkt der deutschen Archivwelt. „Das Rahmenthema beschreibt den Kern unserer täglichen Arbeit und zugleich die zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre: Wie erschließen wir Archivgut im digitalen Zeitalter? Wie gestalten wir einen rechtssicheren und zugleich offenen Zugang? Und wie verändern sich Erwartungen und Bedürfnisse der Nutzenden?“, so Dr. Michael Ruprecht, Vorsitzender des VdA. Weiterlesen →

Eine Glocke für die alte Freudenberger Turmuhr

„Eduard Rangnau gießt eine Glocke vor großem Publikum

Schon früh entwickelte sich bei Eduard Rangnau eine besondere Faszination für Material, Struktur und Form. Diese Leidenschaft führte ihn in ein traditionelles Handwerk, denn er absolvierte eine Ausbildung zum Metall – und Glockengießer. Viele Jahre arbeitete er in einer Kunstgießerei und erwarb so ein tiefes Verständnis für jeden einzelnen Schritt des Metallgusses, für Präzision, Geduld und Verantwortung gegenüber dem Material. Aus dieser handwerklichen Basis entwickelte er seinen eigenen künstlerischen Weg. Seit 2022 arbeitet Eduard Ranknau selbstständig als Künstler und in einer Kunstgießerei. In der von ihm geführten Galerie in der Siegener Oberstadt präsentiert er seine eigenen Arbeiten und bietet zugleich anderen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform. Weiterlesen →

TUA Band 43 ist erschienen

Der 43. Band der Texte und Untersuchungen zur Archivpflege (TUA) mit dem Titel „Erschließung, Beauskunftung, Nutzung. Entwicklungspotenziale für Kommunalarchive im digitalen Wandel“ ist erschienen:

Erschließung, Beauskunftung, Nutzung. Entwicklungspotenziale für Kommunalarchive im digitalen Wandel. Beiträge des 33. Fortbildungsseminars der Bundeskonferenz der Kommunalarchive (BKK) vom 26. – 28. November 2025 / hrsg. von Marcus Stumpf und Katharina Tiemann. – Münster 2025. – 129 S. : Abb. – ISBN 978-3-936258-39-4.

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„Spaß mit Flaggen“ III oder:

Änderung der Beschreibung der Kreisflagge in der Hauptsatzung des Kreises Siegen-Wittgenstein. Ein FDP-Antrag zur heutigen Kreistagssitzung:

Der Kreistag des Kreises Siegen-Wittgenstein beschließt, die Beschreibung der Kreisflagge in der Hauptsatzung wie folgt zu ändern:
Bisherige Fassung:
„Die Flagge enthält im oberen Drittel auf weißem Feld das Kreiswappen. Die unteren zwei Drittel in den Farben blau und orange werden durch eine schwarz–weiß geschachtete Leiste gegen das obere Drittel abgesetzt.“
Neue Fassung:

„Die Flagge enthält im oberen Drittel auf weißem Feld das Kreiswappen. Die unteren zwei Drittel in den Farben blau und gold (gelb) werden durch eine schwarz–weiß geschachtete Leiste gegen das obere Drittel abgesetzt.“
Begründung
Die derzeitige Beschreibung der Kreisflagge in der Hauptsatzung bezeichnet die unteren zwei Drittel der Flagge als „blau und orange“. Diese Formulierung entspricht weder der heraldischen Beschreibung des Nassauischen Löwen im Kreiswappen noch der seit Jahren praktizierten Darstellung der Kreisflagge. Das Wappen des Kreises führt den Nassauischen Löwen, dessen historische und heraldische Darstellung auf das Haus Nassau zurückgeht. Der Nassauische Löwe wird traditionell als goldener Löwe auf blauem Grund beschrieben. In der Heraldik wird das Metall Gold regelmäßig durch die Farbe Gelb dargestellt. Weiterlesen →

Ausstellung „300 Jahre Berleburger Bibel“

29. September – 23. Oktober 2026, Sparkasse Wittgenstein, Poststraße 15, Bad Berleburg
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu besichtigen.

Im Jahr 2026 jährt sich zum 300. Mal das Erscheinen des ersten Bandes der Berleburger Bibel im Jahr 1726. Dieses außergewöhnliche, in Berleburg entstandene Bibelprojekt, dessen achter und letzter Band erst 1742 erschien, markiert einen besonderen Höhepunkt der Stadtgeschichte Bad Berleburgs.
An der Übersetzung und Kommentierung wirkten Gelehrte aus dem In- und Ausland mit. Zu den
Mitarbeitern gehörte auch der damalige Regent der nördlichen Grafschaft Wittgenstein, Graf Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, der sich persönlich an der Entstehung der Berleburger Bibel beteiligte und diese auch maßgeblich förderte. Das fertige Werk entfaltete eine beachtliche Wirkung im gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus bis nach Nordamerika. Selten war Berleburg so eng mit der internationalen Geistes- und Religionsgeschichte verbunden. Weiterlesen →

Landesarchiv NRW: Tiefenerschließungsmaske für Personenstandsunterlagen

„Registerübergreifend, online, namensscharf nach Personen suchen und schließlich zum zugehörigen Digitalisat zu wechseln, das war eine Vision, an der das LAV NRW lange gearbeitet hat – nun ist sie Wirklichkeit geworden! Nach zahlreichen Versuchen und Tests geht die Tiefenerschließungsmaske in den Echtbetrieb. Mit ihr können die bisher in verschiedenen Indexierungsprojekten gewonnen Personendaten sicht- und damit suchbar gemacht werden. Diese Möglichkeit ist ein Meilenstein für die Nutzung unserer Register. Die Suche nach den Vorfahren per Klick ist damit tatsächlich nur noch ein paar Klicks entfernt! Nach und nach werden jetzt die Indexdaten in die Maske überführt und online gestellt. Den Anfang machen die Indices zu den Sterbenebenregistern des Standesamts Isselburg. Mehr dazu auf unserer Homepage.
Quelle Landesarchiv NRW, Facebookpostk v. 18.9.26

s.a. compgen, Blog vom 18.9.26