Freundeskreis will “Alte Synagoge” in Bad Laasphe kaufen

Der Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit will die ehemalige Synagoge in der Altstadt kaufen.

1764 erwarben die Laaspher Juden in der Mauerstraße ein Gebäude, um hier eine Synagoge zu errichten. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Auslöschung der jüdischen Gemeinde durch
den Nazi-Terror fand hier auch die religiöse Unterweisung und die schulische Ausbildung statt.
Das Obergeschoss diente als Wohnung für den jüdischen Lehrer. Jüdische Kinder, die die Mittelschule (Realschule) bzw. die Aufbauschule besuchten, wurden von den Nazis aus diesen Schulen verbannt.
In der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört.
Das Gebäude selbst wurde nicht in Brand gesteckt wegen der Gefahr für die unmittelbar angrenzen-
den Wohnhäuser. Das Gebäude diente seit der Nazizeit als Schlosserwerkstatt und Wohnung.

20 Jahre lang sind alle Versuche des Vereins gescheitert, dort Räume anzumieten und als Gedenkstätte an die Vertreibung und Ermordung der Bad Laaspher Juden zu nutzen. Notariell sei alles vorbereitet. Das Haus soll ein Ort der Erinnerung, der Kultur und des Lernens sein, so Rainer Becker vom Freundeskreis am Rande einer Gedenkveranstaltung. Nach der Sanierung wird es für Veranstaltungen auch mit Schulklassen oder Ausstellungen genutzt.
Quelle: Radio Siegen, 10.11.2018, TKS Bad Laasphe, Themenspaziergang “Auf den Spuren jüdischen Lebens in Laasphe”

Rede Rainer Beckers am 9.11.2018 (PDF): 2018-pogromgedenken-rainer-becker.

Namensumbenennung der Hindenburgstraße in Hilchenbach

Antrag gemäß §8 der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Hilchenbach des Ortsverbandes der Linken v. 31.10.2018:

“Angestoßen durch eine erneute Bürgereingabe haben wir uns intensiv mit dem Leben des Reichspräsidenten Hindenburg beschäftigt. Grundlage war hier insbesondere die wissenschaftlich sehr anerkannte Biografie des Wolfram Pyta („Hindenburg-Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler“). Unserer Einschätzung nach ist Hindenburg deutlich mehr als nur der Steigbügelhalter Hitlers, verhalf Hindenburg doch durch aktives Wirken und Werben der NSDAP zu einem deutlichen Wahlerfolg und auch in seinem politischen Testament bezeichnet Hindenburg Hitler als Erfüller und Vollender seiner Sehnsucht. Hindenburgs Werdegang ist geprägt von der Monarchie und dem Wunsch nach einer deutschen Volksgemeinschaft. Sein militärisches Handeln verursachte unnötige Tote in einem aussichtslosen Stellungskampf und durch Provokation den U-Boot Krieg, der erwartungsgemäß die USA zum Kriegseintritt bewegte. Weiterhin förderte Hindenburg den völkerrechtswidrigen und erstmaligen Einsatz von Giftgas im 1. WK in Ypern/Belgien am 22. April 1915. Mit der Schaffung der sog. Dolchstoßlegende legte er unnötige Last auf die junge Weimarer Republik. Sozialdemokratischen, liberalen und kommunistischen Kräften begegnete er von Beginn am mit unverhohlenem Misstrauen und beschwor stets den nationalen Gedanken. Seine Rolle als anerkannter Militarist nutzte er geschickt aus und begab sich zunehmend in die Rolle des Politikers. In dem berühmten Museum in Verdun findet sich folgende Beschreibung seines Handelns: „Mit General Ludendorff befürwortet er den totalen Krieg und errichtet nach und nach eine regelrechte Militärdiktatur in Deutschland.“ Weiterlesen

Gedenkveranstaltung zum Ende des Ersten Weltkriegs in Bild, Wort und Ton

“Seele, vergiss nicht die Toten“
Sonntag, 11.11.2018, Siegerlandhalle, Gläsersaal, 18:00
Bach-Chor Siegen und Junges Theater Siegen

MAX REGER
Lateinisches Requiem op. 145a
Hebbel-Requiem op. 144b

JOHANNES BRAHMS
Schicksalslied op. 54

Andrea Artmann – Sopran
Susanne Kelling – Alt
Michael Connaire – Tenor
Klaus Mertens – Bariton

Bach-Chor Siegen
Philharmonie Südwestfalen
Leitung: Ulrich Stötzel

Junges Theater Siegen
Künstlerische Konzeption: Peer Ball

Quelle: Bach Chor, Programm

Gedenkstunde am Platz der Synagoge in Siegen

Freitag, 09.11., 16 Uhr
Ort: Platz der Synagoge, Obergraben 10, Siegen

Ansprachen: Bürgermeister Steffen Mues und Yoni Scherzer (Emek Hefer, Israel)
Kaddisch: Alon Sander
Beteiligung israelischer SchülerInnen aus dem Kreis Emek Hefer und der GmS Burbach-Neunkirchen
Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e.V.

Ab 18 Uhr
Szenische Aufführung „Familie Frank aus Weidenau”
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50 Jahre Stadt Kreuztal (1969- 2019)

Fotowettbewerb zum runden Geburtstag der Stadt Kreuztal

Kreuztal hat viele schöne Geschichten zu erzählen. Und wer könnte diese Geschichten besser in Bildern ausdrücken und festhalten, als die Menschen, die in Kreuztal leben und deren Heimat die Stadt am Kindelberg ist?

Bürgermeister Walter Kiß: „Die Stadt Kreuztal feiert im nächsten Jahr ihren 50. Geburtstag und wir wollen von den Bürgerinnen und Bürgern die schönsten fotografischen Eindrücke und Blickwinkel des vergangenen halben Jahrhunderts unserer Stadt bekommen. Ob Altbekanntes oder Neuentdecktes, Lieblingswinkel oder Panoramen. Teilen Sie mit uns ihre persönliche Kreuztaler Stadtgeschichte, zeigen Sie uns Ihren Blickwinkel auf den Wandel der Stadt in den vergangenen Jahren.“

Wie sah Dreslers Park vor der Öffnung zum Stadtpark aus?
Welche Mode bevorzugten die Kreuztalerinnen und Kreuztaler in den 60er-und 70er-Jahren?
Welche Kinderspiele waren und sind die schönsten?
Welches Lebensgefühl herrschte in der Stadt?
Was war und ist für Kreuztal unverwechselbar? Weiterlesen

Online-Informationen zur Geschichte des Nationalsozialismus im Kreis Siegen Wittgenstein

Im Zusammenhang mit den Ereignissen in Chemnitz regte Archivalia an, regionale bzw. lokale Online-Angebote mit Informationen zur Geschichte des Nationalsozialismus zusammen zu stellen. Dieser Anregung folgt siwiarchiv gerne:
1) Aktives Museum Südwestfalen, Homepage
2) Aktives Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein
3) Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, Homepage. Lexikon der handelnden Personen im NS-System auf regionaler Ebene.
4) “Widerspruch und Widerstand. Opposition gegen den Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein”, Homepage. Lexikon der Personen, die dem NS-System auf regionaler Ebene widersprochen und/oder Widerstand geleistet haben.
5) “Mitten unter uns. Zwangsarbeit im Siegerland 1939 – 1945”, Homepage

Unter den Schlagworten “Nationalsozialismus” und “NS-Krankenmord” finden sich auf siwiarchiv einzelne Einträge zur Geschichte des Nationalszialismus im Kreisgebiet.

“Germania”-Denkmal soll an das Obere Schloss in Siegen versetzt werden

Antrag gemäß § 9 der GeschO des Rates der Stadt Siegen zur heutigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Antrag zu TOP 9-Rund um den Siegberg (Vorlage 2009/2018):

“Die Fraktion der Partei Die Linke stellt den Antrag, das Kriegerdenkmal „Germania“ nicht mehr auf der Fissmer-Anlage aufzustellen, sondern auf dem Areal des Oberen Schlosses.

Zur Begründung:

Das Krieger-Ehrenmal „Germania“ wurde 1877 errichtet zur Erinnerung an die deutschen Kriege gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71), den sog. Einigungskriegen.

Auf dem Weg zur aggressiv betriebenen Vereinigung der deutschen Einzelstaaten durch Preußen erhielt militärisches Vorgehen den Vorrang vor diplomatischen Verhandlungen. Am Ende stand die Gründung des Deutschen Reichs von 1871 – undemokratisch und „von oben“. Weiterlesen

Gemeinsamer Kriegsgräbereinsatz im Elsass

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück und Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen beim gemeinsamen Kriegsgräbereinsatz im Elsass.

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus den Standorten Erndtebrück und Brakel-Auenhausen, Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen des Verbandes der Reservisten und ein aktiver Kamerad des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr in Siegburg führten kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Pflegeeinsatz auf dem deutschen Soldatenfriedhof Cernay im Elsass durch. Der Einsatz stand unter dem Kommando von Stabsfeldwebel Erhard Lauber, selbst aktiver Soldat am Standort Erndtebrück und Geschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Wittgensteiner Land. Weiterlesen

»Rundum« verschönerter Kreisel in Burbach

Obst- und Gartenbauverein kümmert sich um die Bepflanzung

Mit einer bunten Blumenpracht ist der Kreisverkehr an der Jägerstraße in der Burbacher Ortsmitte auch in diesem Jahr wieder ein echter Hingucker und ein Paradies für Bienen und andere Insekten. Der Obst- und Gartenbauverein Burbach hat wieder Hand angelegt und rund 100 Arbeitsstunden für die Bepflanzung investiert. Unter den Blumen finden sich einige Berühmtheiten: Neben Sonnenhut und Blauschwingelgras ist auch die Taglilie als Staude des Jahres vertreten.

Auch im Hinblick auf das 800-jährige Jubiläum im kommenden Jahr hat der Verein eine eigene Interpretation eines „Countdowns“ in die Bepflanzung einspielen lassen. Bei genauer Betrachtung zeigt die Formation aus roten und weißen Eisbegonien die Zahl „799“.
„Mit der Dekoration zeigt der Obst- und Gartenbauverein die eigene Vorfreude auf das Jubiläumsjahr. Natürlich ist die große „800“ für die Bepflanzung fest eingeplant“, verrät Vereinsvorsitzender Daniel Hinkebecker. „Ein Dank geht auch an den Löschzug der Feuerwehr Burbach, der uns mit der Drehleiter schöne Aufnahmen des Kreisverkehrs „von oben“ ermöglicht hat.“
Quelle: Gemeinde Burbach, 20. Juli 2018

Benennung eines Platzes in Siegen-Trupbach in Buzz-Aldrin-Platz

Buzzonmoon
Buzz Aldrin auf dem Mond, 20. Juli 1969, von USGov-NASA [Public domain], via Wikimedia Commons

“Der Heimatverein Trupbach e.V. hat gemäß § 24 Gemeindeordnung NW die Anregung vorgebracht, den betreffenden Platz mit dem Namen “Buzz-Aldrin-Platz“ zu benennen. Diese Anregung wurde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 30.05.2018 zur weiteren Beratung an den zuständigen Bezirksausschuss V–Siegen-West sowie den Kulturausschuss verwiesen.
Dr. Edwin Eugene “Buzz” Aldrin ist im Jahre 1930 geboren und betrat 1969 im Rahmen der Apollo 11-Mission der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond.
Ein Teil seiner Vorfahren stammt aus Trupbach (Familien Fischbach und Richter) und Oberfischbach (Familie Häger). 1713 verließen 4 seiner Vorfahren ihre Siegerländer Heimat und wanderten nach Amerika aus. In Virginia waren sie im Jahre 1714 Mitbegründer der Siedlung “Fort Germanna“. Die ehemaligen Häuser dieser Auswanderer stehen in unmittelbarer Nähe des zu benennenden Platzes. Weiterlesen