Online-Informationen zur Geschichte des Nationalsozialismus im Kreis Siegen Wittgenstein

Im Zusammenhang mit den Ereignissen in Chemnitz regte Archivalia an, regionale bzw. lokale Online-Angebote mit Informationen zur Geschichte des Nationalsozialismus zusammen zu stellen. Dieser Anregung folgt siwiarchiv gerne:
1) Aktives Museum Südwestfalen, Homepage
2) Aktives Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein
3) Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, Homepage. Lexikon der handelnden Personen im NS-System auf regionaler Ebene.
4) “Widerspruch und Widerstand. Opposition gegen den Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein”, Homepage. Lexikon der Personen, die dem NS-System auf regionaler Ebene widersprochen und/oder Widerstand geleistet haben.
5) “Mitten unter uns. Zwangsarbeit im Siegerland 1939 – 1945”, Homepage

Unter den Schlagworten “Nationalsozialismus” und “NS-Krankenmord” finden sich auf siwiarchiv einzelne Einträge zur Geschichte des Nationalszialismus im Kreisgebiet.

“Germania”-Denkmal soll an das Obere Schloss in Siegen versetzt werden

Antrag gemäß § 9 der GeschO des Rates der Stadt Siegen zur heutigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Antrag zu TOP 9-Rund um den Siegberg (Vorlage 2009/2018):

“Die Fraktion der Partei Die Linke stellt den Antrag, das Kriegerdenkmal „Germania“ nicht mehr auf der Fissmer-Anlage aufzustellen, sondern auf dem Areal des Oberen Schlosses.

Zur Begründung:

Das Krieger-Ehrenmal „Germania“ wurde 1877 errichtet zur Erinnerung an die deutschen Kriege gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71), den sog. Einigungskriegen.

Auf dem Weg zur aggressiv betriebenen Vereinigung der deutschen Einzelstaaten durch Preußen erhielt militärisches Vorgehen den Vorrang vor diplomatischen Verhandlungen. Am Ende stand die Gründung des Deutschen Reichs von 1871 – undemokratisch und „von oben“. Weiterlesen

Gemeinsamer Kriegsgräbereinsatz im Elsass

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück und Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen beim gemeinsamen Kriegsgräbereinsatz im Elsass.

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus den Standorten Erndtebrück und Brakel-Auenhausen, Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen des Verbandes der Reservisten und ein aktiver Kamerad des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr in Siegburg führten kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Pflegeeinsatz auf dem deutschen Soldatenfriedhof Cernay im Elsass durch. Der Einsatz stand unter dem Kommando von Stabsfeldwebel Erhard Lauber, selbst aktiver Soldat am Standort Erndtebrück und Geschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Wittgensteiner Land. Weiterlesen

»Rundum« verschönerter Kreisel in Burbach

Obst- und Gartenbauverein kümmert sich um die Bepflanzung

Mit einer bunten Blumenpracht ist der Kreisverkehr an der Jägerstraße in der Burbacher Ortsmitte auch in diesem Jahr wieder ein echter Hingucker und ein Paradies für Bienen und andere Insekten. Der Obst- und Gartenbauverein Burbach hat wieder Hand angelegt und rund 100 Arbeitsstunden für die Bepflanzung investiert. Unter den Blumen finden sich einige Berühmtheiten: Neben Sonnenhut und Blauschwingelgras ist auch die Taglilie als Staude des Jahres vertreten.

Auch im Hinblick auf das 800-jährige Jubiläum im kommenden Jahr hat der Verein eine eigene Interpretation eines „Countdowns“ in die Bepflanzung einspielen lassen. Bei genauer Betrachtung zeigt die Formation aus roten und weißen Eisbegonien die Zahl „799“.
„Mit der Dekoration zeigt der Obst- und Gartenbauverein die eigene Vorfreude auf das Jubiläumsjahr. Natürlich ist die große „800“ für die Bepflanzung fest eingeplant“, verrät Vereinsvorsitzender Daniel Hinkebecker. „Ein Dank geht auch an den Löschzug der Feuerwehr Burbach, der uns mit der Drehleiter schöne Aufnahmen des Kreisverkehrs „von oben“ ermöglicht hat.“
Quelle: Gemeinde Burbach, 20. Juli 2018

Benennung eines Platzes in Siegen-Trupbach in Buzz-Aldrin-Platz

Buzzonmoon
Buzz Aldrin auf dem Mond, 20. Juli 1969, von USGov-NASA [Public domain], via Wikimedia Commons

“Der Heimatverein Trupbach e.V. hat gemäß § 24 Gemeindeordnung NW die Anregung vorgebracht, den betreffenden Platz mit dem Namen “Buzz-Aldrin-Platz“ zu benennen. Diese Anregung wurde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 30.05.2018 zur weiteren Beratung an den zuständigen Bezirksausschuss V–Siegen-West sowie den Kulturausschuss verwiesen.
Dr. Edwin Eugene “Buzz” Aldrin ist im Jahre 1930 geboren und betrat 1969 im Rahmen der Apollo 11-Mission der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond.
Ein Teil seiner Vorfahren stammt aus Trupbach (Familien Fischbach und Richter) und Oberfischbach (Familie Häger). 1713 verließen 4 seiner Vorfahren ihre Siegerländer Heimat und wanderten nach Amerika aus. In Virginia waren sie im Jahre 1714 Mitbegründer der Siedlung “Fort Germanna“. Die ehemaligen Häuser dieser Auswanderer stehen in unmittelbarer Nähe des zu benennenden Platzes. Weiterlesen

Freudenberg: Aufstellung einer Gedenktafel für die Opfer der Hexen- und Hexerverfolgung

In seiner heutigen Sitzung berät der Rat der Stadt Freudenberg über einen Antrag der Ratsfraktion der GRÜNEN zur Aufstellung einer Gedenktafel an die Hexenverfolgung.
Vor mehr als fünf Jahren berichtete siwiarchiv bereits hierzu: http://www.siwiarchiv.de/opfer-der-hexenprozesse-freudenberg/

Ausstellung “Landschaft, die sich erinnert”

10.06. bis 30.09.2018, Museum für Gegenwartskunst Siegen

Thomas Kellner, Mundloch / Lochkamerafotografie (Heinrichshoffnung, Siegerland), 2018, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Was ist Landschaft heute? Noch immer stellt man sich das ästhetische Ideal eines abwechslungsreich gestalteten Natur-, Agrar- und Siedlungsraums vor. Moderne Landschaften sind dagegen häufig ‚Nicht-Orte‘. Dort werden Spuren sichtbar – von ökonomischen Eingriffen, wechselnden Grenzziehungen, Flucht, Krieg oder von Zersiedlung und Bergbau.
Übrig bleibt Restnatur, in der Ruinen von geschichtlichen Ereignissen zeugen. Öde Landschaften, die von vergangener Gewalt sprechen, degradiert zu Material. Gleichzeitig werden (Kriegs-)Erinnerungen durch architektonische Monumente des 20. Jahrhunderts sichtbar verkörpert.
24 Künstler und Künstlergruppen der Ausstellung bringen Landschaften zum Sprechen. Sie schaffen aktuelle Landschaftsbilder zwischen Fiktion, Sinnbild und Dokumentation und appellieren an unser Vermögen, diese zu lesen und zu entziffern – aber auch an unsere Imagination und unsere Fähigkeit, zu trauern.
Werke von:
Marianna Christofides, Luc Delahaye, Chloe Dewe Mathews, Lukas Einsele, Anca Benera und Arnold Estefán, Cyprien Gaillard, Anne Heinlein und Göran Gnaudschun, Markus Karstieß, Thomas Kellner, Jan Kempenaers, Anselm Kiefer, Aglaia Konrad, Susanne Kriemann, Armin Linke, Richard Mosse, Andreas Mühe, Multiplicity, Paul Nash, Alexandra Navratil, Milica Tomić & Sans Souci Collective, Unknown Fields, Danny Veys, Paul Virilio und Kristof Vrancken. Weiterlesen

Umbenennung der Alfred-Fißmer-Anlage in Siegen

Tagesordnungspunkt 4.3 des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Siegen, 30.5.2018

Die Anregung gemäß § 24 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen zur Umbenennung ist am 27. März 2018 eingegangen. Im Schreiben “beantragt der Petent, dass der Platz neben der Nikolaikirche in Zukunft nicht mehr nach dem früheren (Ober-)Bürgermeister Siegens, Alfred Fißmer, benannt werden soll. Zur Begründung führt der Petent an, dass sich die Sichtweise auf die Rolle aus dem heutigen Blickwinkel verändert habe, insbesondere vor dem Hintergrund seiner Tätigkeiten …. während des Nationalsozialismus.”
Der Verwaltung formuliert nun in ihrer Vorlage 1894/2018 folgenden Beschlussvorschlag: “Der Haupt- und Finanzausschuss des Rates der Universitätsstadt Siegen beschließt, eine endgültige Entscheidung über die Anregung, die Alfred-Fißmer-Anlage umzubenennen, soweit zurückzustellen, bis eine sach- und fachgerechte Beurteilung der Rolle des ehemaligen (Ober-)Bürgermeisters insbesondere in der Zeit von 1933 bis 1945 möglich ist.”
Dazu heißt es in der Vorlage: ” ….. Diese Gesamtbetrachtung könnte durch das Archiv der Stadt Siegen in Kooperation mit der Universität Siegen übernommen werden. Beide Partner planen zum Wintersemester 2018/2019 eine Ausstellung mit dem (Arbeits-)Titel „Die Verwaltung der Stadt Siegen in der Zeit des Nationalsozialismus“. In diesem Zusammenhang sind auch umfangreiche Recherchearbeiten zur Person Alfred Fißmer avisiert, auch anhand von neueren Akten, darunter auch seine Entnazifizierungsakte, die derzeit gesichtet und zumindest als Abschrift dem Stadtarchiv Siegen überlassen werden sollen.
Deshalb schlägt die Verwaltung vor, die Ergebnisse der Recherchearbeiten abzuwarten, um sich dann ein Gesamtbild über die Person Alfred Fißmers machen zu können. Danach ist vermutlich eine fundierte Aussage erzielbar, aus der möglicherweise weitere Schritte abgeleitet werden können. ….”

aus: Deutsche Verlustlisten Liste Pre[eußen] 662, Ausgabe 12 14 v. 18.10.1916, S. 15622 via http://wiki-de.genealogy.net/Verlustlisten_Erster_Weltkrieg/Projekt

Zur Umbenennung der Alfred-Fißmer-Str. 1947 s. Marcus Weidner, Datenbank der Strassenbenennungen in Westfalen-Lippe 1933 – 1945, Eintrag Stadt Siegen

siwiarchiv hat für eine erste Information über die Person Alfred Fissmer Links, Literatur und Zeitungsartikel zusammengestellt: Weiterlesen

Erster Abschnitt der Siegener Schlossmauer ist saniert

Die Sanierung des ersten Schlossmauer-Teilstücks ist abgeschlossen: Bei einem Pressetermin stellten Bürgermeister Steffen Mues und Stadtbaurat Henrik Schumann am Donnerstag, 17. Mai 2018, den mehr als 400 Quadratmeter umfassenden Abschnitt an der “Hasengartenbatterie” am Oberen Schloss vor.

Die Arbeiten zur Mauersanierung am Oberen Schloss starteten Anfang des Jahres. (Foto: Stadt Siegen)

„Der erste Abschnitt steht beispielshaft für das, was in den nächsten Jahren noch an der Stadtmauer passiert“, begrüßte Bürgermeister Steffen Mues in Gegenwart von Vertretern der Politik und der beteiligten Fachfirmen. „Die Stadtmauer ist eines der identitätsstiftenden Bauwerke aus dem Mittelalter, das historisch wie touristisch für Siegen von großer Bedeutung ist“, sagte Mues weiter.

Parallel arbeiten die Fachleute aber auch an der denkmalgerechten Sanierung des Mauerabschnitts zwischen dem Schloss-Wirtshaus und dem ev. Kreiskirchenamt sowie im Bereich zwischen dem Bischofstrakt und dem Kleinen Krebs. Weiterlesen

Linktipp: „Vergangenheit ragt in die Gegenwart“

Neue Podcast-Reihe des LWL-Institus für Regionalgeschichte

Warum ist der politische und historische Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus auch noch heute gesellschaftlich relevant? Wie hat sich die Erinnerungskultur seit 1945 verändert? In der ersten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte spricht Mitherausgeber Dr. Matthias Frese über den Band „Verhandelte Erinnerungen. Der Umgang mit Ehrungen, Denkmälern und Gedenkorten nach 1945“:

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