10. Mai 2026 von 11:00 bis 18:00 Uhr, Haus des Gastes, Wilhelmsplatz 3 Bad Laasphe

Der Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. stellt das Projekt der Alten Synagoge vor.
Mitglieder des Vereins werden an einem Stand im Haus des Gastes interessierte Besucher über den Stand des Projekts Alte Synagoge informieren.
Quelle: Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., Aktuelles
Schlagwortarchiv: Erinnerungskultur
Spurensuche auf dem Hermelsbacher Friedhof
– 81 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus und dem Zusammenbruch des Dritten Reiches. In Zusammenarbeit mit dem Aktiven Museum Südwestfalen e. V.
10.05.2026, 15:00 Uhr, Unterer Eingang, Friedhof Hermelsbach, Hermelsbacher Weg 117, 57072 Siegen

In diesem Jahr jährt sich das Ende des 2. Weltkrieges zum 81. Mal. Es gibt immer weniger Menschen, die aus eigenem Erleben von den Entwicklungen zur Zeit des Faschismus und des Krieges erzählen können. Doch der Hermelsbacher Friedhof ist ein Geschichtsbuch in Steinen unserer Stadt. Hier finden sich Spuren wichtiger Personen und Ereignisse der Stadtgeschichte vor 1945, darunter auch schmerzhafte Kapitel wie die Ausbeutung der Zwangsarbeitenden, die Verfolgung der jüdischen Mitbürger*innen und die Zerstörung der Stadt durch Bombenangriffe. Die Führung folgt den Spuren der jüdischen Gemeinde Siegen. Außerdem wird auf die Geschichte der Zwangsarbeiter im Siegerland sowie der Bombenopfer aus der Siegener Bevölkerung anhand einiger Schicksale eingegangen.
Durchführende: Weiterlesen
Digitale Transformation im Dienste der Erinnerungskultur:
Projekt FUSION der Universität Siegen präsentiert KI-Debattiertraining im
Aktiven Museum Südwestfalen

Techniktest im Aktiven Museum
Das Aktive Museum Südwestfalen, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) und das Projekt FUSION der Universität Siegen laden herzlich zur Finissage und zur Vorstellung eines zukunftsweisenden Gemeinschaftsprojekts ein. Am 29. April 2026 um 14:30 Uhr werden im Aktiven Museum die Ergebnisse einer Kooperation präsentiert, die historisches Gedenken mit modernster Technologie verbindet. Weiterlesen
VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein: Ganz besondere Gäste in Siegen Familienangehörige aus Polen, Kanada und Schottland besuchen erstmals das Grab ihres Vorfahren
Es ist ein sonniger Apriltag, als der 90-jährige Ryszard Ptaszyński aus der Stadt Leszno in Polen gemeinsam mit seiner Tochter, seinem Schwiegersohn und seinem Enkel auf dem Hermelsbacher Friedhof in Siegen steht. Zum ersten Mal besucht er das Grab seines Vaters AntoniPtaszyński (auf dem Grabstein als „Anton Ptascynski“ verzeichnet), der von den Nationalsozialisten aus Belgien zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurde und im Krankenhaus Bethesda in Freudenberg
verstarb. Weiterlesen
Bahnhof Siegen: Umplatzierung einer Gedenktafel
Gedenkort Siegener Bahnhof: Von der Deportation zur Erinnerung

Bereits 1988 markierte Klaus Dietermann (Gründer des Aktiven Museums Südwestfalen) gemeinsam mit dem Zeitzeugen Wilhelm Fries den Siegener Bahnhof als zentralen Gedenkort. Am 28. Februar 1943 verabschiedete sich Fries dort am Gleis 4 von den letzten deportierten Juden des Siegerlands, nachdem er beim Kofferpacken geholfen hatte – eine Hilfsbereitschaft, die ihm Gestapo-Verhöre einbrachte.
Die Geschichte der Gedenktafel
1989: Einweihung der ersten Tafel. Ein Fehler bezüglich des Zwangsarbeitslagers für Frauen aus „Mischehen“ (fälschlich Beddelhausen statt korrekt Bettenhausen bei Kassel) wurde später korrigiert.
2019: Aufgrund neuer Forschungsergebnisse fertigte die Firma Rudolph eine neue Edelstahltafel an. Die Übergabe erfolgte am 27. September durch Klaus Merklein, Traute Fries und Bürgermeister Steffen Mues.
Standort: Wegen eines störenden Müllbehälters wurde die Tafel kürzlich an die Rückseite des Stahlträgers versetzt.
Überregionaler Kontext Weiterlesen
Bad Laasphe: Lernorte der Erinnerung
Der freie Journalist Christoph Ruf berichtet in der E & W. Erziehung und Wissenschaft, 04/2026, (S. 35 – 37) über das Projekt „Gelber Stern“, das in der Alten Synagoge Bad Laasphe entwickelt wurde, um Viertklässlern die NS-Geschichte zu vermitteln. An dem Projekt beteiligen sich alle Grundschulen der Region. Der Start war für Mitte April geplant.
Lern- und Gedenkort „Hilfskrankenhaus Fludersbach“

Die Arbeitsgemeinschaft „Hilfskrankenhaus Fludersbach“, derzeit bestehend aus Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein, hat ihren Konzeptentwurf für einen Lern- und Gedenkort an der Stelle des ehemaligen Hilfskrankenhaus für Zwangsarbeiter*innen in der Fludersbach in Siegen vorgelegt.
Als im Oktober des Jahres 2023 durch die hiesige Presse bekannt wurde, dass das ehemalige Kauflandgelände in der Fludersbach veräußert wurde und der darauf befindliche Supermarkt einem Neubau weichen sollte, haben sich sofort lokalhistorisch Interessierte zu Wort gemeldet. Sie wiesen darauf hin, dass das aktuelle Gebäude auf den Überresten des ehemaligen Hilfskrankenhauses für NS-Zwangsarbeiter*innen aus der Region errichtet wurde. Weiterlesen
Erndtebrück: Stilles Gedenken an die Opfer der Bombenagriffe
„Am 10. März 2026 jährt sich zum 81. Mal der Tag des schweren Bombenangriffes auf Erndtebrück, dem 86 Menschen zum Opfer fielen. Dieser Tag ist und bleibt für die Bürgerinnen und Bürger ein Gedenktag, ein Tag der Trauer um die Menschen, die ihr Leben verloren.
Zum Gedenken an die Opfer des 10. März 1945 sowie der beiden vorangegangenen Bombenangriffe am 16. Dezember 1944 und 22. Februar 1945, bei denen 6 bzw. 14 Menschen ums Leben kamen, findet am
Dienstag, den 10. März 2026, um 14:00 Uhr,
eine stille Kranzniederlegung durch den Bürgermeister auf dem Friedhof „Ederfeld“ statt.
Die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde sind aufgerufen, an diesem stillen Gedenken teilzunehmen und durch ihre Anwesenheit die Mahnung und Hoffnung auszudrücken: Ein solcher Tag darf sich nicht wiederholen!“
Quelle: Gemeinde Erndtebrück, Aktuelle Mitteilung v. 3.3.26
Forum „Archive unter Druck“

„Archive und andere Gedächtnisorganisationen geraten zunehmend unter Druck. Sie müssen ihre Aufgaben und ihre Bedeutung in pluralistischen Demokratien immer häufiger erklären und auch verteidigen. Das zeigt sich unter anderem an Debatten zur finanziellen und personellen Ausstattung oder Standort-Diskussionen. Dazu zählen auch politische Debatten und Erwartungen bezüglich der fachlichen Arbeit, zum Beispiel bei inhaltlichen Fragen, was als bewahrenswertes Archivgut gilt und überliefert wird.
Als Einrichtungen, die zur sachgerechten Sammlung, Aufbewahrung und Bereitstellung von Unterlagen verpflichtet sind, sichern Archive einen unverfälschten Blick auf das Originaldokument. Damit leisten sie einen zentralen Beitrag zur Transparenz von Entscheidungen und zur Nachvollziehbarkeit historischen und aktuellen Handelns in demokratischen Gesellschaften. …..“
Auf die diese Veranstaltung in Berlin, an der auch der Arbeitskreis Offene Archive des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare mit seiner „AG Demokratie“ beteiligt ist, weist siwiarchiv sehr gerne. Die Zahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt.
Alle weiteren Informationen hier: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/archive-unter-druck-einladung-zum-gemeinsamen-forum#no-back
Kranzniederlegung am Gedenkstein zur Judenverfolgung aus Hilchenbach
Jährliche Kranzniederlegung am Gedenkstein am 28. Februar zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Hilchenbach

Am 28. Februar jährt sich der Tag der Deportation von Elisabetha „Gerti“ Holländer und ihrem 10jährigen Sohn Lothar Holländer.
An diesem Jahrestag veranstaltet die Stadt Hilchenbach eine Gedenkstunde, um an das schreckliche Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland geworden sind, zu erinnern. Am Gedenkstein an der Ecke Marktplatz und Hilchenbacher Straße wird dabei ein Kranz niedergelegt.
Der Stadt Hilchenbach ist es ein besonderes Anliegen, die Erinnerungen aufrecht zu halten, aber auch gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Gedenkfeier am Gedenkstein zur Judenverfolgung unterhalb der evangelischen Kirche in Hilchenbach am 28. Februar um 11:00 Uhr eingeladen.
Im Jahr 2013, genauer am 4. Juli, wurde der Gedenkstein zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden, aufgestellt.
Mit einem Mahnmal im Blickpunkt der Öffentlichkeit, in der Nähe des Marktplatzes, soll die Erinnerung „lebendig“ gehalten werden.

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