Sanierung des Bahnhofs Erndtebrück schreitet voran

Bildquelle: Gemeinde Erndtebrück


„…. Der private Investor Thomas Lippold hatte das sanierungsbedürftige Gebäude vor rund fünf Jahren erworben und arbeitet seitdem an einer neuen Perspektive für das historisch wichtige Gebäude Erndtebrücks.
Für die Sanierung des Daches konnte eine Projektförderung im Rahmen der Denkmalförderung des Landes Nordrhein-Westfalen genutzt werden. Die vorhandenen Schindeln wurden entfernt, Feuchtigkeitsschäden beseitigt und neue Decken sowie Balken eingebaut. Aktuell werden die Gauben auf der Bahnhofsseite errichtet, wodurch die obere Etage künftig besser für Wohnzwecke genutzt werden kann. Die Fertigstellung der Dachsanierung ist bis Ende des Jahres vorgesehen. Weiterlesen

„Unterm Hakenkreuz“ – Westfalen 1933 bis 1945 im Amateurfilm

17.09.2026, 19:00 Uhr, kmd, Viktoria-Kino, Bernhard-Weiss-Platz 6, Hilchenbach, 4,00 €
In Kooperation mit dem Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und der Stadt Hilchenbach zeigt das Viktoria-Kino die Filmdokumentation.

Filmdokumentation „Unterm Hakenkreuz“.
Foto: LWL

Die Filmdokumentation, welche eine Eigenproduktion des LWL-Medientrumss ist, zeigt den Alltag in Westfalen von 1933 bis 1945 anhand von Amateurfilmen. Dafür haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LWL-Medienzentrums zwei Jahre lang intensiv in ihrem Filmarchiv recherchiert. Mehr als 200 private Filmdokumente, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Westfalen-Lippe gedreht wurden, sind gesichtet worden. Das Ergebnis ist eine rund 70-minütige Dokumentation über den schleichenden Einbruch des Nationalsozialismus in das alltägliche Leben. Es werden unter anderem Szenen von Familienfeiern und öffentlichen Festen sowie Feiern gezeigt. Dadurch wird dem Zuschauenden deutlich, wie die Nationalsozialisten diese Feierlichkeiten für sich vereinnahmen und zur Instrumentalisierung nutzen. Zudem stellt der Film die Selbstinszenierung der Partei durch verschiedenes Material von Filmamateuren dar. Den bedrückenden Abschluss der Filmdokumentation bilden Aufnahmen vom Krieg im besetzten Europa und in der kriegszerstörten Heimat Westfalen. Aufgrund fehlender FSK-Prüfung ist der Eintritt erst ab 18 Jahren gestattet.

Im Anschluss haben die Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, sich über den Film auszutauschen. Mitarbeitende des LWL-Medienzentruma begleiten die Veranstaltung und stehen für Interessierte in einer Nachbesprechung bereit. Zudem ordnen sie das Gezeigte historisch ein.
Quelle: Stadt Hilchenbach, Veranstaltungskalender

Tipp für unter 18jährige: Online: „Unterm Hakenkreuz. Westfalen 1933-1945 im Amateurfilm“

Online: Milan Weber: Bilder der Vergangenheit

Inszenierung und Popularisierung von Geschichte in digitalen Spielen

„Geschichte ist heute so populär wie nie. Sie nimmt eine zunehmende Präsenz in populären Medien ein und wird gehört, gelesen, gesehen, erzählt, nachgestellt, erlebt und gespielt. Mitverantwortlich an der stetig zunehmenden Popularität sind digitale Spiele. Sie formulieren nicht nur die Vorstellungen aus, die Millionen von Menschen weltweit von der Vergangenheit besitzen – sie verändern sie auch. Das macht eine systematische Untersuchung der im Medium inszenierten Geschichte unbedingt erforderlich. Neben Büchern und Filmen bildet das digitale Spiel heute eines der wichtigsten Verbreitungsmedien, um Geschichte zu popularisieren – unabhängig von Alter, Geschlecht oder nationaler Zugehörigkeit der Rezipierenden. Digitale Spiele nehmen eine zentrale Rolle ein, wenn wir wissenschaftlich verstehen möchten, wie Geschichte gesamtgesellschaftlich dargestellt, inszeniert, verhandelt und mit Bedeutung ausgestattet wird. Welches Bild von Geschichte wird in digitalen Spielen vermittelt? Welche Auswirkungen haben ihre medialen Besonderheiten auf Geschichtspopularisierungen? Und vor allem: Wie verändert das Medium unsere Geschichtskultur? Dieser und weiterer Fragen nimmt sich Milan Weber in seiner Studie an und geht den vielgestaltigen Transformationen populärer Geschichte in einem der reichweitenstärksten Medien unserer Zeit nach.
Dr. Milan Weber ist Historiker mit den Forschungsschwerpunkten mediale Geschichtspopularisierung, Historical Game Studies sowie transnationale Geschichts- und Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Siegen.“
Quelle: Verlagswerbung + Link zur PDF

Internetseite zur Zwangsarbeit zwischen 1939 und 1945 im Siegerland

Anmerkungen bzw. Wünsche

“ …. Unser Projekt soll stetig wachsen. Wir sind auf Kritik, Verbesserungen, Korrekturen, Mitwirken und Mitarbeit angewiesen. Darum bitten wir Sie! ….“
aus: Projektseite
Der VVN BdA Siegerland-Wittgenstein betreibt das empfehlenswerte Onlineangebot, das die Informationen zur Zwangsarbeit während des Dritten Reiches im Siegerland seit nunmehr fast dreizehn Jahren bündelt. Nachdem sich siwiarchiv den VVN-Angeboten zum Widerstand und zu den Tätern gewidmet hat, hat die VVN via Facebook gebeten sich auch den beiden anderen Angeboten zu widmen; dies sei hiermit für das Zwangsarbeitprojekt gerne getan. Weiterlesen

Führung durch das Stadtarchiv – das historische Gedächtnis Siegens

Mi., 16.09.2026, Dipl. Ing. Oliver Teufer, 18:00 Uhr, In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Siegen

Sie sind geschichtlich interessiert und wollten schon immer mal wissen, wo und wie teils jahrhundertealte Zeitzeugnisse aufbewahrt werden? Eine gute Möglichkeit dazu bietet eine Führung durch die Räumlichkeiten des Siegener Stadtarchivs und seinen umfangreichen Beständen. Geführt durch das Archivpersonal werden den Teilnehmern das Arbeiten im Lesesaal genauso nahe gebracht wie der Aufbau des Magazinraumes. Des Weiteren werden ausgesuchte Archivalien vom Mittelalter bis zur in die heutige Zeit präsentiert. Die 45 Minuten dauernde Führung ist kostenlos.
Anmeldung erwünscht, damit wir besser planen können. Jedoch sind spontane Besuchende ohne Voranmeldung immer herzlich willkommen. Das Team des Stadtarchivs freut sich auf ihren Besuch!
Treffpunkt: Eingang zum Archiv im 3. OG des KrönchenCenters, Markt 25, 57072 Siegen.
Quelle: vhs Siegen, Programm

Null Toleranz: Erneut Gräber auf dem jüdischen Friedhof in Bad Berleburg geschändet

Auf dem alten jüdischen Friedhof in Bad Berleburg ist es am Wochenende erneut zu Schändungen mehrerer Gräber gekommen. „Die erneuten Schändungen auf dem Friedhof lassen uns fassungslos zurück. Wir verurteilen die Zerstörung und Beschädigung dieses Ortes der Erinnerung, des Gedenkens und des Mahnens für den Frieden auf das Schärfste“, erklärte Volker Sonneborn. Nach Bekanntwerden des neuerlichen Vorfalls waren der Bürgermeister von Bad Berleburg sowie Polizei und Staatschutz am Samstag vor Ort und haben gemeinsam das Ausmaß der Zerstörung aufgenommen. Der Staatsschutz hat zugleich die Ermittlungen übernommen. Dies war schon nach den ersten Vorfällen vor wenigen Wochen erfolgt, als ein oder mehrere Täter Gräber auf dem jüdischen Friedhof geschändet und das jüdische Mahnmal im Berlebach in Bad Berleburg zerstört hatten.

„Unvereinbar mit unseren Werten“

„In den vergangenen Wochen haben wir in Abstimmung mit allen Beteiligten – insbesondere der jüdischen Gemeinde und dem LWL – die notwendigen Abstimmungen getroffen, um die Schäden nach der ersten Schändung zu beheben. Gleichzeitig haben wir in der vergangenen Woche das jüdische Mahnmal im Berlebach repariert und den Davidstern auf dem Mahnmal wieder installiert“, berichtete Volker Sonneborn. Der jüdische Friedhof selbst stand seit Bekanntwerden der ersten Grabschändungen unter engmaschiger polizeilicher Überwachung, zuletzt noch am Freitagabend – und damit unmittelbar vor dem erneuten Vorfall. „Klar ist, dass wir diese Schändung generell und solche Taten im Allgemeinen in keiner Weise tolerieren können und werden. Dies ist unvereinbar mit unseren Werten der Gemeinschaft, Solidarität und Toleranz, für die unsere Stadt der Dörfer in der Vergangenheit stand und auch in Zukunft immer stehen wird“, erklärte der Bürgermeister.

Quelle: Stadt Bad Berleburg, Aktuelles, 7.9.2026