Die Universitäten Siegen und Marburg starten gemeinsames Langzeitprojekt zu Hans Sachs, dem bedeutendsten deutschsprachigen Dichter des 16. Jahrhunderts. Geplant ist eine Neuedition seines Theaterwerks. Die DFG fördert das Vorhaben mit 2,6 Mio. Euro.
Mehr als 6.200 Texte hat der Nürnberger Schuhmachermeister und Dichter Hans Sachs hinterlassen – darunter über 200 Theaterstücke. Sachs gilt als produktivster Dichter des 16. Jahrhunderts mit universalem Wissen und Interesse: So hatte er einen sehr guten Überblick über Politik, Theologie und Literatur seiner Zeit. Gleichzeitig beherrschte er die deutsche Sprache so gut wie kaum ein anderer. Auf diese Weise gelang es ihm, auch komplexe Inhalte in eine einfache und verständliche Sprache zu fassen und Handwerkern und Kaufleuten zugänglich zu machen. Ein neues gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten Siegen und Marburg widmet sich nun dem Theater von Hans Sachs. Das Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 2,6 Millionen Euro gefördert.
„Heute kennen die meisten Menschen Hans Sachs nur noch aus der Wagner-Oper ‚Die Meistersinger von Nürnberg‘ und weniger über seine eigenen Werke. Tatsächlich ist der Großteil des Werks von Hans Sachs noch gar nicht erforscht. Unser Ziel ist es daher, eine Grundlage dafür zu schaffen, dass sich die Forschung wieder stärker mit Hans Sachs beschäftigt“, sagt Prof. Dr. Hans Rudolf Velten von der Universität Siegen, der das Projekt gemeinsam mit seinem Marburger Kollegen Prof. Dr. Nathanael Busch leitet. Weiterlesen

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In seiner heutigen Sitzung berät der Schul- und Kulturausschuss der Gemeinde Neunkrichen, die Verwaltung mit der Ausschreibung und Vergabe der Anschaffung der Einrichtung eines Regalsystems für das neu einzurichtende Kommunalarchiv zu beauftragen.


Die Autorinnen und Autoren eröffnen ein Panorama unterschiedlicher Dimensionen aus archivischer und historischer Perspektive von Kinderkuren, die in Deutschland zwischen 1945 und 1990 nach Schätzungen bis zu 13 Millionen Kinder und Jugendliche betroffen haben. Die Archivarinnen und Archivare präsentieren Bestände verschiedener Archive sowie rechtliche und praktische Fragen der Nutzung im Zusammenhang von Aufarbeitungsinteresse und Persönlichkeitsrechten. Die Historikerinnen und Historiker sondieren neue Forschungsfragen – u.a. zur longue durée der Kinderkuren oder der Kinderkurheime als andere Orte (Foucault) –, unternehmen in Fallstudien erste Erkundungen des Feldes in internationaler Perspektive und präsentieren Forschungsergebnisse zu „Medikamentenmissbrauch“ oder der Heimaufsicht. Zudem werden methodische Fragen im Kontext von Oral History und Auftragsforschung thematisiert sowie die museale Vermittlung im Kontext einer ausgewogenen Darstellung der Kinderkuren austariert.

