Video: „Aus der Geschichte für die Zukunft lernen“

Minifilm über Erinnerungsarbeit mit Jugendlichen auf Gedenkstättenfahrten

„Wie wichtig „Erinnerungskultur“ und „politische Bildungsarbeit“ für Jugendliche und junge Erwachsenen sind, zeigt sich auf den jährlich stattfinden Gedenkstättenfahrten des Kreises Siegen-Wittgenstein. Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hilchenbach hat in den letzten Jahren regelmäßig an den Fahrten teilgenommen, zuletzt auf der Gruppenreise nach Hamburg. Nun ist die Minidokumentation aus dem Jahr 2019 endlich fertig und kann öffentlich über den YouTube Kanal des Kreises Siegen-Wittgenstein angeschaut werden. Premiere ist am 27. Januar anlässlich des Holocaust-Gedenktages.

Im Beitrag berichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hilchenbach über die Themen Thema „Freiheit“ und „Vielfalt“ während der SED-Diktatur. In besonderer Erinnerung bleibt das Zeitzeugengespräch in der Gedenkstätte der Berliner Mauer. Der Zeitzeuge Joachim Neumann erzählte von seinem Leben und den Einschränkungen zu DDR-Zeiten, von seiner eigenen spektakulären Flucht und später von seinen Erlebnissen als Tunnelbauer. Der heute 81jährige konnte unter großen Gefahren, vielen Menschen die Flucht in den Westen und in ein freies Leben ermöglichen. Weiterlesen

Veranstaltung zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Heute gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus. Corona-bedingt kann in diesem Jahr keine Präsenzveranstaltung stattfinden. Das Aktive Museum Südwestfalen, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und KulturSiegen laden jedoch dazu ein, den Beitrag „Die Hölle von Majdanek“ als Videoaufzeichnung im Internet zu verfolgen. Das Programm entspricht dem der Präsenzveranstaltung. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Mues spricht Traute Fries, Vorstand des Aktiven Museums Südwestfalen. Es folgt eine virtuelle Führung durch die Gedenkstätte Majdanek, erstellt und vorgetragen von der Studentin Mona Victoria Müller. Zu sehen und zu hören ist in der Aufzeichnung schließlich auch Alexander Breitenbach. Der Pianist, der seine frühe Ausbildung an der Fritz-Busch-Musikschule der Stadt Siegen erhielt, spielt Werke des Komponisten Ernst Bachrich (1892-1942), der in Majdanek ermordet wurde.

 

Gedenken im Wohnzimmer

Am 27.Januar gedenkt der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit der  Gesellschaft christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland und mit israelischen Partnern aus Emek Hefer den Opfern des Holocaust. Hannah Malka, die älteste noch lebende Zeitzeugin des Ghetto Theresienstadt, wird auf deutsch ihre Geschichte via Zoom teilen.
Anmeldung: b.friedrich@kreisjugendring.org oder cjz.siegen@t-online.de

Quelle: Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein, Facebook-Seite

Virtuelle Heimatsammlungen NRW gingen online

Mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen im Netz: die Heimatsammlung Neunkirchen, Ostdeutsche Heimatstube, und die Ostdeutsche Heimatstube im Heimatmuseum Banfetal, Bad Laasphe

 


Am 18. Dezember wurde die Projektwebseite der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen www.heimatsammlungen.de freigeschaltet. Sie zeigt im Rahmen des Leuchtturmprojektes „Virtuelle Heimatsammlungen in NRW“ ausgewählt digitalisierte Gegenstände und virtualisierte Heimatsammlungen aus Nordrhein-Westfalen.

Das vom Bundesland Nordrhein-Westfalen geförderte Leuchtturmprojekt der Kulturstiftung dient der Bewahrung des aus Mittel-, Ost– und Südosteuropa mitgebrachten deutschen Kulturguts und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa. Für die Umsetzung des Projekts setzte sich nachhaltig besonders Heiko Hendriks, NRW-Landesbeauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, ein. Weiterlesen

#Archiverinnerungskultur – eine nicht nur archivische Blogparade

Anlässlich seines 9. Geburtstag startet  siwiarchiv auch in diesem Jahr eine Blogparade
Das Verhältnis von Archiven und Erinnerungskultur ist das Thema dieser Blogparade. Archive verstehen sich auch als zentrale Anlaufstelle für die Geschichte ihres Trägers.  Größere kommunale Archive machen dies dies zum Teil durch die Umbenennung in Institut für Stadtgeschichte deutlich – manchmal erzwungernermaßen. Dieses Selbstverständnis rückt einerseits die Kooperation von Archiven mit anderen erinnerungskulturell tätigen Einrichtungen (Museen, Gedenkstätten, oder im weitesten Sinne historischen Vereinen etc.) in den Fokus der Blogparade. Andererseits sind Archive an der erinnerungskulturellen Arbeit ihrer Träger oftmals alleinverantwortlich tätig, z. B. bei Jubiläen oder gutachterlichen Stellungnahmen bei Benennungen oder zur historischen Bewertung von Persönlichkeiten oder Ereignisse.
Von grundsätzlichen Überlegungen zum Verhältnis erinnerungskultureller und archivischer Arbeit bis hin zu (best/worst-)practise-Beispielen ist im Rahmen der Blogparade alles möglich. Interessant dürfte neben der archivischen Sicht auch der Blick der übrigen in der Erinnerungskultur Tätigen auf die Rolle der Archive in der Erinnerungsarbeit sein.
Zur Teilnahme gebeten sind neben den archivischen Weblogs daher auch die Geschichtsblogosphäre und (geschichts)kulturaffine Bloggende. Beiträge werden bis zum 28. Februar 2021 15. März 2021 angenommen. Wir sind gespannt und freuen uns auf jedes einzelne „Geburtstagsgeschenk“!
Tanja Praske gibt übrigens 10 Tipps für die erfolgreiche Teilnahme an einer Blogparade: Weiterlesen

2 oral-histoy-Videos zur Flucht von Ostpreußen bis nach Siegen

Auf dem youtube-Kanal von „Unser Siegen“ finden sich ein Interview mit Dr. Dietmar Gorki zu dessen Flucht sowie dessen Einschätzung des aktuellen Umgangs mit der Geschichte der ehemaligen deutschen Ostgebiete („Geschichtsvergessen! Ein Meinungsbild.“):

Siegener Bündnis für Demokratie gestaltet Ge(h)Denken in Zeiten der Pandemie

Heute „gedenken die Siegener Bürgerinnen und Bürger zum 76. Mal der Bombardierung ihrer Stadt im Jahr 1944. Über 50.000 Bomben wurden abgeworfen, Siegen versank in Schutt und Asche. Hunderte Menschen starben im Bombenhagel.

Das Siegener Bündnis hat den Ge(h)denktag in diesem Jahr unter dem Vorzeichen der Pandemie und den damit verbundenen Schutz- und Hygienemaßnahmen geplant. Seit 2008 gestaltet das Bündnis den Gedenktag mit. Vor 12 Jahren gründete sich das Bündnis aus einer Vielzahl von Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Jugendverbänden und weiteren gesellschaftlichen Gruppen, als rechtsextreme Gruppierungen versuchten, den Gedenktag für ihre Ideologien zu mißbrauchen.

In diesem Jahr bestehen zwei Möglichkeiten am Ge(h)Denken teilzunehmen: Weiterlesen

Video zum Gedenken an Bruno Kappi

„Am 15. Dezember 1992 wurde der 55-jährige Bruno Kappi auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle im Weidenauer Einkaufszentrum zu Tode getreten. Der oder die Täter griffen den stark sehbehinderten Bruno Kappi an, schlugen und traten brutal auf ihn ein, bis er an diesen Verletzungen starb. Zwei junge Männer aus der rechten Skinhead-Szene wurden später angeklagt, jedoch konnte ihnen die Tat nicht nachgewiesen werden. Die Tat ist bis heute ungesühnt. Weiterlesen

„Notfalls schließen“

Ein Gastkommentar von Karl Heupel zu der Lage des Bergbaumuseums in Herdorf-Sassenroth

Sollte der Kreis Altenkirchen nicht nur monetär Arm zu sein, sondern auch in seinem historischen Verantwortungsbewusstsein gegenüber den nachfolgenden Generationen? Wo können Kinder und Jugendliche die Arbeitswelt von früher besser kennen lernen als im Bergbaumuseum in Sassenroth. Außerschulisch lernen (was meistens mehr bringt), praktische Erfahrungen z.B. bei den Mineralexkursionen oder Thementagen sammeln und so ein Verständnis für die Vergangenheit aufbauen. Nachdem der Hüttenwäldchen – Stollen in Dermbach ums „Überleben“ kämpft, soll hier ein weiteres Kleinod der Industriegeschichte geschlossen werden? Danach schließt die Grube Bindweide? Und dann findet das kulturhistorische Lernen oberirdisch statt? Das ist unterirdisch! Wehret den Anfängen! Glück Auf.

Anm: Der Zeitungsbericht und der Kommentar fußen auf die Beschlussvorlage „Umsetzung der Maßnahmen des Haushaltskonsolidierungskonzeptes des Landkreises Altenkirchen“ der Kulturellen Einrichtungen des Kreises Altenkirchen für den Kreisausschuss am 26.10.2020

Stellenausschreibung einer/eines Wissenschaftlichen-Pädagogischen Mitarbeiterin/Mitarbeiters für das Aktive Museum Südwestfalen

Das Aktive Museum Südwestfalen ist ein Dokumentations- und Lernort für regionale Zeitgeschichte am Platz der Synagoge in Siegen.

Zum 1.Januar 2021 ist beim Verein die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen-Pädagogischen Mitarbeiterin/Mitarbeiters

mit einem Umfang von 39 Arbeitsstunden wöchentlich zu besetzen.

Die Einstellung erfolgt unbefristet, sofern die externen Fördergelder beim Verein eingehen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist ein abgeschlossenes Studium im Fach Geschichte. Zu den Aufgaben zählen u. a.: Gruppenführungen, Erstellung von Halbjahresprogrammen, Konzeption von Wechselausstellungen, maßgebliche Beteiligung an der Neukonzeption der Dauerausstellung. Erfahrungen im Ausstellungsmetier wären wünschenswert.

Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen
senden Sie bitte bis zum 5. Dezember 2020 an:

Aktives Museum Südwestfalen e. V., Spandauer Straße 34, 57072 Siegen.
Quelle: Aktives Museum Südwestfalen, Startseite, 12.11.2020