Neue Informationen zur Gedenkstunde am „Platz der Synagoge“

„In Anbetracht der stark steigenden Infektionszahlen haben wir uns dazu entschieden auf eine große Präsenzveranstaltung, wie in der sonst üblichen Form, zu verzichten. Natürlich bedauern wir diesen Schritt zutiefst, aber Ihre und unsere Gesundheit ist uns sehr wichtig. Wir bitten Sie daher in diesem Jahr am Dienstag, 10.11.20, 16 Uhr nicht zum Platz der Synagoge zu kommen!

Natürlich werden wir auf keinen Fall auf das Gedenken verzichten und haben uns deshalb eine Alternative überlegt:

Wir werden die Gedenkstunde, mit wenigen Beteiligten, vor Ort halten und den Ablauf aufzeichnen. Das Ergebnis können Sie sich dann über einen Link auf unserer Homepage (www.cjz-siegen.de) und auch auf unserer Facebookseite (CJZ Siegen) anschauen.
Damit das Gedenken ein bisschen persönlicher werden kann, möchten wir Sie bitten (natürlich nur, wenn Sie möchten) im Laufe des Tages (am besten bis 16 Uhr), z.B. eine Rose auf dem Podest, wo normalerweise das Rednerpult steht, abzulegen. Weiterlesen

100. Geburtstag: Erinnerung an früheren Siegener Bürgermeister

Am 29. Mai 1984 fand eine Kabinettsitzung mit dem damaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau in Siegen statt. Die Aufnahme zeigt (v.l.) den damaligen Siegener Stadtdirektor Hans Mohn, Ministerpräsident Johannes Rau und Bürgermeister Hans Reinhardt.

Am 4. November hätte Hans Reinhardt seinen 100. Geburtstag gefeiert. Der gebürtige Siegener war lange Jahre sowohl als Landes- als auch als Kommunalpolitiker aktiv und von 1979 bis 1989 Bürgermeister der Stadt Siegen – sogar der erste, denn zuvor lautete die Amtsbezeichnung „Oberbürgermeister“.

Insbesondere hat Reinhardt die Ausbildung von Menschen mit besonderem Förderungsbedarf vorangebracht und in Nordrhein-Westfalen deren Schulpflicht mit initiiert. Für sein Wirken wurde ihm 1982 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Er starb am 29. Oktober 1998 in Siegen. Weiterlesen

Gedenkstunde am Platz der Synagoge in Siegen

Dienstag, 10.11., 16 Uhr, Obergraben 10, Siegen s. neue Informationen zur Veranstaltung

Ansprache: Mehmet Daimagüler
Kaddisch: Alon Sander
Schule: FCS Kaan-Marienborn
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V.
Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e. V.
Das Mitbringen von Fahnen ist nicht erlaubt!
Anmeldefrei!

Video: Brasilien und Nassau –

Quellen zum Frühkolonialismus im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Das Hessische Hauptstaatsarchiv Wiesbaden verfügt über umfangreiches Material zum Brasilienaufenthalt des Fürsten Johann Moritz von Nassau-Siegen in den 1640er Jahren. Von 1637 bis 1644 amtierte er dort als Statthalter. In einem ein Video präsentiert ein Archivar des Hessischen Landesarchivs – ausgehend von einer Brasilienkarte aus dem Jahr 1643 – archivalische Quellen des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden zum Brasilienaufenthalt des Grafen bzw. zum Frühkolonialismus. Der berühmte Brief des Königs vom Kongo an Johann Moritz aus dem Jahr 1642 rückt auch die Problematik des Sklavenhandels in den Fokus.
Quelle: Hessisches Landesarchiv, Facebook-Eintrag vom 27.10.2020

s. dazu auf siwiarchiv: „Johann Moritz und sein „Zuckerhaus“ – Plädoyer für Blickerweiterungen“, und „Literaturhinweis: Evaldo Cabral de Mello: „Johann Moritz ​Fürst von Nassau-Siegen. Gouverneur des holländischen Brasiliens“

Niederländischer Generalkonsul in Freudenberg

Den Diplomaten Peter Schuurmann interessieren die geschichtlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Verbindungen
Text und Bilder: Bernd Brandemann

Die Niederlande und Nordrhein-Westfalen sind Nachbarn. Und sie verbindet nicht nur die räumliche Nähe, sondern vielfältige wirtschaftliche, kulturelle und geschichtliche Verbindungen. Um die konkreten historischen Beziehungen des Siegerlandes mit dem Haus Oranien-Nassau und den Niederlanden ging es jetzt beim Besuch des niederländischen Generalkonsuls Peter Schurrmann in Freudenberg. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Volkmar Klein besuchte er die Evangelische Kirche oberhalb des Alten Fleckens. Diese, wie auch die Hilchenbacher Ginsburg, erfährt für ihre Sanierung eine Förderung durch die Kulturstaatsministerin im Bundeskanzleramt (Denkmalschutz-Sonderprogramm).

Vor der Kirche empfing Pastor Thomas Ijewski in perfektem Niederländisch seine Gäste. Bernd Brandemann verweis in einem kurzen Vortrag auf die geschichtlichen Zusammenhänge: Der Freudenberger Kirchturm ist das letzte bauliche Überbleibsel des ehemaligen Freudenberger Schlosses, dessen Reste auch dem Stadtbrand von 1666 zum Opfer fielen. In jenem Schloss hatten sich vom 2. Bis 4. April 1568 Wilhelm von Oranien nach seiner Flucht aus den Niederlanden mit seinen Brüdern Johann, Ludwig und Adolf sowie 40 Bediensteten getroffen und hier in einer Geheimkonferenz mit einer Delegation der Edlen von Gelderland die militärische Unterstützung im Kampf gegen Spanien zugesagt. Weiterlesen

Generalkonsul der Niederlande zu Besuch auf der Ginsburg

Blick auf die Ruine Ginsburg auf dem Schlossberg bei Hilchenbach-Lützel, Foto: Stadt Hilchenbach

Der Generalkonsul der Niederlande, Peter Schuurman, war zusammen mit dem Bundestagabgeordneten Volkmar Klein zu Besuch auf der Ginsburg. Empfangen wurden sie, im Turmzimmer von Dieter Viehöfer, dem ersten Vorsitzenden des Vereins zur Erhaltung der Ginsburg. Zur Begrüßung spielte der erste Vorsitzende auf seiner Trompete die Melodie von „Het Wilhelmus“.

Die Ginsburg und die evangelische Kirche in Freudenberg sind Orte des historischen Zeugnisses für die Verbindung zwischen den Niederlanden und dem Kreis Siegen-Wittgenstein. Peter Schuurman ist seit 14 Monaten Generalkonsul der Niederlande in Düsseldorf und betonte, dass ihm in dieser Zeit noch klarer geworden wäre, wie eng die kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten seien. Weiterlesen

Bürgerantrag: „Mehr Sichtbarkeit von Frauen im Siegener Stadtbild“

Bürgerantrag gemäß § 24 der NRW-Gemeindeordnung  An den Rat der Stadt Siegen

„Ziel: Die alltägliche Sichtbarkeit und Präsenz von Frauen im Siegener Stadtbild durchsetzen. 

Der Rat der Stadt Siegen möge beschließen:
1. Die Stadt Siegen schafft ein weibliches Pendant zu den beiden männlichen Siegener Wahrzeichen Henner und Frieder.
Henner und Frieder findet man an exponierten Stellen im Siegener Stadtbild. Zum einen als Statuen auf der Siegbrücke in der Siegener Unterstadt, sowie als Ampelmännchen an inzwischen knapp 20 Ampeln in der Siegener Innenstadt.
Henner und Frieder stehen für die wirtschafts- und kulturgeschichtliche Prägung des Siegerlandes durch Bergbau und Hüttenwesen. Im Siegerland prägt aber auch die Haubergswirtschaft seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft. Die Haubergswirtschaft ist deshalb auch als immaterielles Kulturerbe im Sinne der UNESCO eingestuft.
Frauen hatten gleichermaßen Anteil an der harten körperlichen Arbeit in der Haubergswirtschaft – daneben waren sie noch für Haushalt und Landwirtschaft zuständig.
Deshalb schlagen wir die Darstellung einer Haubergs Bäuerin mit traditioneller Haube und Tracht und Werkzeug als weibliches Siegener Wahrzeichen an exponierten Stellen im Siegener Stadtgebiet vor.
Genau wie Henner und Frieder soll die Figur der Haubergs Bäuerin als Ampelmädchen von der Stadt Siegen angebracht werden und auch ihren Platz als Statue neben Henner und Frieder auf der Siegbrücke finden. Weiterlesen

Hilchenbach: Keppeler Schüler im Einsatz für Kriegsgräber

Keppeler Schüler im Einsatz für Kriegsgräber


„Es ist mittlerweile so etwas wie eine kleine Tradition, dass sich Schülerinnen und Schüler des Hilchenbacher Gymnasium Stift Keppel einmal im Jahr um die Kriegsgräberstätte im Ortsteil Allenbach kümmern. Zu Stande gekommen ist diese Initiative auf Einladung des Ratsmitglieds Klaus Stötzel, der hier ebenso wie in anderen Feldern die Zusammenarbeit mit der Schule pflegt. Sei es bei den Früchtchen, wenn die Obstsaison anläuft und Not am Mann ist, sei es beim Hilchenbacher Frühjahrsputz, wenn der Müll, den die Jugendlichen entlang der Ferndorf einsammeln, per Trecker abtransportiert werden muss.
Kurz vor den Sommerferien konnte trotz Corona-bedingter Einschränkungen des Schulbetriebs die diesjährige Pflegeaktion stattfinden, unter Beachtung aller gültigen Abstandsregeln. Unterstützt wurden die gymnasialen Gärtner von ihrem Lateinlehrer Michel Schäfftlein. Sie befreiten das Areal von Unkraut und bepflanzten es neu.
In Allenbach sind Kriegstote deutscher, russischer und polnischer Herkunft bestattet.“

Link zum Lageplan der Friedhofsanlage in Hilchenbach-Allenbach in den Arolsen Archives

Quelle: Stadt Hilchenbach, Aktuelles, 8.9.2020

Ausstellung in Siegen: „Henner und Frieder – Stadtkultur als Comic“

Zeitraum: bis 03. Oktober 2020
Ort: Herrengarten, Fassade des ehem. Reformhaus Bach
Verantwortlich: Jugend mal anders e.V.

Zum Projekt: In einer Bildgeschichte haucht der Jugend mal anders e.V. den Siegener Statuen neues Leben ein. Auf einigen Quadratmetern Fläche entsteht mit Farbe und Pinsel eine moderne und lebhafte Interpretation der Bergmannsikonen zum Anschauen und Lesen auf großer Fläche

Quelle: Urban Art Festival Siegen, Programm

Informationen zu Henner und Frieder: Wikipedia und Zeitraum.Siegen (Wiki)

Siegen: Industriegeschichte auf Stromkästen gemalt

Heimische Industriegeschichte sichtbar gemacht, oder: „Vom Strom- zum Schaukasten“ – die Verantwortlichen mit drei kunstvoll neu gestalteten Stromkästen (v.l.: Martin Zielke, Günther Langer, Arno Dienenthal und Stadtrat Arne Fries). (Foto: Stadt Siegen)

Fünf Stromkästen im Bereich Hagener Straße/Sieghütte (Unternehmen Dango & Dienenthal Maschinenbau) zieren jetzt Motive mit regionalem Bezug: die Sieghütte um 1900 in schwarz-weiß, ein Schmiedemanipulator und eine Bohrmaschine mit Hochofen.

Um die Kunstwerke der Öffentlichkeit vorzustellen, trafen sich jetzt der Siegener Kulturdezernent Arne Fries, Martin Zielke als Initiator der Initiative „Siegen sind wir – SI.gestalten“, Geschäftsführer Arno Dienenthal und Günther Langer als Vorsitzender des Bezirksausschusses Siegen-West. Gestaltet hat die Motive die heimische Künstlerin Tzveta Grebe, die mit Ihren Kunstwerken auf Strom- und Verteilerkästen sowie Trafohäuschen im gesamten Siegener Stadtgebiet und darüber hinaus bekannt ist. Zwei weitere Kästen in der Nähe werden noch mit historischen Hauberg-Motiven gestaltet. Weiterlesen