„1968“ in der Provinz: Welche Rolle spielten Schülerinnen und Schüler in diesem Zusammenhang? Diese Frage steht im Zentrum der Ausstellung „#mehralsdagegen. Schüler(protest)bewegungen 1968ff“. Sie nimmt die Veränderungen der Schul- und Jugendkultur und deren politische Anliegen seit Mitte der 1960er Jahre in den Blick.
Unter dem Stichwort „deutsche Bildungskatastrophe“ (1964) begann eine schulpolitische Debatte, in der sich im Laufe der Zeit auch die Schülerinnen und Schüler zu Wort meldeten. Sie forderten: mehr Demokratie an den Schulen, mehr Lehrpersonal, modernere Lehrinhalte und Vermittlungsformen, eine bessere Ausstattung der Gebäude und vieles mehr. Auch außerhalb der Schulen engagierten
sich Schülerinnen und Schüler für Veränderungen: neue Musik- und Kleidungsstile,
eigene Treffpunkte, gesellschaftliche und politische Teilhabe.
Im Unterschied zur Studentenbewegung hat die Protestbewegung der Schülerinnen
und Schüler bislang wenig Aufmerksamkeit gefunden. Die Ausstellung verdeutlicht den
Beitrag der Schülerinnen und Schüler zu den Ideen von 1968. Sie zeigt aber auch, welche Gegenpositionen eingenommen wurden.
Anhand von Schülerzeitungen, Fotografien, Gegenständen der Alltagskultur und Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen werden die Formen und Folgen des jugendlichen Auf- und Ausbruchs an Beispielen aus Westfalen und Lippe gezeigt. Weiterlesen
Von Kreuztal nach Honduras
Dortmunder Stadtarchiv sucht Informationen

Siegerländer Kolonisten in Honduras. In der Bildmitte der Leiter der Gruppe: Lehrer Rob(ert) Krämer aus Ernsdorf. Quelle: Privat, aus: Ernst Krämer (Siegen): „Friedhofsgedanken“, in Siegerländer Heimatkalender 1976, S. 154
In den 1890er Jahren wanderten aus dem Siegerland, vor allem aus Kreuztal und hier speziell aus Ernsdorf, mehrere jüngere Personen nach Mittelamerika aus. Zu dem Kolonisationsprojekt an der Karibikküste der Republik Honduras hatte sie der aus Ernsdorf stammende Robert Krämer gewonnen, der in Dortmund als Volksschullehrer tätig war und in Honduras ein „Neu-Dortmund“ gründen wollte.
Nach Mittelamerika folgten Robert Krämer zwischen 1893 und 1898 besonders Mitglieder der Familien Feldmann (Schmied) und Münker, der Bergmann Heinrich Brach(t) aus Oberholzklau sowie Mitglieder der Familien Broch, Etzbach, Müser, Weber, Schwarz, Vieth/Vitt und eventuell noch andere.
Da derzeit die Geschichte dieses Auswanderungsprojektes vom Dortmunder Stadtarchiv erforscht und geschrieben wird, werden Angehörige und Nachfahren der Ausgewanderten gesucht, die über „Familienwissen“, über mündliche oder schriftliche Erinnerungen wie z.B. Erzählungen, Briefe u. a. Dokumente verfügen und dieses Wissen zur Verfügung stellen würden.
Personen, die möglicherweise Information zu diesem Kolonisationsprojekt und/oder den
Auswanderern von damals haben, werden gebeten, sich an das Archiv der Stadt Kreuztal unter Telefon 02732 51-420 oder 421 zu wenden oder direkt mit dem Stadtarchiv Dortmund Kontakt aufzunehmen: 0231 50 22 126 oder E-Mail: stadtarchiv-dortmund@stadtdo.de
Quelle: Stadt Kreuztal, Pressemitteilung Nr. 67/2018
siwiarchiv-Zitaträtsel Juni 2018:
“ …. Wie oft bei armen Leuten, war der Pfarrer an der Angelegenheit nicht sehr interessiert; er hatte sich nicht einmal die Mühe gegeben, sich über die Familienverhältnisse näher zu orientieren. Im letzten Augenblick kam er eilig im Hause an, um so sogleich mit der Taufzeremonie zu beginnen. Er sagte: “ Nachdem Gott der Herr diesem tapferen Paare ein reizendes Knäblein geschenkt“ – dies war ich – , „hat er nun das Mass seiner Güte voll gemacht und es mit einem lieben Mädchen beglückt.“ …..“
1) Welche berühmte Siegerländer Persönlichkeit sollte hier getauft werden?
2) Wer war der Bruder?
3) Aus welcher Publikation wurde dieses Zitat entnommen?
Andreas Vomfell, Amtmann und Bürgermeister in Netphen von 1921 bis 1933

Quelle: Lück, Alfred: Die obersten Verwaltungsbeamten des Amtes Netphen, in: Böttger, Hermann/Weyer, Wilhelm/Lück, Alfred: Geschichte des Netpherlandes, Netphen 1967, S. 382 [Bild]-
Lebenslauf:
* 19.5.1885[1] in Betzdorf – 25.12.1970[2] in Bad Neuenahr[3]
Kath. [4], verh. 7 Kinder
Progymnasium i.E. in Betzdorf[5]
Staatliches Gymnasium an Marzellen in Köln[6]
1905 Eintritt in den Verwaltungsdienst[7]
- Beschäftigung bei den Bürgermeisterämtern Kirchen a. Sieg und Niedermendig, Landratsämter bzw. Kreisausschüsse Siegen, Ahrweiler, und Mayen[8]
Kleinode Siegerländer Kirchengeschichte in Siegens Osten

Die Evangelische Kirche Kaan-Marienborn ist gerade mal etwas über 50 Jahre alt. Foto: Karlfried Petri
Die 14. Siegerländer Kirchentour des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein führte in den Osten Siegens. Über 40 Interessierte fanden sich kürzlich an der Katholischen Kirche in Kaan-Marienborn ein. Hier wurden sie herzlich von Heimatgebietsleiter Dieter Tröps begrüsst. Den Siegerländer Kirchentouren gingen bereits fünf Wittgensteiner Kirchentouren voraus, so dass insgesamt in den vergangenen 19 Jahren etwa 100 Kirchen besucht werden konnten. Ins Leben gerufen haben die Kirchentouren der Wittgensteiner Ortsheimatpfleger Edgar Dietrich und der ehemalige Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Siegen Helmut Flender, wusste Manfred Schröder.
Unter der Leitung von Schröder und Johannes Frevel begann die Kirchentour in der katholischen Kirche St. Bonifatius in Kaan-Marienborn. Pfarrer Wolfgang Winkelmann stellte das Gotteshaus vor, das vom Kapellenverein St. Josef gebaut und im April 1933 geweiht wurde. Sein heutiges Aussehen erhielt es durch einen Umbau in den Jahren 2003/2004. Es bietet 130 Personen Platz und wird gerne als Hochzeitskirche genutzt. Weiterlesen
siwiarchiv-Monatsstatistik Mai 2018
„Notfall Wasser“ – Bestandserhaltung von Archivgut

Ende April richtete der Landesverband Sachsen des VdA einen Workshop zu diesem Thema ein. Schäden am Archivgut durch Wasser, sei es durch technisches Versagen, bauliche Mängel oder durch das Wetter hervorgerufene Naturkatastrophen, sind etwas, was kein Archiv haben will, geschweige denn gebrauchen kann.
Die instruktive und informationsreiche Präsentation kann hier als PDF angesehen werden: 1_Notfallbewaeltigung_Wasser_Knz
Migrationsgeschichte im Virtuellen Migrationsmuseum
Virtuelles Migrationsmuseum – Teaser 2018 from DOMiD e.V. on Vimeo.
Die Geschichte der Migration in Deutschland seit 1945 wird erstmals in einem virtuellen Museum erzählt. Das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) hat einen virtuellen Raum geschaffen, in dem die Migrationsgeschichte in Deutschland interaktiv erfahrbar gemacht wird. Mittels einer App und wahlweise einer Virtual Reality (VR) Brille können die Museumsbesucher eine fiktive städtische Szenerie mit verschiedenen Gebäuden betreten und dort Interviews mit Zeitzeug*innen sowie über 1.000 digitalisierte Objekte und ihre Geschichte kennenlernen.
Das Projekt wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) finanziert. Das Fraunhofer IGD unterstützte mit einer preisgekrönten Digitalisierungstechnologie. Weiterlesen
Archivwissenschaftliche Online-Publikationen der Archivschule Marburg
Die Archivschule Marburg hat unlängst – leider nur einige – vergriffene Werke ihrer Schriftenreihe onlne gestellt:
Becker, Irmgard Ch.; Oertel, Stephanie (Hrsg.): Digitalisierung im Archiv – Neue Wege der Bereitstellung des Archivguts. Beiträge zum 18. Archivwissenschaftlichen Kolloquium der Archivschule Marburg, 2015, 276 S. PDF-Version Weiterlesen
siwiarchiv-Statistik: 14.5. – 27.5.2018

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