Korrespondenzdatenbank zu Wilhelm von Oranien


„Willhelm von Oranien ist bekannt für seine führende Rolle in den niederländischen Aufständen. Dort kämpfte er mit einer Adelsopposition gegen die Einschränkungen des spanischen Herrschers Phillip II., insbesondere gegen dessen entsandten Statthalter, den Herzog von Alba. Diese Konflikte waren, wie so oft in der Frühen Neuzeit, durch die dynastischen Verknüpfungen von internationalem Ausmaß und europaweiter Relevanz.

Eine spannende Persönlichkeit also, die die konfliktreichen Ereignisse des 16. Jahrhunderts nicht nur miterlebt, sondern in hohem Maße beeinflusst hat. Umso spannender sind auch die schriftlichen Quellen, die von ihm erhalten sind. Die Datenbank The Correspondence of William of Orange 1549-1584 unternimmt den Versuch, alle Briefe, Aufträge, Petitionen, Befehlsschreiben und Reden zu sammeln und einer breiten Öffentlichkeit digital zur Verfügung zu stellen. Dafür wurde in fast 200 Bibliotheken recherchiert, sodass bis heute 12,609 Dokumente in die Datenbank aufgenommen werden konnten. Dazu wurden Korrespondenten sowie Datum und Ort der Schreiben ermittelt und sie wurden mit einer Identifikationsnummer sowie einer kurzen Beschreibung versehen. Die zugehörigen Scans sind auch direkt dabei. Zur Verfügung gestellt wird die Datenbank durch das Huygens Institut für die Geschichte der Niederlande (Huygens ING).

Ausführliche Erläuterungen zur Benutzung der Suchfunktionen ermöglichen eine erleichterte Recherche. Zudem werden Informationen zur Geschichte des Projekts geboten. Wer mit der Datenbank arbeiten will, sollte sich aber auf Niederländisch einstellen – die Quellen aber sind (typisch frühneuzeitlich) in den Sprachen bunt gemischt.

Auf den Abbildungen ist ein Portrait Willhelms sowie ein Briefwechsel mit seiner Frau Anna von Egmond aus dem Jahre 1553 zu sehen, in welchem es unter anderem um ihre Schwangerschaft geht.

Über den folgenden Link geht es zur Website: http://resources.huygens.knaw.nl/wvo
Text: M. Klinkenberg“
via Instagram-Account der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte des Instituts für Geschichtswissenschaft der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn,

Vortrag: Prof. Dr. Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford University) »Über den Status der „Provinz“ in der deutschen (und europäischen) Kulturgeschichte«

07. Juli 2022 – 10:00 Uhr – Siegen US-S

Der zuletzt in Stanford forschende Romanist, Literaturwissenschaftler, Publizist und Weltbürger fragt in seinem neuen Buch: »Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf?«. Seiner Einladung folgend, kamen einst Weltgrößen der Geisteswissenschaft und Philosophie wie Habermas oder Lyotard an die Universität Siegen. Die als verschlafen, rückständig und piefig geltende Provinz war und ist als Ort des Aufbruchs des geistigen und kulturellen Lebens laut Gumbrecht aber mehr als nur Vorort und Peripherie der glanzvollen Großstädte. Die Ansiedlung der besten Universitäten der Welt sowie der Zentralen des Tech-Kapitalismus an provinziellen Standorten sprechen für einen besonderen Nährboden für Konzentration und Leidenschaft.
Quelle: Homepage Forum Siegen

Berleburg zur Zeit von Dippel und Edelmann.

Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei (1729–1741). Internationale Tagung unter Leitung von Vera Faßhauer, Martin Mulsow (beideErfurt/Gotha) und Hermann Stockinger (Wien) im Forschungszentrum Gotha, Schlossberg 2 .

Programm: Weiterlesen

EisenZeitReiseWeg soll im Oktober öffnen

Bauarbeiten schreiten voran. Vorstand des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein besucht Ausgrabungsstätte Gerhardsseifen

Schon im Herbst dieses Jahres sollen die ersten Besucherinnen und Besucher die Ausgrabungsstätte Gerhardsseifen besichtigen können. Über den Stand der Arbeiten informierte sich jetzt Landrat Andreas Müller als Vorsitzender des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. gemeinsam mit dem Vereinsvorstand.

Der Trägerverein „Ein Siegerländer Tal e.V.“ ist Mitglied im Heimatbund und hat die Umbaumaßnahmen der Ausgrabungsstätte zum Ausflugsziel und außerschulischen Lernort maßgeblich vorangetrieben.

„Wir sind auf der Zielgeraden“, freut sich Landrat Andreas Müller während seines Besuches im Niederschelder Waldgebiet. „Bald können wir den Menschen aus der Region ein besonderes Stück Heimatgeschichte zugänglich machen, das lange nur Archäologinnen und Archäologen vorbehalten war. Ich danke dem Trägerverein, der hier mit viel Herz und ehrenamtlichem Engagement angepackt hat.“ Weiterlesen

4. Tag der Biologischen Vielfalt Siegen-Wittgenstein am 03.07.2022

im Historischen Tiergarten, Siegen, am 03.07.2022


„Der Begriff „Biodiversität“ oder „Biologische Vielfalt“ ist heutzutage allgemein gebräuchlich, meistens wenn es um die Gefährdung derselben geht. Was Biodiversität allerdings tatsächlich ist und wo man sie überall finden kann, ist vielen Menschen nicht klar. Diese Unwissenheit und das damit oft einhergehende Desinteresse stellen die größte Gefahr für die Biologische Vielfalt dar. Wertvolle Lebensräume werden häufig als solche nicht wahrgenommen und fallen in zunehmendem Maße wirtschaftlichen Interessen zum Opfer. Denn wie schon das Sprichwort sagt: „Du schützt nur, was du liebst. Du liebst nur, was du kennst. Du kennst nur, was dir beigebracht wurde.“

Um dem zunehmenden Mangel an Bildung zum Thema Biodiversität vor allem in der jungen Bevölkerung entgegenzuwirken, planen verschiedene Akteure auf dem Gebiet des Naturschutzes im Kreis Siegen- Wittgenstein, einen institutionsübergreifenden Informationstag zu diesem Thema ins Leben zu rufen. Der Informationstag soll jährlich durchgeführt werden und wechselnde Schwerpunktthemen behandeln. Der allgemeine Titel der Veranstaltung lautet „Tag der Biologischen Vielfalt in Siegen-Wittgenstein“. Spezifische Untertitel werden je nach Schwerpunktthema jährlich neu festgelegt. ….

Der vierte Tag der Biologischen Vielfalt wird am 03.07.2022 im Erlebniswald Historischer Tiergarten Siegen stattfinden. Auch hier wird es wieder einen Rundweg mit Stationen zu unterschiedlichsten Themen geben.“
Quelle: Tag der Biologischen Vielfalt Siegen-Wittgenstein, Homepage

Edith Langner (1913 – 1986) – eine Kandidatin für eine Strassenbenennung in Siegen

Als der Arbeitskreis „Aufarbeitung der historischen Hintergründe von Straßennamen in Siegen“ am 25.5. d. J. seinen Arbeitsbericht im Kulturausschuss der Stadt Siegen vorlegte, wurde in der Diskussion die dem Bericht beigefügte Liste mit Frauennamen, die ggf. bei Umbenennungen oder zukünftigen Neubenennungen berücksichtigt werden sollen, um drei weitere Namen erweitert: Carmen Klein, Waltraud Steinhauer und Edith Langner. Für Edith Langner lag auf siwiarchiv bisher eine knappe Materialzusammenstellung vor, die nun etwas redaktioniert und vor allem um Quellen zu Ihrer Tätigkeit als Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtages ergänzt wurde:

Edith Langner (1913 – 1986)

„Wenn niemand mehr zu mir kommen sollte, um sein Herz auszuschütten, dann habe ich wohl meine Aufgabe verfehlt,….“[1]


– Geboren am 23.1.1913 in Posen, verstorben am 7.12.1986 in Siegen[2] Weiterlesen

Seit 75 Jahren katholisch – politisch – aktiv: Der BDKJ im Erzbistum Paderborn

Kurz nach Kriegsende organisiert sich die katholische Jugend in Deutschland als BDKJ neu. Ein Besuch in Hardehausen, wo Franz Hucht die bewegte Geschichte des Verbandes verwahrt. Außerdem: BDKJ-Diözesanvorsitzende Annika Manegold im Interview über katholische Jugendarbeit heute

75 Jahre Geschichte

Um in Franz Huchts Reich zu gelangen, muss man eine Treppe bis ganz nach oben steigen. Im Dachstuhl erwartet er einen dann. Als man hier in einem Nebengebäude des Jugendhauseses Hardehausen ein Archiv einrichtet, reicht dafür noch ein kleiner Raum mit großem Aktenschrank. Das ist 1977, da gibt es schon 30 Jahre Geschichte des BDKJ. Heute sind es 75 Jahre und der Raum ist längst zu klein geworden. Die Dokumentationsstelle für kirchliche Jugendarbeit 

erstreckt sich mittlerweile über die komplette Fläche des Dachgeschosses und versammelt neben Briefen und Akten aus der Anfangszeit auch Fahnen, alte Pfadfinderkluften und kistenweise Fotos.

Die Anfänge

Dass Franz Hucht seiner Arbeit als Archivar ausgerechnet in Hardehausen nachgeht, ergibt Sinn. Denn hier nimmt alles seinen Anfang. Drei Jahreszahlen sind dafür wichtig: Unmittelbar nach Kriegsende 1945 entdeckt Diözesanjugendseelsorger Augustinus Reineke das ehemalige Zisterzienserkloster für die kirchliche Jugendarbeit und führt dort noch im selben Jahr erste Gruppenleiterkurse durch. 1946 veranstaltet die Jugendgruppierung „die Schar“ hier ein Pfingstzeltlager mit 2.500 jungen Menschen. 1947 wird in Hardehausen die Gründung des BDKJ beschlossen – maßgeblich unter dem Vorsitz von Ludwig Wolker. Der war vor dem Krieg Generalpräses des Katholischen Jungmännerverbandes und wird nun von den Bischöfen beauftragt, die katholische Jugendarbeit in Deutschland neu aufzubauen. Weiterlesen

Siegerlandmuseum und TH Köln „im Tandem“

Die Universitätsstadt Siegen und die Technische Hochschule (TH) Köln kooperieren erstmals für ein besonderes Modellprojekt: Mit Hilfe des Tandem-Programms wurde die neuartige Tandem-Stelle „Neue Medien im Museum“ geschaffen.

Gratulation (v.l.): Denis Anders (Leiter Tandemprogramm), Gundolf S. Freyermuth (Co-Direktor CGL), Karin Kolb (Direktorin Museum), Astrid Schneider (Leiterin KulturSiegen), Philipp Bojahr, Stefan Herzig (Präsident TH Köln) und Bürgermeister Steffen Mues. Montag 16.05.2022, Siegerlandmuseum am Oberen Schloss in Siegen

Sie ist jeweils zur Hälfte beim Siegerlandmuseum im Oberen Schloss und beim Cologne Game Lab der Hochschule angesiedelt.

„Ziel ist, auf dem Gebiet der multimedialen Vermittlung in Museen ab sofort Praxis, Forschung und Lehre zusammenzudenken“, erklärte Stelleninhaber Dr. Philipp Bojahr, der bislang schon als Kurator mit dem Schwerpunkt multimediale Vermittlung am Siegerlandmuseum arbeitet.

Zum Start der Kooperation besuchte jetzt Prof. Dr. Stefan Herzig, Präsident der TH Köln, das Siegerlandmuseum, wo er von Bürgermeister Steffen Mues offiziell begrüßt wurde. Herzig betonte, dass das Tandem-Programm einen neuen Ansatz verkörpere: „Neben Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie freut es mich ganz besonders, dass wir nun mit dem Siegerlandmuseum einen Partner aus dem Kulturbereich gewinnen konnten.“ Weiterlesen

Heute vor 125 Jahren Hermann Busch (1897-1975), Cellist, geboren

Im Schatten der bekannteren Brüder Adolf und Fritz stehend, finden sich nur wenige regionale Publikationen, die sich ausschließlich mit Hermann Busch beschäftigen:

  • NN: Historische Aufnahmen mit Adolf, Hermann und Fritz Busch, in: Wolfgang Burbach, [Red.]: In memoriam Adolf Busch, Hilchenbach 1966, S. 62-64
  • Richard Schulz: Cellist von Weltgeltung: Hermann Busch würde 100. Brüder-Busch-Gesellschaft gedenkt mit zwei Konzerten und Ausstellung des großen Musikers, in: Unser Heimatland 1997, S. 120
  • Siegener Zeitung: 23.6.1967, 10.10.1972
  • Westfalenpost 29.6.1971

So muss hier und heute der Verweis auf den Wikipedia-Eintrag und die Angaben auf der Homepage des BrüderBuschArchivs genügen.