Archivisches im NRW-Koalitionsvertrag 2022-2027

“ …. Das Kulturgesetzbuch soll weiterentwickelt und um eine Neufassung des Archivgesetzes
ergänzt werden. ….“
(S. 123 Z 6098-6100)

Beiträge auf siwiarchiv zum Thema
1) Sachstand: Evaluierung des Archivgesetzes NRW (2018 – 2020/22)
2) Landtagswahl 2022 in NRW – „Archiv“ in den Wahlprogrammen der Parteien
3) 6 archivpolitische Fragen zur Landtagswahl 2022 in NRW

Hybrider Literaturhinweis: “ Deutsche Archive im digitalen Zeitalter. Partizipation, Offenheit, Transparenz“

Zahlreiche Archive bekennen sich mittlerweile zum Grundgedanken der Offenheit, zu partizipativen und nutzerorientierten Zielen, zur Nutzung digitaler Werkzeuge. Mit Gründung der Konferenzreihe „Offene Archive” hat sich eine Gruppe von Archivar*innen 2012 aufgemacht, die digitale Zukunft von Archiven in Deutschland besser zu gestalten. Das Konferenzblog hat sich als erste und einzige Plattform für das deutsche Archivwesen etabliert. Zeit für eine Rückschau, Statusbetrachtung und Zukunftsplanung. Das Buch basiert auf fachlichen und praxisnahen Beiträgen des Blogs und setzt sich mit digitalen Themen wie der Implementierung und Nutzung von Sozialen Medien und Blogs, Möglichkeiten der partizipativen Nutzer*innenkontakte sowie der technischen Umsetzbarkeit von (Open-)Online-Tools für die klassischen Archivaufgaben auseinander. Weiterlesen

Vortrag: Olaf Wagener M.A. (Kreuztal): Die Landhecken und Befestigungen an der Grenze des Siegerlandes zu Kurköln und Wittgenstein

In der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der Burgenhistoriker Olaf Wagener M.A. am Donnerstag, den 23. Juni 2022, den neuesten Stand der Forschungen über die Landhecken und Befestigungen an der Grenze des Siegerlandes nachzeichnen.

Ist die sogenannte Kölsche Heck als Landwehr als Grenze zwischen Siegerland und Sauerland bekannt, widmet sich der Vortrag vornehmlich der Grenzbefestigung nach Wittgenstein am Beispiel des Bereichs zwischen der Burg Hainchen und dem Dreiherrenstein bei Zinse. Auf Grundlage archäologischer Denkmäler, historischer wie auch moderner Karten und schriftlicher Zeugnisse werden die ehemaligen Befestigungsanlagen in ihrer Lage und baulichen Gestalt nachvollzogen. Dabei stellt der Referent auch neu entdeckte Befunde aus Geländegängen sowie die bislang unbekannt gebliebene, älteste überlieferte Grenzbeschreibung vor.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 23. Juni 2022, um 18.30 Uhr im Atriumsaal der Siegerlandhalle (Einlass ab 18.00 Uhr). Der Eintritt ist frei!

„675 Jahre Gosenbach!“ – Stadtarchiv beleuchtet Stationen in der Geschichte Gosenbachs zwischen 1880 und der Gebietsreform.

Ortsansicht von Gosenbach auf einer Ansichtskarte vom 19.01.1913 (Stadtarchiv Siegen, Best. 756)

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Stücke aus den Archivbeständen sollen der Öffentlichkeit präsentiert werden.
In diesem Jahr feiert die Gemeinde Gosenbach 675-jähriges Jubiläum. Deshalb werden in der neuen Ausgabe ausgewählte Stationen der Geschichte Gosenbachs, von der Industrialisierung, über die Weltkriege, bis zur Gebietsreform, beleuchtet. Weiterlesen

Online: Heft 2-2022 des ARCHIVAR

Das Heft 2-2022 des ARCHIVAR. Zeitschrift für Archivwesen (75. Jahrgang) ist online.
Der Themenschwerpunkt des neuen Heftes ist Frauen im Archiv. Fachbeiträge gibt es unter anderem zu Feminismus im Archiv. Ein Blick auf die Archive der Frauen- und Lesbenbewegung in Deutschland, zu Frauen an der Spitze von nordrhein-westfälischen Kommunalarchiven und zu Mittelalter ohne Frauen? Von einer Leerstelle in archivischen Findmitteln. Dazu kommen Beiträge aus Archivtheorie und Praxis, Literaturberichte u.v.m.
Quelle: VdA, News, 16.5.2022

Ausstellungsankündigung: „Land – schaffen“

Die Art-Galerie Siegen präsentiert vom 19. Juni bis zum 27. August 2022 internationale Fotokunst der Landschaftsfotografie: Marc Josef Baruth, Alfredo de Stefano, Steve Giovincos, Peter Hölzle, Ellen Jantzen, Helen Sear, Ingrid Weyland.

In einer Zeit, in der sich Landschaften verändern und wir zwischen Marslandschaften und von Kriegen gezeichneten Landschaften visuell geflutet werden, bieten die Künstler dieser Ausstellung einen künstlerischen Blick auf Land-schaft.
Moderne digitale Eingriffe in die Fotografie, lassen sich wie Spuren der Malerei von Gerhard Richter in den Fotografien von Ellen Jantzen erkennen. Es wird eine neue Welt erschaffen, indem die Auflösung von Farb- und Bildschichten eine Brücke zwischen der Realität und der Fantasie baut.
Ingrid Weyland wiederum überträgt bildnerisch die Leichtigkeit von Papier in einer Art und Weise von entweder Origami oder architektonischem Dekonstruktivismus in eine Landschaft und kombiniert etwas Flaches bis Kubisches mit dem Amorphen der Landschaft.
Alfredo de Stefano, der die Landschaft als Bühne benutzt und den Fokus auf die Wüste setzt, betont ihren fragilen Verlust.
Die künstlerische Arbeit ist an die Natur gebunden. Genau wie de Stefano greift auch Helen Sear in die Landschaft ein. In ihren Bildern wird der Wald ihre Leinwand und die Bäume werden bemalte Skulpturen. Die Farben spinnen sich durch den Wald wie ein Netz. Man kann sich an Makramee erinnert fühlen oder an die Kunst des Skriptoralen das über Gegenstände und Wände, ganze Häuser sicher hinweg ergießt und hier die Äste der Bäume selber zu Zeichen und Pinselstrichen werden.
Auch der Siegener Fotokünstler Marc Josef Baruth hat sich mit der Landschaft auseinandergesetzt. Baruth zeigt in seinen Arbeiten die Zusammenführung zweier Landschaften: Siegen und Flämisch-Brabant in Belgien, analog zu den 12 existierenden Landschaftsmalereien, die es von Peter Paul Rubens gibt. Durch die Verschmelzung zweier Landschaften lässt sich mittels Photoshop ein Teil der Malerei ergreifen und gleichzeitig an Peter Paul Rubens erinnern. Weiterlesen

Ausstellungstipp: „Er gehört zu mir. Muslimische Lebenswelten in Deutschland“ in Telgte

bis 28. September 2022

Wasserschale und Wasserkanne für die rituelle Gebetswaschung Türkei, vor 1985 Kupfer, verzinnt Religionskundliche Sammlung – Philipps Universität Marburg Foto: Stephan Kube, Greven


„Es ist für uns eine sehr große Ehre, dass die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Aydan Özoğuz, und die frühere Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, die Schirmherrschaft für diese Ausstellung übernommen haben.“ (Museumsleiterin Dr. Anja Schöne)

Am 5. Mai wurde in Telgte im Museum Relígio ein außergewöhnliches Ausstellungsprojekt eröffnet: „Er gehört zu mir. Muslimische Lebenswelten in Deutschland“.

In Deutschland leben rund 5,5 Millionen Menschen mit muslimischer Religionszugehörigkeit; knapp ein Drittel von ihnen in Nordrhein-Westfalen. Viele von ihnen sind seit mehreren Generationen in Deutschland, andere kamen erst in den letzten Jahren. Manche haben sich bewusst für ein (Arbeits-) leben in Deutschland entschieden, andere sind aus der Not heraus als Geflüchtete gekommen. Die Vielfalt der Lebensentwürfe ließe sich beliebig erweitern. Hinzu kommen unterschiedliche Glaubensrichtungen innerhalb des Islams und verschiedene Kontinente, aus denen die Zuwanderung erfolgte. Diese Vielfalt möchte die Ausstellung sichtbar machen. Weiterlesen