Klaus Vetter, Jahrgang 1939, berichtet, wie er im Alter von 22 Jahren als „zweite Wahl“ die Leitung der 1889 gegründeten Firma Vetter in Eiserfeld übernahm. Der Zeitzeuge beschreibt – beispielhaft für viele Siegerländer familiengeführte Unternehmen – die Entwicklung zum Weltmarktführer.
Ausstellung: „Heil-Kunst“ im Museum Wilnsdorf

Sauerampfer: Räumt den Magen auf, lindert schmerzende Blasen an den Füßen und schmeckt lecker im Salat. Die Pflanzenwelt steckt voller zauberhafter Geheimnisse, die in der neuen Museumsausstellung „Heil-Kunst – Kräuterkunde, Aberglaube, Wissenschaft“ entdeckt werden können, und das vom 23.07. bis 15.10. quer durch die Zeit.
Vom Kräutergarten zum Medizinschrank
Was haben die Schamanen der Steinzeit gegen Zahnschmerzen gemacht, wie wurde die Medizin im Mittelalter zum Handwerk und welche Rolle hatte dabei eigentlich der Aberglaube? Um diese Fragen auf den Grund zu gehen, schickt das Museum die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise durch die Entwicklung der Medizin von der ersten Kräutermischung der Neandertaler bis zur heutigen Apotheke. Dabei sorgen die Mitmachangebote für zusätzliche Highlights der Ausstellung. Zum Beispiel das Probesitzen in einem alten „Zahnbrecherstuhl“, natürlich ganz ohne seine Zähne zu verlieren. Bei schönem Wetter lohnt sich außerdem ein Blick in den liebevoll gestalteten Museumsgarten mit seinen vielen Kräutern und Pflanzen, links vom Museumseingang. Außerdem können alle, die Lust auf eine eigene Hausapotheke bekommen, Tipps im „Kräuterwissensteil“ der Ausstellung zusammensuchen, sich inspirieren lassen und zu Hause kreativ werden.
Der Aktionstag im Museumsgarten
Passend zur Ausstellung findet am 13. August der Aktionstag „Die Apotheke vor der Haustür“ statt, der weitere Überraschungen im Museumsgarten bereithält.
Quelle: Gemeinde Wilnsdorf, Aktuelle Nachrichten, 5.7.23
Bundesarchiv verstärkt Digitalisierung von NS-Unterlagen
Zentrale Bestände mit Schwerpunkt Militärgeschichte sollen bis 2027 digital nutzbar sein
Das Bundesarchiv intensiviert die Digitalisierung zentraler Bestände aus der NS-Zeit. Einer der Schwerpunkte liegt auf Akten militärischer Herkunft, die im Anschluss größtenteils online zugänglich sein sollen. Möglich wird das durch zusätzliche Mittel des Deutschen Bundestages in Höhe von 13,5 Millionen Euro.

Die Abbildung zeigt eine von rund 15 Millionen im Bundesarchiv verwahrten Verlustmeldungen (B 563) sowie eine Sammlung von Erkennungsmarken. Diese zweiteiligen Metallmarken dienten der Identifizierung und wurden am Körper getragen. Ein Teil konnte entlang der Perforation abgetrennt und zur Klärung der Identität mitgenommen werden.
Die Identifizierung erfolgte mit Hilfe der bei der Wehrmachtauskunftstelle hinterlegten Erkennungsmarkenverzeichnisse, in denen die Träger der Erkennungsmarken und ihre nächsten Angehörigen erfasst sind. Mit diesen Daten können weiterhin jährlich ca. 1.000 Schicksale geklärt und ggf. noch lebende Angehörige ausfindig gemacht werden.
Bundesarchiv-Präsident Michael Hollmann sagte: „Die Unterstützung des Deutschen Bundestages gibt uns einen weiteren Digitalisierungsschub. Indem wir wichtige Unterlagen aus der NS-Zeit schneller digital nutzbar machen, tragen wir zur immer wieder dringend notwendigen Aufklärung über diese finstersten Jahre der deutschen Geschichte bei. Zugleich erleichtern wir den Zugang für die Forschung und helfen Angehörigen, das Schicksal ihrer Familien besser aufzuklären.“ Weiterlesen
Podcast zu Peter Paul Rubens
Der Podcast „Alte Meister im Ohr“ des Kaiser Friedrich Museumsvereins widmet sich in seiner jüngsten Ausgabe Peter Paul Rubens:
Der flämische Barockmaler Peter Paul Rubens (1577-1640) war neben seiner malerischen Tätigkeit auch als Diplomat des spanisch-habsburgischen Hofes, der seinerzeit die Krone der Niederlande inne hatte, unterwegs. Rubens ist geläufig für seine üppigen weiblichen Darstellungen bekannt, aber ebenso für seine intellektuelle Art die Geschichten seiner Bilder zu komponieren. Er wendete sich mit seinen Werken an ein gebildetes Publikum, dass er aber auch zu schockieren wusste. So wurde der abgeschlagenen Kopf der Medusa bei seiner Premiere hinter einem Vorhang verhüllt. Rubens war nicht alleine an seinen Werken tätig, sondern holte sich des Öfteren auch Spezialisten dazu. Helena Parada Kim ist eine in Berlin lebende Malerin, die sich in ihrem Schaffen mit Peter Paul Rubens beschäftigt hat. Zum Unmut der Düsseldorfer Akademie malt sie mit altmeisterlichen Techniken. Neben Peter Paul Rubens haben auch Velazquez und Van Dyck ihr Schaffen stark beeinflusst. Unser Moderator Michael Krieger hat Helena Parada Kim zur Aufzeichnung in ihrem Atelier besucht. Weiterlesen
Online: Jahresbericht 2022 der KEK
„Unser Jahresbericht bietet immer wieder neu die Möglichkeit, die Arbeit am Originalerhalt in all seinen Facetten zu präsentieren. 2022 blicken wir nicht nur auf 106 Projekte in beiden Förderlinien zurück, sondern auch auf ein Jahr geprägt von Themen wie Notfallvorsorge und Nachhaltigkeit. Neu in diesem Jahr: Neben dem gedruckten Heft erscheint der Jahresbericht erstmals auch digital. Auf einer eigenen Website können Sie die Inhalte aus einer neuen Perspektive entdecken, Akten genauer unter die Lupe nehmen oder verschiedene Ansichten eines Buchs vor und nach der Restaurierung vergleichen. ….
Ein Rückblick auf das Jahr 2022 bliebe ohne Begriffe wie Klimawandel und Green Culture unvollständig. Und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat den längst erkannten Bedarf an ökologischer Transformation mehr als unterstrichen. Die Erhaltung schriftlichen Kulturguts bleibt davon nicht ausgenommen, stellen Extremwetterereignisse und Energieknappheit für etliche Archiv- und Bibliotheksmagazine inzwischen realistische Bedrohungen dar. Mehr über diese Herausforderungen sowie Zahlen und Fakten zu allen KEK-Projekten 2022 können Sie nun digital nachlesen. Das gedruckte Heft versenden wir auf Anfrage kostenfrei.“
Auch das Stadtarchiv Siegen ist mit einem Projekt vertreten.
Link zur PDF-Version
Quelle: Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts an der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (KEK), Juli 2023
Schöpfer der windschnittigen Luftschiffhalle stammte aus Siegen
Linktipps zum aus Siegen stammenden Bauingenieur Ernst Meier:
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Dresden-Kaditz. Städtischer Flugplatz mit Luftschiffhalle, zeitgenössische Postkarte von 1913, Autor/-in unbekannt, Public domain, via Wikimedia Commons
Links:
– Roland Fuhrmann, Artikel: Ernst Meier,
in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde,
https://saebi.isgv.de/biografie/29150 [Zugriff 11.7.2023]
– Roland Fuhrmann, Ernst Meier – Schöpfer der windschnittigen Luftschiffhalle, in: Stahlbau 83 (2014), Heft 7, S. 498 – 502, Link zur PDF

Der Baumeister (1909, Heft Januar), S. 46 B
Online: Neues Heft der Archivnachrichten aus Hessen
Im Juni ist die erste von zwei Ausgaben der Archivnachrichten aus Hessen erschienen. In diesem Heft finden sich unter anderem Beiträge zum Thema Bestandserhaltung und ein Aufruf zur Geschichte der Speiseeisherstellung:
Heiner Stahl: Eis schmeckt (nach) Klasse! Forschungsprojekt an der Universität Siegen Wie hat man Speiseeis früher an einem Fürstenhof eigentlich hergestellt und an der Tafel dargereicht? PD Dr. Heiner Stahl von der Universität Siegen untersucht es für die Zeit zwischen 1770 und 1850:
„Bei einer Vorstudie, die mich unter anderem ins Hessische Staatsarchiv Marburg führte, konnte ich eine Inventarliste der Hofküche zu Cassel (28.12.1822) ermitteln, in welcher sechs große und sechs kleine Eisgläser explizit erwähnt werden, die sich regelmäßig in Benutzung befanden. Unter anderem ein solcher ‚Treffer‘ ebnete den Weg für diesen Zugang und zeigt, dass dieses Forschungsvorhaben zur Geschmacks-, Wissens- und Mediengeschichte des Speiseeises tatsächlich umsetzbar ist. Ich bitte um die Unterstützung der Archivarinnen und Archive, die dieses Heft lesen, und freue mich auf Ihre Anregungen und konkrete Vorschläge für Aktenbestände aus Ihren Archiven. Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar und ich freue mich darauf, von Ihnen unter heiner.stahl@uni-siegen.de eine E-Mail zu erhalten.
Heiner Stahl, Universität Siegen“
siwiarchiv-Sommerrätsel 2023/2

Worum handelt es sich? Wer es am schnellsten errät – gewertet werden nur Lösungen, die hier in den Kommentaren erscheinen – , der/dem winkt ein kleiner Buchpreis.
25 Jahre Archivportal NRW – ein Broschüre

Startseite des Archivportals NRW vom 29.4.1999
Im Juni 1998 wurde das nordrhein-westfälische Archivportal der weltweiten Öffentlichkeit im Internet zur Nutzung bereitsgestellt. Damals umfasste es Fachinformationen von 420 Staats-, Kommunal- Wirtschafts-, Kirchen- und Hochschularchiven.
Seither sind die Inhalte und die Zahl der teilnehmenden Archive weitergewachsen. Inzwischen kann das Portal mit der stattlichen Zahl von 850 Mio. Anfragen in den vergangenen 25 Jahren aufwarten.

Das 25jährige Jubiläum dieser Erfolgsgeschichte eines Gemeinschaftsprojektes der nordrhein-westfälischen Archive hat das Landesarchiv NRW zum Anlass genommen, das Portal in einer Broschüre zu präsentieren.
Quelle: Landesarchiv NRW, 20.6.23
Ausstellung „Archiv der Sorgen“ in Siegen

Die Stipendiatinnen Jenny Kropp und Alberta Niemann (FORT) des Künstler:innenprogramms Artist in Residence Siegen präsentieren die Ergebnisse ihres Residenzjahres in Siegen im Rahmen einer Ausstellung erstmalig öffentlich.
Ein Jahr lang widmeten sich die Künstlerinnen dem Thema Angst und Sorge und bauten in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen und dem Museum für Gegenwartskunst ein „Archiv der Sorgen“ auf. Dazu sammelten sie über mehrere Wochen anonym Sorgen und Ängste der Bevölkerung. Diese variieren von persönlichen Ängsten wie Einsamkeit, Versagen, sozialem Abstieg oder dem Verlust von geliebten Menschen über die Angst vor Krieg und Krankheit bis hin zu verspäteten Bussen oder dem Streit mit Nachbarn.
Die Ausstellung „Archiv der Sorgen“ ist vom 6. Juli bis einschließlich 18. August 2023 zu folgenden Zeiten geöffnet:
Mo. 7.30 bis 16.00 Uhr
Di. 7.30 bis 17.00 Uhr
Mi. 7.30 bis 13.00 Uhr
Do. 7.30 bis 18.00 Uhr
Fr. 7.30 bis 12.00 Uhr
Quelle: Artist in Residence Siegen, News, 22.6.23

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