Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst diese 1910 in Breslau erschienene, rechttswissenschaftliche Arbeit Walter Delius´ online veröffentlicht.
Aus der Vorrede: „Als gebürtiger Siegerländer war mir die Art und Weise der Bewirtschaftung der Hauberge meiner Heimat von Kind auf vertaut. Während meiner fast zweijährigen Tätigkeit bei einem Amtsgerichte des Siegerlandes und dem Landrate des Kreises Siegen, wo ich fast täglich mit Haubergsangelegeneheiten juristischer und verwaltungsrechtlicher Natur zu tun hatte, wurde mir auch die rechtliche Seite der Hauberge und Hauberggennossenschaften nahe gebracht. Für die historische Entwicklung des Haubergswesen boten die Archive des Siegerlandes und die Akten der dortigen lokalen Verwaltungsbehörden reiches Material, das mir insbesondere durch Herrn Armensekretär [Theodor] Kessler zugänglich gemacht wurde. ….“
Kategoriearchiv: Regionalgeschichte
Künstlervor- und –nachlässe in Deutschland
Viele Hinterbliebene fühlen sich mit dem Nachlass aus einem Künstlerleben überfordert. Bundesweit haben sich zahlreiche Initiativen des Themas Künstlervor- und -nachlässe angenommen. Der Bundesverband Künstlernachlässe e.V., der solche Initiativen vernetzt und berät, verfolgt das Ziel der Anerkennung solcher Nachlässe als schützenswertes Kulturgut. Die Kulturstiftung der Länder formuliert in einem Positionspapier Handlungsempfehlungen für das Zusammenwirken der relevanten Akteure und Kriterien für die Beurteilung von Künstlervor- und -nachlässen.
Sehen Sie das Video zum Pressegespräch Künstlervor- und -nachlässe:
Hören Sie den Podcast zum Umgang mit Künstlervor- und -nachlässen:
Linktipp: Ehem. evangelisches Pfarrhaus Oberfischbach
Die Arbeitsgemeinschaft historischer Orts- und Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen hat das Gebäude zum Denkmal des Monats August 2019 ausgewählt. Informationen zum Gebäude finden sich auf der Internetseite des Arbeitskreises.
Video:“Impressionen Nauholz Obernau Ginsburg“
„Ein Video aus unserem SIEGFILM Archiv (16mm Film) dass Szenen aus den verschwundenen Orten Nauholz und Brauersdorf im Siegerland, die in den 60ern der Obernau Talsperre weichen mussten, sowie Szenen der Ausgrabungsarbeiten der Ginsburg.“ Bei den Restaurierungsarbeiten ist auch der Siegerländer Maler Hermann Manskopf zu sehen.
50 Jahre Deutscher Soldatenfriedhof Futa-Pass
Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück und Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen bei Gedenkfeier und Arbeitseinsatz in der Toskana
Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück, Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen des Verbandes der Reservisten und je ein aktiver Kamerad aus Siegburg und Koblenz nahmen jetzt an der Gedenkfeier anlässlich der 50. Wiederkehr der Einweihung des deutschen Soldatenfriedhofes auf dem Futa-Pass in der Toskana teil. Außerdem führten die Soldaten und Reservisten einen Pflegeeinsatz auf dem Soldatenfriedhof durch. Der Einsatz stand unter der Leitung von Stabsfeldwebel Erhard Lauber, selbst aktiver Soldat am Standort Erndtebrück und Geschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Wittgensteiner Land. Nach 2002 und 2011 war dieses der dritte Arbeitseinsatz von Soldaten aus Erndtebrück auf dem Futa-Pass.

Zu den Aufgaben der Soldaten gehörten unter anderem auch Mäharbeiten auf dem Friedhof. © Erhard Lauber
Letzte Ruhestätte für über 30000 Gefallene
Der Soldatenfriedhof liegt auf einer Bergkuppe, 40 Kilometer von Florenz entfernt, unmittelbar am Futa-Pass (952 Meter über dem Meeresspiegel). Mit 30.683 Gefallenen ist der Friedhof Futa-Pass der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien. Aus Feldgräbern und Gemeindefriedhöfen der umliegenden zehn Provinzen hat sie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geborgen und umgebettet. Das war
notwendig, um die Gräber der Gefallenen zu erhalten und um noch unbekannte Tote zu identifizieren. Vielen Hinterbliebenen konnte der Volksbund nach langen Jahren der Ungewissheit das Schicksal ihres Angehörigen mitteilen. Die Einweihung des Friedhofes fand am 28.Juni1969 statt. Weiterlesen
Online: Peter Schlotter „Die ländliche Arbeiterfrage in der Provinz Westfalen“
Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst diese 1907 in Leipzig erschienene, staatswissenschaftliche Arbeit online veröffentlicht.
Im Tabellenanhang finden sich auch Angaben für die beiden Altkreise Siegen und Wittgenstein.
Stolpersteinverlegungen in Siegen
1. August 2019
Auf Initiative und vielseitige Recherche des Aktiven Museums Südwestfalen werden die Steine für Frau Levi, Frau Dornseiffer und Herrn Reuter von Herrn Demnig in Kooperation mit dem Team des Stadtjugendrings Siegen e.V. im Siegener Stadtgebiet in die Bürgersteige verlegt. Die Aktion beginnt um 10.00 Uhr mit dem Ersatzstein für Bertha Levi in der Bahnhofstraße in Siegen. Anschließend wird um ca. 10.45 Uhr der Stolperstein für Herrn Karl Reuter in Siegen-Bürbach, Obere Dorfstraße 32, verlegt. Er wurde 1935 in die Heilanstalt Applerbeck eingewiesen, im März 1943 [? wg. Kommentar s. u.] nach Warstein verlegt und dort am 17.03.1941. ermordet. Gespendet wurde dieser Stein vom Heimatverein Bürbach.

Im Oval sind Theresia Dornseiffer geb. Nies und ihr Ehemann Rudolf Dornseiffer zu sehen. Das Foto ist aus dem Jahr 1929.
Quelle: Privatbesitz
Der 99. Gedenkstein wird um 11.30 Uhr dann für Theresia Dornseiffer in der Weidenauer Str. 28 in Siegen-Weidenau verlegt. Frau Dornseiffer wurde im Februar 1940 in die Heilanstalt Warstein eingewiesen, am 18. Juli 1941 nach Hadamar verlegt und dort im Rahmen des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten ‚T4‘ noch am gleichen Tag ermordet. Gespendet wurde dieser Stein von Ingrid Tielsch und Hanne Müller.
Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Veranstaltungen
Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte
Gründung einer Geschichtswerkstatt
Mittwoch, 07. August, 17.00 bis 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Kreuztal Treffen 1x monatlich, Folgetermine werden gemeinsam festgelegt.

Ziel ist es, das Leben und die Lebensbedingungen und Leistungen der Frauen vergangener Zeiten bis in die Gegenwart etwas genauer zu erforschen und aus dem Verborgenen ans Tageslicht zu bringen.
Bilder – Geschichten – Erlebnisse – Fakten: Wie sieht die Kreuztaler „FrauenStadtGeschichte“ aus?
Wer war früher eine Tochter dieser Stadt und wie sehen die Töchter dieser Stadt heute aus? Wussten Sie, dass zwei Kredenbacherinnen und eine Frau aus „Crombach“ 1653 als Hexen verbrannt wurden? 1920er Jahre in Kreuztal – Belle Epoque bei Dreslers? Was haben Frauen im Bergbau, in der Landwirtschaft, in den Kriegen geleistet und wie ist es ihnen ergangen? Weiterlesen
Stolpersteinverlegung für Karl Dornseifer
5. August 2019, 11 Uhr, Kreisel Ernsdorfstraße / Zum Ameisenberg

„Der SPD-Stadtverband und die SPD-Fraktion Kreuztal verlegen am Todestag von Karl Dornseifer einen Stolperstein, um an den SA-Mord in Ernsdorf zu erinnern.
Bürgermeister Kiß hält die Ansprache, Pastor Thies Friederichs eine Andacht.“
Quelle: SPD Kreuztal, Aktuelles
Online: Heinrich Groß: „Deutsche Dichterinnen und Schriftstellerinnen in Wort und Bild“
Die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf hat unlängst dieses 1885 in Berlin erschienen Werk online gestellt.
Der Eintrag zur Netphenerin Elisabeth Grube liegt als PDF vor: Gross Elise Grube .

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