Online: Broschüre informiert über Historische Haubergswirtschaft

Seit 2018 gehört die Haubergswirtschaft im Siegerland und den umliegenden Regionen zum Immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Im Historischen Hauberg in Kreuztal-Fellinghausen besteht seit nunmehr 27 Jahren die Möglichkeit für Interessierte, die Jahrhunderte alte Geschichte dieser speziellen Form der Waldbewirtschaftung hautnah zu erleben. Dort kommen u.a. auch alte Gerätschaften zum Einsatz, die speziell für die Haubergswirtschaft entwickelt wurden.
Eine vom Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen und dem Touristikverband Siegerland-Wittgenstein jetzt überarbeitete und neu herausgegebene Broschüre gibt einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Haubergswirtschaft. Zugleich informiert sie über die geschichtlichen Hintergründe und erläutert anhand zahlreicher Fotos und Grafiken die im Jahresverlauf anfallenden Arbeiten wie z.B. das Schanzen machen, Lohschälen, Buchweizen- oder Roggenanbau und nicht zuletzt den Betrieb eines Kohlenmeilers, der jedes Jahr erlebt werden kann.
Vor Ort im Historischen Hauberg helfen zudem Hinweis- und Erläuterungstafeln, die jeweils aktuell bewirtschaftete Haubergsfläche zu finden und sich über die dort stattfindenden Arbeiten zu informieren.

Link zur PDF-Datei: Broschüre Historischer Hauberg

Quelle: Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen, Aktuelles

Literaturhinweis: Rittenauer, Daniel: „Das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten in der NS-Zeit“

Das Werk ist Teil der „Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte“ (Nr. 169)
München 2018, 432 S. mit 17 Abbildungen. Hardcover (In Leinen), ISBN 978-3-406-10784-9

„Das Ministerpräsidentenamt überdauerte die Machtübernahme Bayerns durch die Nationalsozialisten am 9. März 1933. Es hatte Bestand bis zum Ende der NS-Diktatur im Jahr 1945. Allerdings hatte sich das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten in dieser Zeitspanne erheblich gewandelt: Während es unter Paul Giesler (1942 – 1945), dem Gauleiter von München-Oberbayern, nur noch eine leere Hülle war, versuchte Ludwig Siebert (1933 – 1942), dessen langjähriger Vorgänger, das Amt zwischen Reichsstatthalter, Gauleitern und anderen Protagonisten als eigenständiges Aktionszentrum im polykratischen Gefüge des NS-Staats zu positionieren. Die vorliegende Untersuchung gibt einen Einblick in die Entwicklung des bayerischen Staatswesens während der NS-Zeit. Trotz ihrer unübersehbaren Marginalisierung wurde die Infrastruktur des bayerischen Staats als mittlere Verwaltungsebene durch das „Dritte Reich“ weiter genutzt.“
Quelle: Verlagswerbung via Süddeutsche Zeitung v. 21. Mai 2019

Film-Premiere: „Erzählcafé Burbach“

Im Rahmen der 800-Jahr-Feier Burbachs findet in der Vortragsreihe zur Jubiläumsausstellung morgen Dienstag, dem 28.05.2019, ab 17.00 Uhr die Präsentation der beiden Burbacher Jubiläumsfilme statt.

In der Veranstaltungsreihe „Damals“ sind zahlreiche Erzählcafés veranstaltet worden, die von der Film-AG der Gemeinschaftsschule Burbach gefilmt wurden. Die Film-AG hat einen Film „Erzählcafé Burbach“ zusammengestellt, der einen unterhaltsamen, aber auch interessanten Querschnitt der Erzählcafés zeigt. Nach einer Pause mit Imbiss wird dann der „Zeitzeugenfilm“ gezeigt. Einige Burbacherinnen und Burbacher berichten aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, aus ihrer Kindheit und Jugend im Siegerland.

Zum 800jährigen Jubiläum wird dieser amüsante und spannende Filmabend im Bürgerhaus Burbach veranstaltet.

Queel: Gemeinde Burbach, 27.5.2019

Bauarbeiten für Schutz- und Präsentationsbau Gerhardsseifen gestartet


Im Dreiborntal in Niederschelden stellte Bürgermeister Steffen Mues jetzt mit Vertreterinnen und Vertretern des Trägervereins „Ein Siegerländer Tal e.V.“ sowie den Beteiligten der städtischen Fachabteilungen bei einem Pressetermin die Pläne für den Schutz- und Präsentationsbau über der keltenzeitlichen Fundstätte Gerhardsseifen vor.
„Wir – die Stadt Siegen als Bauträger und alle am Projekt Beteiligten – wollen durch Errichtung eines geschlossenen Schutzbaus mit entsprechender Gestaltung diese ‚Werkstatt‘ mit den zwei Rennöfen zur Stahlproduktion aus der Keltenzeit und dem Mittelalter dauerhaft bewahren und präsentieren“, erklärte Bürgermeister Steffen Mues. Die Fundstelle soll in Zukunft als „außerschulischer Lernort“ dienen und für Fachpublikum sowie für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht werden. Weiterlesen

Richard Renner – eine Redenanfrage

Aus der Archivarbeit
Vor kurzem wendete sich die Pressestelle der Kreisverwaltung mit der Bitte um Informationen über Richard Renner, einem der Mitbegründer der SPD in Bad Laasphe, zu ermitteln. Der Landrat sollte zum 100jährigen Bestehen der Partei dort sprechen. Die eher kurzfristige Bitte konnte zunächst mit den knappen Informationen aus der regionalen Literatur (s.u. Opfermann, Pfau) zufriedenstellend beantwortet werden. Renner gehörte demnach dem Kreistag des Altkreises Wittgenstein an, so dass weitere Recherchen sinnvoll erschienen, die zurzeit folgenden Kenntnnisstand ergeben:

Richard Franz Joseph Renner

    • 29. April 1873 Geppersdorf/Kreis Löwenberg (Schlesien)
    • Heirat am 1. November 1896 Anna Pauline geb. Seiffert in Karlsberg
    • Wohnort: Laasphe (Einwohnerbuch 1928: Schloßstr. 16, Gewerkschaftssekretär)
    • Schreiner
    • SPD
    • Mitbegründer Ortsverein Laasphe (1918)
    • Gewerkschaftssekretär
    • Kreistags-Abg. Kr. Wittgenstein
    • Laut Einwohnerbuch 1928 nicht im Wittgensteiner Kreistag seit 29. November 1925
    • Kreisausschuss: ab 15. Juli 1921 nachgewiesen (Gewerkschaftssekretär): Mitglied: 24. April 1922 bis August 1925, Januar 1930 – 18. März 1933

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Online: Ludwig Bald: „Das Fürstentum Nassau-Siegen“

Die Bayerische Staatsbibliothek hat auf Vorschlag des Regionalhistorikers Sven Panthöfer die Siegerländer Territorialgeschichte von Ludwig Bald (geb. am 12. Januar 1902 in Erndtebrück – gest. am 22. April 1945 bei Erndtebrück) digitalisiert.

Die Digitalisate können lediglich online eingesehen werden. Es besteht keine Download-Möglichkeit.

Link zum Hauptwerk: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00122730-1

Link zum Atlas: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00122443-7

Zu Autor und Werk:
Scholl, Gerhard: Ludwig Bald (1902 – 1945) und seine „Territorialgeschichte des Siegerlandes“. – in : Siegerland : Blätter des Siegerländer Heimatvereins e.V. Bd. 46, Heft 3, 1969, S. 95 – 96
Friedrich, Paul: Von Leuten, die man in Erndtebrück nicht vergessen sollte , In: Erndtebrück – ein Heimatbuch des obersten Edertales, Band II, Erndtebrück 1977, S. 559 – 560 (Dr. Ludwig Bald)

Rezensionen:
Böttger, Hermann, in: Siegerland, Bd. 21 (1939), S. 73 – 75
Wrede, Günter, in: Westfälische Forschungen, Bd. 4 (1941), S. 74 – 75
May, Karl Hermann, in: Nassauische Annalen, Bd. 61 (1950), S. 226 – 228

Landrat Andreas Müller neuer Vorsitzender des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein

Einstimmig zum Nachfolger von Paul Breuer gewählt

Der neue geschäftsführende Vorstand des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. (v.l.): Geschäftsführerin Anastasia Zenz, Dirk Niesel (stv. Vorsitzender), Michael Plügge (Schatzmeister), Landrat Andreas Müller (Vorsitzender) und Waltraud Schäfer (stv. Vorsitzende). Auf dem Foto fehlt Bernd Brandemann (stv. Vorsitzender).


Landrat Andreas Müller ist neuer Vorsitzender des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. Er wurde einstimmig zum Nachfolger von Paul Breuer gewählt, der sich nicht zur Wiederwahl gestellt hatte.
In seiner Dankesrede machte Müller deutlich, dass er den Heimatbund als Schnittstelle im Netzwerk der Heimatvereine sehe. Er könne gemeinsame Projekte koordinieren und Impulse in die örtliche Heimatarbeit geben. Dabei habe Müller vor allem ein Ziel im Auge: Die Heimatarbeit zukunftsfähig aufzustellen und insbesondere jüngere Menschen für die Heimatarbeit zu begeistern. Dabei verwies der Landrat auch auf das diesjährige Jahresthema des Westfälischen Heimatbundes, das „Heimat für Kinder und Jugendliche“ lautet. Weiterlesen

Vortrag: „Der Erste Weltkrieg“ – Auswirkungen der Katastrophe in der Heimat“

28.05.2019, 19:30 Uhr, Hilchenbach, Rathaus, Ratssaal, 1. OG, Markt 13

Dr. Hartmut Müller, Kreuztal-Kredenbach, hat Feldpostbriefe ausgewertet und hält einen Vortrag unter diesem Thema.
Weitere Informationen: Hilchenbacher Geschichtsverein e.V. , Reinhard Gämlich, Telefon 02733/4604
Quelle: Stadt Hilchenbach, Veranstaltungen

Literaturhinweis: „Baugeschichte der Ginsburg – Entwicklungen im 20. Jahrhundert“

Bild vergrößern: Cover Ginsburg Buch Autoren: Olaf Wagener, Hermann Manskopf (†), Hans H. Hanke, Hermann Böttger (†), Reinhard Gämlich, Markus Völkel, Hilchenbach 2019
ISBN: 978-3-9820198-2-6, Verkaufspreis: 12,00 Euro, DIN A5 / 19  2 Seiten (ohne Umschlag)

Klappentext

In 2018 jährte sich die Rekonstruktion des Bergfrieds auf der Ginsburg zum 50. Mal, welches auch gleichzeitig den Abschluss der vorangegangenen Entschuttungsarbeiten darstellte. Ob und in welchem Maße der Bergfried und die übrigen Rekonstruktionsarbeiten der 60er Jahre der historischen Ginsburg, die sich an ihrem Ort seit mehreren hundert Jahren befand, entsprechen, beschäftigt nicht n  ur die Besucher der Burg. Die historische Gestalt der Burg, ihre Nutzung, ein möglicher Vorgängerbau und ihr „Nachfolger“ werden dem Leser genauso vorgestellt wie das, was im 20. Jahrhundert auf dem Hilchenbacher Schlossberg entstanden ist.

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