Filmsammlung Siegfried Vetter im Filmarchiv des LWL-Medienzentrums


Der 27. Oktober ist Welttag des Audiovisuellen Erbes, seit 2005 erinnert er an die „Empfehlung zum Schutz und zur Erhaltung bewegter Bilder“ der UNESCO. Audiovisuelle Medien können Geschichten vergangener Zeiten erzählen und liefern so einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der Vergangenheit.

Eine besondere Filmsammlung im Archiv des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) stammt von Siegfried Vetter (1900-1972) aus Siegen-Eiserfeld. Vetter hat in den 1930er Jahren mit dem Filmen begonnen, aber im Gegensatz zu den meisten anderen Amateuren nicht mit einer 8 mm-Kamera, sondern mit einer 16 mm-Kamera gearbeitet. Diese Formatwahl erforderte einen deutlich höheren finanziellen Aufwand, brachte dafür aber auch eine wesentlich höhere Qualität ein. Über Jahrzehnte hinweg nahm der passionierte Filmer sowohl seine Familie wie auch seinen Heimatort ins Visier. Besonders wird die Sammlung, die über fünf Stunden Laufzeit umfasst, durch die Aufnahmen zum Reichsarbeitsdienst (RAD). „Sie dürfte in dieser Dichte als einzigartig gelten“, so Sebastian Kuhlmann, der sich im LWL-Medienzentrums in den letzten eineinhalb Jahren intensiv mit dem Bestand beschäftigt hat. Weiterlesen

Online-Vortrag: „Archivwürdig! Aber warum?“

Den World Digital Preservation Day am 2. November feiert das LVR-AFZ in diesem Jahr mit einem Online-Vortrag von Prof. Christian Keitel vom Landesarchiv Baden-Württemberg.

Auch in der digitalen Welt können bei weitem nicht alle potentiell interessanten Informationen archiviert werden. Wie können wir zwischen dem, was „für immer“ erhalten werden soll und all dem anderen unterscheiden? Weshalb wählen wir aus und welche Ziele sollten wir dabei verfolgen? Welche Konzepte und Modelle wurden bislang entwickelt, welcher Fehler schon gemacht? Spielen die Designated Communities auch in der Bewertung eine Rolle? Müssen sich tatsächlich nur die klassischen Archive diese Fragen stellen? Der Vortrag wird einige Erfahrungen und Überlegungen aus der Praxis der letzten 25 Jahre vorstellen, vor allem aber die aufgeworfenen Fragen durch weitergehende Fragen zu beantworten suchen.

Der Welttag Digitale Erhaltung bzw. World Digital Preservation Day (WDPD) findet seit 2017 jedes Jahr am ersten Donnerstag im November statt. Der Aktionstag möchte die Aufmerksamkeit für digitale Archivierung weltweit und in der Gesellschaft erhöhen.

Für die Teilnahme wird kein Entgelt erhoben.

Hier geht es zur Anmeldung.

Edith Langner – 2 biographische Quellen

über die Zeit des Nationalsozialismus

In Anbetracht der Diskussion um die Benennung einer Straße nach Edith Langner hat das Landesarchiv NRW dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein die Veröffentlichung für die beiden folgenden Archivalien als PDF-Dateien erteilt (Az: 2023-0012257 v. 24.10.2023):
Entnazifizierungsakte: Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, NW 1110, Nr. 2399:
EdithLangnerLandesarchivNW11102399
Ordensakte (hier: Schreiben des Berliner document centers, 15. Januar 1973): Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, NW O, Nr 21262:
EdithLangnerNWO21262

Online-Dokumentarfilm: „Achtung, ABC-Alarm! Der Kalte Krieg in Westfalen“

Der Kalte Krieg prägte die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und ließ auch Westfalen-Lippe nicht unberührt. Viele hinterlassene Spuren sind heute noch Teil des westfälischen Lands. Wo genau, zeigt der neue Dokumentarfilm „Achtung ABC Alarm – Der Kalte Krieg vor der westfälischen Haustür“ von Filmemacher Harald Sontowski, der in Zusammenarbeit mit dem LWL Medienzentrum entstand. Wie funktionierten die militärischen Anlagen und wer arbeitete dort? Wie nahmen Soldaten und westfälische Anwohner:innen den Krieg wahr? Und welche Rolle spielten die Friedensbewegungen der 1980er Jahre? Bilder von ehemaligen militärischen Stützpunkten, persönliche Erzählungen von Zeitzeugen und Einschätzungen von Experten geben einen neuen und interessanten Einblick in einen wichtigen Teil westfälischer Geschichte. 

Kapitel: 0:00:000:00:45 Intro 0:00:450:03:25 Anfänge des Kalten Kriegs 0:03:250:16:22 Dülmen 0:16:550:25:14 Erndtebrück, Kreis Siegen-Wittgenstein [Denkmal Bunker Erich ® Erndtebrück] 0:25:150:34:41 Oedingen, Stadt Lennestadt 0:34:410:35:51 Nordkirchen, Münsterland 0:35:510:39:01 Drangstedt-Elmlohe, Niedersachsen 0:39:010:40:09 Bünde, Ost-Westfalen 0:40:090:46:46 Meinerzhagen, Sauerland 0:46:460:50:47 Quickborn, Schleswig-Holstein 0:50:470:51:12 Dortmund 0:51:130:56:17 Münster, Westfalen 0:56:170:59:03 Nottuln, Kreis Coesfeld 0:59:031:13:10 Friedensbewegungen 1:13:101:15:54 Letzte Jahre des Kalten Kriegs 1:15:541:18:30 Dreierwalde, Hörster 1:18:301:22:47 Denkmäler 1:22:47 – 1:23:40 Abspann

Quelle: LWL, youtube-Kanal „Westfalen im Film“ vom 19.10.2023

Präsentation „Vorbei und vergessen? Die Lösung: Das Vereinsarchiv!“

Gestern fand nach pandemiebedingter Pause wieder der Vereinsarchivworkshop des Kreisarchivs in Zusammenarbeit mit dem Ehrenamtservice des Kreises Siegen-Wittgenstein statt. Dreizehn Anmeldungen zeigen das andauernde Interesse an dieser Veranstaltung, die erstmals vor zehn Jahren stattfand.

Link zur Präsentation (PDF): Vereinsarchiv23

Video-Trailer zur Ausstellung „Verschleppt. Ausgebeutet. Vergessen? Zwangsarbeit im Siegerland“

Das Video des Jungen Theaters Siegen gibt einen ersten Einblick in die auf siwiarchiv bereits angekündigte Ausstellung , die u. a. mit einem Theaterfilm vom Jungen Theater Siegen, Informationen über die Zwangsarbeit im Siegerland im Nationalsozialismus, Zeitzeugeninterviews und Workshops das Thema behandelt.

Archivischer Umgang mit DMS und E-Akten

Neue Handreichung ab sofort und barrierefrei zum Download verfügbar

Integrierte ECM- bzw. DMS-Lösungen und automatisierte Prozesse vereinfachen Anwendern die tägliche Arbeit. (Bild: gemeinfrei © Mohamed Hassan – Pixabay / Pixabay )

Eine rasch wachsende Zahl rheinischer Archive sieht sich mit den Chancen und Herausforderungen der Einführung elektronischer Schriftgutverwaltung durch ihre Trägerinstitutionen konfrontiert. Das LVR-AFZ stellt Archivar*innen einen Leitfaden zur Verfügung, um ihnen die Sicherstellung von Überlieferungsbildung und Übernahme elektronischer Unterlagen zu erleichtern. Die bewusste Reduzierung auf die notwendigen Basisinformationen dient dem Ziel, einen allgemeinverständlichen und lesbaren Überblick zu bieten, der im Rahmen von Behördenberatung und Einführungsprojekten auch von Nicht-Archivar*innen zur Kenntnis genommen wird.
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Film: „Siegerland zwischen Gegenwart und Zukunft“

Dienstag 17.10.2023, 15:30 Uhr, Stadtbibliothek Kreuztal
in der Reihe „kreuztal VIELFÄLTIG“ – kaffee, geselligkeit & programm


Informationen zum gezeigten Film finden sich in folgenden Beiträgen auf siwiarchiv:
„Siegerland zwischen Gegenwart und Zukunft“ (1971)
DVD-Neuerscheinung: „Siegerland zwischen Gegenwart und Zukunft“

Der Seniorenbeirat der Stadt Kreuztal hat in Kooperation mit der Stadtbibliothek eine Veranstaltungsreihe zusammengestellt zu wir Sie einladen möchten.

Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an ältere Menschen, sondern auch an Älterwerdende und deren Angehörige und Begleiter*innen.

– die Veranstaltungen ist kostenfrei
– die Bibliothek ist barrierefrei mit dem Aufzug zu erreichen
– es gibt Kaffee und Gebäck.

Heimatnachmittag „Es war einmal“ in Neunkirchen

21.10.2023, 14:00 -17:00 Uhr, Otto-Reiffenrath-Haus, Bahnhofstraße 1, 57290 Neunkirchen,
5,00 €, Eintrittskarten sind am Empfang im Rathaus erhältlich


„Die Senioren-Service-Stelle veranstaltet gemeinsam mit den örtlichen Heimatvereinen einen Heimatnachmittag im Otto-Reiffenrath-Haus. Der Nachmittag steht unter dem Motto „Es war einmal“ und soll der Geselligkeit und Erinnerungspflege dienen. Es werden Fotografien und Filme aus alten Zeiten päsentiert und die Besucher erwartet ein buntes Programm mit viel Musik, einem kleinen Imbiss und einem spannenden Gewinnspiel.“

Quelle: Gemeinde Neunkirchen, Veranstaltungen

„Verschleppt. Ausgebeutet. Vergessen?“

Sonderausstellung und gemeinsame Spurensuche zum Thema „Zwangsarbeit im Siegerland“
Zeitraum, Ort:   19.10.2023 (Eröffnung 16 Uhr) bis 27.01.2024 in den Räumen des „Aktiven Museums Südwestfalen“ (Obergraben 10 in Siegen)

Zwangsarbeiter:innen aus der Sowjetunion in Meinerzhagen/Sauerland, 29. April 1944″ – Rechteinhaber: Stadtarchiv Meinerzhagen


Das Thema der Zwangsarbeit im Siegerland 1939-1945

Zwangsarbeit war eines der sichtbarsten und alltäglichsten Verbrechen im Nationalsozialismus. Auch in unserer Region gab es ein dichtes Netz von Lagern. Das Siegerland zählte zu den bedeutenden Rüstungsstandorten des „Dritten Reiches“. Die Unternehmen versuchten, den Arbeitskräftemangel mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter*innen zu decken. Zeitweise bestand die Bevölkerung einer Stadt wie Siegen zu einem Drittel aus Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Fast neben jedem größeren Unternehmen lebten sie in scharf bewachten Lagern. Nicht wenige kamen aus besetzten Ländern Westeuropas, doch die größte Gruppe waren oft sehr junge Menschen aus Polen und aus der Sowjetunion, davon viele aus Belarus und der Ukraine. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen waren insbesondere für osteuropäische Verschleppte meist von Ausbeutung, Rassismus und nicht selten von Vernichtungswillen gekennzeichnet. Auf den Friedhöfen Siegens und des Umlandes befinden sich Gräber von über 1000 Zwangsarbeiter*innen.  
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