II. Teil der Ausstellungsreihe Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte


Der Raum für ein etwas anderes Innehalten, nämlich ein gesellschaftlich-kulturelles Erinnern, ist nun noch ein weiteres Mal mit Unterstützung des Kreuztaler Kulturamtes im Foyer der Bibliothek möglich.
Die Geschichtswerkstatt Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte befasst sich mit bisher unsichtbarer oder ungeschriebener Geschichte der Frauen in der städtischen Gegenwart und Geschichte. Sie gibt ihnen Zeit, Raum, Stimme und Sichtbarkeit – auch und gerade in der Adventszeit, die auch mit Besinnung auf gesellschaftliche Werte, verkrustete Rollenbilder und mit kleineren Auszeiten in einer Ausstellung einhergehen kann.

Nach der mehrwöchigen Ausstellung zum Leben und Wirken der 1899 in Kreuztal geborenen Bauhaus-Handwerkerin/Designerin Alma Siedhoff-Buscher sowie des berührenden Vortrags über „Das gebrochene Versprechen der Gleichheit am Bauhaus“ von Dr. Marlies Obier, sind nun in dem zweiten Teil der Ausstellungsreihe Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte ausgearbeitete und bildreiche Rechercheergebnisse, die in ein gleichnamiges Buchprojekt einfließen werden, zu sehen. Folgende Persönlichkeiten werden vorgestellt: Weiterlesen

Online: „Über die Gangverhältnisse des Siegerlandes und seiner Umgebung“ (1910, 1912)

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat kürzlich dieses zweibändige Werk von Wilhelm Bornhardt online gestellt.

Link zu Band 1
Link zu Band 2 mit dem Anhang „Die mikroskopische Untersuchung der Gangausfüllungen des Siegerlandes und seiner Umgebung“ von P. Krusch

Hinweise zur Benutzung des Siegener Stadtarchivs zwischen den Jahren

Das Stadtarchiv Siegen ist zwischen den Jahren (28.12. bis 30.12.2021) zu den regulären Öffnungszeiten zur Benutzung geöffnet. Aus organisatorischen Gründen müssen Benutzerinnen und Benutzer ihren Archivbesuch allerdings bis spätestens 23.12.2021, 15 Uhr, per E-Mail an stadtarchiv@siegen.de mit Datum und Uhrzeit anmelden. Später eingehende Terminanmeldungen können leider nicht berücksichtigt werden. Um eine Vorbestellung der zur Einsicht gewünschten Archivalien wird ebenfalls gebeten. Um das Stadtarchiv nutzen zu können, gilt für alle Nutzerinnen und Nutzer die 2G-Regel. Nachweise sind bei der Anmeldung unaufgefordert vorzulegen.

Erschienen: „Vergangene Fürstenpracht – Die Geschichte des Herrengartens in Siegen“

Das Strukturförderprojekt Herrengarten mit der Umgestaltung des geschichtsträchtigen Terrains zu einer öffentlichen Grünanlage am Siegufer haben den einstigen Lustgarten des Fürsten Johann Moritz zu Nassau-Siegen (1604-1679) wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt. In seinem neuen Buch „Vergangene Fürstenpracht“, das gerade im Universi-Verlag der Universität Siegen erschienen ist, zeichnet Christian Brachthäuser die historischen Hintergründe des repräsentativen Schlossgartens nach. Dessen Konzeption war so etwas wie die Quintessenz des Wirkens von Johann Moritz als Global Player, ein Ausdruck seines ausgeprägten Faibles für Orangeriekultur, barockes Gartendesign und antike Gestaltungselemente. Nach seiner Rückkehr aus Brasilien griff Johann Moritz in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Siegen aktiv in die Landschaftsgestaltung ein und schuf eine Miniaturausgabe der sagenhaften „Gärten der Hesperiden“ mit blühenden Zitrusgewächsen und antiken Stilelementen. Dabei ließ er sich auch von gartenarchitektonischen Eindrücken aus den Niederlanden inspirieren. Hier hatte sich Johann Moritz vor seinem Aufbruch nach Südamerika am Hof des Statthalters Friedrich Heinrichs von Oranien (1584-1647) aufgehalten und dessen Palastgärten mit ihren klassizistischen Bauwerken, dekorativen Statuen und mediterranen Gewächsen kennengelernt. „Im Zeitalter des aufkommenden Absolutismus sollte der Siegener Herrengarten zum Amüsement der Hofgesellschaft, aber auch zur Präsentation fürstlicher Herrschertugenden und künstlerischer Extravaganz dienen“, wie Brachthäuser in seiner reich bebilderten Studie erläutert. Der am Flussufer der Sieg modellierte Garten war eine Symbiose von Machtdemonstration, Selbstinszenierung und landschaftsarchitektonischer Innovationskraft, der das Ansehen von Johann Moritz angesichts der Konkurrenz zur katholischen Verwandtschaft im Oberen Schloss heben und das Renommee Siegens als Residenzstadt nach den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs aufwerten sollte. Weiterlesen

„Freudenberg im Zeitgeschehen“ (FiZ) 2/2021 erschienen

Das Titelbild ziert ein historisches Foto der verschneiten alten Niederndorfer Schule. Damit wird Bezug genommen auf einen Beitrag von Dr. Ingrid Leopold über den 1874 in Niederndorf geborenen Lehrer Friedrich Theodor Grümbel. Der Pädagoge war ab 1902 als Lehrer und Rektor einer Schule in Frankfurt tätig, besuchte allerdings in allen Ferien immer wieder seinen Geburtsort. So auch 1944, als Fliegerangriffe die hessische Metropole bedrohten. Bei diesem Aufenthalt ist er in Niederndorf gestorben und wurde auch hier zu Grabe getragen. Theodor Grümbel gab später die Lebenserinnerungen seines Patenonkels in Buchform heraus. Aus diesem ist der Beitrag „Erinnerungen eines Siegerländers“ entstanden. Weiterlesen

vhs.wissen live: Malerfürst und barocke Üppigkeit – Peter Paul Rubens im Spannungsfeld von Bedeutung

Live aus der Pinakothek, 16.12.2021, 19.30 Uhr

Ambivalenz – mit diesem Begriff lässt sich wohl am besten die Haltung des Museumspublikums gegenüber Peter Paul Rubens fassen. Er gehört zu den bedeutendsten Künstlern aller Zeiten, zugleich wirken seine Bildwelten aus heutiger Sicht aus der Zeit gefallen: Die Dynamik, das Schönheitsideal, die Darstellung von Erotik und Gewalt – all das entspricht nicht mehr unbedingt den modernen Sehgewohnheiten und auch nicht dem gegenwärtig herrschenden Schönheitsempfinden. Wohl kaum ein Künstleroeuvre löst so zuverlässig heftige und sich diametral gegenüberstehende Emotionen aus. Die Rubens-Sammlung in der Alten Pinakothek gehört zu den bedeutendsten weltweit, nur das Kunsthistorische Museum in Wien und der Prado in Madrid verfügen über vergleichbare Bestände. Der zentrale Rubens-Saal mit seinen weltbekannten Meisterwerken, schon seit der Eröffnung des Museums das Herzstück und Kern des Gebäudes, gehört zu den Höhepunkten jedes Besuchs in der Alten Pinakothek. Die monumentalen Formate lösen Überwältigung und Bewunderung, aber nicht immer Begeisterung aus. Warum ist das so? Dr. Mirjam Neumeister ist Oberkonservatorin und Sammlungsleiterin Flämische Barockmalerei in der Alten Pinakothek. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Alten Pinakothek statt.

So funktioniert vhs.wissen live: – Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT – Bitte melden Sie sich bis zum 15.12.2021 an! – Anmeldung online unter vhs-siegen.de oder schriftlich – Nach Ihrer Anmeldung bei der VHS Siegen bis zum 15.12.2021 erhalten Sie den Link zum Livestream per E-Mail

Ort: Bei mir daheim aus Siegen

Veranstalter: VHS Siegen,Website: http://vhs@siegen.de , Telefon: 0271 404 3000

Quelle: Stadt Siegen, Veranstaltungskalender