In den ehemaligen Räumen der AOK soll das Archiv entstehen. Hier soll die lokale Geschichte bewahrt und erforscht werden.
Das neue Archiv soll nicht nur Verwaltungsakten lagern, sondern die lokale Geschichte für alle Bürger erlebbar machen. Dafür sollen auch Dorffeste, Vereinsaktivitäten und die Entwicklung öffentlicher Einrichtungen, wie Bibliotheken und Freibäder, dokumentiert werden.
Mithilfe der Bürger
Um die Geschichte von Neunkirchen möglichst lückenlos darzustellen, bittet die Gemeinde ihre Bewohner um Mithilfe. Gesucht werden alte Fotos, Urkunden, Tagebücher oder Unterlagen von örtlichen Vereinen und Festen.
Fördergeld
Unterstützung bekommt die Gemeinde vom Archivamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Es hilft bei der Planung, Einrichtung und Digitalisierung des Archivs. Außerdem stellt es 14.000 Euro Fördermittel bereit. Damit sollen unter anderem Regale, Schimmelsauger und eine Tiefkühltruhe gekauft werden.
Vorstellung des Gemeindearchivaren

Quelle: Amtsblatt der Gemeinde Neunkirchgen 4 (2026), S. 2
Zum Thema auf siwiarchiv (Chronologisch absteigend bis 2016):
– Neunkirchen: Ausstattung des Kommunalarchvis
– Einrichtung eines Archivs für die Gemeinde Neunkirchen. Vorlage für den Schul- und Kulturausschuss und am 20.3.2025 und für den Rat der Gemeinde Neunkirchen am 10.4.2025
– Kommunalwahl 2020: Archivpolitischer Check der Wahlprogramme für Netphen und Neunkirchen
– Wo könnte ein Gemeindearchiv in Neunkirchen untergebracht werden?
– 7 Antworten zur Archivarbeit in der Gemeinde Neunkirchen/Siegerland
– 7 Fragen zur Archivarbeit in der Gemeinde Neunkirchen/Siegerland
– Neues (?) zur „Archivarbeit“ in der Gemeinde Neunkirchen
– Vom Werden des Gemeindearchivs Neunkirchen
– Kulturausschuss berät heute die Archivarbeit in der Gemeinde Neunkirchen
– Archivierung in der Gemeinde Neunkirchen – SPD fragt nach
Quelle: Radio Siegen, 29.07.2026 14:18,

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Pressemitteilung der Gemeinde Neunkirchen v. 31.7.2026:

„Neunkirchen bekommt ein Gemeindearchiv
Archivamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe unterstützt mit Fördermitteln
Während die Gemeinde Neunkirchen derzeit den Umzug der Bibliothek, des Bürgerbüros und des Ordnungsamts in das ehemalige Sparkassengebäude vorbereitet, wird in den ehemaligen Räumen der AOK ein weiteres Projekt realisiert: das Archiv der Gemeinde Neunkirchen. Es soll als zentrale Anlaufstelle für die Bewahrung und Erforschung der lokalen Geschichte dienen. Dass der lange gehegte Wunsch [Anm.: heißt wohl: lang bestehende archivgesetzliche Verpflichtung, archivar, 4.8.26] umgesetzt werden kann, liegt nicht zuletzt am Archivamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Es begleitet die Gemeinde bei der Planung, Einrichtung und Digitalisierung des Archivs. Jetzt kam der Bescheid, dass es dafür Fördermittel in Höhe von rund 14.000 Euro bereitstellt. Die Mittel fließen vor allem in die „Hardware“ in Form von Regalsystemen und Schimmelsauger, Tiefkühltruhe und Kartenschrank.
„Wir sind dem LWL sehr dankbar für diese Unterstützung, die es uns ermöglicht, unser kulturelles Erbe langfristig zu sichern“, erklärt Bürgermeister Marco Schwunk.
„In unserer heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, lokalpolitische und administrative Entscheidungen für die Zukunft sichtbar, verständlich und nachvollziehbar zu dokumentieren“, ergänzt Nabil Rezgui. Bereits seit zehn Jahren ist der Archivar in der Gemeinde Burbach tätig. Aktuell plant er das Archiv in Neunkirchen und wird es nach seiner Fertigstellung betreuen. „Das Archiv soll mehr sein als nur ein Aufbewahrungsort für Akten. Es wird dazu beitragen, die Geschichte lebendig zu halten“, erklärt der Archivar.
Dazu gehören nicht nur politische Entscheidungen und Verwaltungsdokumente, sondern auch das gesellschaftliche Leben in Neunkirchen: Dorffeste, Vereinsaktivitäten, die Entwicklung öffentlicher Einrichtungen wie Bibliotheken oder Freibäder – all das soll im Archiv dokumentiert und für zukünftige Generationen bewahrt werden. „Ein Archiv ist das Gedächtnis einer Gemeinde“, betont Rezgui. „Es hilft uns, unsere Identität zu verstehen und die Entwicklungen, die unser Zusammenleben geprägt haben, nachzuvollziehen.“
Um ein möglichst vollständiges Bild der Neunkirchener Geschichte zu zeichnen, ruft die Gemeinde die Bürger dazu auf, Dokumente und Zeitzeugnisse zur Verfügung zu stellen, die das gemeinsame Leben in der Gemeinde darstellen. „Alte Fotos, Festschriften, Urkunden, Tagebücher oder Vereinsunterlagen können wertvolle Beiträge leisten“, erklärt Rezgui. „Jedes Dokument, jede Erinnerung hilft uns, die Geschichte unserer Gemeinde besser zu verstehen und zu bewahren.“
Interessierte können sich bereits jetzt an Nabil Rezgui unter n.rezgui@neunkirchen-siegerland.de wenden, um Spenden oder Leihgaben anzubieten.“
Zur Genese s. a.:
wolfthomas (5. Juni 2009). In statu nascendi: Gemeindearchiv Neunkirchen/Siegerland. Archivalia. Abgerufen am 31. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/bux3
s.a. Siegener Zeitung v. 3.8.26 (Print) und Westfalenpost v. 3.8. (online)- Zitat WP: “ …. Mit Neunkirchen wird der weiße Fleck auf der Siegerländer Archiv-Landkarte kleiner: Nur Netphen und Wilnsdorf haben nach wie vor keine hauptamtlich betreuten Archive. ….“, Link zur PDF