„Germania“-Denkmal soll an das Obere Schloss in Siegen versetzt werden

Antrag gemäß § 9 der GeschO des Rates der Stadt Siegen zur heutigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Antrag zu TOP 9-Rund um den Siegberg (Vorlage 2009/2018):

„Die Fraktion der Partei Die Linke stellt den Antrag, das Kriegerdenkmal „Germania“ nicht mehr auf der Fissmer-Anlage aufzustellen, sondern auf dem Areal des Oberen Schlosses.

Zur Begründung:

Das Krieger-Ehrenmal „Germania“ wurde 1877 errichtet zur Erinnerung an die deutschen Kriege gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71), den sog. Einigungskriegen.

Auf dem Weg zur aggressiv betriebenen Vereinigung der deutschen Einzelstaaten durch Preußen erhielt militärisches Vorgehen den Vorrang vor diplomatischen Verhandlungen. Am Ende stand die Gründung des Deutschen Reichs von 1871 – undemokratisch und „von oben“. Weiterlesen

Ausstrahlung des zweiten Fernsehprogramms im Siegerland

Auszug aus dem Protokoll der Kreistagssitzung vom 6.11.1964, Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, 1.0.1./37

Ein zufälliges Fundstück zur regionalen Mediengeschichte.

Bei einer Recherche fiel mir der Betreff ins Auge. In Anbetracht der gegenwärtigen Bemühungen im Bereich des digitalen Breitbandausbaus ist dies ein bemerkenswerter Blick in die Mediengeschichte der Region. Für deren weitere Erforschung geben die politische Anfrage und die Beantwortung erste Anhaltspunkte. Es folgt ein Auszug aus dem Protokoll der Kreistagssitzung vom 6.11.1964 (Quelle: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, 1.0.1./37, fol. 239 – 241):
„ ….Hierzu gibt der Herr Oberkreisdirektor Kuhbier nachfolgende parlamentarische Anfrage des Kreistagsabgeordneten Elbracht [Anm. des Verfassers: CDU] bekannt: „Seit dem Jahre 1952 bis 1955 wird im Siegerland das erste Fernsehprogramm ausgestrahlt. Zurzeit besitzen etwa 50.000 Siegerländer ein Fernsehgerät. Sie zahlen hierfür die gleiche Gebühr wie alle übrigen Fernsehinhaber in der Bundesrepublik, obwohl sie nur ein Programm empfangen können. Was denkt sich die Deutsche Bundespost bei diesem Kundendienst? Ist es gerecht, dass die Siegerländer nur das erste Programm sehen und hören, während alle übrigen Fernsehinhaber in der Bundesrepublik für die gleiche Gebühr schon seit Jahren zwei Programme und darüber hinaus teilweise sogar drei Programme sehen und hören können? Ab wann kann auch endlich der Bundesbürger im Siegerland das zweite Fernsehprogramm sehen und hören?
Was gedenkt die Verwaltung zu tun, dass die von ihr betreuten Bürger nicht noch länger so ungleich behandelt werden?“
Herr Oberkreisdirektor Kuhbier teilt mit, dass die Deutsche Bundespost – Fernmeldeamt in Siegen – wie folgt Stellung genommen habe: Weiterlesen

Architektur 1960+, Brutalismus im Kreisgebiet: Christuskirche, Siegen-Dautenbach

siwiarchiv sucht Beispiele für die Architektur der 1960er und 1970er Jahre.
Die Christuskirche ist laut Wikipedia das Beispiel für Kirchenbauten im Stil des Brutalismus in Siegen.
Christuskirche siegen-giersberg frontview

Christuskirche, 11.10.2007, By Axel1963 [CC BY-SA 2.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], from Wikimedia Commons

Link zum ersten Beispiel der Sichtbetonbauweise im Kreisgebiet: Ehem. Hauptschule Freudenberg
Link zum zweiten Beispiel der Sichtbetonbauweise im Kreisgebiet:Landgericht Siegen
Link zum dritten Beispiel der Sichtbetonbauweise im Kreisgebiet: Siegtalbrücke
Link zum vierten Beispiel der Architektur 1960+: Erlöserkirche, Siegen-Winchenbach
Link zum fünften Beispiel für die Architektur 1960+: Hüttentalstraße

„Wittgenstein“ Heft 2 (2018) erschienen

Inhalt:
Ulf Lückel / Friedrich Opes: Florentine Goswin-Benfer starb vor 50 Jahren – ein Rückblick
Florentine Goswin-Benfer (†): Zur goldenen Konfirmation
Holger Weber: Für Fäerje was tun lohnt sich. Ein kurzer Rückblick auf das Festwochenende „800 Jahre Feudingen“
Hans Friedrich Petry: Spenden, Stiftungen und Legate für Berleburg
Roland Linde: Erschließung familiengeschichtlicher Quellen im Internet: Mitmachprojekte auch für das Wittgensteiner Land
Holger Weber: Pfarrer, Freimaurer und Betrüger (zu Philipp Samuel Rosa)
Heinz Strickhausen (†): Die Odeborn – Der Fluss – Wasser für Kunstwiesen – Brücken und Stege im Raum Berleburg (Teil II Schluss)

Buchbesprechungen:
Ulf Lückel: Frank Göttmann (Hg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe […], Münster 2016
Holger Weber: Heinrich Imhof, Hoffnung auf ein besseres Leben […], Berleburg 2018

Aufruf: Bildband über belgisches Militär nicht nur in Siegen geplant

Gastbeitrag von Mike Burion

Foto: Mike Burion

Hiermit wende ich mich an die Öffentlichkeit zwecks Verwirklichung eines Buchprojekts über die belgische Besatzung und spätere Stationierung. Gesucht werden Bilder aus der belgischen Stationierung aus dem Zeitraum 1946 – 2003 von Vogelsang bis hoch nach Kassel.

Ich bin selber als Sohn eines belgischen Soldats und einer deutschen Frau in Siegen geboren und anschließend bei Köln aufgewachsen. Bis zu meinem 15. Lebensjahr lebte ich hier in der belgische Gemeinschaft, nahezu abgeschottet von der deutschen Gesellschaft. Danach folgte der Abzug – wir blieben als eine der wenigen Familien in Deutschland.

In letzter Zeit befasse ich mich nun intensiv mit der Geschichte meiner Vorfahren und muss dabei immer wieder feststellen, dass es kaum Erinnerungen an diese Zeit gibt. Die einstige Erinnerungsstätte – das Museum in Soest – hat erst kürzlich seine Pforten geschlossen.

Als studierter Grafik-Designer liegt es für mich nahe, meine Erkenntnisse in einem Buch festzuhalten. Das Buch soll dreisprachig (deutsch, flämisch, französisch) erscheinen. Um den Aufwand übersichtlich zu gestalten, wird das Buch eher Bild- als Textlastig sein. Gesucht werden daher geschichtsträchtige Bilder, Zeitungsartikel usw. aus der Zeit.

Die belgische Stationierung in Deutschland galt als „Belgiens 10. Provinz“. In Köln bestand die größte Belgische Garnison der belgische Streitkräfte überhaupt. Hunderttausende Belgien lebte hier nahezu sechzig Jahre lang friedlich neben den deutschen Bürgen. Während anfänglich viele Konflikte den Deutsch-Belgischen Alltag prägten, schließen sich später zahlreiche Freundschaften und Ehen. Ein nicht unwesentlicher Beitrag zum innereuropäischen Frieden.

Über Fotos, Erlebnisse und Erfahrungen von Zeitzeugen freue ich mich sehr.

Email: mike@bureau-burion.de

Firmengeschichte Dango & Dienenthal

Ein Video-Interview von Patrick Pithan mit Rainer Dango für den youtube-Kanal von regioport Siegerland:

Dango & Dienenthal, ein Unternehmen, dessen Wurzeln im Siegerland liegen. Bekannt für ihre Spezialmaschinen im Bereich der Stahlindustrie reichen die Anfänge des Unternehmens bis in das 19. Jahrhundert zurück. Wie das Unternehmen gegründet wurde, was es so erfolgreich macht und warum es mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs zu kämpfen hatte, erläutert Rainer Dango in diesem Interview.“

siwiarchiv-Anm.:

  1. Auch Dango & Dienenthal beschäftigte in der NS-Zeit Zwangsarbeitende (Link). Dieser Aspekt wird im Video ausgespart.
  2. s. zu Zwangsarbeiter bei Dango & Dienenthal: Platte, Steffen: (Verf.) / Dango & Dienenthal (Hrsg.): 150 Jahre Dango & Dienenthal: 1865 – 2015, Siegen/Hachenburg 2015, S. 89 – 90

Architektur 1960+, Brutalismus im Kreisgebiet: Hüttentalstraße

siwiarchiv sucht Beispiele für die Architektur der 1960er und 1970er Jahre.
Die Hüttentalstraße im Siegerland ist wohl das Paradebeispiel für Verkehrsbauprojekte im Stil des Brutalismus


Link zum ersten Beispiel der Sichtbetonbauweise im Kreisgebiet: Ehem. Hauptschule Freudenberg
Link zum zweiten Beispiel der Sichtbetonbauweise im Kreisgebiet: Landgericht Siegen
Link zum dritten Beispiel der Sichtbetonbauweise im Kreisgebiet: Siegtalbrücke
Link zum vierten Beispiel der Architektur 1960+: Erlöserkirche, Siegen-Winchenbach