Glockenrückkehr nach Burbach-Holzhausen

Wieder zu Hause: Nach über 80 Jahren ist eine 1450 gegossene Glocke aus Möllbergen in Ostwestfalen nach Burbach-Holzhausen im Siegerland zurückgekehrt.


Wie kam es dazu?
1943 wurden zwei spätmittelalterliche Glocken des Gießers Johann Brauweiler aus der Evangelischen Kirche in Burbach-Holzhausen beschlagnahmt und nach Hamburg gebracht. Dort sollten sie für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen werden.
Beide Glocken überstanden den Krieg. Doch als sie anschließend an ihre Gemeinde zurückgeschickt werden sollten, kam es zu einer folgenreichen Verwechslung: Statt nach Burbach-Holzhausen im Siegerland wurden die Glocken nach Holzhausen bei Porta Westfalica geschickt. Weiterlesen

Siegerland 1 (2026) erschienen

Beiträge:
Rolf Heetfeld Der Bickener Hof zu Siegen, S. 3ff
Andreas Bingener: Die Taufschale der Siegener Nicolaikirche, S. 24ff
Gabriel Isenberg: Orgellandschaft im Wandel am Beispiel der Hilchenbacher Orgelgeschichte, S. 31ff
Markus Krämer: Wer war Maria Elisabeth Jung?, S. 43ff
Christian Brachthäuser: Moralische Instanz und mutiger Sozialreformer: Leben und Werk des Leonhard Gläser, S. 55ff
Wilfried Lerchstein: Der Keramikkünstler Paul Dresler aus Siegen, zu Lebzeiten berühmt und heute fast vergessen, S. 70ff
Moritz Wild: Neunkirchen im Freien Grund – Historische Ortsentwicklung und bemerkenswerte Bauten, S. 100ff

Heute vor 135 Jahren: Adolf Busch (1891 – 1952)

Ein Linktipp zum Gemeindelexikon Riehen (CH): 

Adolf Busch mit Stradivari 1716, Mitte der 1920er Jahre, Fotografin: Gertrud Dietschy, Basel, Quelle: Dokumentationsstelle Riehen

Adolf Busch lebte von 1932 bis 1939 in dem schweizerischen Ort und kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg in den Wintermonaten dorthin zurück.
Der Lexikonentrag enthält nicht die oben abgebildete Fotografie, sondern auch weitere Dokumente, die Aufschluss über das Leben Buschs in der Schweiz geben.

In Oberfischbach gibt eine besondere Orgel den Ton an


Die Kirche in Oberfischbach ist schon für sich ein Blickfang. Am Hang des Dörfchens gelegen und 1793 erbaut, prägt sie das Ortsbild bis heute. In ihrem Innern verbirgt sich eine berühmte Orgel, die noch heute mit Freude gespielt wird. Weiterlesen

Sonderausstellung »Klänge bewegen«

Richard-Wagner-Stätten Graupa, bis 15. Februar 2026.

„Musikalische Klänge wirken bei Zuhörenden wie Ausführenden emotional. Sie befördern das Wohlbefinden, beeinflussen die mentale Stimmung, rufen Gefühle hervor, wecken Erinnerungen, können Stress reduzieren. Musik zu erzeugen fordert von Musikern und Dirigenten jedoch viel mehr: Talent, langjähriges Proben, Kreativität, Konzentration, Vitalität…
Die Ausstellung zeigt Momentaufnahmen, die im Prozess des Musizierens entstanden. Abgebildet werden emotionale Anspannung, Mimik, Gestik, die Körpersprache der Agierenden. Es ist ein faszinierender Kosmos mit enormer Ausstrahlung. Das macht möglicherweise den Reiz für die bildliche Wiedergabe aus.
So wie Frank Höhler heute Dirigenten bei ihrer Arbeit fotografierte, zeichnete Robert Sterl ca. 100 Jahre zuvor Musiker an ihren Instrumenten und immer wieder den Dirigenten Ernst von Schuch im Orchestergraben des Dresdner Hoftheaters. Es entstanden Porträts, Hand- und Bewegungsstudien, die künstlerisch für sich stehen.
Kuratorin: Katja Pinzer-Hennig, Leitende Kustodin Richard-Wagner-Stätten Graupa“
Das BrüderBuschArchiv beteiligt sich mit einigen Exponaten von Fritz Busch.