Literaturhinweis: Festband „fünfzig“ – Zwischen Räumen. Die Universität Siegen in den Jahren 1972 bis 2022

50 Jahre Universität Siegen – eine Zeitreise in Bildern. Bilder, die anhand der baulichen Entwicklung die Gründung, das Wachstum und die Verankerung der Universität in der Stadt und der Region Siegen dokumentieren. Ein Festband zum Entdecken und Erinnern.

Diese Publikation entstand mit freundlicher Unterstützung der Christa-und-Dieter-Lange Stiftung, des Fördervereins für Architektur und Bauingenieurwesen an der Universität Siegen e. V., der Industrie- und Handelskammer Siegen, der Sparkasse Siegen, der Sparkassenstiftung Zukunft und des Verbands der Siegerländer Metallindustriellen e.V.

fünfzig. Zwischen Räumen. Die Universität Siegen in den Jahren 1972 bis 2022, herausgegeben durch die Universität Siegen und die Siegener Zeitung
215 S., Verlag Vorländer 2022

Quelle: Universität Siegen, Publikationen

Vortrag: Prof. Dr. em. Peter Gendolla (Universität Siegen) – »Ein Joghurtbecher im LKW.

Zur Entwicklung der Literatur- und Medienwissenschaft in Siegen«
19. Mai 2022 – 20:00 Uhr – , Siegen, Unteres Schloss, US-C115


Die Literatur- und Medienwissenschaft spielt in der 50jährigen Entwicklungsgeschichte der Universität Siegen eine entscheidende Rolle. Prof. Dr. em. Peter Gendolla erzählt von den Anfängen und der Wichtigkeit dieser Disziplin inmitten der Geschichte der gesamten Universität und der intellektuellen Landschaft Siegens.

Quelle: Homepage Forum Siegen

Matthias Kirchbach M.A. (Siegen): Migration ins Siegerland nach 1945 in Erinnerungskultur und kollektivem Gedächtnis

Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 19. Mai 2022

In der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der Historiker Matthias Kirchbach M.A. von der Universität Siegen am Donnerstag, den 19. Mai 2022, Aspekte der Zuwanderung ins Siegerland nach 1945 nachzeichnen.

Das Siegerland war seit 1945 stark von Migration betroffen. Insbesondere „Flucht und Vertreibung“, die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte seit den 1950er Jahren und die Zuwanderung von Aussiedlern und Spätaussiedlern hinterließen Spuren im kollektiven Gedächtnis. In seinem Dissertationsprojekt untersucht der Referent derzeit die Bedeutung der Migration für die regionale Erinnerungskultur. Weiterlesen →

Literaturhinweis: E. Heinrich (Hg.’in): BEHARRLICHKEIT, GEDULD – UND EIN LANGER ATEM (2022)

Der Band „Beharrlichkeit, Geduld – und ein langer Atem“ präsentiert anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens einen Teil der Geschichte der Universität Siegen. Es ist die Geschichte der Frauen und auch Männer, die die Hochschule durch ihr Engagement für Frauenförderung und Gleichstellung sowie durch wissenschaftliche Leistungen in der Frauen- und Geschlechterforschung geprägt haben.

Der vorliegende Band anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Universität Siegen dokumentiert die besondere Entwicklung von Frauenförderung und Gleichstellung an der Universität Siegen, die aus dem bildungspolitischen Reformprojekt Gesamthochschule hervorgegangen ist. Dieser Hintergrund hat die Prozesse geprägt, den Zuwachs der Frauenanteile auf den höheren Karrierestufen aber nicht beschleunigen können. Nach fünf Jahrzehnten ihres Bestehens blickt die Universität Siegen heute auf große Erfolge in der Gleichstellung zurück, sich dessen bewusst, dass das Ende des Weges noch nicht erreicht ist.

Elisabeth Heinrich (Hg.’in)
BEHARRLICHKEIT, GEDULD – UND EIN LANGER ATEM.
50 Jahre Frauen – Frauenförderung – Gleichstellung an der Universität Siegen
Siegen: universi 2022, 230 S, zahlr. farbig. Abb.
ISBN 978-3-96182-122-8
Quelle: Verlagsinfo

Musik-Tipp: Adolf Busch spielt Brahms und Dvořák


Adolf Busch spielt hier gemeinsam mit dem New York Philharmonic-Symphonieorchester das Violinkonzert in D-Dur, op. 77 von Johannes Brahms und geminsam mit der National Orchestra Association das Violinkonzert in a-moll op. 53 von Anton Dvořák. Quasi als Zugabe spielt Busch gemeinsam mit dem NBS Symphonieorchester den dritten Satz aus dem Violinkonzert von Brahms. Die Aufnahmen enstanden zwischen 1942 und 1944 in New York.
Die Publikation ist eine Kooperation des BrüderBuschArchivs mit dem Label PristineClassical.

Wer war Thielicke – Hilchenbacher können sich jetzt informieren

Stadtgeographie: Kennzeichnung historischer Bauten und Straßen

Dr. Peter Neuhaus (links) und Reinhard Gämlich, Geschäftsführer Hilchenbacher Geschichtsverein e.V. © Dr. Peter Neuhaus

Die Stadtgeographie Hilchenbachs gehört mit zum Arbeitsgebiet des Hilchenbacher Geschichtsvereins e.V.. Nach einer längeren Vorarbeitszeit hatte die Gruppe für 16 Gebäude in der Altstadt Hilchenbach Texte entworfen, die auf Alter und historische Bedeutung der betreffenden Häuser hinweisen. Sie wurden dort unter Plexiglastafeln angebracht, welches im Januar 2006 erfolgte. Weiterlesen →

Friedrich Kiel CD – eine Schenkung an das Kreisarchiv

Die Sängerin und Vorsitzende der Friedrich-Kiel-Gesellschaft, Anja Ganschow, schenkte dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein unlängst eine 2013 erschienen CD mit Klavierwerken (Bilder aus der Jugendwelt op. 1, Reiseerinnerungen op. 41 und Nocturnes Nr. 1-2 o.op.) und Liedern (Liederkreis op. 31 Nr. 1-12 nach Gedichten von Eichendorff, von Fallersleben, Heine und von Platen) Friedrich Kiels. Ganschow wird von Andras Vermesy am Klavier begleitet, der auch der Solostücke spielt.
Eine hörenswerte Einführung in die kammermusikalischen Werke Kiels!

Lutz Dehenn: „Die Chronik“ – Online-Ausstellung zur regionalen Graffiti-Geschichte


„Graffiti, eine seit über 50 Jahren weltweit betriebene Kunst- und Kulturpraktik, wird oft noch nur auf den Vandalismusfaktor reduziert. Dabei liegt de facto ein weitaus komplexeres Feld vor: Graffiti und seine Motivationen osziliert zwischen Devianz, Vandalismus, Kunst, Kultur, Protest und Aktivismus.
Lutz Dehenn hat es zu seinem Anliegen gemacht, eine Siegener Graffiti-Geschichte zu erzählen. Seine Motivation dahinter besteht keinesfalls darin, die Kulturpraktik salonfähig zu machen. Warum auch? Das möchte Graffiti gar nicht sein. Die Zahl an gesellschaftskonformen Künstler:innen wächst zwar, aber Auftragsmaler:innen, die mit Sprühdosen arbeiten, ihre Pseudonyme abgelegt haben und ihre Kunstwerke für Geld anbieten, haben die Subkultur augenscheinlich verlassen und sind letztlich Dienstleister – assimiliert in ein hegemoniales System. Auf eigenen, öffentlich zugänglichen Medien, haben diese die Möglichkeit, ihre Geschichten zu erzählen. Aber jene, die sich einer solchen Öffentlichkeit verschließen, lässt Lutz Dehenn in Form einer illustrierten Oral-History sprechen. Er führt Interviews mit den Akteurinnen und Akteuren der Subkultur, sammelt und katalogisiert Bildmaterial und komplementiert diese Elemente zu einem Narrativ – seiner Meinung nach eine faszinierende und inspirierende Geschichte über Traditionen, Kultur, Freundschaft und Aufopferungsbereitschaft, die es verdient, erzählt zu werden.
Hier auf Pooolmag habe ich nun eine ganze Reihe Bildmaterial zusammengestellt, um eine Graffiti-Geschichte Siegens anhand betitelter und beschriebener Fotos darzustellen.
zoom_talk findet am Sonntag, 15.05.22 ab 18 Uhr statt.

Die Ausstellung die Chronik ist bis zum 29.05.22 auf POOOLmag, der digitalen Plattform der gruppe3/55 e.V. zu sehen. poool.kunstwechsel.de“

s. a.
– siwiarchiv v. 22.3.2021: Linktipp zur Siegener Graffiti-Geschichte Weiterlesen →

„Gerhard Stötzel-Ehrung“ in Netphen

Bericht über den Tagesordnungspunkz „Gerhard Stötzel-Ehrung“ auf der Bürgerversammlung vom 11. April 2022 in Grissenbach


Bereits vor über 20 Jahren war der am 23. Dezember 2021 verstorbene Netphener Heimatforscher Ewald Hatzig im Rahmen seiner familiengeschichtlichen Recherchen darauf gestoßen, dass einem gebürtigen Grissenbacher im 19. Jahrhundert an seinem neuen Wohnort Essen eine erstaunliche Karriere vom Metalldreher zum Zeitungsredakteur und zum Reichstagabgeordneten in Berlin gelungen war.
Die Frage, wo das Geburtshaus von Gerhard Stötzel gestanden hat, konnte aber erst jetzt geklärt werden. Hanne Kuhn aus Deuz fand im Rahmen ihrer Nachforschungen für ihr geplantes „Grissenbacher Häuserbuch“ heraus, dass es sich bei den in der Urkatasterkarte von Grissenbach aus dem Jahr 1837 für zwei nebeneinander liegende Hausgrundstücke jeweils genannten Eigentümern Andreas Müller um zwei verschiedene Personen handelte. Damit schied das heute noch existierende Haus „Sippche“ als Stötzels Geburtshaus aus. Auch wenn das Grundstück, auf dem Stötzels Geburtshaus stand, seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts mit einem städtisch anmutenden Ziegelhaus bebaut ist, ist die vorher noch offene Frage endlich geklärt, wo im Dorf eine Ehrung von Grissenbachs berühmtestem Sohn im öffentlichen Raum in Betracht kommt. Auf der jüngsten Bürgerversammlung in Grissenbach informierte Wilfried Lerchstein die Anwesenden in einem kurzen Vortrag über das Leben und Wirken von Gerhard Stötzel. Gemeinsam mit Thomas Kleber regte er zum einen an, den im Rahmen der Verkehrsberuhigung der alten Ortsdurchfahrt vor über 30 Jahren geschaffenen namenlosen, rot gepflasterten Platz in Sichtweite von Stötzels Geburtsstätte als „Gerhard-Stötzel-Platz“ zu benennen. An diesem zentralen Ort fand im Sommer 1990 das erste Grissenbacher Dorffest statt. Zum anderen wurde vorgeschlagen, in dem Bereich, wo einst sein Geburtshaus stand, mit einer Gedenktafel an die wichtigsten Stationen im Leben von Gerhard Stötzel zu erinnern. Ortsbürgermeisterin Annette Scholl ließ über diese Vorschläge abstimmen und konnte eine überwältigende Zustimmung hierzu feststellen. Spontan erklärte Thorsten Görg, der Vorsitzende des örtlichen Heimatvereins DKS, die Bereitschaft des Vereins, sich an der Finanzierung einer Gedenktafel zu beteiligen. Auch Annette Scholl möchte gerne aus ihrem Budget als Ortsbürgermeisterin diese Gedenktafel im Rahmen der „Stehenden Stadtführung“ der Stadt Netphen mitfinanzieren. Nunmehr ist es an den politischen Gremien der Stadt Netphen, am 23. Juni über eine seinen herausragenden Verdiensten angemessene Ehrung von Gerhard Stötzel in seinem Geburtsort Grissenbach zu beraten. Den entsprechenden Antrag hat Manfred Heinz, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Netphener Stadtrat, inzwischen gestellt. Während bereits vor Jahren im Netphener Baugebiet „Wiedich“ viele Zeitgenossen Stötzels (z.B. von Bodelschwingh, Brauns, Hitze, von Ketteler, Wichern), die alle selbst nie Netphener Grund und Boden betreten haben, mit Straßennamen geehrt wurden, wurde Gerhard Stötzel bisher übersehen und drohte, zu Unrecht in seiner Netphener Heimat in Vergessenheit zu geraten.

Informationen über das Leben von Gerhard Stötzel
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