Adolf Busch spielt hier gemeinsam mit dem New York Philharmonic-Symphonieorchester das Violinkonzert in D-Dur, op. 77 von Johannes Brahms und geminsam mit der National Orchestra Association das Violinkonzert in a-moll op. 53 von Anton Dvořák. Quasi als Zugabe spielt Busch gemeinsam mit dem NBS Symphonieorchester den dritten Satz aus dem Violinkonzert von Brahms. Die Aufnahmen enstanden zwischen 1942 und 1944 in New York.
Die Publikation ist eine Kooperation des BrüderBuschArchivs mit dem Label PristineClassical.
Archiv der Kategorie: Regionalgeschichte
Wer war Thielicke – Hilchenbacher können sich jetzt informieren
Stadtgeographie: Kennzeichnung historischer Bauten und Straßen

Dr. Peter Neuhaus (links) und Reinhard Gämlich, Geschäftsführer Hilchenbacher Geschichtsverein e.V. © Dr. Peter Neuhaus
Die Stadtgeographie Hilchenbachs gehört mit zum Arbeitsgebiet des Hilchenbacher Geschichtsvereins e.V.. Nach einer längeren Vorarbeitszeit hatte die Gruppe für 16 Gebäude in der Altstadt Hilchenbach Texte entworfen, die auf Alter und historische Bedeutung der betreffenden Häuser hinweisen. Sie wurden dort unter Plexiglastafeln angebracht, welches im Januar 2006 erfolgte. Weiterlesen
Exkursion: Jüdisches Leben in Wittgenstein – eine Spurensuche
Exkursion des Wittgensteiner Heimatvereins zum Thema: Elsoff am 7. Mai 2022 ab 14 Uhr, Treffpunkt Dorfplatz Elsoff, Vogteistraße
Anmeldungen bitte an Bernd Stremmel, Tel: 02751 58 33, but_stremmel@t-online.de
Friedrich Kiel CD – eine Schenkung an das Kreisarchiv

Die Sängerin und Vorsitzende der Friedrich-Kiel-Gesellschaft, Anja Ganschow, schenkte dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein unlängst eine 2013 erschienen CD mit Klavierwerken (Bilder aus der Jugendwelt op. 1, Reiseerinnerungen op. 41 und Nocturnes Nr. 1-2 o.op.) und Liedern (Liederkreis op. 31 Nr. 1-12 nach Gedichten von Eichendorff, von Fallersleben, Heine und von Platen) Friedrich Kiels. Ganschow wird von Andras Vermesy am Klavier begleitet, der auch der Solostücke spielt.
Eine hörenswerte Einführung in die kammermusikalischen Werke Kiels!
Lutz Dehenn: „Die Chronik“ – Online-Ausstellung zur regionalen Graffiti-Geschichte

„Graffiti, eine seit über 50 Jahren weltweit betriebene Kunst- und Kulturpraktik, wird oft noch nur auf den Vandalismusfaktor reduziert. Dabei liegt de facto ein weitaus komplexeres Feld vor: Graffiti und seine Motivationen osziliert zwischen Devianz, Vandalismus, Kunst, Kultur, Protest und Aktivismus.
Lutz Dehenn hat es zu seinem Anliegen gemacht, eine Siegener Graffiti-Geschichte zu erzählen. Seine Motivation dahinter besteht keinesfalls darin, die Kulturpraktik salonfähig zu machen. Warum auch? Das möchte Graffiti gar nicht sein. Die Zahl an gesellschaftskonformen Künstler:innen wächst zwar, aber Auftragsmaler:innen, die mit Sprühdosen arbeiten, ihre Pseudonyme abgelegt haben und ihre Kunstwerke für Geld anbieten, haben die Subkultur augenscheinlich verlassen und sind letztlich Dienstleister – assimiliert in ein hegemoniales System. Auf eigenen, öffentlich zugänglichen Medien, haben diese die Möglichkeit, ihre Geschichten zu erzählen. Aber jene, die sich einer solchen Öffentlichkeit verschließen, lässt Lutz Dehenn in Form einer illustrierten Oral-History sprechen. Er führt Interviews mit den Akteurinnen und Akteuren der Subkultur, sammelt und katalogisiert Bildmaterial und komplementiert diese Elemente zu einem Narrativ – seiner Meinung nach eine faszinierende und inspirierende Geschichte über Traditionen, Kultur, Freundschaft und Aufopferungsbereitschaft, die es verdient, erzählt zu werden.
Hier auf Pooolmag habe ich nun eine ganze Reihe Bildmaterial zusammengestellt, um eine Graffiti-Geschichte Siegens anhand betitelter und beschriebener Fotos darzustellen.
zoom_talk findet am Sonntag, 15.05.22 ab 18 Uhr statt.
Die Ausstellung die Chronik ist bis zum 29.05.22 auf POOOLmag, der digitalen Plattform der gruppe3/55 e.V. zu sehen. poool.kunstwechsel.de“
s. a.
– siwiarchiv v. 22.3.2021: Linktipp zur Siegener Graffiti-Geschichte Weiterlesen
„Gerhard Stötzel-Ehrung“ in Netphen
Bericht über den Tagesordnungspunkz „Gerhard Stötzel-Ehrung“ auf der Bürgerversammlung vom 11. April 2022 in Grissenbach
Bereits vor über 20 Jahren war der am 23. Dezember 2021 verstorbene Netphener Heimatforscher Ewald Hatzig im Rahmen seiner familiengeschichtlichen Recherchen darauf gestoßen, dass einem gebürtigen Grissenbacher im 19. Jahrhundert an seinem neuen Wohnort Essen eine erstaunliche Karriere vom Metalldreher zum Zeitungsredakteur und zum Reichstagabgeordneten in Berlin gelungen war.
Die Frage, wo das Geburtshaus von Gerhard Stötzel gestanden hat, konnte aber erst jetzt geklärt werden. Hanne Kuhn aus Deuz fand im Rahmen ihrer Nachforschungen für ihr geplantes „Grissenbacher Häuserbuch“ heraus, dass es sich bei den in der Urkatasterkarte von Grissenbach aus dem Jahr 1837 für zwei nebeneinander liegende Hausgrundstücke jeweils genannten Eigentümern Andreas Müller um zwei verschiedene Personen handelte. Damit schied das heute noch existierende Haus „Sippche“ als Stötzels Geburtshaus aus. Auch wenn das Grundstück, auf dem Stötzels Geburtshaus stand, seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts mit einem städtisch anmutenden Ziegelhaus bebaut ist, ist die vorher noch offene Frage endlich geklärt, wo im Dorf eine Ehrung von Grissenbachs berühmtestem Sohn im öffentlichen Raum in Betracht kommt. Auf der jüngsten Bürgerversammlung in Grissenbach informierte Wilfried Lerchstein die Anwesenden in einem kurzen Vortrag über das Leben und Wirken von Gerhard Stötzel. Gemeinsam mit Thomas Kleber regte er zum einen an, den im Rahmen der Verkehrsberuhigung der alten Ortsdurchfahrt vor über 30 Jahren geschaffenen namenlosen, rot gepflasterten Platz in Sichtweite von Stötzels Geburtsstätte als „Gerhard-Stötzel-Platz“ zu benennen. An diesem zentralen Ort fand im Sommer 1990 das erste Grissenbacher Dorffest statt. Zum anderen wurde vorgeschlagen, in dem Bereich, wo einst sein Geburtshaus stand, mit einer Gedenktafel an die wichtigsten Stationen im Leben von Gerhard Stötzel zu erinnern. Ortsbürgermeisterin Annette Scholl ließ über diese Vorschläge abstimmen und konnte eine überwältigende Zustimmung hierzu feststellen. Spontan erklärte Thorsten Görg, der Vorsitzende des örtlichen Heimatvereins DKS, die Bereitschaft des Vereins, sich an der Finanzierung einer Gedenktafel zu beteiligen. Auch Annette Scholl möchte gerne aus ihrem Budget als Ortsbürgermeisterin diese Gedenktafel im Rahmen der „Stehenden Stadtführung“ der Stadt Netphen mitfinanzieren. Nunmehr ist es an den politischen Gremien der Stadt Netphen, am 23. Juni über eine seinen herausragenden Verdiensten angemessene Ehrung von Gerhard Stötzel in seinem Geburtsort Grissenbach zu beraten. Den entsprechenden Antrag hat Manfred Heinz, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Netphener Stadtrat, inzwischen gestellt. Während bereits vor Jahren im Netphener Baugebiet „Wiedich“ viele Zeitgenossen Stötzels (z.B. von Bodelschwingh, Brauns, Hitze, von Ketteler, Wichern), die alle selbst nie Netphener Grund und Boden betreten haben, mit Straßennamen geehrt wurden, wurde Gerhard Stötzel bisher übersehen und drohte, zu Unrecht in seiner Netphener Heimat in Vergessenheit zu geraten.
Informationen über das Leben von Gerhard Stötzel: Weiterlesen
Symposium: Pionier:innen der Geschlechterforschung – Helge Pross und Wolfgang Popp
und die Aktualität von Geschlecht und Begehren in der Forschung
6. Mai 2022, 10:00 – 17:30, Hörsaalzentrum Campus Unteres Schloss Siegen, Raum 114

„Das Gestu_S lädt am 6.5. zu einem Symposium zu Ehren von Helge Pross und Wolfgang Popp – beide Pionier:innen der Geschlechterforschung – an der Uni Siegen ein.
Helge Pross lehrte von 1976 bis 1984 an der Universität Siegen. Sie verband zu diesem frühen Zeitpunkt Familien- und Geschlechterforschung. Ihre Forschung zur Lebenswirklichkeit von Hausfrauen, Bildungschancen von Mädchen aber auch zu Rollenbildern von Männern prägte weit über den universitären Rahmen hinaus die öffentliche Debatte in der Bundesrepublik.
Wolfgang Popp ist ein Pionier der Gender und Queer Forschung avant la lettre. Bereits 1985 richtete er den Forschungs- und Lehrbereich „Homosexualität und Literatur“ an der Universität Siegen ein und institutionalisierte bundesweit so den ersten derartigen Forschungsschwerpunkt.
In ehrendem Andenken an Wolfgang Popp zeichnet das Gestu_S (Gender Studies Siegen) seit 2018 exzellente Abschlussarbeiten (M.A.) mit dem Wolfgang-Popp-Preis aus.
Im Anschluss an das Symposium laden wir zur Verleihung des Wolfgang-Popp-Preises 2021 und einem kleinen Umtrunk ein.“
Quelle: Uni Siegen, 50 Jahre, Veranstaltungen
Webflyer als PDF.
Abstracts: Weiterlesen
Literatur: Martin Herchenröder/Ulrich Exner (Hrsg.): Altenberg. Innere Landschaften / Inner Landscapes (inkl. blu-ray 2022)
Der Altenberg: Eine Sage berichtet, dass hier einst ein Dorf gestanden habe, das abgebrannt sei, als Strafe für die Habgier und den ausschweifenden Lebenswandel ihrer Bewohner. Studierende der Fächer Architektur und Musik der Universität Siegen haben das Gelände erforscht und dann auf das Gefundene mit künstlerischen Mitteln reagiert.

Wenn man die Straße zwischen den beiden Siegerländer Dörfern Littfeld und Müsen fährt, überquert man in der Mitte eine Passhöhe: den Altenberg. Eine Sage berichtet, dass hier einst ein Dorf gestanden habe, das abgebrannt sei, als Strafe für die Habgier und den ausschweifenden Lebenswandel ihrer Bewohner. Nach einem Zufallsfund im Jahr 1963 erkundete man das Gelände archäologisch genauer und entdeckte Reste einer mittelalterlichen Siedlung und: Spuren ausgiebigen Silberbergbaus. Das Dorf war irgendwann aufgegeben worden, und die Natur hatte sich das Terrain über die Jahrhunderte zurückgeholt. Heute erinnern einzelne Überreste an Gebäude, Pingen und Schächte – ein magischer Platz, wo sich Natur und Kultur, uralte, vergessene und verborgene Geschichte und Gegenwart begegnen. Weiterlesen
Wem gehört die Geschichte?
Einladung zum Dialogforum Straßenumbenennungen
„Geschichte ist nicht einfach da und unveränderlich – sie wird gemacht. An was wir uns aus der Vergangenheit erinnern möchten und an was lieber nicht, das zeigt sich in Büchern, Film und Fernsehen, Gedenkstätten und Museen, Schule, Wissenschaft… und auch bei der Benennung von Straßen, Gebäuden und Plätzen. Gerade dort zeigt sich jedoch auch, dass Geschichte oft nur von einigen wenigen gemacht wird und oft eine Geschichte „großer Männer“ ist. Doch wer waren eigentlich die Personen, die mit Straßennamen geehrt werden? Und wer taucht dort nicht auf und bleibt im Stadtbild einfach unsichtbar? Diesen Fragen möchten wir gemeinsam mit Siegerländer Bürger*innen nachgehen.
Deshalb laden wir Sie herzlich ein zu einem offenen Dialogforum.
Wann: 05. Mai 2022, ab 18:30
Wo: Martini-Kirche, Grabenstraße 27, 57072 Siegen
Programm: Weiterlesen
Ein Bild, ein Buch, ein ganzer Kosmos
Zweisprachige Publikation zu Rubens‘ „Kreuzigung Petri“ vorgestellt

(v.l.n.r.) Guido Schlimbach, Marc Peez, Dr. Anna Pawlik, Stephan Ch. Kessler SJ
Eines von Kölns bedeutendsten Gemälden – „Die Kreuzigung Petri“ von Peter Paul Rubens in der Pfarrkirche und Kunst-Station Sankt Peter Köln – hängt wieder an Ort und Stelle. Derzeit aufgrund der Karwoche noch verhüllt, wird es an Ostermontag enthüllt und erstmals nach zweieinhalb Jahren, in denen es restauriert wurde, wieder an seinem angestammten Platz zu sehen sein.
Die Restaurierung auf der Empore der Kirche bot die Gelegenheit, das Gemälde umfassend zu untersuchen. Pünktlich zum Abschluss der Restaurierungsarbeiten ist jetzt ein Buch erschienen, das das Bild nicht nur mikroskopisch unter die Lupe nimmt, sondern gleichzeitig einen ganzen Kosmos an Erkenntnissen aus kunsthistorischer, theologischer und restauratorischer Sicht eröffnet. Ganzseitige Detailansichten offenbaren die fulminante Malweise von Rubens, aber auch die Verletzlichkeit des Gemäldes auf Leinwand.
Publikation nimmt theologische, kunsthistorische und restauratorische Fragen in den Blick
Die zweisprachige Publikation „Die Kreuzigung Petri von Rubens“ bzw. „The crucifixion of Saint Peter by Rubens“ enthält unter anderem Beiträge der Kunsthistorikerin Dr. Anna Pawlik (Erzbistum Köln), dem Restaurator Marc Peez (LVR) und dem Theologen Stephan Ch. Kessler (Sankt Peter Köln). Es ist als 86. Arbeitsheft der Rheinischen Denkmalpflege, eine Publikationsreihe des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR), und zugleich als Band 6 der Studien zu den Kunstdenkmälern im Erzbistum Köln erschienen. Weiterlesen

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