Sonderausstellung: „Waschbrett, Wasser, Seifenlauge“ im Museum Wilnsdorf

Im Museum Wilnsdorf erwartet die Besucher ab Samstag, 7. August 2021, eine neue Sonderausstellung, die sich wortwörtlich gewaschen hat. Unter dem Titel „Waschbrett, Wasser, Seifenlauge“ gibt das Museum interessante und teils auch amüsante Einblicke in die Geschichte der Wäsche und des Waschens.

Wie wurde die Wäsche noch vor 100 Jahren gewaschen? Wie hat sich der Kleidungsstil der Menschen im Laufe der Zeit verändert? Welche Kleidung trugen unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern? Auf diese und weitere Fragen liefert die Sonderausstellung die passenden Antworten. Von der Handwäsche mit Waschbrett über die Kinderbadewanne aus der 1960er Jahren bis hin zur Unterwäsche aus dem letzten Jahrhundert hat die Ausstellung so einiges Erstaunliches zu bieten und wird den ein oder anderen Besucher sicherlich zum Schmunzeln bringen und vielleicht sogar in alte Zeiten zurückversetzen.  Weiterlesen →

Ludwig Heinrich Christian August Czimatis – ein Wegbereiter des Arbeitsschutzes aus Laasphe

Quelle: „Das schöne Wittgenstein“, Heft 12, 1942

Bei einer Recherche stiess ich auf obigen Artikel zu Ludwig Czimatis. Nach einigen Anfragen und Suchen in online verfügbaren Informationen konnte nachfolgender tabellerischer Lebenslauf erstellt werden, der sich als Anregung für eine intensivere Beschäftigung mit Czimatis versteht. Die ermittelten Personalakten und der Nachlass im Solinger Stadtarchiv versprechen weitere Informationen. Eine Auswertung der Korrespondenz mit Carl Duisberg dürfte ebenfalls interessant sein. Die Vervollständigung der Veröffentlichungen Czimatis´ ist ebenso wünschenwert:

* 26. Januar 1861 in Schloss Wittgenstein; † 21. November 1942 in Bottrop[1] od. Düsseldorf-Grafenberg[2]

Eltern: August, Fürstlich Wittgensteinischer Beamter, ftl. Portepée-Sergeant (*4.7.1825, gest. 13.11.1869); Friederike Conradi (*9.8.1835), Heirat: 5.2.1860 in Laasphe[3]

                ältester von fünf Geschwistern[4]

Heirat  Düsseldorf-Eller 1890 Marie Louise (1861–1946, kath.), T des Gastwirts Wilh. Richarz u. der Louise Lipgens aus Eller[5]

                Kinder: 1 Tochter, Dr. Ing Albrecht Czimatis[6] Weiterlesen →

Ausstellung „Demos, Discos, Denkanstöße – Die 70er in Westfalen

Wanderausstellung des rock’n’popmuseums Gronau und des LWL-Museumsamtes für Westfalen im Heimatmuseum Netpherland, Lahnstraße 47, 57250 Netphen, bis zum 3.10.2021

Unter dem Titel „Demos, Discos, Denkanstöße – Die 70er in Westfalen“ erarbeitete das rock’n’popmuseum Gronau in Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen die gemeinsame Wanderausstellung. Im Zentrum der Präsentation stehen Fotografien aus der Sammlung Christoph Preker.

Umwelt- und Friedensbewegung machten durch Großdemonstrationen in diesem national bewegenden Jahrzehnt von sich reden. Alternative Zeitungen und Magazine boomten. Die Überwindung verkrusteter Strukturen fand nicht nur in Metropolen statt. Kinderläden, Jugendzentren, die Gleichberechtigung unterschiedlicher Lebensstile und anderes mehr sind heute ein unauffälliger Bestandteil unseres Lebensalltags, mussten damals allerdings noch Schritt für Schritt der Mehrheitsgesellschaft abgerungen werden. Die Demokratisierung der Gesellschaft nahm in den 1970er Jahren ihren Lauf. Willy Brandt hatte in seiner ersten Regierungserklärung angekündigt: „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Weiterlesen →

Linktipp zur virtuelle Rekonstruktion der Siegener Synagoge

Homepage des Projekts

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht lassen die Multimedia-Künstlerin Gabriela von Seltmann und ihr internationales Team die Siegener Synagoge virtuell auferstehen. In einer animierten Video- und Klang-Installation erhebt sich die am 10. November 1938 niedergebrannte Synagoge aus den Trümmern und erscheint an der Außenwand des Hochbunkers (Aktives Museum Südwestfalen) in ihrer einstigen Gestalt. Das 1904 eingeweihte Zentrum der Siegerländer Juden kehrt zurück in das Gedächtnis der Stadt. Während der zwei- und dreidimensionalen Animation sind historische und zeitgenössische Aufnahmen von synagogalen Gesängen zu hören.
Die Premiere der ersten virtuellen Rekonstruktion einer Synagoge in Deutschland soll stellvertretend die über 1400 Synagogen und Bethäusern ins Gedächtnis rufen, die in der sogenannten Reichskristallnacht im November 1938 zerstört wurden. Das einzigartige Ereignis wird in den Zuschauern vor Ort und weltweit (Live-Übertragung im Internet) vielfältige Emotionen erwecken – die virtuelle Rekonstruktion der Siegener Synagoge erreicht nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen und Seelen. Für manche Zuschauer wird das Ereignis die erste Begegnung mit der jüdischen Kultur und dem Judentum überhaupt sein. Weiterlesen →

Präsentation: „Rubens in der Philatelie“

Via instagram verweist das Siegerlandmuseum auf diese kleine Präsentation:

 

 
 
 
 
 
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Stolpersteine NRW – eine WDR-App gegen das Vergessen

Sie sind Teil des größten dezentralen Denkmals der Welt: Die rund 14.000 Stolpersteine in Nordrhein-Westfalen stehen im Mittelpunkt einer neuen multimedialen WDR-App, die im Herbst veröffentlicht werden soll. Hinter jedem einzelnen dieser Steine des Künstlers Gunter Demnig verbirgt sich ein Leben, ein Schicksal. Mit Hilfe der App sollen der Lebens- und der Leidensweg dieser Menschen erlebbar gemacht werden.
Tom Buhrow, WDR-Intendant: „Wir dürfen die Menschen, an deren furchtbares Schicksal mit den Stolpersteinen erinnert wird, niemals vergessen. Das Projekt ist einzigartig. Es wird zum ersten Mal möglich sein, zu jedem in NRW verlegten Stolperstein Informationen abzurufen. Auch jüngere Menschen, vor allem Schüler:innen, werden sich mit der WDR-App auf ganz neue Weise mit den Opfern des Nationalsozialismus beschäftigen können.“

Mit solch mehrteiligen, betexteten Bildergeschichten wird das Schicksal von rund 200 nordrhein-westfälischen Stolperstein-Opfern illustriert. Das Teilprojekt von „Stolpersteine NRW“ wird mit Studierenden und Absolvent:innen der Kunsthochschule Kassel realisiert. Die Umsetzung wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) gefördert.
© Anne Zimmermann/Greta von Richthofen/Burcu Türker/Marthe Viehmann


Über 150 nordrhein-westfälische Städte und Gemeinden unterstützen mittlerweile das Projekt. Anfang 2020 hatte der WDR zu allen NRW-Kommunen, in denen seit 1992 die Messingtafeln in den Bürgersteigen verlegt worden sind, Kontakt aufgenommen und zur Kooperation aufgerufen. Nun soll historisches Datenmaterial zu den Themen „Deportation und Verfolgung“ das Projekt ergänzen. Der WDR startete jetzt eine entsprechende Abfrage bei den Städten und Gemeinden. Weiterlesen →

Ausstellung: „Paul Neiner fotografiert den Bau der Siegtalbrücke (1964-69)“

KuKu Produzentengalerie, Schloßblick 69, Siegen
Eröffnung: 1.8. 11 Uhr, 1.8. – 22.8.
Öffnungszeiten: Sa–So: 15-18 Uhr & nach Vereinbarung, kuku-galerie@t-online.de

„Paul Neiner, Kunstschlosser von Beruf und Hobbyfotograf zu einer Zeit, als das Fotografieren noch Seltenheitswert hatte, war fasziniert von dem Gedanken, die Entstehung der gewaltigen Brückenkonstruktionen, die in den 60er Jahren durch den Bau der A 45 notwendig wurden, fotografisch zu dokumentieren. Er selbst schreibt dazu: „Die gewaltige Siegtalbrücke war das interessanteste Bauwerk. Der Pfeilerbau mit dem Materialkran, welcher an dem jeweils fertigen Pfeilerstück montiert und immer erhöht wurde, war interessant. Doch etwas ganz Neues war für mich der Einsatz des Vorbauwagens mit den Schalgerüsten für den Bau der Fahrbahn.“
Quelle: Kunstsommer 2021, Homepage

Weitere Informationen: Weiterlesen →

Sonderausstellung: „Unter Tage im Museum“

Bis 31. Dezember, Museum Wilnsdorf

Besucher des Wilnsdorfer Museums erwartet ein neues Abenteuer. Im Ausstellungsbereich „Maschinenhalle Landeskrone“ können sie sich auf die Spuren von Bergmännern begeben und dank modernster 3D-Technologie in die Grube Landeskrone einfahren. So wird die Welt des Bergbaus auf ganz besondere Weise erlebbar.

Blickfang der Ausstellung ist ein echter Grubenwagen aus dem Bergbau. In ihm können die Besucher Platz nehmen und die beiliegende Virtual Reality (VR)-Brille aufsetzen, mit der sie in die virtuelle Welt unter Tage eintauchen. „Dann heißt es ‚Glück auf‘ und schon geht das beeindruckende Abenteuer los“, zeigt sich Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck begeistert. Weiterlesen →

Paderborner Bistum entsteht vor 200 Jahren quasi neu

Päpstliche Bulle „De salute animarum“ vom 16. Juli 1821 macht Bistum Paderborn zur zweitgrößten Diözese in Preußen

Durch die Päpstliche Bulle „De salute animarum“ wurde im Jahr 1821 das Bistum Paderborn quasi neu gegründet. Das Erzbistumsarchiv verwahrt ein Exemplar dieser Bulle. Foto: Thomas Throenle / Er
zbistum Paderborn

Im Jahr 1999 feierte das Erzbistum Paderborn seinen 1.200sten Geburtstag, denn im Jahr 799 wurde das in Ostwestfalen gelegene Bistum Paderborn bei der Begegnung von Papst Leo III. und Karl dem Großen gegründet. Aber auch am heutigen 16. Juli 2021 kann ein rundes Jubiläum gefeiert werden: Mit der Päpstlichen Bulle „De salute animarum“ – Über das Heil der Seelen – wurde vor 200 Jahren das Paderborner Bistum neu umschrieben und dadurch zum damals zweitgrößten Bistum in Preußen. Papst Pius VII. unterzeichnete am 16. Juli 1821 die Vereinbarung zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Preußen über die Neuordnung der Bistümer in Preußen nach dem Wiener Kongress. Diese veränderte den Zuschnitt des Bistums Paderborn vor 200 Jahren grundlegend und vergrößerte seine Fläche immens. Weiterlesen →

Gerhard Stötzel (1835 – 1905) – erster Arbeiter im Reichstag

Gerhard Stötzel.jpg
Von unbekannt – Bernd Haunfelder: Reichstagsabgeordnete der Deutschen Zentrumspartei 1871-1933. Droste, Düsseldorf 1899, S. 106, PD-alt-100, Link

Literatur und Links
Seite „Gerhard Stötzel“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. April 2021, 05:12 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gerhard_St%C3%B6tzel&oldid=211008991 (Abgerufen: 27. Juli 2021, 08:54 UTC)

-Hatzig, Ewald: Gerhard Stötzel – ein Mann macht Karriere . Vom Grissenbacher Dreher bis zum Reichstagsabgeordneten in Berlin, in: Blick in das Netpherland 43 (2001), S. 32-34
– Haunfelder, Bernd: Reichstagsabgeordnete der Deutschen Zentrumspartei 1871-1933. Düsseldorf 1999, S. 106
– Kleber, Thomas: Gerhard Stötzel: Vom Dreher zum Reichstagsabgeordneten, Grissenbach Aktiv e.V. (Hg) Griessenbacher Lesebuch. 700 Jahre Dorfgeschichte(n), Plaidt 2011, S. 255 -260
– Müller, Hans-Hermann: Familienforschung Stötzel, Nachkommen des Henrich Stotzel [!] aus Walpersdorf, Dillenburg 2009, S. 26
– Schröter, Hermann: Gerhard Stötzel, Reichstagsabgeordneter für den Wahlkreis Essen, Stadt und Land von 1877 – 1905, in: „Münster am Hellweg“, Heft 6-9 (1978) , S. 67-76
– Stambolis, Barbara: „Es lobe den Herrn der Brand der Hochöfen“ Feste der katholischen Arbeiterbewegung zwischen Konfession und Klasse, in: Geschichte im Westen, Jahrgang 14 (1999), S. 8-20.

Archivalien:
– Bundesarchiv Berlin B 564 [Biografische Sammlung Deutscher Parlamentarier] Nr. 450, Gerhard Stötzel
– Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, I. HA Rep. 84a, Nr. 49798, Strafverfahren gegen den Redakteur der Zentrums-Zeitung „Rheinisch-Westfälischer Volksfreund“ Gerhard Stötzel (MdR, MdL) in Essen wegen Beleidigung des evangelischen „Rheinisch Westfälischen Tageblatt“ ausgetragenen konfessionellen Gegensätze in Werden, 1889 – 1891
Enthält u. a.:
– Anträge der Zentrumsfraktionen des Reichstages und des Landtages auf Aussetzung des Strafvollzuges gegen Stötzel, Nov. 1889, Febr. 1890
– Bericht der Staatsanwaltschaft Essen auf das Gnadengesuch Stötzels mit Schilderung seines politischen Werdeganges einschließlich seines Vorstrafenregisters und der konfessionellen Auseinandersetzungen in Werden sowie mit Befürwortung der Begnadigungen wegen Stötzels Agitation gegen die Sozialdemokratie, Apr. 1891.