Filme: »Der Eisenwald und 700 Jahre Siegen«

Fr. 03.12.2021, Markt 25, 57072 Siegen, KrönchenCenter, Vortragsraum
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»DER EISENWALD (1953)«
Unter der Regie von Herbert Ladendorff, der später in Siegen lebte, drehte der Kameramann Herbert Apelt dieses zeitgeschichtliche Filmdokument über die Siegerländer Lebens- und Arbeitswelt der frühen fünfziger Jahre. Kommentiert wird der Film von dem damals großen Schauspieler und Sprecher Mathias Wieman. Laufzeit: 23 Minuten

»700-Jahrfeier der Stadt Siegen«
(1924 gedreht – 2008 neu aufbereitet) Der Film über die »700 Jahrfeier der Stadt Siegen« wurde im Jahr 1924 gedreht. Initiatoren dieses Filmes waren die Gebrüder Helms, Siegens damalige Kinobetreiber. Der Film ist in den 50er Jahren durch Ludwig Schäffler in Siegerländer Platt und Versform nachvertont worden.
Herausgeber: Mundus-TV, Laufzeit: 24 Minuten

Anmeldung erforderlich! (Teilnehmer*innenzahl begrenzt)
Telefon 0271 404-3000, E-Mail vhs@siegen.de oder persönlich

Lebendige Erinnerung an das jüdische Leben im Netpherland

Sonderausstellung im Heimatmuseum Netpherland


Am Sonntag, den 14. November 2021 fand die feierliche Eröffnung der Sonderausstellung zum jüdischen Leben im Netpherland im Heimatmuseum Netpherland statt. Die Ausstellung öffnet noch bis zum 28. Februar 2022 die Türen für Interessierte und Schulklassen.

1700 Jahre lang gibt es jüdisches Leben in Deutschland und zu diesem Gedenkjahr hat das Team des Heimatmuseums Netpherland um Harald Gündisch, Lothar Schulte und Nicole Schmallenbach in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland eine Sonderausstellung erarbeitet, die speziell das jüdische Leben im Netpherland facettenreich zeigt. Der Fokus wird dabei auf die Darstellung von kulturellen Bräuchen, Festen und des alltäglichen Lebens von jüdischen Familien Lennhoff und Faber, die im Raum Netphen gelebt haben, gelegt.

Die Ausstellung soll die Augen vor der grausamen Zeit des Nationalsozialismus nicht verschließen, denn ausgestellte Zeitungen aus der Kriegszeit prangern mit fett gedruckten Zeilen „Die Juden sind unser Unglück!“. Die Besucherinnen und Besuchern der Eröffnung ließ dieser Satz nicht los und so war zu spüren, dass diese Ausstellung emotional bewegte und zum Nachdenken anregte. Weiterlesen →

Nr. 63 des „Blick ins Netpherland“ ist als Jahresausgabe 2021 erschienen.

Dass auch das Jahr 2021 im Zeichen der Borkenkäfer-Kalamität stand, spiegelt bereits das Titelbild des vor kurzem erschienenen „Blick ins Netpherland 2021“ wieder. Zeigt es doch als einzigen positiven Aspekt dieser katastrophalen Entwicklung in den heimischen Fichtenbeständen den „Zwei-Kirchen-Blick“ vom Bernstein auf Obernetphen ohne „störende“ Bäume im Vordergrund.
Durch die noch immer andauernde Corona-Pandemie war in der 50-jährigen Geschichte des 1971 gegründeten Heimatvereins Netpherland das Jubiläumsjahr 2021 erneut geprägt durch die Absage vieler in der Vergangenheit liebgewonnener Veranstaltungen des Vereins, wie Schriftleiter und Heimathistoriker Wilfried Lerchstein in seinem Jahresrückblick feststellen musste. Erst im zweiten Halbjahr konnte das Vereinsleben, u.a. mit zwei Ausstellungen im Heimatmuseum Netpherland, wieder etwas Fahrt aufnehmen. Weiterlesen →

Wo Geschichte lebendig wird –

„Meine Geschichte – Deine Geschichte – Unsere Geschichte“: Diesen Titel trägt die Wanderausstellung, die von der Integrationsagentur der Diakonie in Südwestfalen mitgestaltet wird. Vernissage ist am 30. November.

Bei der Ausstellung wird auch ein Kurzfilm zu sehen sein. Dabei sprechen Betroffene mit dem Filmemacher Roman Knerr über ihre Rassismuserfahrungen.

Die Wanderausstellung wurde von der Integrationsagentur der Diakonie in Südwestfalen in Zusammenarbeit mit der Caritasverband Siegen-Wittgenstein, dem Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen sowie der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe ausgearbeitet wurde. Die Vernissage findet am Dienstag, 30. November, ab 18 Uhr im Siegener „Krönchen Center“ statt. „Danach wird die Ausstellung in vielen Schulen im Kreis Siegen-Wittgenstein zu sehen sein“, teilt Linda Hartmann von der Integrationsagentur mit.

Die Geschichts-Schau widmet sich Menschen, die eine neue Heimat in Deutschland – speziell im Siegerland – gefunden haben. Toleranz, kulturelle Vielfalt, Rassismus oder Identität: Verschiedene Winkel der Migration werden dabei bearbeitet. Dabei gehen die Protagonisten auf ihre Erfahrungen ein, die sie bislang in Deutschland gesammelt haben, oder auf den Begriff „Heimat“, egal ob alt oder neu. 

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gefördert. Dabei entwickeln Kommunen, Städte, Landkreise und Gemeinden lokale Handlungsstrategien, um Demokratie und Vielfalt zu stärken. Seit Jahren ist die Diakonie in Südwestfalen fester Bestandteil der Aktion. Veranstaltet wurden unter anderem schon Fachtage, wie die Demokratiekonferenz oder „Mitentscheiden und mithandeln“ für pädagogische Fachkräfte.

Die Vernissage wird am 30. November mit einem Grußwort des Geschäftsführers der Diakonie in Südwestfalen Dr. Josef Rosenbauer eröffnet. Zudem wird es einen kleinen Imbiss geben. Um die Einhaltung der 3G-Regel zu vereinfachen, ist eine Anmeldung bis zum 23. November per E-Mail an linda.hartmann@diakonie-sw.de erforderlich.

Quelle: Diakonie in Südwestfalen, Pressemitteilung v. 19.11.2021

Totenbuch der Paderborner Priester 1930 bis 2020 erschienen

Monsignore Andreas Kurte veröffentlicht „Necrologium Paderbornense II“ / Erstes Buchexemplar an Generalvikar Alfons Hardt überreicht

Monsignore Andreas Kurte hat jetzt das „Necrologium Paderbornense II“ veröffentlicht und das erste Exemplar an Generalvikar Alfons Hardt überreicht. Die Publikation beinhaltet die Namen und Biogramme von 3.500 Priestern des Erzbistums Paderborn, die in den Jahren 1930 bis 2020 verstorben sind. In die 1.016 Seiten des Buches sind viele hundert Stunden der Recherche und des Schreibens eingeflossen. Mit seinem Buch schließt der in Brakel als Pfarrer wirkende Autor eine 90 Jahre umfassende Lücke in der Darstellung des Paderborner Diözesanklerus: Das 1934 erschienene Necrologium Paderbornense von Professor Dr. Wilhelm Liese mit der Auflistung der von 1822 bis 1930 verstorbenen Paderborner Diözesanpriester wird so fortgeführt.

„Das von Monsignore Andreas Kurte vorgelegte ‚Necrologium Paderbornense II‘ ist ein Buch der Erinnerung an die Weltpriester, die in den Gemeinden des Erzbistums Paderborn gewirkt haben“, sagte Generalvikar Alfons Hardt. Er dankte dem ehemaligen Leiter des Bereichs Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat für seine „akribische und gewissenhafte Detektiv- und Forscherarbeit“. Obgleich das Necrologium Paderbornense die verstorbenen Diözesanpriester aufliste und somit rein formal als „Totenbuch“ gedeutet werden könne, sei es Grundlage für eine lebendige und dankbare Erinnerung: „Die hier verzeichneten Priester haben ihren Glauben vielfältig gelebt und verkündet. Sie haben sich für ihre Kirche und damit für das Erzbistum Paderborn eingesetzt. Halten wir die Erinnerung an sie lebendig und schließen wir sie in das Gebet ein.“

Priesterpersönlichkeiten

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Lesung aus den Jugenderinnerungen des Lehrers Wilhelm Kühn in Netphen-Dreisbach (1839-1859)

Eine Lesung über Lehrer in Dreisbach findet am Dienstag, den 23. November im Haus Pithan, Im Bruch 4, Netphen, um 18 Uhr statt.

Das Foto zeigt die alte Schule in Bürbach, die Wilhelm Kühn besuchte., aus »Bürbach-Ortsgeschichte eines Siegener Stadtteils« © Heimatverein Alte Burg Dreis-Tiefenbach e.V.

Wilhelm Kühn wurde 1800 in nassau-oranischen Bürbach geboren. Schon in früher Jugend erwuchs in ihm der Wunsch Schulmeister zu werden, der sich 1824 erfüllte. Er ging während der französischen Zeit im Großherzogtum Berg zur Schule und war im Königreich Preußen Schulmeister. Nach Tätigkeiten in Nauholz und Beienbach kam er 1839 an die evangelische Schule Dreisbach, wo er bis 1859 unterrichtete. Keine zwei Monate nach seiner Entlassung starb er.
Wilhelm Kühn hat seine Lebenserinnerungen aufgeschrieben. Der Dreis-Tiefenbacher Heimatforscher Ferdinand Lutz hat diese in einem Buch veröffentlicht.

Link:
Lutz, F.: Wilhelm Kühn – Schulmeister aus Leidenschaft. Von der „Universität” Nauholz zum „Fegefeuer” Dreisbach

Literatur:
Irle, Lothar: Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechter-Lexikon, Siegen 1974, S. 196
Lutz, F./Stötzel, H: Schulmeister Wilhelm Kühn, in: Blick ins Netpherland 49 (2007)

Quelle: Stadt Netphen, Veranstaltungen

„Mit Sonde und Bohrer: Archäologie auf den Spuren früher Eisenleute“

Montanarchäologische Erkundungen der Universität Mainz und des Bergbaumuseums Sassenroth als Sonderausstellung

Im Bild stehend v.l.: Museumsleiter Achim Heinz, Architekt Carsten Trojan, Prof.Dr. Kuhnen, Landrat Dr. Peter Enders, Sponsor Bernd Mudersbach, VG Bürgermeister WolfgangSchneider, Herdorfs 1. Beigeordneter Uwe Geisinger, sowie Michael Franz und Michaela Hoffmann, zwei der beteiligten Studierenden

Landrat Dr. Peter Enders stellte jetzt im Bergbaumuseum des Kreises eine Sonderausstellung der Presse vor, die in ihrer Art eine Premiere darstellt. Sie präsentiert erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das das Institut für Altertumswissenschaften der Universität Mainz zusammen mit dem Bergbaumuseum in den Jahren 2016/2017 unternahm, um auf den (damals noch) bewaldeten Höhenrücken zwischen Herdorf und Daaden Stätten früher Eisengewinnung zu erkunden. Mit einem bodenkundlichen Hohlbohrer und einer geophysikalischen Messsonde lokalisierte das Team bei seinen Begehungen insgesamt 57 montanarchäologische Fundstellen aus der Keltenzeit (5. – 1. Jh. v. Chr.) und dem hohen Mittelalter (12.-13. Jh.), von denen bis dato nur drei der archäologischen Denkmalpflege bekannt waren.

Lange Vorgeschichte
Lange bevor die Wissenschaftler in Herdorf und Daaden mit ihrer Arbeit begannen, hatten bereits die Herdorfer Brüder Otto und Heribert Kipping in den 50er-70er Jahren mit mühsamen Grabungen die alten Verhüttungsplätze entdeckt und Relikte geborgen. Doch öffentliche Wertschätzung erfuhren sie leider kaum und mit den Jahren verschwand auch die Erinnerung an ihre Arbeit. Bis um 2010 der Herdorfer Architekt Carsten Trojan im Bergbaumuseum eine alte Karte von 1954 entdeckte, in der Otto Kipping Fundstellen im Herdorfer Raum eingezeichnet hatte. Trojans Recherchen hierzu trugen schon bald Früchte. Im Depot des Landschaftsmuseums in Hachenburg sowie in Privatbesitz entdeckte er zahlreiche Fundstücke. Nachdem Prof. Dr. Kuhnen vom Institut für Altertumswissenschaften an der Universität Mainz die wissenschaftliche Bedeutung der Scherben und Schlacken bestätigte, erfolgte schon 2012 eine erste gemeinsame Ausstellung im Bergbaumuseum. Weiterlesen →

Vortrag: Dr. Christian Henrich-Franke: „Von Besatzern zu Freunden?

– Die belgische Garnison in Siegen.

Belgische Panzerkolonne in der Innenstadt (Vorlage: Foto Horstguenter Simon)

Vom Eintreffen der ersten belgischen Soldaten am 11. November 1946 bis zum finalen Abschließen des letzten Kasernentors auf dem Wellersberg am 22. Dezember 1994 vergingen fast fünf Jahrzehnte, in denen die Krönchenstadt Teil einer umfassenden belgischen Militärpräsenz in Rheinland und Westfalen gewesen war. Die Belgier kamen nach dem Zweiten Weltkrieg als Besatzungsmacht im Rahmen der britischen Besatzungszone in Siegen an und verließen die Stadt nach dem Ende des Kalten Kriegs und der Deutschen Einheit als langjähriger NATO-Partner. Die Jahre ihrer Anwesenheit waren geprägt von den Spannungen des Kalten Kriegs, der Annäherung im Zuge Europäischer Integration aber eben auch vom pragmatischen Neben- und Miteinander einheimischer Bevölkerung und belgischer Soldaten an den vielen Militärstandorten. Immerhin waren alleine in Siegen permanent 4.000 bis 6.000 belgische Soldaten und ihre Angehörigen präsent. Weiterlesen →

Manager von BMW Classic Group aus München besuchten Bald’s historische Fahrzeugschau in Erndtebrück

Von links: Jürgen Weber (Stiftung), Fred Jakobs (BMW Group), Max Deubel und Rudolf Bald (Stiftung)

Über „hohen Besuch“ aus München freuten sich Rudolf Bald und seine Mitstreiter der gleichnamigen Stiftung diese Woche in der www.bmw-ausstellung.de in Erndtebrück. Fred Jakobs, Leiter des BMW Group Archiv, und sein Kollege Lutz-Michael Hahn, verantwortlich für die Motorrad Historie im Archiv, schauten sich auf Einladung der Stiftung und der Gemeinde Erndtebrück hin zwei Tage lang die über 50 historisch bedeutsamen Modelle mit Zweizylinder Boxern an. Weiterlesen →

Online-Vortrag: „75 Jahre Justiz NRW – Erinnerungen an den Auschwitz-Prozess am Landgericht Siegen 1986 bis 1991“

Wann: 10. November 2021,17:00 Uhr
Wo: Online übertragen aus dem Schwurgerichtssaal des Landgerichts Siegen

Modell des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau im Aktiven Museum Südwestfalen e.V. Bildvorlage: Klemens Mehrer.

Was: Der Vortrag beleuchtet das auch heute noch bedeutsame Strafverfahren gegen Ernst August König, der wegen einer Vielzahl von Tötungsdelikten in den Jahren 1943/44 im damals sog. „Zigeunerlager“ des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Siegen angeklagt war. Dieser Mammut-Prozess vor dem Landgericht fand von Mai 1987 bis Januar 1991 an insgesamt 179 Verhandlungstagen, 38 davon an auswärtigen Gerichtsorten, statt. 123 Zeugen wurden vernommen. Der Angeklagte wurde schließlich wegen Mordes in drei Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, im Übrigen wegen weiterer Mordvorwürfe freigesprochen. Im Laufe des von ihm angestrengten Revisionsverfahrens beging der Angeklagte Selbstmord.
Referenten: Vorsitzender Richter am Landgericht a.D. Wolfgang Münker – damals beisitzender Richter und Berichterstatter der Schwurgerichtskammer
Oberstaatsanwalt a.D. Klemens Mehrer – damals Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft Köln
Um Anmeldung per E-Mail an 75JahreNRW@lg-siegen.nrw.de wird gebeten; ein Betreff oder ein sonstiger Inhalt sind nicht erforderlich. Der Teilnahmelink zur Online-Veranstaltung wird interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern anschließend automatisch zugesandt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Teilnehmerzahl aus technischen Gründen begrenzt ist.
Quelle: Veranstaltungsflyer

s. auch folgende Einträge auf siwiarchiv:
1) Heute vor 28 Jahren: Urteil im Prozess gegen Ernst August König
2) Vortrag: Klemens Mehrer (Siegen): Blick in ein düsteres Kapitel: Erinnerungen an den 1991 beendeten NS-Prozess gegen SS-Rottenführer Ernst-August König in Siegen